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Gibt es einen Gott?

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Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 17.01.2010 um 01:13 Uhr
Zuletzt editiert am: 17.01.2010 um 01:20 Uhr

Zitat von Bam_:

wie bitte stellt ihr euch gott vor?

als ein mann mit vollbart , langen haaren auf einer wolke?



Ich habe ein sehr konkretes Bild vom christlichen Gott.

Da er interagieren will, muss er eine Masse besitzen. Freilich nicht aus unserer Matiere, aber irgendwas muss da sein.

1.Punkt: Er existiert und besteht aus irgendwas.

Da er intelligent zu handeln vermag, braucht er ein Informationsverarbeitendes Zentrum. Er ist also kein Knödel aus homogenem Einheitsbrei sondern untergliedert, wie es jedem intelligenten Etwas zu eigen ist.

2:Punkt: Er besteht aus differenten Bestandteilen die miteinander kommunizieren.

Da er allwissend sein soll, muss dementsprechend auch das System, das Informationen verarbeitet komplex genug sein, was bedeutet, es muss unendlich komplex sein.

3.Punkt: Gott ist ein unendlichkomplexes Etwas.

Gott kann sich außerhalb unseres Universums aufhalten, da er vor ihm gewesen sein muss. Selbst wenn wir annehmen würden, hinter dem Universum befände sich ein anderer 3dimensionaler Raum, wäre die Grenze die am Rande des Urknalls herrschte, unüberwindliuch, für jedes 3dimensionale Gschöpf. Wer also "ausbrechen will" oder auch nur die Chance haben will (weil ich nicht behaupten will, dass irgendwie möglich wäre, da fehlen mir die speziellen Kenntnisse, die dessen bedürfte) muss er mehr als 3 räumliche Dimensionen besitzen.



Wir halten also fest:

Gott ist ein unendlich komplexes Wesen, bestehend aus differenten Elementen einer Substanz, die sich in mehr als drei räumliche Dimensionen erstreckt.





Interessant finde ich jedoch, was passiert, wenn wir nicht mehr voraussetzen, dass Gott vor dem Universum exstiert haben muss.

Es fallen die Bedigungen weg, dass er daraus entkommen kann, 3 Dimensionen reichen also aus.

Er kann nicht mehr unendlich komplex sein, da das Universum bekanntlich begrenzt ist.
Er ist also nicht allwissend oder allmächtig..

Was bleibt ist ein intelligentes etwas, bestehend aus differenten Bestandteilen. die aus einer dreidimensionalen Masse bestehen, die im gesamten intelligenter ist, als es ein Mensch je erfassen könnte.

Betrachtet man sich nun die Bande zweier Menschen, wird sehr schnell ersichtlich, dass es Dinge gibt, die weder dem einen noch dem anderen der beiden gehören. sie stehen zwischen den Menschen.
Freundschaft als Beispiel: Es gibt zwei Freunde. jedoch kann keiner der beiden sagen ihm gehöre die Freundschaft. Sie steht zwischen ihnen. Verschwindet einer der beiden, verschwindet die Freundschaft.
Feststellung: Die Masse ist mehr als ihre Bestandteile (allgemein bekannt wie ich denke).

Nimmt man nun die Menschheit als ganzes, ist das was sie dadurch abbildet mehr, als es jeder einzelne Mensch jemals begreifen könnte. sie ist ein diffiziles Geflecht sozialler, intellektueller Kontakte, die ein "Wesen" erschafft, das nicht analylsiert oder verstanden werden kann, da es bei genauerer Betrachtung verschwindet, wie der Sinn eines Wortes wenn man die einzelnen Buchstaben betrachtet.

Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.

Tide
Anfänger (offline)

Dabei seit 04.2009
8 Beiträge

Geschrieben am: 17.01.2010 um 01:17 Uhr

nein...alles nur Einbildung...Menschen erdenken sich Sachen oder Personen um ihre Probleme zu legetimieren....Gott gibt es nicht!!!!

going for te Cup in 2011

Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 17.01.2010 um 01:21 Uhr

Zitat von Tide:

nein...alles nur Einbildung...Menschen erdenken sich Sachen oder Personen um ihre Probleme zu legetimieren....Gott gibt es nicht!!!!


