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Gibt es einen Gott?

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Staudi1982 - 43
Profi (offline)

Dabei seit 12.2006
638 Beiträge

Geschrieben am: 20.01.2010 um 14:04 Uhr

Zitat von GVR:

Zitat von Staudi1982:



Hätte die Gesellschaft nach der biblischen Nächstenliebe gehandelt, wäre auch die Reaktion des Gegenübers völlig anderst verlaufen.
Die Makkabäer und die katholische Kirche sind der beste Beweis dafür dass man die Bibel und ihre Botschaft eindeutig falsch verstehen kann.
Und nein wir beziehen uns nun nicht auf das alte Testament wo Gott Israel auch durch Waffengewalt in das von ihm bestimmte Land geführt hat.

Anzumerken ist jedoch, dass die biblische Nächstenliebe auf Dauer garnicht durchführbar ist.
Egal wie sehr man sich bemüht jeden zu lieben, so wird es immer jemanden geben den man nicht liebt bzw. mag.
Und Christen die vorheucheln, dass sie jeden lieben, wirklich jeden, sind meiner Meinung nach garnicht in der Lage zu spüren was echte Liebe ist, geschweige denn Hass.


So würde ich dass nicht sagen. Durchaus ist christliche Nächstenliebe dauerhaft anzuwenden und funktioniert auch. Aber jemanden der meiner Familie schadet durch die verbreitung vo Lügen zum Beispiel, den darf ich trotz der Nächstenliebe aus meinem Leben verbannen, ich soll ihn nicht hassen, aber zu tun haben muss ich nichts mit ihm.

Menschen die davon berichten wie sie zu Jesus gekommen sind haben IMMER die Nächstenliebe mit in ihren Berichten, ohne würde der Grundsatz des Christentums zerbrechen.

Ein christ sollte danach streben so zu werden wie Jesus, klar ist dass das niemals gehen wird aber man soll niemals aufhören ihn nachzuahmen und die Prüfungen zu meistern die das Leben für einen hat.

Ein Prediger hat mir mal erzählt dass er mit seiner Frau in eine neue Wohnung zog und sie in diesem Mehrfamilienhaus war eine WG mit "Punks". Ständig laute Musik und Krach aus deren Wohnung waren das Resultat daraus.
Eines Tages hat seine Frau Frau einfach mal ein Bleck Kekse gebacken, ging zu diesen Jungs und schenkete ihnen die Kekse. Von dem Tag an war Ruhe.

www.jugend.mzi-neu-ulm.de

GVR - 34
Champion (offline)

Dabei seit 01.2006
4898 Beiträge
Geschrieben am: 20.01.2010 um 16:00 Uhr
Zuletzt editiert am: 20.01.2010 um 16:01 Uhr

Zitat von Staudi1982:

Zitat von GVR:

Zitat von Staudi1982:



Hätte die Gesellschaft nach der biblischen Nächstenliebe gehandelt, wäre auch die Reaktion des Gegenübers völlig anderst verlaufen.
Die Makkabäer und die katholische Kirche sind der beste Beweis dafür dass man die Bibel und ihre Botschaft eindeutig falsch verstehen kann.
Und nein wir beziehen uns nun nicht auf das alte Testament wo Gott Israel auch durch Waffengewalt in das von ihm bestimmte Land geführt hat.

Anzumerken ist jedoch, dass die biblische Nächstenliebe auf Dauer garnicht durchführbar ist.
Egal wie sehr man sich bemüht jeden zu lieben, so wird es immer jemanden geben den man nicht liebt bzw. mag.
Und Christen die vorheucheln, dass sie jeden lieben, wirklich jeden, sind meiner Meinung nach garnicht in der Lage zu spüren was echte Liebe ist, geschweige denn Hass.


