Dein-Lakai - 33
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:04 Uhr
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Über den Zerfall unserer schönen Sprache
Kaum einer ist noch in der Lage recht zu konjugieren, Dinge wie Kasus, Partizipien und Konjunktive sind als Worte kaum mehr im allgemeinen Sprachgebrauch zu finden und werden erst recht nicht beim Anwenden unserer Sprache verwandt.
Verben der starken Art werden zunehmen schwach konjugiert, der Dativ hält Einzug und Perfektformen haben das Präteritum beinahe schon abgelöst.
Doch auch von Außen drängen Feinde. Anglizismen aller Art! In jeder Ecke lauern sie. Kritiker machen auch dem Gallizismus Vorwürfe. Doch bin ich nicht der Globalisierung abgeneigt, nein! Ich bin dem Verfall des deutschen Klanges abgeneigt.
Ist Sprache etwa nur Hilfsmittel zur Verständigung, so wie man den Besen benötigt um eine saubere Straße vorzufinden? Oder kann sie auch Kunst sein? Kann sie selbst tiefen Sinn besitzen und nicht nur da sein um Auszudrücken, sondern auch Ausdruck selbst sein?
Das bitte ich zu überdenken!
"Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - das nennen sie ihren Standpunkt."
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Krauty - 35
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:10 Uhr
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Zitat von Dein-Lakai:
Dinge wie Kasus, Partizipien und Konjunktive sind als Worte kaum mehr im allgemeinen Sprachgebrauch zu finden und werden erst recht nicht beim Anwenden unserer Sprache verwandt.
vielleicht geb ich jetz ja gleich mal n gutes beispiel für jemanden, der kein gutes deutsch kann, aber warum steht da verwandt? meines erachtens sollte da verwenden stehn. oder mir entgeht ein anderer sinn der aussage....
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Dein-Lakai - 33
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:12 Uhr
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Zitat von Krauty: Zitat von Dein-Lakai:
Dinge wie Kasus, Partizipien und Konjunktive sind als Worte kaum mehr im allgemeinen Sprachgebrauch zu finden und werden erst recht nicht beim Anwenden unserer Sprache verwandt.
vielleicht geb ich jetz ja gleich mal n gutes beispiel für jemanden, der kein gutes deutsch kann, aber warum steht da verwandt? meines erachtens sollte da verwenden stehn. oder mir entgeht ein anderer sinn der aussage....
Alle diese Formen (Kasus, Partizipien...) sind Plural (ja auch kasus)! Verwenden ist ein strakes Verb und wird nur fälschlich schwach konjugiert.
"Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - das nennen sie ihren Standpunkt."
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bischiOo - 38
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:14 Uhr
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sagmal is es euch langweilig oder fangt ihr jetzt wirklich über den zerfall der deutschen sprache an zu reden .... ich muss ja grad ein wenig schmunzeln
straide kunst www.xtasy-webdesign.de
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Krauty - 35
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:14 Uhr
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Zitat von Dein-Lakai: Zitat von Krauty: Zitat von Dein-Lakai:
Dinge wie Kasus, Partizipien und Konjunktive sind als Worte kaum mehr im allgemeinen Sprachgebrauch zu finden und werden erst recht nicht beim Anwenden unserer Sprache verwandt.
vielleicht geb ich jetz ja gleich mal n gutes beispiel für jemanden, der kein gutes deutsch kann, aber warum steht da verwandt? meines erachtens sollte da verwenden stehn. oder mir entgeht ein anderer sinn der aussage....
Alle diese Formen (Kasus, Partizipien...) sind Plural (ja auch kasus)! Verwenden ist ein strakes Verb und wird nur fälschlich schwach konjugiert.
interessant^^
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Dein-Lakai - 33
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:15 Uhr
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Eben genau das, was ich ansprach
"Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - das nennen sie ihren Standpunkt."
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BaBii_ChicKa - 36
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:19 Uhr
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tut mir leid woher weist du des alles ????
so was lernt man aber ned in der schule oder??? also ich mein so ausgepärgt...
єяѕт ωєηη ιcн єιηє тσcнтєя нαвє ωιяd єs ωαѕ вєssєяєs qєвєη αlѕ мιcн
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Dein-Lakai - 33
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:22 Uhr
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Zitat von BaBii_ChicKa: tut mir leid woher weist du des alles ????
so was lernt man aber ned in der schule oder??? also ich mein so ausgepärgt...
Du kennst doch mein Alter nicht einmal? Ich könnte promovierter Germanist sein 
Spaß beiseite. Ich lese extrem viel! Aber anspruchsvolles, wie zum Beispiel kafka, Hesse, Zweig etc. etc.
Und man bekommt ein Gefühl für die Sprache als Kunst.
"Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - das nennen sie ihren Standpunkt."