Man könnte sich darüber streiten, ob eine Einbildung nicht doch existiert^^

Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.

_poolice08_ - 33
Halbprofi (offline)

Dabei seit 11.2008
246 Beiträge

Geschrieben am: 17.01.2010 um 11:48 Uhr

Zitat von Iluron:



Ich nehme einfach mal im Rahmen einer überschaubaren Diskussion an, dass wir gerade nur über den christlichen Gott reden (was im Grunde eins zu eins auf die monotheistischen Brüder nicht aber auf die polytheistischen Cousins übertragen werden kann).

Nun sehen wir mal was wir hier haben. Die Eckpunkte dieses Gottes sind doch. Er ist überall. Er ist nirgends. Er kann alles, er weiß alles. Er hat keinen Körper im eigentlichen Sinne, muss aber eine komplexe Lebensform sein (Lebensform nicht im Sinne einer stoffwechselnden sich reproduzierenden Biomasse einheit, sondern in einem intelligenten, mit der Umwelt interagierenden Organismus).

Wenn wir also etwas haben, was in einem Rahmen existiert, der vollkommen von allem enthoben ist, was der Mensch erfassen kann, liegt alles was wir von dem "dahinter" wissen allein an dem was wir von diesem "Wesen gesagt bekommen". Dieses Wesen spricht aber nicht mit jedem.Es sucht sich Propheten. Das Wasser in der Metapher ist also schon nicht mehr so allgegenwärtig, da es lange nicht überall erfahrbar ist, sondern nur an speziellen Anlaufstellen. Jetzt ist es aber so, Je weniger Quellen man besitzt, desti unsicherer ist die Aussage. Noch dazu, ist die Ansiedlung dieser Quellen nicht diffus sondern klar abgegrenzt. Kein afrikanischer Ureinwohner hatte plötzlich eine christliche Epiphanie. Das ist ein Luxus, den sich nur Leute leisten konnten, die bereits im Einflussgebiet des Christentums /reformierten Judentums lagen.
Aber zurück zur Metapher. Warum hatten die jungen Fische keine Definition für Wasser? Nun wieder zurückübertragen auf den menschlichen Verstand, nehmen wir "normales" nicht wahr. Das merkt man zum Beispiel daran, dass wir nicht in jedem Moment die Kleidung spüren die wir tragen.
Doch mit Gott ist das etwas ganz anderes. Er behauptet nicht einmal, dass er überall ist. Er behauptet man könnte ihn überall finden, aber das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Man kann es mit einem Telefonanschluss vergleichen. Man könnte denken ich sei omnipräsent, weil jeder Mensch der weiß wie er mich zu erreichen hat, mich zu jedem Augenblick erreichen kann. Dennoch bin ich hier, und nirgends anders.
Wie vorher schon festgehalten ist Gott nicht durch jeden "kontaktierbar". Sicher man kann ihn anbeten, aber zurückgerufen. Das ist einigen wenigen vorbehalten.

Was wir also haben, ist ein Meer voll mit Wasser, das ber nicht gleichmäßig verteilt ist, sondern bestenfalls so gut verteilt ist, dass man von jedem Ort dieses Meeres, irgendwie Wasser erreichen kann.

Doch nun wieder der Knackpunkt. Wasser kann ich direkt erfahren. Das ist direkte Interaktion. Selbst mit einer liberalen Gottesdefinition, kann mir kein Christ erzählen, er habe einen Dialog mit Gott. Sicher es gibt den ein oder anderen, der in seinem Leben seine Gebete erfüllt sieht, aber das ist kein Dialog. sondern bestenfall as Sprechen in einen Drive-in-Lautsprecher. ICh bestelle bei Gott und er liefert. Echter Dialog erfordert aber ein geben und nehmen, Ich reagiere auf mein Gegenüber und er tut es mir gleich. Der Mensch reagiert aber nicht auf Gott. Er reagiert auf seine Umwelt, von der Gott selbst sagt, dass er sich weitestgehend heraushält (zumindest seit dem neuen Testament).