So würde ich dass nicht sagen. Durchaus ist christliche Nächstenliebe dauerhaft anzuwenden und funktioniert auch. Aber jemanden der meiner Familie schadet durch die verbreitung vo Lügen zum Beispiel, den darf ich trotz der Nächstenliebe aus meinem Leben verbannen, ich soll ihn nicht hassen, aber zu tun haben muss ich nichts mit ihm.

Menschen die davon berichten wie sie zu Jesus gekommen sind haben IMMER die Nächstenliebe mit in ihren Berichten, ohne würde der Grundsatz des Christentums zerbrechen.

Ein christ sollte danach streben so zu werden wie Jesus, klar ist dass das niemals gehen wird aber man soll niemals aufhören ihn nachzuahmen und die Prüfungen zu meistern die das Leben für einen hat.

Ein Prediger hat mir mal erzählt dass er mit seiner Frau in eine neue Wohnung zog und sie in diesem Mehrfamilienhaus war eine WG mit "Punks". Ständig laute Musik und Krach aus deren Wohnung waren das Resultat daraus.
Eines Tages hat seine Frau Frau einfach mal ein Bleck Kekse gebacken, ging zu diesen Jungs und schenkete ihnen die Kekse. Von dem Tag an war Ruhe.

Dauerhaft anzuwenden schon, aber wenn du einfach jeden liebst und, wie du sagst, diejenigen aus dem Leben "verbannst" mit denen man nichts zu tun haben will, verliert man die Fähigkeit die zu lieben die es auch tatsächlich verdient haben.
Wenn du wirklich nur das gute in jedem Menschen sehen willst, jedem verzeihst und jeden liebst wirst du sehr anfällig dafür ausgenutzt zu werden.
Und wie bereits geschrieben, verlierst du die Fähigkeit die "würdigen" zu lieben.

Des öfteres wurde ich schon von Christen als Jugendlicher bezeichnet der vom rechten Weg abgekommen ist, nur weil ich zu lieben und zu hassen Fähig bin.

Wir erreichen jenen Ort an dem kein Schmerz mehr existiert, wo Unheil droht und Wut regiert

Lerouxe - 46
Profi (offline)

Dabei seit 09.2008
950 Beiträge

Geschrieben am: 20.01.2010 um 16:34 Uhr

Zitat von GVR:

Dauerhaft anzuwenden schon, aber wenn du einfach jeden liebst und, wie du sagst, diejenigen aus dem Leben "verbannst" mit denen man nichts zu tun haben will, verliert man die Fähigkeit die zu lieben die es auch tatsächlich verdient haben.
Wenn du wirklich nur das gute in jedem Menschen sehen willst, jedem verzeihst und jeden liebst wirst du sehr anfällig dafür ausgenutzt zu werden.
Und wie bereits geschrieben, verlierst du die Fähigkeit die "würdigen" zu lieben.

Des öfteres wurde ich schon von Christen als Jugendlicher bezeichnet der vom rechten Weg abgekommen ist, nur weil ich zu lieben und zu hassen Fähig bin.


Ich glaube das Wort "Nächstenliebe" wird hier von einigen etwas zu oberflächlich interpretiert.
Nächstenliebe hat nicht wirklich etwas mit Liebe (wie z.B. gegenüber den eigenen Kindern, der Partnerin o.ä.) zu tun, sondern ist viel mehr ein auf ein Wort reduzierter Grundsatz der in jeder Religion und auch bei fast jedem Philosophen zu finden ist.
Kant umschrieb es u.a. so: "Handle nach der Maxime, die sich selbst zugleich zum allgemeinen Gesetze machen kann"

Es soll übersetzt nichts anderes heißen, als dass man auch ohne eigenen Vorteil zu Hilfeleistungen bereit sein soll.

Ich denke (obwohl ich kein religiöser Mensch bin), dass man keins der s.g. heiligen Bücher wörtlich nehmen sollte und die Begrifflichkeiten in der heutigen Zeit auch häufig missverstanden werden.
Leider machen sich auch nur recht wenige Menschen die "Mühe" wirklich über das gelesene/gehörte nachzudenken, sondern nutzen sie (i.d.R. recht plump) um sofort in die eine oder andere Richtung zu "argumentieren".


