Haribo92 - 33
Halbprofi
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Geschrieben am: 12.06.2007 um 19:07 Uhr
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he ihr puschels xD dacht mir ich schreib hier ienfach mal ne geschichte reeen... xD hoff sie liest jmd und ich hoff sie gefällt euch 
Kapitel 1 -Wieder einmal-
Und wieder einmal sitze ich hier und denke nach. Es kommt mir vor, als würde ich schon ewig nachdenken. Der Kalender allerdings versucht mir klar zu machen dass ES erst acht Wochen her ist. Es fällt mir schwer das zu glauben. Ich habe das Gefühl der Kalender will mir etwas vormachen.
Wieder einmal sitze ich hier und starre die Wand an, als ob ich sie damit weißer machen könnte. Aber meinen Wänden ist sowieso nicht mehr zu helfen. In meinem Zimmer ist nicht nur das „women on the rise“ poster grau. Manchmal glaube ich, könnte man mein Leben gut mit diesen Wänden vergleichen. Es kommt mir vor als hätte ER, alle Farben, alles schöne und gute mit sich in dieses dunkle Loch gezogen. Ich bin mir nicht sicher ob das ein Grund ist ihn zu hassen. Ich entscheide mich dafür es nicht zu tun.
Aber ich bin sowieso ein gutmütiger Mensch, wahrscheinlich zu gutmütig. Ich lasse allen immer Alles durch und sollte es einmal nicht so sein bin ich inkonsequent. Vielleicht ist das einer der Gründe warum ich mich selbst für meinen größten Feind halte. Manchmal glaub ich dass ich mir selber im Weg stehe. Für diese Erkenntnis hätte mir ein Therapeut vermutlich einen Hunderter aus der Tasche gezogen. Vielleicht wäre es besser mir helfen zu lassen, aber diesen Gedanken verdränge ich regelmäßig. Ich muss mit mir selbst klarkommen, es sind meine Probleme und ich muss sie alleine lösen.
Ich habe kein Problem damit anderen Menschen zu helfen, im Gegenteil ich mache es sogar gerne. Aber mit meinen Problemen, Gefühlen und Gedanken bin ich lieber alleine. Ich habe schon früh gelernt keine Gefühle zu zeigen, immer stark zu sein.
Ich wende meinen Kopf und sehe meinen CD-Player. Lied 12, auf meiner Natasha Bedingfield CD geht langsam dem Ende zu. Ich mag ihre Lieder sie sind schön, schnell und langsam für jede Stimmung passend. Im Moment passt Lied 12 zu mir. Natasha singt das sie gefangen ist, das die Wände ihres Hauses sie einengen. Sie möchte wie die wilden Pferde über offene Flächenreiten. Ich möchte auch wie ein wildes Pferd sein! Meine Gedanken dem wind anvertrauen, ohne Bedenken lieben und endlich frei sein.
Stille. Das Lied ist zu Ende. Ich denke gerade darüber nach ob ich jetzt aufstehe und die CD von vorne anhöre, werde aber von dem Klingeln meines Handys aus meinen Gedanken gerissen. Hektisch durchwühle ich mein Bett nach dem kleinen Heiligtum. Das leise Piep- Piep wird lauter und lauter, schließlich finde ich unter der leichten Sommerdecke am Fußende, das blinkende Telefon.
*Fortseztung folgt*
wind kommt auf... (das lied des feuers)
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Spectator - 37
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Geschrieben am: 12.06.2007 um 19:22 Uhr
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Bisjetzt gefällt es mir echt gut.
http://www.youtube.com /user/TheBlindSpectator
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fabian-ich - 36
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Geschrieben am: 12.06.2007 um 19:46 Uhr
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weiter, weiter...
Du bist deine eigene Grenze, erhebe dich darüber.
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19Kathi92 - 33
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Geschrieben am: 12.06.2007 um 20:10 Uhr
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heyyy...des is echt gut!!