Was bleibt ist also ein Mensch, der Gott durch einen Mittelsmann erfährt, und keinen Einfluss auf diesen nehmen kann. Wir sind in diesem Modell bestenfalls eine Rate, die auf einen roten Knopf drückt, um Futter zu erhalten und keinesfalls von Wissenschaflter umgeben, die uns mit Futter versorgen (ein wenig verwirrendes Bild ich weiß, aber die Brücke zu den Fischen und dem Wasser fiel hier ein wenig schwer).

Ich glaube ein Conclusio wäre angebracht, da meine Ausführung ein wenig wirr ist:

Gott ist nicht wie das Wasser, er ist wie der PC eines sehr trickreichen Hackers. Er übermittelt eine Botschaft. Will man diese aber zurückverfolgen wird man auf immer mehr Router geleitet, die es unmöglich machen ein eindeutiges Ziel zu bestimmen.

Natürlich hinkt der Vergleich dahingehend, da er voraussetzt, dass der Gott-PC existiert und keine Möglichkeit zulässt, dass die Router die Botschaft selbst generieren. Aber ich hoffe, der Kern meiner Aussage trag zum Vorschein. Andernfalls muss ich morgen ein besseres Bild suchen.


Puh, ich hoffe ich habe deine Erläuterung richtig verstanden, ansonsten hoffe ich, du weißt mich sofort auf meine Fehlinterpretation hin - ein solcher Mammuttext hat es nicht verdient, falsch verstanden zu werden ;-)

Dazu, dass Gott sich Propheten sucht:
Wenn du die Metapher liest, wirst du merken, dass ein alter Fisch vorkommt, der das Wasser sehr wohl wahrnimmt. Lediglich die jungen Fische haben das Wasser als solches noch nicht erkannt.
Setzen wir nun die Propheten mit dem alten Fisch gleich, ergibt sich daraus, dass trotz der Tatsache, dass das Wasser überall ist, nicht jeder es wahrnehmen kann.
Das führt auch sogleich zum nächsten Punkt:
Der Tatsache, dass Gott lediglich im Einflussbereich des Christentums "gesehen" wird. Das mag soweit richtig sein, allerdings darf man die Möglichkeit nicht außer Acht lassen, dass alle Religionen von dem einen Gott sprechen. Ich will darauf hinaus, dass es zwar mehrere Religionen gibt - jede Behauptet allerdings von sich, die Richtige zu sein. Für die Schlussfolgerung darf nun keinesfalls vergessen werden, dass die Möglichkeiten besteht, alle könnten Recht haben. Die Folge: Alle Religionen beziehen sich auf den EINEN Gott. Sie sind zwar unterschieldich aufgebaut, allerdings ist die Kernaussage gleich. (Ich hoffe, es wurde verstanden, was ich gemeint habe)
Wir können also davon ausgehen, dass Gott überall auf der WElt gesehen wird, wenn auch nur auf verschiedene Art und Weise. Was ja durchaus möglcih ist, denn wir haben ja kein exaktes Bild, wie oder was Gott ist.

Zu deinem Aspekt , dass Gott von überall erreichbar ist:
Vielleicht lässt uns unsere derzeitige Sicht und Kenntnis von der Welt und unserer Umgebung im Moment noch nicht glauben, dass Gott für jeden von uns erreichbar ist.
Auch wenn wir das Gefühl haben, keine Antwort von ihm zu erhalten, können wir uns nicht sicher sein. Möglicherweise kommuniziert er auf eine andere Art mit uns, als wir es erwarten. Nicht etwa als Stimme in unserem Kopf, sondern auf andere Weise? - Ich weiß es nicht, allerdings halte ich die Vorstellung, man könne Wünsche bei Gott "bestellen" und müsse dann nur noch warten, bis diese in erfüllung gehen definitiv für falsch.
Der Sachverhalt wird auch noch komplizierter. Mit der Annahme, dass Gott allmächtig - also allwissend - ist, verändert alles. Für Gott exisitiert also weder Raum noch Zeit in unserem Sinne. Gott wusste praktisch vom Anbeginn der Zeit, was jeder Mensch einmal tun wird, ja sogar, was er gedacht hat zu tun, es jedoch wieder verworfen hat. Das lässt die Sache mit dem Wünschen bereits in einem neuen Licht erscheinen. Gott kennt also meinen Wunsch, bevor ich selbst überhaupt davon weiß - sogar vor meiner Geburt. Gingen wir nun davon aus, dass Gott bereits vor mir auf meine Wünsche eingegangen ist, ergibt sich ein seltsames Bild. Ich lebe also mein Wunschleben - äußere jedoch immernoch Wünsche. Was wäre die Konsequenz, wenn Gott nun immer wieder auf die Wünsche einginge? Chaos! Unser Leben würde sich immer und immer wieder ändern, denn ein Mensch ist niemals zu 100% wunschlos glücklich. Man dreht sich praktisch im Kreis. Ich weiß, dass die folgende erläuterung sehr weit hergeholt ist, allerdings weiß ich nicht, wie ich sonst deutlich machen soll, was ich meine ;-)

