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Forum / Politik und Wirtschaft
Bauern drehen den (Milch-)Hahn zu

SergioMorelo - 36
Anfänger
(offline)
Dabei seit 09.2007
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Geschrieben am: 28.05.2008 um 19:02 Uhr
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Aber was willsch macha?
bei de jetzige preise kannsch dei hoftor glei zusperren
a bauer schafft viel mehr als normale angestellte da hat keiner a 40 Stunden woche aber er verdient viel weniger zudem steigen energie-/Futtermittelpreise
maschinen werden immer teurer aber d milchpreis sinkt und des isch absolut net in ordnug
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Barmonster - 41
Champion
(offline)
Dabei seit 07.2005
3952
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Geschrieben am: 28.05.2008 um 19:05 Uhr
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aber andererseits: warum sollten Bauern vom Markt ausgenommen werden? Wenn wenig Milch gebraucht und viel produziert wird, dann kann man halt nicht so viel Geld dafür verlangen. So böse es auch klingt, aber in diesem Fall gibts einfach zu viele Produzenten. So ist das nunmal.
Viele Leute sind verwirrt, wenn ein Satz anders endet als man Rübenmus!
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AGROSTAR - 37
Profi
(offline)
Dabei seit 02.2007
842
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Geschrieben am: 28.05.2008 um 19:18 Uhr
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Zitat von cheesemaker: Ich halte die Behauptungen von Herrn Schaber für reine Propaganda.
Mein Vater war selbst lange Jahre Milcherzeuger und ich bin in der Milchverarbeitung tätig, deshalb denke ich dass ich den Molkereisektor relativ gut kenne.
Der von Herrn Schaber angeführte Bundesverband der Milchviehhalter hat in den letzten Wochen eine Mitgliederbefragung durchgeführt, ob ein Lieferboykott befürwortet wird. Schon relativ früh zeichnete sich ab, dass die Beteiligung an der Befragung hinter den Erwartungen zurück bleiben würde. Inzwischen scheint diese Befragung mit dem Ergebnis beendet worden zu sein, dass 88 % derjenigen die daran teilgenommen haben einen Boykott befürworten.
Was bedeutet das nun konkret?
Wie aus dem Artikel hervorgeht gibt es in Deutschland ca. 100.000 Milcherzeuger von denen 30.000 dem BDM angehören, wovon wiederum nicht alle an der Befragung teilgenommen haben. Und selbst davon sind nur 88 % zum Boykott bereit. Somit kann davon ausgegangen werden, dass maximal 25.000 Milcherzeuger überhaupt Boykottbereitschaft zeigen. Ob diese ihre Absicht jedoch tatsächlich in die Tat umsetzen steht nochmal auf einem anderen Blatt.
Für einen Milcherzeuger ist das Milchgeld (nahezu) die einzige Einnahmequelle und die Kapitaldecken sind aufgrund langjährig niedriger Preise und teilweise hoher Investitionen extrem dünn. Sämtliche Aufwendungen zur Erzeugung der Milch laufen in vollem Umfang weiter, nur kommt kein Geld mehr in die Kasse. Um jedoch zumindest ein Ausrufezeichen setzen zu können müsste der Boykott meines Erachtens 2 Wochen lang durchgehalten werden und ein signifikantes Absinken der Anlieferungsmengen erkennbar sein. Beides halte ich aus oben genannten Gründen für unwahrscheinlich.
Ferner gilt es zu bedenken, dass ca. 50 % der Molkereien Genossenschaften sind und somit den Milcherzeugern gehören. Dem eigenen Unternehmen Preisdumping vorzuwerfen halte ich schon für etwas schizophren und sich über die eigene Satzung hinwegzusetzen ist auch nicht grade das gelbe vom Ei. Selbst die Milcherzeuger die an ein Privatunternehmen liefern, sollten vorsichtig sein was sie tun. Denn in Milchlieferverträgen wird sowohl eine Abholungs- als auch eine Ablieferungsverpflichtung vereinbart. Ein Boykott könnte also auch rechtliche Konsequenzen haben, wenn einzelne Molkereien (wohl allen voran Müller) bereit sind sich auf die Kraftprobe einzulassen.
Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich Engpässe in der Verfügbarkeit von Milchprodukten im Einzelhandel für absolut ausgeschlossen halte. Produkte wie Butter, Käse und Dauermilcherzeugnisse (Milchpulver, Kondesmilch, ...) sind in ausreichender Menge auslieferungsbereit auf Lager um einen (angenommen) zweiwöchigen Produktionsstop (falls überhaupt nötig) zu überbrücken. Der Bedarf an Frischprodukten (Trinkmilch, Joghurt, Quark, Frischkäse) kann in diesem Fall ebenfalls problemlos aus der verbleibenden Milchmenge hergestellt werden, da ja davon auszugehen ist, dass die Anlieferung maximal um 25 % einbrechen würde.
Die Mehrheit deiner Beiträge und Plädoyes gegen den Boykott lassen sich mit einem einzigen Wort entkräften: "verkehrsfähig"
Die Milchbauern sind in ihren Abnahme-und Lieferverträgen sehr wohl verpflichtet die ausgehandelte Menge Milch auch zu liefern, ABER nur "verkehrsfähige Milch"
Das heißt die Milch muss hygienisch einwandfrei sein. Ob die Milch aber "verkehrsfähig" ist, liegt allein im Ermessen des Landwirts...!
Deshalb kann bei dem Boykott KEIN Landwirt wegen angeblichem
"Vertragbruchs" zur Rechenschaft gezogen werden...!
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cheesemaker - 44
Champion
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Dabei seit 07.2005
2563
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 08:31 Uhr
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Zitat von AGROSTAR: Zitat von cheesemaker: Ich halte die Behauptungen von Herrn Schaber für reine Propaganda.
Mein Vater war selbst lange Jahre Milcherzeuger und ich bin in der Milchverarbeitung tätig, deshalb denke ich dass ich den Molkereisektor relativ gut kenne.
Der von Herrn Schaber angeführte Bundesverband der Milchviehhalter hat in den letzten Wochen eine Mitgliederbefragung durchgeführt, ob ein Lieferboykott befürwortet wird. Schon relativ früh zeichnete sich ab, dass die Beteiligung an der Befragung hinter den Erwartungen zurück bleiben würde. Inzwischen scheint diese Befragung mit dem Ergebnis beendet worden zu sein, dass 88 % derjenigen die daran teilgenommen haben einen Boykott befürworten.
Was bedeutet das nun konkret?
Wie aus dem Artikel hervorgeht gibt es in Deutschland ca. 100.000 Milcherzeuger von denen 30.000 dem BDM angehören, wovon wiederum nicht alle an der Befragung teilgenommen haben. Und selbst davon sind nur 88 % zum Boykott bereit. Somit kann davon ausgegangen werden, dass maximal 25.000 Milcherzeuger überhaupt Boykottbereitschaft zeigen. Ob diese ihre Absicht jedoch tatsächlich in die Tat umsetzen steht nochmal auf einem anderen Blatt.
Für einen Milcherzeuger ist das Milchgeld (nahezu) die einzige Einnahmequelle und die Kapitaldecken sind aufgrund langjährig niedriger Preise und teilweise hoher Investitionen extrem dünn. Sämtliche Aufwendungen zur Erzeugung der Milch laufen in vollem Umfang weiter, nur kommt kein Geld mehr in die Kasse. Um jedoch zumindest ein Ausrufezeichen setzen zu können müsste der Boykott meines Erachtens 2 Wochen lang durchgehalten werden und ein signifikantes Absinken der Anlieferungsmengen erkennbar sein. Beides halte ich aus oben genannten Gründen für unwahrscheinlich.