Sommerkind ☼
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Haribo92 - 33
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Geschrieben am: 13.06.2007 um 17:54 Uhr
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freut mich wenns euch gefällt
wind kommt auf... (das lied des feuers)
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Haribo92 - 33
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Geschrieben am: 13.06.2007 um 17:55 Uhr
Zuletzt editiert am: 13.06.2007 um 18:44 Uhr
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Kapitel 2 -Schnuckiputz und Brubsipups-
Ein Blick auf den Display zeigt mir das ich eine neue SMS bekommen habe. Während ich die SMS lese frage ich mich warum ich eigentlich „Nur“ SMS’s bekomme, bin ich nicht wichtiger? Schnell verdränge ich den Gedanken um mich ganz der Nachricht zu widmen. Sie ist von Nessi, einer guten Freundin von mir:
Hey Honey
I bin jetzt at home.
Mir hand 7:2 gwonna!!!
Wenn da willsch kannsch komma.
Ld Bussi Nessi
Ich überlese gezielt die Rechtschreib- und Grammatikfehler und konzentriere mich auf den Inhalt. Ich bereue schon das ich mir Überhaupts ein Handy zugelegt habe. Die Aussicht jetzt die 500 Meter bis zu Nessies Haus zu gehen, erfüllt mich mit Angst. Angst davor mein Bett zu verlassen, Angst davor wieder unter Leute zu gehen, Angst davor den Menschen zu zeigen wie „gut“ es mir geht. Während ich mich langsam aufraffe und meine Kleider zusammensuche, die ich über die Blaukarierte Boxershorts ziehe fällt mir ein Spruch ein den ich vor ein paar Tagen gelesen habe: Nicht alle Menschen sind glücklich die glücklich scheinen, manche Lachen auch nur um nicht zu weinen. Ich mag diesen Spruch er passt zu mir und meiner Situation. Ich streife mein T-Shirt über und schaue in den Spiegel. Ich hasse alles an meinem Spiegelbild, ich hasse die langen dunklen Haare die über die Schulter fallen, ich hasse die dunklen Augen die mich ständig, penetrant durchbohren, ich hasse meinen Oberkörper ich habe eindeutig zu viel auf den Rippen. Das kommt wahrscheinlich von meinen nächtlichen Fressattacken die ich in letzter Zeit immer öfters habe. Schnell wende ich den Blick von dem Spiegel ab und gehe in Richtung Zimmertür, verlasse das Haus und gehe die Straße entlang.
Ich überlege warum ich mir das eigentlich antue. Nessi ist eigentlich in Ordnung, nur ihr ständiges Grinsen kann manchmal ziemlich nervig sein. Ich schaue auf die Straße, es hatt geregnet. Langsam tapse ich durch die Pfützen das Wasser spritzt an den Seiten hoch. Ich spüre den nassen Saum meiner Jeans auf der Haut.
Ich frage mich ob ER mich sehen kann. Ich wünschte er könnte es, oder ich wünschte er könnte mir zeigen das er mich sieht. Das Gefühl von Leere steig in mir hoch. Schnell verdränge ich IHN aus meinen Gedanken.
Ich stehe vor Nessis Haus, drücke den Klingelknopf und werde von der strahlenden Nessi empfangen: „Schnuckiputz!!!“ Ich setze mein fröhlichstes Lächeln auf und falle ihr um den Hals: „Brubsipups!!!“ Noch während ich das sage, denke ich darüber nach wie ich hier möglichst schnell wegkomme. „Ich muss dir was erzählen!“ sagt Nessi in einem geheimnisvollen Ton. Ich bemühe mich, mich neugierig anzuhören: „Was?“. Eigentlcih ist mir klar was sie mir gleich erzählen wird. Ich bereite mich innerlich darauf vor in ein oder zwei Wochen eine heulende Nessi in den Armen zu halten, weil sie sich wieder in einen falschen verliebt hat. Aufgeregt beginnt sie zu erzählen, wie die letzten zehn mal beginnt sie auch heute mit: „Ich habe IHN endlich kennen gelernt…“ Da ich nicht darauf erpicht bin diese Geschichte noch einmal zuhören schalte ich ab. Mir ist klar das sich die Geschihcte wiederholt, nur im Bus, in der Schule oder beim Shopping.
Nach einer halben Stunde fragt sie mich was ich davon halte. Ich kratze kurz die Randdaten im Kopf zusammen: Moritz- 17- blaue Augen- 1.80m- schlank- Kumpel von Sina. Ich versichere ihr das es nicht schlecht aussieht. Alles andere hätte sie sowieso nicht akzeptiert. Wir reden noch über ein paar belanglose Dinge bis ich mich mit der Ausrede verabschiede ich müsse noch Schularbeiten machen.
wind kommt auf... (das lied des feuers)
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Brookers - 35
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Geschrieben am: 16.06.2007 um 18:54 Uhr
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wow. ich find das voll toll. schreib mal n buch! dein schreibstil is so < 3
(:
fuckyou.fuckyouveryverymuuuuuch.