Es folgt die erste Planung meines Leben. Gott weiß bereits, bevor es dazu kommt, was ich mir wünschen werde. Er geht auf die Wünsche ein, mein Leben verändert sich - jetzt kommt der Knackpunkt - meine Wünsche verändern sich ebenfalls. Gott verändert mein Leben - meine Wünsche verändern sich ... und immer so weiter...
Das führt zu keinem Ende - man dreht sich vollkommen im Kreis...
Es bleiben zwei Möglichkeiten:
1. Gott geht nicht direkt auf unsere Wünsche ein..
2. Wir leben bereits DAS Leben, welches sich für das für uns angenehmste herausstellte, d.h. in welchem wir am wenigsten Wünsche äußern..


Die höchste Vollkommenheit der Seele ist ihre Fähigkeit zur Freude. 'Marquis de Vauvenargues'

Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 17.01.2010 um 15:36 Uhr

Zitat von _poolice08_:

Zitat von Iluron:



Ich nehme einfach mal im Rahmen einer überschaubaren Diskussion an, dass wir gerade nur über den christlichen Gott reden (was im Grunde eins zu eins auf die monotheistischen Brüder nicht aber auf die polytheistischen Cousins übertragen werden kann).

Nun sehen wir mal was wir hier haben. Die Eckpunkte dieses Gottes sind doch. Er ist überall. Er ist nirgends. Er kann alles, er weiß alles. Er hat keinen Körper im eigentlichen Sinne, muss aber eine komplexe Lebensform sein (Lebensform nicht im Sinne einer stoffwechselnden sich reproduzierenden Biomasse einheit, sondern in einem intelligenten, mit der Umwelt interagierenden Organismus).

Wenn wir also etwas haben, was in einem Rahmen existiert, der vollkommen von allem enthoben ist, was der Mensch erfassen kann, liegt alles was wir von dem "dahinter" wissen allein an dem was wir von diesem "Wesen gesagt bekommen". Dieses Wesen spricht aber nicht mit jedem.Es sucht sich Propheten. Das Wasser in der Metapher ist also schon nicht mehr so allgegenwärtig, da es lange nicht überall erfahrbar ist, sondern nur an speziellen Anlaufstellen. Jetzt ist es aber so, Je weniger Quellen man besitzt, desti unsicherer ist die Aussage. Noch dazu, ist die Ansiedlung dieser Quellen nicht diffus sondern klar abgegrenzt. Kein afrikanischer Ureinwohner hatte plötzlich eine christliche Epiphanie. Das ist ein Luxus, den sich nur Leute leisten konnten, die bereits im Einflussgebiet des Christentums /reformierten Judentums lagen.
Aber zurück zur Metapher. Warum hatten die jungen Fische keine Definition für Wasser? Nun wieder zurückübertragen auf den menschlichen Verstand, nehmen wir "normales" nicht wahr. Das merkt man zum Beispiel daran, dass wir nicht in jedem Moment die Kleidung spüren die wir tragen.
Doch mit Gott ist das etwas ganz anderes. Er behauptet nicht einmal, dass er überall ist. Er behauptet man könnte ihn überall finden, aber das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Man kann es mit einem Telefonanschluss vergleichen. Man könnte denken ich sei omnipräsent, weil jeder Mensch der weiß wie er mich zu erreichen hat, mich zu jedem Augenblick erreichen kann. Dennoch bin ich hier, und nirgends anders.
Wie vorher schon festgehalten ist Gott nicht durch jeden "kontaktierbar". Sicher man kann ihn anbeten, aber zurückgerufen. Das ist einigen wenigen vorbehalten.