Ferner gilt es zu bedenken, dass ca. 50 % der Molkereien Genossenschaften sind und somit den Milcherzeugern gehören. Dem eigenen Unternehmen Preisdumping vorzuwerfen halte ich schon für etwas schizophren und sich über die eigene Satzung hinwegzusetzen ist auch nicht grade das gelbe vom Ei. Selbst die Milcherzeuger die an ein Privatunternehmen liefern, sollten vorsichtig sein was sie tun. Denn in Milchlieferverträgen wird sowohl eine Abholungs- als auch eine Ablieferungsverpflichtung vereinbart. Ein Boykott könnte also auch rechtliche Konsequenzen haben, wenn einzelne Molkereien (wohl allen voran Müller) bereit sind sich auf die Kraftprobe einzulassen.
Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich Engpässe in der Verfügbarkeit von Milchprodukten im Einzelhandel für absolut ausgeschlossen halte. Produkte wie Butter, Käse und Dauermilcherzeugnisse (Milchpulver, Kondesmilch, ...) sind in ausreichender Menge auslieferungsbereit auf Lager um einen (angenommen) zweiwöchigen Produktionsstop (falls überhaupt nötig) zu überbrücken. Der Bedarf an Frischprodukten (Trinkmilch, Joghurt, Quark, Frischkäse) kann in diesem Fall ebenfalls problemlos aus der verbleibenden Milchmenge hergestellt werden, da ja davon auszugehen ist, dass die Anlieferung maximal um 25 % einbrechen würde.
Die Mehrheit deiner Beiträge und Plädoyes gegen den Boykott lassen sich mit einem einzigen Wort entkräften: "verkehrsfähig"
Die Milchbauern sind in ihren Abnahme-und Lieferverträgen sehr wohl verpflichtet die ausgehandelte Menge Milch auch zu liefern, ABER nur "verkehrsfähige Milch"
Das heißt die Milch muss hygienisch einwandfrei sein. Ob die Milch aber "verkehrsfähig" ist, liegt allein im Ermessen des Landwirts...!
Deshalb kann bei dem Boykott KEIN Landwirt wegen angeblichem
"Vertragbruchs" zur Rechenschaft gezogen werden...!
Im Bezug auf das Argument "nicht verkehrsfähig" muss ich dir absolut recht geben. Ich kann nur jedem Landwirt raten so zu argumentieren. Man sollte jedoch darauf achten, dass nicht verkehrsfähige Milch unter Umständen auch im Sinne des LFGB nicht mehr als Futtermittel genutzt werden darf. Und ob die Verkehrsfähigkeit ALLEIN im Ermessen des Erzeugers liegt würde ich zumindest als anzweifelbar ansehen.
Wenn ich mich recht entsinne hat man uns in Rechtskunde mal beigebracht, dass die Entsorgung von Milch auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Wenn ich Bilder von auf öffentlichen Straßen ausgeschütteter Milch sehe, könnt ich mir sehr gut vorstellen dass der Wahlschweizer heute zum Telefon greift.
"Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück - zu Null." Voltaire
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cheesemaker - 44
Champion
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Dabei seit 07.2005
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 08:39 Uhr
Zuletzt editiert am: 29.05.2008 um 09:14 Uhr
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Zitat von Hofbauer: Zitat von cheesemaker: Also, ich hab mich mal in der Molkereibranche umgehört wie groß die Auswirkungen sind.
Man hört von Einbrüchen der Anlieferungsmengen zwischen 25 und 60 %. Produktionseinschränkungen werden hauptsächlich in den Bereichen Käse und Pulver realisiert, die Produktion von Frischprodukten wird derzeit nicht gedrosselt.
