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phoenix89 - 36
Experte (offline)

Dabei seit 12.2005
1749 Beiträge

Geschrieben am: 21.11.2011 um 20:32 Uhr
Zuletzt editiert am: 21.11.2011 um 20:34 Uhr

Zitat von Der666Diablo:

[...] setzt du ultraschwache mit Ultrastarken gegenüber hast du das problem, dass der ultrastarke gelangweilt und der ultraschwache evtl wegen eben dieser gelangweiltheit überheblichkeit feststellt. [...]

Das trifft lediglich zu, wenn jeder Schüler zu jeder Zeit dieselbe Aufgabe erledigen und sich dasselbe Wissen aneignen, dieselben Fähigkeiten ausbilden soll: Gleichzeitige Behandlung desselben Themas bzw. Themenkomplexes auf unterschiedlichen Komplexitätsebenen kann ein individuelleres (und Zusammenarbeit förderndes) Lernen ermöglichen; das fordert natürlich einen höheren organisatorischen Aufwand, der faktisch nicht immer möglich oder ökonomisch ist.

Zitat von Cymru:

Stimmt, da hast du auch wieder Recht.
Wir hatten das jetzt wohl nur von der Benotung gesehen. Da ist Anonymität natürlich sehr von Vorteil. Wobei man, wie du richtig einwirfst, bei der Stoffaufnahme wohl nicht unbedingt auf Anonymität setzen sollte.
Das ist richtig; anonyme Benotung hat durchaus Vorteile. Bei mündlichen Prüfungen ist das dann natürlich ohnehin nochmal etwas anderes, und auch mit Hilfe von Vorsitzenden o. ä. ist es wohl unmöglich, völlige "Objektivität" walten zu lassen.

Zitat von Cymru:

Das Problem, dass einige sehr gut und andere sehr schlecht sind, entdeckt man halt einfach in gewöhnlichen Klassen. Vorwiegend in Mathe und Deutsch hab ich die Erfahrung gemacht, wobei Mathe da meist größere Probleme macht.

Wenn man nach Leistungsstand einteilt, ist ja keine exakt gleiche Leistung gefordert, eine gewisse Leistungsspanne bei der Einteilung ist ja durchaus denkbar.
(Generell natürlich nur eine spontane Idee von mir, ohne groß nachzuforschen, was da schon vorgeschlagen wurde von Experten)
Es gibt Argumente sowohl für das eine als auch für das andere.
Eine Einteilung rein nach Leistung führt eben dazu, dass z. B. die beiden zuvor erwähnten (und nachweislich positiv sich-auswirken-könnenden) Aspekte - also das förderliche(!) Orientieren hin auf andere Fähigkeitsstufen etc. - sowie Möglichkeiten zu sozialem Lernen wegfallen.
Meines Erachtens sollte unterscheiden werden, wo es sinnvoll ist, Gruppen verschiedener Leistungsstärke zu bilden (wobei da auch die heikle Unterscheidung zwischen tatsächlich erzieltem Erfolg und reinem Aufwand, den ein Schüler bringen kann, drinsteckt), oder in einer Gruppe an denselben Aufgaben zu arbeiten, oder aber in einer Gruppe an individuellen Aufgaben zu werkeln. Jedes davon dürfte in manchen Kontexten mehr Vorteile bieten als das andere; in anderen Zusammenhängen dürfte sich dieses Verhältnis wieder umkehren.

Der förderliche Umgang mit Unterschieden ist meines Erachtens etwas, das zu vermitteln ein Hauptauftrag der Schule sein sollte; das erfordert dann im Schluss auch, dass schlechtere Schüler nicht an sich abgewertet, bessere nicht zu eitlen Schnöseln erzogen werden. Das wird eben erschwert, wenn man die Gruppen von vorneherein auf allzu homogene Weise einteilt. - Damit soll allerdings nicht gesagt sein, dass es für jeden Schüler in jeder Situation das Richtige wäre, in dieser oder jener Gruppe zu sein. Wie gesagt: Ich sehe die Sache abhängig vom jeweiligen Kontext, und nicht pauschal beantwortbar.
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