Was wir also haben, ist ein Meer voll mit Wasser, das ber nicht gleichmäßig verteilt ist, sondern bestenfalls so gut verteilt ist, dass man von jedem Ort dieses Meeres, irgendwie Wasser erreichen kann.

Doch nun wieder der Knackpunkt. Wasser kann ich direkt erfahren. Das ist direkte Interaktion. Selbst mit einer liberalen Gottesdefinition, kann mir kein Christ erzählen, er habe einen Dialog mit Gott. Sicher es gibt den ein oder anderen, der in seinem Leben seine Gebete erfüllt sieht, aber das ist kein Dialog. sondern bestenfall as Sprechen in einen Drive-in-Lautsprecher. ICh bestelle bei Gott und er liefert. Echter Dialog erfordert aber ein geben und nehmen, Ich reagiere auf mein Gegenüber und er tut es mir gleich. Der Mensch reagiert aber nicht auf Gott. Er reagiert auf seine Umwelt, von der Gott selbst sagt, dass er sich weitestgehend heraushält (zumindest seit dem neuen Testament).

Was bleibt ist also ein Mensch, der Gott durch einen Mittelsmann erfährt, und keinen Einfluss auf diesen nehmen kann. Wir sind in diesem Modell bestenfalls eine Rate, die auf einen roten Knopf drückt, um Futter zu erhalten und keinesfalls von Wissenschaflter umgeben, die uns mit Futter versorgen (ein wenig verwirrendes Bild ich weiß, aber die Brücke zu den Fischen und dem Wasser fiel hier ein wenig schwer).

Ich glaube ein Conclusio wäre angebracht, da meine Ausführung ein wenig wirr ist:

Gott ist nicht wie das Wasser, er ist wie der PC eines sehr trickreichen Hackers. Er übermittelt eine Botschaft. Will man diese aber zurückverfolgen wird man auf immer mehr Router geleitet, die es unmöglich machen ein eindeutiges Ziel zu bestimmen.

Natürlich hinkt der Vergleich dahingehend, da er voraussetzt, dass der Gott-PC existiert und keine Möglichkeit zulässt, dass die Router die Botschaft selbst generieren. Aber ich hoffe, der Kern meiner Aussage trag zum Vorschein. Andernfalls muss ich morgen ein besseres Bild suchen.


Puh, ich hoffe ich habe deine Erläuterung richtig verstanden, ansonsten hoffe ich, du weißt mich sofort auf meine Fehlinterpretation hin - ein solcher Mammuttext hat es nicht verdient, falsch verstanden zu werden ;-)

Dazu, dass Gott sich Propheten sucht:
Wenn du die Metapher liest, wirst du merken, dass ein alter Fisch vorkommt, der das Wasser sehr wohl wahrnimmt. Lediglich die jungen Fische haben das Wasser als solches noch nicht erkannt.
Setzen wir nun die Propheten mit dem alten Fisch gleich, ergibt sich daraus, dass trotz der Tatsache, dass das Wasser überall ist, nicht jeder es wahrnehmen kann.
Das führt auch sogleich zum nächsten Punkt:
Der Tatsache, dass Gott lediglich im Einflussbereich des Christentums "gesehen" wird. Das mag soweit richtig sein, allerdings darf man die Möglichkeit nicht außer Acht lassen, dass alle Religionen von dem einen Gott sprechen. Ich will darauf hinaus, dass es zwar mehrere Religionen gibt - jede Behauptet allerdings von sich, die Richtige zu sein. Für die Schlussfolgerung darf nun keinesfalls vergessen werden, dass die Möglichkeiten besteht, alle könnten Recht haben. Die Folge: Alle Religionen beziehen sich auf den EINEN Gott. Sie sind zwar unterschieldich aufgebaut, allerdings ist die Kernaussage gleich. (Ich hoffe, es wurde verstanden, was ich gemeint habe)
Wir können also davon ausgehen, dass Gott überall auf der WElt gesehen wird, wenn auch nur auf verschiedene Art und Weise. Was ja durchaus möglcih ist, denn wir haben ja kein exaktes Bild, wie oder was Gott ist.