Im Moment wird die sinkende Anlieferungsmenge nicht als großes Problem gesehen. Die Befürchtungen gehen eher in die Richtung, dass die Landwirte versuchen die Milch zu überstapeln.
natürlich behaupten die molkerein was anderes als dia bauern die werrad uns kaum ermutigen keine milch merh zu liefern
Ich habe gestern mit Betriebsleitern (nicht Pressesprechern) von zwei großen bayerischen Milchverarbeitern gesprochen. Beide gaben an, dass sie lediglich die Produktion von Hard- und Schnittkäse entsprechend drosseln würden, was ihnen jedoch gut in die Produktionsplanung passen würde, da die Lager eh gerammelt voll sind.
Leere Supermarktregale, wie sie teilweise in den Medien zu sehen sind, sind meines Erachtens eher auf die (von Herrn Schaber propagierten) Hamsterkäufe als auf tatsächliche Engpässe zurückzuführen.
Edit:
Mein Kollege war gestern bei zwei Molkereien in unmittelbarer Nähe zu Ulm. Dort scheinen die Auswirkungen deutlich geringer zu sein, als im ostbayerischen Raum. Es war die Rede von unter 20 %.
"Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück - zu Null." Voltaire
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AGROSTAR - 37
Profi
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 11:06 Uhr
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Zitat von cheesemaker: Zitat von AGROSTAR: Zitat von cheesemaker: Ich halte die Behauptungen von Herrn Schaber für reine Propaganda.
Mein Vater war selbst lange Jahre Milcherzeuger und ich bin in der Milchverarbeitung tätig, deshalb denke ich dass ich den Molkereisektor relativ gut kenne.
Der von Herrn Schaber angeführte Bundesverband der Milchviehhalter hat in den letzten Wochen eine Mitgliederbefragung durchgeführt, ob ein Lieferboykott befürwortet wird. Schon relativ früh zeichnete sich ab, dass die Beteiligung an der Befragung hinter den Erwartungen zurück bleiben würde. Inzwischen scheint diese Befragung mit dem Ergebnis beendet worden zu sein, dass 88 % derjenigen die daran teilgenommen haben einen Boykott befürworten.
Was bedeutet das nun konkret?
Wie aus dem Artikel hervorgeht gibt es in Deutschland ca. 100.000 Milcherzeuger von denen 30.000 dem BDM angehören, wovon wiederum nicht alle an der Befragung teilgenommen haben. Und selbst davon sind nur 88 % zum Boykott bereit. Somit kann davon ausgegangen werden, dass maximal 25.000 Milcherzeuger überhaupt Boykottbereitschaft zeigen. Ob diese ihre Absicht jedoch tatsächlich in die Tat umsetzen steht nochmal auf einem anderen Blatt.
Für einen Milcherzeuger ist das Milchgeld (nahezu) die einzige Einnahmequelle und die Kapitaldecken sind aufgrund langjährig niedriger Preise und teilweise hoher Investitionen extrem dünn. Sämtliche Aufwendungen zur Erzeugung der Milch laufen in vollem Umfang weiter, nur kommt kein Geld mehr in die Kasse. Um jedoch zumindest ein Ausrufezeichen setzen zu können müsste der Boykott meines Erachtens 2 Wochen lang durchgehalten werden und ein signifikantes Absinken der Anlieferungsmengen erkennbar sein. Beides halte ich aus oben genannten Gründen für unwahrscheinlich.
Ferner gilt es zu bedenken, dass ca. 50 % der Molkereien Genossenschaften sind und somit den Milcherzeugern gehören. Dem eigenen Unternehmen Preisdumping vorzuwerfen halte ich schon für etwas schizophren und sich über die eigene Satzung hinwegzusetzen ist auch nicht grade das gelbe vom Ei. Selbst die Milcherzeuger die an ein Privatunternehmen liefern, sollten vorsichtig sein was sie tun. Denn in Milchlieferverträgen wird sowohl eine Abholungs- als auch eine Ablieferungsverpflichtung vereinbart. Ein Boykott könnte also auch rechtliche Konsequenzen haben, wenn einzelne Molkereien (wohl allen voran Müller) bereit sind sich auf die Kraftprobe einzulassen.
Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich Engpässe in der Verfügbarkeit von Milchprodukten im Einzelhandel für absolut ausgeschlossen halte. Produkte wie Butter, Käse und Dauermilcherzeugnisse (Milchpulver, Kondesmilch, ...) sind in ausreichender Menge auslieferungsbereit auf Lager um einen (angenommen) zweiwöchigen Produktionsstop (falls überhaupt nötig) zu überbrücken. Der Bedarf an Frischprodukten (Trinkmilch, Joghurt, Quark, Frischkäse) kann in diesem Fall ebenfalls problemlos aus der verbleibenden Milchmenge hergestellt werden, da ja davon auszugehen ist, dass die Anlieferung maximal um 25 % einbrechen würde.
Die Mehrheit deiner Beiträge und Plädoyes gegen den Boykott lassen sich mit einem einzigen Wort entkräften: "verkehrsfähig"
Die Milchbauern sind in ihren Abnahme-und Lieferverträgen sehr wohl verpflichtet die ausgehandelte Menge Milch auch zu liefern, ABER nur "verkehrsfähige Milch"
Das heißt die Milch muss hygienisch einwandfrei sein. Ob die Milch aber "verkehrsfähig" ist, liegt allein im Ermessen des Landwirts...!
Deshalb kann bei dem Boykott KEIN Landwirt wegen angeblichem
"Vertragbruchs" zur Rechenschaft gezogen werden...!
Im Bezug auf das Argument "nicht verkehrsfähig" muss ich dir absolut recht geben. Ich kann nur jedem Landwirt raten so zu argumentieren. Man sollte jedoch darauf achten, dass nicht verkehrsfähige Milch unter Umständen auch im Sinne des LFGB nicht mehr als Futtermittel genutzt werden darf. Und ob die Verkehrsfähigkeit ALLEIN im Ermessen des Erzeugers liegt würde ich zumindest als anzweifelbar ansehen.
Wenn ich mich recht entsinne hat man uns in Rechtskunde mal beigebracht, dass die Entsorgung von Milch auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Wenn ich Bilder von auf öffentlichen Straßen ausgeschütteter Milch sehe, könnt ich mir sehr gut vorstellen dass der Wahlschweizer heute zum Telefon greift.
Was in meiner Güllegrube landet geht auch kein Schweizer an...und ob die Milch davor durch meine Kälber läuft, soll mir erstmal einer nachweisen...auf meinem Betriebsgelände hat jedenfalls ohne Durchsuchungsbefehl niemand was verloren!
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Gerstner - 43
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 11:47 Uhr
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Zitat von AudioMobil: Zu den Hintergründen wurden hier bereits einige sehr interessante Beiträge geschrieben. Ich stecke in der gesamten Materie nicht sonderlich tief drin, daher ist der Thread schonmal recht aufschlussreich! Beim Studieren meiner Morgenzeitung ist mir allerdings auch ein anderer Aspekt durch den Kopf gegangen...
Ob solche Bilder die Akzeptanz eines solchen Boykotts in der Bevölkerung unbedingt fördern?
Ich wage das zu bezweifeln...
??? Natürlich! Die Akzeptanz der Käufer kann nur dann gewonnen werden, wenn die Butter beim Aldi 60 Cent kostet... Schwachsinn!
Jeder Idiot der meint er verdiene zu wenig Geld rennt zur Gewerkschaft und jammert... Was haben die Milchbauern für Möglichkeiten? Überleg mal scharf nach!
Als ich 8 Jahre alt war hat der Bauer für 1 Ltr. Milch 69 Pf. bekommen... und was hat die Bevölkerung im Gegensatz dazu verdient?