Just when I discovered the meaning of life, they change it.

Staudi1982 - 43
Profi (offline)

Dabei seit 12.2006
638 Beiträge

Geschrieben am: 22.01.2010 um 07:32 Uhr

Zitat von GVR:

Zitat von Staudi1982:


So würde ich dass nicht sagen. Durchaus ist christliche Nächstenliebe dauerhaft anzuwenden und funktioniert auch. Aber jemanden der meiner Familie schadet durch die verbreitung vo Lügen zum Beispiel, den darf ich trotz der Nächstenliebe aus meinem Leben verbannen, ich soll ihn nicht hassen, aber zu tun haben muss ich nichts mit ihm.

Menschen die davon berichten wie sie zu Jesus gekommen sind haben IMMER die Nächstenliebe mit in ihren Berichten, ohne würde der Grundsatz des Christentums zerbrechen.

Ein christ sollte danach streben so zu werden wie Jesus, klar ist dass das niemals gehen wird aber man soll niemals aufhören ihn nachzuahmen und die Prüfungen zu meistern die das Leben für einen hat.

Ein Prediger hat mir mal erzählt dass er mit seiner Frau in eine neue Wohnung zog und sie in diesem Mehrfamilienhaus war eine WG mit "Punks". Ständig laute Musik und Krach aus deren Wohnung waren das Resultat daraus.
Eines Tages hat seine Frau Frau einfach mal ein Bleck Kekse gebacken, ging zu diesen Jungs und schenkete ihnen die Kekse. Von dem Tag an war Ruhe.

Dauerhaft anzuwenden schon, aber wenn du einfach jeden liebst und, wie du sagst, diejenigen aus dem Leben "verbannst" mit denen man nichts zu tun haben will, verliert man die Fähigkeit die zu lieben die es auch tatsächlich verdient haben.
Wenn du wirklich nur das gute in jedem Menschen sehen willst, jedem verzeihst und jeden liebst wirst du sehr anfällig dafür ausgenutzt zu werden.
Und wie bereits geschrieben, verlierst du die Fähigkeit die "würdigen" zu lieben.

Des öfteres wurde ich schon von Christen als Jugendlicher bezeichnet der vom rechten Weg abgekommen ist, nur weil ich zu lieben und zu hassen Fähig bin.


Hass ist kein zwingener Begleiter in dieser Gesellschaft, nebenbei zieht es soweiso die Laune runter. Man kann sich antrainieren durch ignoranz die Menschen nicht zu hassen, allerdings ist mir da die christliche Methode lieber, stelle den Menschen den du nicht leiden kannst über dich, es gibt immer einen Grund warum die Menschen so sind wie sie sich verhalten.

Dass man die Fähigkeit die Würdigen zu lieben verliert stimmt nicht, es bleibt dabei dass ich meine Frau liebe, meine Eltern, Großeltern und wenn es soweit ist auch meine Kinder, schlussendlich entscheide ich mich ja dieses Gefühl jemandem entgegenzubringen und davon hängt es ab.
Nächstenliebe spielt auch darauf an nicht die Fassade zu betrachten sondern den kern des Menschen nicht zu verachten.


www.jugend.mzi-neu-ulm.de

G-Light
Profi (offline)

Dabei seit 08.2009
432 Beiträge
Geschrieben am: 22.01.2010 um 13:11 Uhr

Ach was soll auch die lange Diskusion!

Entweder man glaubt an Gott oder nicht! Du kannst dem anderen doch nicht deine Sicht über die Dinge aufzwingen.

Ich kanns mir nicht erklären...
GVR - 34
Champion (offline)

Dabei seit 01.2006
4898 Beiträge
Geschrieben am: 22.01.2010 um 14:01 Uhr

Zitat von G-Light:

Ach was soll auch die lange Diskusion!