Zu deinem Aspekt , dass Gott von überall erreichbar ist:
Vielleicht lässt uns unsere derzeitige Sicht und Kenntnis von der Welt und unserer Umgebung im Moment noch nicht glauben, dass Gott für jeden von uns erreichbar ist.
Auch wenn wir das Gefühl haben, keine Antwort von ihm zu erhalten, können wir uns nicht sicher sein. Möglicherweise kommuniziert er auf eine andere Art mit uns, als wir es erwarten. Nicht etwa als Stimme in unserem Kopf, sondern auf andere Weise? - Ich weiß es nicht, allerdings halte ich die Vorstellung, man könne Wünsche bei Gott "bestellen" und müsse dann nur noch warten, bis diese in erfüllung gehen definitiv für falsch.
Der Sachverhalt wird auch noch komplizierter. Mit der Annahme, dass Gott allmächtig - also allwissend - ist, verändert alles. Für Gott exisitiert also weder Raum noch Zeit in unserem Sinne. Gott wusste praktisch vom Anbeginn der Zeit, was jeder Mensch einmal tun wird, ja sogar, was er gedacht hat zu tun, es jedoch wieder verworfen hat. Das lässt die Sache mit dem Wünschen bereits in einem neuen Licht erscheinen. Gott kennt also meinen Wunsch, bevor ich selbst überhaupt davon weiß - sogar vor meiner Geburt. Gingen wir nun davon aus, dass Gott bereits vor mir auf meine Wünsche eingegangen ist, ergibt sich ein seltsames Bild. Ich lebe also mein Wunschleben - äußere jedoch immernoch Wünsche. Was wäre die Konsequenz, wenn Gott nun immer wieder auf die Wünsche einginge? Chaos! Unser Leben würde sich immer und immer wieder ändern, denn ein Mensch ist niemals zu 100% wunschlos glücklich. Man dreht sich praktisch im Kreis. Ich weiß, dass die folgende erläuterung sehr weit hergeholt ist, allerdings weiß ich nicht, wie ich sonst deutlich machen soll, was ich meine ;-)

Es folgt die erste Planung meines Leben. Gott weiß bereits, bevor es dazu kommt, was ich mir wünschen werde. Er geht auf die Wünsche ein, mein Leben verändert sich - jetzt kommt der Knackpunkt - meine Wünsche verändern sich ebenfalls. Gott verändert mein Leben - meine Wünsche verändern sich ... und immer so weiter...
Das führt zu keinem Ende - man dreht sich vollkommen im Kreis...
Es bleiben zwei Möglichkeiten:
1. Gott geht nicht direkt auf unsere Wünsche ein..
2. Wir leben bereits DAS Leben, welches sich für das für uns angenehmste herausstellte, d.h. in welchem wir am wenigsten Wünsche äußern..


Erstmal vorneweg, du hast meine Interpretationen richtig aufgefasst.

Allerdings tun sich dann bei dir wieder andere Lücken auf.

Erstens: Nicht alle Religionen haben den gleichen Kern.

Nehmen wir zwei Religionen heraus, die sich dafür in meinen Augen gut eignen.

Die christliche als monotheistische mit dem löblichen Ziels der Weltversöhnung und die der Aztheken (die soweit ich weiß, keinen eigenen Namen besitzt).

Was ist der Kerngedanke, der letztgenannten?
Erstmal zur Erschaffung der Welt:
Die Götter haben den Menschen aus Mais und Blut erschaffen.
Der Aufbau der Welt ist in drei Teile geteilt. Oben das Reich der Götter unten das Reich der Dämonen dazwischen "Mittelerde" zusammengehalten vom Baum des Lebens.
Erinnert auf den ersten Blick sehr stark an Himmel und Hölle, jedoch ist der Weg wie man der Hölle entgeht ein etwas anderer. Ist es im Christentum das "moralische und sittsame" Leben (speziell das vermeiden von Todsünden) ist es in ihrem Gegenüber grade das praktizieren der Todsünde schlechthin die das ewige Leben neben den Göttern sichert. Das vergoßen von Blut.