Jetzt vergleich das mal mitm heutigen Stand: Der Bauer bekommt für 1 ltr. Milch 32 Cent! Jetzt hört bloß auf den "wirtschaftlichen Mißstand" in Deutschland den Bauern vorzuwerfen, die können nix für unsere Inflation! Jeder hat vom Aufschwung was mitbekommen außer die Landwirtschaft....
Ich möchte nur mal den öffentl. Dienst anmerken oder die IG Metall....
Was bleibt den Milchbauern anderes übrig als sich selbst zu organisieren wenn der DBV oder der BBV zu faul oder zu feige sind das Wort zu erheben und dem Handel endlich nen Dämpfer verpassen!
Ja Genau!!! Nicht die Milchbauern sind an dem Thema schuld, sondern der Verbraucher, der entweder Bioprodukte kauft (das lässt sich übrigens nicht unterscheiden im Thema Milch zu konventionellen Milchwirtschaft) oder lieber die Milch aus Argentinien oder sonst woher kauft, die keinerlei Auflagen oder Reinheitsverordnungen unterliegt!
HipHop is for fat little Kids
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cheesemaker - 44
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 12:01 Uhr
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Ich würde mich dennoch nicht dabei fotografieren lassen, wenn ich Milch auf die Straße kippe.
Stichwort Umweltverschmutzung!
"Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück - zu Null." Voltaire
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shotme - 37
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 12:09 Uhr
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Zitat von cheesemaker: Ich würde mich dennoch nicht dabei fotografieren lassen, wenn ich Milch auf die Straße kippe.
Stichwort Umweltverschmutzung!
des is milch lol
:D
Richtig schreiben kann jeder, in den Fehlern liegt die Kunst xD
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cheesemaker - 44
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 12:10 Uhr
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Ich hab doch tatsächlich ein bayerisches Molkereiunternehmen (Genossenschaftsbetrieb) gefunden das keinen einzigen Lieferanten hat der am Boykott teilnimmt. Die Landwirte begründen das damit, dass sie ja schließlich nicht ihr eigenes Unternehmen schädigen würden.
"Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück - zu Null." Voltaire
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cheesemaker - 44
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 12:11 Uhr
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Zitat von shotme: Zitat von cheesemaker: Ich würde mich dennoch nicht dabei fotografieren lassen, wenn ich Milch auf die Straße kippe.
Stichwort Umweltverschmutzung!
des is milch lol
:D
Was willst du damit sagen?
"Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück - zu Null." Voltaire
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shotme - 37
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 12:14 Uhr
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Zitat von cheesemaker: Zitat von shotme: Zitat von cheesemaker: Ich würde mich dennoch nicht dabei fotografieren lassen, wenn ich Milch auf die Straße kippe.
Stichwort Umweltverschmutzung!
des is milch lol
:D
Was willst du damit sagen?
willst mit milch die umwelt schädigen?
Richtig schreiben kann jeder, in den Fehlern liegt die Kunst xD
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cheesemaker - 44
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 12:24 Uhr
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Von wollen kann hoffentlich keine Rede sein.
Fakt ist aber, dass es sich dabei sehr wohl um Umweltverschmutzung handeln kann. Milch besteht aus hochwertigen Inhaltsstoffen, was sich stark auf ihren CSB bzw. BSB5 Wert auswirkt. Falls Milch in entsprechender Menge in die Umwelt gelangt (z.B. Fluss) kann das Schäden verursachen. Bei einem Einleiten in die öffentliche Kanalisation (Straßengully) würde ich mal unterstellen, dass es sich um illegale Entsorgung von Abwässern handeln würde
"Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück - zu Null." Voltaire
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Biene(i.A.) - 39
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 15:50 Uhr
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Zitat von Gerstner: Zitat von AudioMobil: Zu den Hintergründen wurden hier bereits einige sehr interessante Beiträge geschrieben. Ich stecke in der gesamten Materie nicht sonderlich tief drin, daher ist der Thread schonmal recht aufschlussreich! Beim Studieren meiner Morgenzeitung ist mir allerdings auch ein anderer Aspekt durch den Kopf gegangen...