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fabian-ich - 36
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Geschrieben am: 16.06.2007 um 19:02 Uhr
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Zitat von Haribo92:
Nicht alle Menschen sind glücklich die glücklich scheinen, manche Lachen auch nur um nicht zu weinen.
Darf ich den Satz in mein Profil kopieren?
Die geschichte geht so gut weiter wie sie angefangen hat
Hält den Leser auf trab
Hätt gute lust das zu verfilmen.
leider fehlt mir dazu die Kamera.
Du bist deine eigene Grenze, erhebe dich darüber.
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Haribo92 - 33
Halbprofi
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Geschrieben am: 17.06.2007 um 12:39 Uhr
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Zitat von fabian-ich: Zitat von Haribo92:
Nicht alle Menschen sind glücklich die glücklich scheinen, manche Lachen auch nur um nicht zu weinen.
Darf ich den Satz in mein Profil kopieren?
Die geschichte geht so gut weiter wie sie angefangen hat
Hält den Leser auf trab
Hätt gute lust das zu verfilmen.
leider fehlt mir dazu die Kamera.
danke das freut mich echt... natürlich darfst du...
wenn de eine hast meld dich
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Haribo92 - 33
Halbprofi
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Geschrieben am: 17.06.2007 um 12:40 Uhr
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Zitat von Brookers: wow. ich find das voll toll. schreib mal n buch! dein schreibstil is so < 3
(:
danke *rotanlafu*
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Haribo92 - 33
Halbprofi
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Geschrieben am: 17.06.2007 um 12:48 Uhr
Zuletzt editiert am: 17.06.2007 um 12:50 Uhr
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Kapitel 3 -Regen-
Ich stehe wieder auf der Straße. Es regnet. Ich überlege was ich nun tun soll. Ich hatte nicht vor nachhause zugehen und Schularbeiten zu machen. Ich gehe langsam Richtung Wald. Ich denke über das kalte Maiwetter nach. Ich spaziere zwischen den Bäumen hindurch und höre den Regentropfen zu wie sie leise gegen die Blätter tropfen. Der Regen ist kalt, meine Sommerjacke und das T-shirt kleben wie eine zweite Haut an mir. Ich friere nehme es aber nicht als Kälte war. Mein Körper ist gefüllt von einer Leere. Ich komme mir vor wie im freien Fall. Ich falle und falle und falle, unaufhaltsam. Ich falle tiefer, es wird immer dunkler und wenn ich nach unten schaue sehe ich nur dieses gähnende schwarze Loch, kein Lichtblick, kein Hoffnungsschimmer. Überall nur dieses drückende Nichts das alles Gute und Schöne um mich herum verschlingt. Am liebsten würde ich schreien oder weinen oder irgentwas! Aber ich kann nicht, ich laufe nur schneller und schneller. Vor was laufe ich davon? Vor meinen Gefühlen? Vor meinen Problemen? Oder einfach vor mir selbst? Renne ich wirklich vor mir selbst davon? Ich verdräneg sämtliche Gefühle und mache mich auf den weg nach Hause.
Zu Hause lege ich mich in die Badewanne und tauche meinen Kopf unter. Das Wasser umhüllt mich und gibt mir das Gefühl geborgen zu sein. Ich frage mich wann ich das letzte mal Geborgenheit gespürt habe. Sofort denke ich an IHN, ein kalter Schauer überkommt mich. Ich tauche auf und beschließe für heute Schluss zu machen und gehe ins Bett.
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fabian-ich - 36
Halbprofi
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Geschrieben am: 17.06.2007 um 20:37 Uhr
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Zitat von Haribo92: Zitat von fabian-ich: Zitat von Haribo92:
Nicht alle Menschen sind glücklich die glücklich scheinen, manche Lachen auch nur um nicht zu weinen.
Darf ich den Satz in mein Profil kopieren?