Wie sollte ein Gott, der sich zwei Völkern zeigt so unterschiedlich ausdrücken wollen? Warum sollte er den einen das töten verbieten und den anderen vorschreiben? Sicher er hat den Israeliten gesagt, sie mögen die palestinensischen Völker meucheln, das war aber dadurch legitimiert worden, dass dadurch ein Platz für das "auserwählte Volk" geschaffen werden sollte.
Bei den Aztheken jedoch war es ein Ritus. Viel zu alt um noch sagen zu können, was sein ursprünglicher Zweck gewesen war.Wollte man eine gute Ernte, wurde ein Mensch getötet. Wurde ein Feind angegriffen, wurden 100 getötet. Als die Spanier zusammen mit verbrüderten Stämmen angriffen würden zehntausende geschlachtet um das Kriegsglück zu wenden. Das waren alles bisher besondere ereignisse, aber spätestens mit dem sessionalen Ackerbau wird dieses Ritual routiniert.
Und warum? Weil sie in dem Glauben aufgewachsen sind, sie müssen den Göttern das geliehen Blut zurückzahlen, um in deren Gunst verweilen zu können.
Welcher Nächstenliebe predigende Gott könnte solch ein System einführen? Die Aztheken hatten alles erreicht. Sie hatten genug zu essen genug zu trinken, ihre Armeen waren auf dem Vormarsch. Tenochtetlan stand in voller Blüte und dennoch sah Gott keinen Grund seinen blutigen Kult zu reformieren?

Noch ein anderer Punkt:

Du denkst Gott weiß jetzt schon alles? Wie passt das mit der Willensfreiheit zusammen? Versteh mich nicht falsch, ich glaube nicht an Willensreiheit, aber ist nicht genau das, was die Bibel das höchste Gut der Menschen nennt? Immerhin könnte es ohne freien Willen keine Erlösung geben. Wäre es nicht unfair von Gott jemanden in die Hölle zu werfen (wie immer sie denn nun aussehen mag) obwohl er vorher schon absehen konnt, dass er dort landen würde? Wäre es dann nicht viel gnädiger von ihm, erst gar nicht dessen Geburt zu ermöglichen? Ein kleiner Sturz der Mutter von der Treppe. Eine geplatze Gasleitung, Todgeburt. Die Möglichkeiten sind so vielzählig wie es Sterne am Himmel gibt, und dennoch erlaubt Gott einem Menschen geboren zu werden, nur um ihn für Taten zu bestrafen, die er vorgesehen hat?
Wie würde wohl ein Richter über jemanden urteilen, der einem Mann, der offensichtlich einen Anschlag plant, eine Waffe verkauft?

Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.

_poolice08_ - 33
Halbprofi (offline)

Dabei seit 11.2008
246 Beiträge

Geschrieben am: 17.01.2010 um 17:29 Uhr

Zitat von Iluron:



Erstmal vorneweg, du hast meine Interpretationen richtig aufgefasst.

Allerdings tun sich dann bei dir wieder andere Lücken auf.

Erstens: Nicht alle Religionen haben den gleichen Kern.

Nehmen wir zwei Religionen heraus, die sich dafür in meinen Augen gut eignen.

Die christliche als monotheistische mit dem löblichen Ziels der Weltversöhnung und die der Aztheken (die soweit ich weiß, keinen eigenen Namen besitzt).

Was ist der Kerngedanke, der letztgenannten?
Erstmal zur Erschaffung der Welt:
Die Götter haben den Menschen aus Mais und Blut erschaffen.
Der Aufbau der Welt ist in drei Teile geteilt. Oben das Reich der Götter unten das Reich der Dämonen dazwischen "Mittelerde" zusammengehalten vom Baum des Lebens.
Erinnert auf den ersten Blick sehr stark an Himmel und Hölle, jedoch ist der Weg wie man der Hölle entgeht ein etwas anderer. Ist es im Christentum das "moralische und sittsame" Leben (speziell das vermeiden von Todsünden) ist es in ihrem Gegenüber grade das praktizieren der Todsünde schlechthin die das ewige Leben neben den Göttern sichert. Das vergoßen von Blut.