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Joergi - 34
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:35 Uhr
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Doch das allermeiste lernt man wenn man auf der Schule wenn man aufpasst. Also zumindest auf dem Gymnasium. Allerdings muss ich zugeben das ich die meisten grammatikalischen Sachen auch nicht beim Namen nennen kann. Ich finde wenn man sich konzentriert dann merkt man doch auch vom Sprachgefühl her was stimmt und was nicht.
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Barmonster - 41
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:36 Uhr
Zuletzt editiert am: 21.04.2008 um 21:43 Uhr
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Zitat von BaBii_ChicKa: tut mir leid woher weist du des alles ????
so was lernt man aber ned in der schule oder??? also ich mein so ausgepärgt...
erzähl mir jetzt nicht, dass man euch davon nichts mehr in der Schule erzählt hat o.O
also dann wundert mich echt ger nichts mehr...
zum Thema: Sprache zur Verständigung und Sprache als Kunst sind meines Erachtens nach zwei verschiedene Paar Schuhe, zumal jeder Mensch mindestens eine Sprache beherrscht, aber nicht jeder Mensch ein Künstler ist (mag sein, dass es Menschen gibt, die das anders sehen, aber das wird dann zu philosophisch).
Aber es gibt durchaus auch Menschen, die Sprache als Kunstform betreiben undvon Grammatik und Rechtschreibung keine oder zumindest wesentlich weniger Ahnung davon haben als Dein-Lakai.
Andererseits ist Sprache immer im Wandel. Zu behaupten, sie würde verfallen ist einfach nur die selbe Aussage in negativ, aber das haben konservative Zeitgenossen schon seit der Antike behauptet.
Viele Leute sind verwirrt, wenn ein Satz anders endet als man Rübenmus!
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meshuggah
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:40 Uhr
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Zitat von Dein-Lakai: Zitat von BaBii_ChicKa: tut mir leid woher weist du des alles ????
so was lernt man aber ned in der schule oder??? also ich mein so ausgepärgt...
Du kennst doch mein Alter nicht einmal? Ich könnte promovierter Germanist sein
Spaß beiseite. Ich lese extrem viel! Aber anspruchsvolles, wie zum Beispiel kafka, Hesse, Zweig etc. etc.
Und man bekommt ein Gefühl für die Sprache als Kunst.
dein problem scheint wohl eher zuviel freizeit zu sein...
du bist kein promovierter germanist, weil du maximal 20 jahre alt bist, eher drunter...
aber das allgemein mehr gelesen werden sollte, kann man nur unterstützen.
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V_to_K
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 21:40 Uhr
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Zitat von Dein-Lakai: Perfektformen haben das Präteritum beinahe schon abgelöst.
v.a. in Bayern. ^^
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V_to_K
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 22:06 Uhr
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Zitat von Lasagne: Zitat von soldat_92: sag mal wollt ihr mich verarschen??
dieser beitrag is ja mal richtig beschissen  
warum liest du ihn dann...ignorier ihn doch einfach 
in andren chats gäbe es für solche posts ne verwarnung.
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driveby - 36
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 22:15 Uhr
Zuletzt editiert am: 21.04.2008 um 22:17 Uhr
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typischer fall von zu viel kerner geschaut 
kafka, lessing, kleist usw les ich auch aber ich finde es boring!
die besten kommen eh aus dem naturalismus 
ohh ich schlingel verfremde gerade die gute alte deutsche sprache. regt ihr euch auch auf wenn man deutsche wörter gegen englishe verfremdet? also ich gar nicht, ich finde es geil!
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RudiDutschke - 34
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 22:36 Uhr
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Anglizismen haben grundsätzlich nur die Funktion, das Äquivalent im deutschen Sprachgebrauch dahingehend zu ersetzen, die Semantik beizubehalten, aber das Wort in seiner Schreibweise zu vereinfachen und dessen Gebrauch zu erleichtern, nur dann sind sie (eigentlich) erlaubt. Was unserer Gesellschaft nun passiert, ist sich dieser quasi Sucht hinzugeben, da die meisten englischen Wörter wirklich kürzer und einfach darzustellen sind, als es deutsche Wörter wären.
Man kann daraus den Umkehrschluss ziehen und auf das 3. Reich verweisen, als der "Motor" zum "Knalltropftreibling" wurde, ob der anglizistischen Herkunft des Wortes. Soweit sollte man nicht gehen.
Das seltsame Abenteuer, das den Wahrheiten widerfährt
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entili - 62
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Geschrieben am: 21.04.2008 um 23:51 Uhr
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Solange an den Grundschulen Lehrkräfte nicht in der Lage sind, Kindern vernünftiges Deutsch beizubringen und sie zum Bücherlesen zu motivieren, wird es immer weniger Menschen geben, die einen verständlichen und grammatikalisch richtigen Satz formulieren können.
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