Entweder man glaubt an Gott oder nicht! Du kannst dem anderen doch nicht deine Sicht über die Dinge aufzwingen.

Ich kanns mir nicht erklären...

Hier versucht niemand dem anderen seine Meinung aufzuzwingen.
Wir pflegen hier einfach eine Diskussion um eine konservative Frage.

Wir erreichen jenen Ort an dem kein Schmerz mehr existiert, wo Unheil droht und Wut regiert

Andruxa - 35
Profi (offline)

Dabei seit 10.2008
530 Beiträge

Geschrieben am: 22.01.2010 um 14:05 Uhr

sollte man mal echt closen hier, fast jede meinung wurde schon gesagt... ihr wiederholt euch alle!

GVR - 34
Champion (offline)

Dabei seit 01.2006
4898 Beiträge
Geschrieben am: 22.01.2010 um 14:09 Uhr
Zuletzt editiert am: 22.01.2010 um 14:09 Uhr

Lass uns halt weiterdiskutieren.

Einen Thread closed man eigentlich erst wenn die Frage beantwortet ist, der Thread zugespamt wird, oder das Thema erledigt ist.
Keiner dieser Gründe trifft direkt zu.

Wir erreichen jenen Ort an dem kein Schmerz mehr existiert, wo Unheil droht und Wut regiert

GVR - 34
Champion (offline)

Dabei seit 01.2006
4898 Beiträge
Geschrieben am: 22.01.2010 um 14:25 Uhr
Zuletzt editiert am: 22.01.2010 um 14:28 Uhr

Zitat von Staudi1982:

Hass ist kein zwingener Begleiter in dieser Gesellschaft, nebenbei zieht es soweiso die Laune runter. Man kann sich antrainieren durch ignoranz die Menschen nicht zu hassen, allerdings ist mir da die christliche Methode lieber, stelle den Menschen den du nicht leiden kannst über dich, es gibt immer einen Grund warum die Menschen so sind wie sie sich verhalten.


Natürlich ist Hass ein zwingender Begleiter. Wenn man in die Welt hinaussieht, wird man mehr Hass finden als Liebe und Toleranz.
(Außer man sieht natürlich genauer hin, dann sieht man ab und zu, dass es noch Menschen gibt die sich nicht gegenseitig zerstören)

Zum anderen muss Hass nicht die Laune runterziehen.
Hass kann etwas sehr befreiendes sein.
Bist du immer nur zu den Menschen lieb und nett, oder ignorierst sie, wenn du sie hasst, dann wird sich der Hass stauen und stauen, bis du explodierst und du wirst deinen Hass an den Personen rauslassen die es nicht verdienen.
Und es gibt nicht immer einen Grund warum sich Menschen verhalten wie sie sich verhalten.
Manche Menschen wollen einfach nur die Welt in Flammen sehen.

Zitat von Staudi1982:

Dass man die Fähigkeit die Würdigen zu lieben verliert stimmt nicht...

Das kommt natürlich ganz darauf an wie man das Wort "Liebe" für sich interpretiert.
Wie ich merke bist du ja kein "erz-konservativer Katholik".
Wenn man nicht alles Wörtlich nimmt was in der Bibel steht dann treffen meine Behauptungen natürlich nicht zu.
Ich gehe da von der allgemeinheit aus.
Katholiken die einfach jeden lieben wollen, diese verlieren ihre Fähigkeit diejenigen zu lieben die es verdienen...

Zitat von Staudi1982:

...es bleibt dabei dass ich meine Frau liebe, meine Eltern, Großeltern und wenn es soweit ist auch meine Kinder, schlussendlich entscheide ich mich ja dieses Gefühl jemandem entgegenzubringen und davon hängt es ab.
Nächstenliebe spielt auch darauf an nicht die Fassade zu betrachten sondern den kern des Menschen nicht zu verachten.