Die geschichte geht so gut weiter wie sie angefangen hat
Hält den Leser auf trab
Hätt gute lust das zu verfilmen.
leider fehlt mir dazu die Kamera.
danke das freut mich echt... natürlich darfst du...
wenn de eine hast meld dich
jippie
danke
Das mit der Kamera kann sich leidr noche ine ganze Weile hinziehen.
aber hoffentlich blos noch bis Oktober.
Wieviele Kapitel hast du eigendlich geplant?
Oder ist das alles mehr so spontan?
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Haribo92 - 33
Halbprofi
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Geschrieben am: 19.06.2007 um 15:44 Uhr
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ich hab keine ahnung... so wies aussieht wirds schon noch n stück.. is alles iwie unkoordiniert...
wind kommt auf... (das lied des feuers)
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Haribo92 - 33
Halbprofi
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Geschrieben am: 21.06.2007 um 19:07 Uhr
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Kapitel 4 -Schmerz-
Ich wache auf mit einem schweren Klumpen im Magen. Es ist schon elf Uhr. Eigentlich wollte ich heute früher aufstehen, aber solche Vorsätze gehen bei mir nie auf. Langsam stelle ich meine Füße auf den Boden und betrachte meine Beine. Sie sind einfach schrecklich, so unförmig und die Oberschenkel sind viel zu dick. Narbe auf meine Schienbeinern erinnern mich an das letzte Jahr. Sie sind klein und rund, von Zigaretten. Ich kann mich nicht mehr erinnern wo man sie mir aufgedrückt hat aber es war nicht freiwillig. Ich stehe auf und drücke die Play-Taste meines CD-Players. Lied 12, wieder einmal. Ich drehe den Schlüssel im Schloss meiner Tür um und setze mich zurück in mein Bett. Langsam wandert meine Hand unter mein Kissen. Ich habe eigentlich beschlossen damit aufzuhören, aber ich bin wie eine Süchtige die tägliche nach ihrem Alkohol greift. Ich taste weiter bis ich den kalten Stahl der Klinge zwischen meinen Fingern spüre. Ich schiebe meinen linken Ärmel nach oben. Setze die Klinge auf meinem Oberarm an und drücke sie in meine Haut. Der Schmerz durchzuckt mich, gefolgt von einem Gefühl der Erleichterung. Ich mache einen zweiten Schnitt. Ich habe das Gefühl endlich wieder aufzuatmen. Ich lehne mich zurück und spüre wie leise Tränen über meine Wangen rinnen.
Meine größte Angst ist das Jemand diese dunkle, blutige Seite von mir sieht. Ich habe es noch niemandem erzählt. Es ist ein Zeichen von Verletzbarkeit und Verletzbarkeit ist ein Zeichen von Schwäche. Man darf keine Schwäche zeigen. Niemals! Man muss immer stark sein. Ansonsten geht man unter.
wind kommt auf... (das lied des feuers)
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Sandi_1988 - 37
Profi
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Geschrieben am: 21.06.2007 um 21:35 Uhr
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Finds auch richtig genial!
Kann da richtig mitfühlen..
Nichts ist so sicher wie der Tod, und kaum etwas gibt dem Menschen mehr Rätsel auf...!
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Haribo92 - 33
Halbprofi
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Geschrieben am: 24.06.2007 um 14:07 Uhr
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Kapitel 5 - Die Frage-
Diese eine Frage, diese kleine Frage, die mich seit acht Wochen quält ich kann sie nicht beantworten. Es schmerzt so sehr. Seit ewiger Zeit frage ich mich schon „Warum er?“. Er war gerade mal 17, er saß mit seinem Vater im Auto als ein betrunkener Fahrer sie genau dort gerammt hatt wo er saß. Er hatte keine Chance. Die Ironie der Geschichte ist, das er auf dem Weg zu mir war. Auf dem direkten Weg war Stau also habe ich ihm gesagt er soll ihn umfahren. ICH habe ihm gesagt er soll die Landstraße nehmen. ICH. ICH. Es ist meine Schuld.
Ich war am Telefon als es passierte, ich habe noch gehört wie er geschrieen hat und dann das Blech aufeinander knallte. Jede Nacht höre ich diesen letzten Schrei. Immer und Immer wieder. Aber ich darf keine Schwäche zeigen.
Immer wenn mich die Erinnerung einholt habe ich das Gefül von nichts mehr gehalten zu werden. Immer dann frage ich mich wie lange ich noch warten muss bis ich endlich frei sein kann.
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