Ob solche Bilder die Akzeptanz eines solchen Boykotts in der Bevölkerung unbedingt fördern?
Ich wage das zu bezweifeln...
??? Natürlich! Die Akzeptanz der Käufer kann nur dann gewonnen werden, wenn die Butter beim Aldi 60 Cent kostet... Schwachsinn!
Jeder Idiot der meint er verdiene zu wenig Geld rennt zur Gewerkschaft und jammert... Was haben die Milchbauern für Möglichkeiten? Überleg mal scharf nach!
Als ich 8 Jahre alt war hat der Bauer für 1 Ltr. Milch 69 Pf. bekommen... und was hat die Bevölkerung im Gegensatz dazu verdient?
Jetzt vergleich das mal mitm heutigen Stand: Der Bauer bekommt für 1 ltr. Milch 32 Cent! Jetzt hört bloß auf den "wirtschaftlichen Mißstand" in Deutschland den Bauern vorzuwerfen, die können nix für unsere Inflation! Jeder hat vom Aufschwung was mitbekommen außer die Landwirtschaft....
Ich möchte nur mal den öffentl. Dienst anmerken oder die IG Metall....
Was bleibt den Milchbauern anderes übrig als sich selbst zu organisieren wenn der DBV oder der BBV zu faul oder zu feige sind das Wort zu erheben und dem Handel endlich nen Dämpfer verpassen!
Ja Genau!!! Nicht die Milchbauern sind an dem Thema schuld, sondern der Verbraucher, der entweder Bioprodukte kauft (das lässt sich übrigens nicht unterscheiden im Thema Milch zu konventionellen Milchwirtschaft) oder lieber die Milch aus Argentinien oder sonst woher kauft, die keinerlei Auflagen oder Reinheitsverordnungen unterliegt!
Wolfi du hasch soo recht......
außerdem mal an alle die hier mitreden wollen: unwissenheit schützt vor dummheit nicht!
die bauern haben zwar ihre lieferverträge aber im gesetz steht das niemand seine milch unter dem erzeugerpreis verkaufen muss!
zweitens natürlich schüttet man die milch net auf die strasse und ins abwasser - für alle die net kennen, 's gibt noch a lachaloch auf jedem hof.....
und zum aktuellen zwischenstand: in den ersten discountern ist bereits die frischmilch ausgegangen und nur als beispiel haben die molkereien müller und ehrmann heut mächtig alt ausgesehen als sie feststellen mussten dass sie einen ausfall von ca 70 - 80 % hinnehmen müssen.....
am boykott sind außerdem noch österreich und die niederlande beteiligt....
also bauern WEHRT EUCH!!!!!!!!!!!!!!!!
niveau sieht nur von unten wie arroganz aus
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cheesemaker - 44
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Geschrieben am: 29.05.2008 um 16:51 Uhr
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![[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]](http://www.badische-zeitung.de/template/_nwas_vorlagen/showimage.php?ref=!DBild/51-22187973&width=400)
Ich kann beim besten Willen keine Güllegrube weit und breit erkennen. Dafür ne ordentlich abschüssige Straße. Also im Bezug auf Belehrungen bitte einen Gang runterschalten.
Die Argumentation mit dem Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis bzw. Herstellungskosten zieht wohl kaum, da diese zunächst mal für jeden einzelnen Betrieb ermittelt werden müssten. Außerdem könnte diese Rechtsauffassung durchaus auch nach hinten losgehen.
Ich bin kein Jurist, könnte mir aber vorstellen dass die Privatmolkereien das selbe Argument anführen könnten um aus unliebsamen Lieferverträgen auszusteigen, falls auch nur ein Milcherzeuger damit vor Gericht durchkäme. Bei Genossenschaften zieht das Argument schon mal gar nicht, da hier der Auszahlungspreis erst nach der Nachzahlung feststeht.
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