Liebe kannst du doch nicht kontrollieren.
Du kannst nicht sagen: "Die da, den da und diese da liebe ich jetzt!"

Und was ist an dem Kern des Menschen nicht zu verachten, wenn er ein Kinderschänder ist, Tiere quält und überhaupt keine Gewissensbisse hat?

Letztendlich kannst du einen Menschen ja nie ganz beurteilen. Denn, egal wie lange man einen Menschen kennt, wird man nie wissen wie dieser tatsächlich in seinem inneren Tickt.

Wir erreichen jenen Ort an dem kein Schmerz mehr existiert, wo Unheil droht und Wut regiert

maxpower89 - 36
Profi (offline)

Dabei seit 12.2006
653 Beiträge

Geschrieben am: 23.01.2010 um 13:29 Uhr

Isaac Asimov hat in seiner Erzählung "Die letzte Frage" einen interessanten Gedanken, wie Menschen den Tod des Universums "überleben" könnten, aufgezeigt. Zitat aus Michio Kakus Werk "Im Hyperraum - Eine Reise durch Zeittunnel und Paralleluniversen" (er beschreibt die Handlung von Asimovs Erzählung):
"Die Geschichte beginnt im Jahre 2061, als ein Riesencomputer die Energieprobleme der Erde gelöst hat, indem er einen massiven Solarsatelliten entworfen hat, der die Sonnenenergie zur Erde zurückstrahlt. Der AC (Analogcomputer) ist so groß und kompliziert, dass selbst die für ihn zuständigen Techniker nur eine ungefähre Vorstellung von seiner Arbeitsweise haben. Aufgrund einer Fünfdollarwette fragen zwei betrunkene Techniker den Computer, ob sich der Tod der Sonne vermeiden lasse oder ob das Universum auf jeden Fall sterben müsse. Nachdem der AC stumm über die Frage 'nachgedacht' hat, erwidert er: KEINE AUSREICHENDEN DATEN FÜR EINE SINNVOLLE ANTWORT.
Jahrhunderte später hat der AC das Problem des Hyperraums gelöst, und die Menschen beginnen, Tausende von Sternensystemen zu kolonisieren. Der AC ist so groß, dass er mehrere hundert Quadratkilometer auf jedem Planeten einnimmt, und so komplex, dass er sich selbst pflegt und wartet. Eine junge Familie fliegt auf der Suche nach einem neuen Sternensystem durch den Hyperraum, unfehlbar geleitet durch den AC. Als der Vater beiläufig erwähnt, auch die Sterne müssten irgendwann sterben, werden die Kinder hysterisch. 'Lass die Sterne nicht sterben', bitten sie. Um sie zu beruhigen, fragt der Vater den AC, ob sich die Entropie umkehren lasse. 'Seht ihr', sagt der Vater , während er die Antwort des AC liest, 'der AC kann jedes Problem lösen'. Tröstend sagt er: 'Wenn die Zeit gekommen ist, wird er sich um alles kümmern, also macht euch keine Sorgen.'Dabei verschweigt er aber, dass der AC in Wirklichkeit ausgedruckt hat: KEINE AUSREICHENDEN DATEN FÜR EINE SINNVOLLE ANTWORT. Jahrtausende später ist die ganze Milchstraße kolonisisert. Der AC hat das Probölem der Unsterblichkeit gelöst und die Energie der Milchstraße erschlossen, aber er muss neue Galaxien zur Kolonisierung finden. Der AC ist so komlex, dass lange niemand mehr versteht, wie er funktioniert. Ständig verbessert er seine Schaltkreise selbst und entwirft neue. Zwei Mitglieder des glaktischen Rates, beide mehrere hundert Jahre alt, erörtern die dringende Frage, wie sich neue galaktische Energiequellen finden lassen, und überlegen, ob wohl das Universum selbst seinem Ende entgegengeht. Lässt sich die Entropie umkehren? fragen sie. Die Antwort des AC: 'KEINE AUSREICHENDEN DATEN FÜR EINE SINNVOLLE ANTWORT.'
Millionen Jahre später, die Menschheit hat sich über unzählige Galaxien des Universums ausgebreitet. Der AC hat das Problem gelöst, wie man den Geist vom Körper trennen kann, und das Bewusstsein der Menschen kann ungehindert durch die weiten Räume von Millionen Glaxien streifen, während ihre Körper sicher auf einem längst vergessenen Planeten untergebracht sind. Zwei Geister treffen sich im All und fragen sich im Laufe ihres Gesprächs, in welcher der unzähligen Galaxien die Menschen entstanden sind. Der AC, der inzwischen so angewachsen ist, dass er größtenteils im Hyperraum untergebracht werden musste, beantwortet ihre Frage, indem er sie augenblicklich in eine obskure Galaxie befördert. Sie sind enttäuscht. Die Galaxie ist so gewöhnlich wie Millionen anderer Galaxien, und der ursprüngliche Stern ist längst tot. Die beiden menschlichen Geister bekommen es mit der Angst zu tun, weil sich für Milliarden Sterne im Kosmos nach und nach das gleiche Schicksal abzeichnet. Die beiden Geister fragen, ob sich der Tod des Universums selbst vermeiden lässt, woraufhin der AC erwidert: KEINE AUSREICHENDEN DATEN FÜR EINE SINNVOLLE ANTWORT.
Jahrmilliarden später, die Menschheit besteht aus Billionen und Aberbillionen unsterblicher Körper, um die sich Automaten kümmern. Das kollektive Bewusstsein der Menschheit, das frei durch das Universum schweifen aknn, verschmilzt zu einem einzigen Geist, der seinerseits mit dem AC verschmilzt. Es hat keinen Sinn mehr, den AC zu fragen, aus was er besteht oder wo im Hyperraum er sich wirklich befindet. 'Das Universum stirbt', denkt der Mensch kollektiv. Ein Stern nach dem anderen, eine Galaxie nach der anderen stellen die Energieerzeugung ein, und die Temperaturen im Universum nähern sich dem absoluten Nullpunkt. Verzweifelt fragt sich der Mensch, ob die Kälte und Dunkelheit, die die Galaxien langsam verschlingen, den unausweichlichen Tod bedeuten. Aus dem Hyperraum antwortet der AC: 'KEINE AUSREICHENDEN DATEN FÜR EINE SINNVOLLE ANTWORT.' Als der Mensch den AC auffordert, die erforderlichen Daten zu sammeln, erwidert dieser: 'DAS WERDE ICH TUN. ICH TUE ES SCHON SEIT HUNDERT MILLIARDEN JAHREN. MEINEN VORGÄNGERN IST DIE FRAGE SCHON OFT GESTELLT WORDEN. ALLE DATEN, DIE ICH HABE, REICHEN NOCH IMMER NICHT AUS.'
Ein unermesslicher Zeitraum verstreicht, das Universum ist endgültig tot. Im Hyperraum sammelt der AC seit Ewigkeiten Daten und denkt über die letzte Frage nach. Schließlich entdeckt er eine Lösung, obwohl es niemanden mehr gibt, dem er die Antwort nennen könnte. Sorgfältig entwickelt der AC ein Programm und beginnt dann mit der Umkehrung des Chaos. Er sammelt kaltes, interstellares Gas, bringt tote Sterne zusammen und schafft so eine gigantische Kugel.
Als diese Arbeit getan ist, ruft der AC mit donnernder Stimme aus dem Hyperraum: 'ES WERDE LICHT!'
Und es ward Licht ...
... und ruhte am siebenten Tade von allen seinen Werken." (Michio Kaku, "Im Hyperraum - Eine Reise durch Zeittunnel und Paralleluniversen", S. 374 - 376).
Zugegeben, diese Erzählung enthält viel Science-Fiction, jedoch von der der "seriösen" Art, die elementare Fragen untersucht.
Die Erzählung zeigt, dass die Frage nach einem Gott auch auf sehr originelle und einfallsreiche Weise angegangen werden kann, von Eindeutigkeit aber keine Spur zu sehen ist.
Im Grunde ist die Frage nach Existenz eines "höheren Wesens" auf einen relativ simplen Missstand zurückzuführen: Wir können uns Dinge vorstellen, die wir nicht überprüfen können. Allerdings brauchen wir diese Phantasie wiederum, um neue Theorien zu entwickeln, die es uns ermöglichen, unsere Welt zu verstehen.
Da unsere Welt für jedoch immer noch sehr komplex und schwer fassbar ist, sind wir nicht in der Lage, ihren absoluten Ursprung eindeutig zu erklären. Denn es besteht immer noch die Möglichkeit, dass etwas, was wir uns bisher noch nicht vorstellen konnten, einen bedeutenden Anteil daran hat. Wie können wir aber überprüfen, ob das, was wir uns gar nicht vorstellen können, überhaupt exisitert? Wie können wir die Existenz in irgendeiner Weise greifbar machen, sei es durch Bestätigung oder Widerlegung? Wie können wir feststellen, ob sich die Frage nach der Existenz höherer Wesen überhaupt eindeutig klöären lässt? Wenn nicht einmal das möglich ist, zumindest nicht in unserer Zeit, ist alles, was diese Frage betriff, auf Indizien, bestimmte Meinungen (willkürlich natürlich) stützen oder eben nicht, beschränkt.
Jeder kann eine Meinung haben, aber niemand kann mit Recht behaupten, diebezüglich die Wahrheit zu kennen.

Rechtschreib- und Leichtsinnsfehler bitte ich zu entschuldigen.

Hart aber unfair!

peterpan_ - 31
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 01.2010
48 Beiträge

Geschrieben am: 14.02.2010 um 20:53 Uhr

mich würde mal wirklich interessieren für was menschen einen gott brauchen? um sich an etwas festhalten zu können weil man sonst nicht weis was nach dem tot kommt? ich finde es einfach schwachsinnig an so etwas wie einen gott fest zu halten. ist euch schon mal aufgefallen das fast jedes volk und jeder stamm auf der erde einen eigenen gott hat? und nach fast allen diesen stämmen und völkern ist ihr gott der einzige. wie kann dass sein?^^
Innos - 32
Profi (offline)

Dabei seit 09.2005
872 Beiträge
Geschrieben am: 14.02.2010 um 20:56 Uhr

Bevor ich hier 2 Seiten wirtschatliches Gebrabbel aufschreib sag ich lieber kurz und bündig: Welcher Gott würde das ganze Leid auf dieser Welt zulassen?
-anii- - 31
Profi (offline)

Dabei seit 08.2008
839 Beiträge

Geschrieben am: 14.02.2010 um 20:57 Uhr

Ja, mich gibt es. ;)
Nein spaß :D

.. ich glaub eher nicht dran. :)

http://www.photography-anikaf.de

KeinerHier - 34
Anfänger (offline)

Dabei seit 12.2006
18 Beiträge
Geschrieben am: 14.02.2010 um 21:07 Uhr

soviel zur theodizee
BeneSausO - 36
Experte (offline)

Dabei seit 06.2005
1702 Beiträge

Geschrieben am: 14.02.2010 um 22:06 Uhr

Zitat von Innos:

Bevor ich hier 2 Seiten wirtschatliches Gebrabbel aufschreib sag ich lieber kurz und bündig: Welcher Gott würde das ganze Leid auf dieser Welt zulassen?


Einer, der dem Menschen das selbstbestimmte Handeln und den freien Willen gegeben hat.
Und natürlich die damit verbundene Konsequenz - nämlich die Folgen seines Handelns zu tragen. ;-)

Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

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