Wie sollte ein Gott, der sich zwei Völkern zeigt so unterschiedlich ausdrücken wollen? Warum sollte er den einen das töten verbieten und den anderen vorschreiben? Sicher er hat den Israeliten gesagt, sie mögen die palestinensischen Völker meucheln, das war aber dadurch legitimiert worden, dass dadurch ein Platz für das "auserwählte Volk" geschaffen werden sollte.
Bei den Aztheken jedoch war es ein Ritus. Viel zu alt um noch sagen zu können, was sein ursprünglicher Zweck gewesen war.Wollte man eine gute Ernte, wurde ein Mensch getötet. Wurde ein Feind angegriffen, wurden 100 getötet. Als die Spanier zusammen mit verbrüderten Stämmen angriffen würden zehntausende geschlachtet um das Kriegsglück zu wenden. Das waren alles bisher besondere ereignisse, aber spätestens mit dem sessionalen Ackerbau wird dieses Ritual routiniert.
Und warum? Weil sie in dem Glauben aufgewachsen sind, sie müssen den Göttern das geliehen Blut zurückzahlen, um in deren Gunst verweilen zu können.
Welcher Nächstenliebe predigende Gott könnte solch ein System einführen? Die Aztheken hatten alles erreicht. Sie hatten genug zu essen genug zu trinken, ihre Armeen waren auf dem Vormarsch. Tenochtetlan stand in voller Blüte und dennoch sah Gott keinen Grund seinen blutigen Kult zu reformieren?

Noch ein anderer Punkt:

Du denkst Gott weiß jetzt schon alles? Wie passt das mit der Willensfreiheit zusammen? Versteh mich nicht falsch, ich glaube nicht an Willensreiheit, aber ist nicht genau das, was die Bibel das höchste Gut der Menschen nennt? Immerhin könnte es ohne freien Willen keine Erlösung geben. Wäre es nicht unfair von Gott jemanden in die Hölle zu werfen (wie immer sie denn nun aussehen mag) obwohl er vorher schon absehen konnt, dass er dort landen würde? Wäre es dann nicht viel gnädiger von ihm, erst gar nicht dessen Geburt zu ermöglichen? Ein kleiner Sturz der Mutter von der Treppe. Eine geplatze Gasleitung, Todgeburt. Die Möglichkeiten sind so vielzählig wie es Sterne am Himmel gibt, und dennoch erlaubt Gott einem Menschen geboren zu werden, nur um ihn für Taten zu bestrafen, die er vorgesehen hat?
Wie würde wohl ein Richter über jemanden urteilen, der einem Mann, der offensichtlich einen Anschlag plant, eine Waffe verkauft?



Du hast Recht. Auf den ersten Blick zeigen diese Religionen einen großen Unterschied auf. Doch bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass auch in der christlichen Religion Opfer gebracht werden.
In der Bibel opfert Mose einen Stier als Sündenopfer ( 3.Mose 8,8 ). Abraham opferte einen Widder anstelle seines Sohnes Isaak ( 1.Mose 22,13) und natürlich nicht zu vergessen das größte Opfer: Gott opfert seinen eigenen Sohn, Jesus Christus.
Natürlich wandelte sich das ganze im Laufe der Zeit. Heutzutage werden keine Menschen mehr geopfert, aber der Charakter war bis dato derselbe. Um Gott zu huldigen, opferten die Menschen ihm. Schließlich war Gott selbst bereit zu opfern, um die Sünden der Menschheit zu vergeben...

Was mich auch zum nächsten Punkt bringt. Ich glaube daran, dass Gott den Menschen den freien Willen gegeben hat, zu tun, was wir wollen. Allerdings gab er auch seinen Sohn, um unsere Sünden zu vergeben. Wozu führt das nun? Ganz einfach, man landet nicht in der Hölle. Die Sünden jedes einzelnen Menschen wurden vergeben.
Versteh mich nicht falsch - das ist natürlich kein Freifahrtschein. Man kann nicht durch die Welt gehen und davon ausgehen, dass sowieso alle Sünden vergeben werden. Man muss an Gott glauben. Und damit meine ich nicht, man sagt: "ja ich glaube an Gott! - juhu, jetzt werden mir alle SÜnden vergeben", sondern, dass man von Herzen an ihn glaubt. Tut man das, sollte es selbstverständlich sein nichts böses zu tun, ergo auch nicht zu sündigen.

Die höchste Vollkommenheit der Seele ist ihre Fähigkeit zur Freude. 'Marquis de Vauvenargues'

Marcey - 30
Halbprofi (offline)

Dabei seit 11.2008
206 Beiträge

Geschrieben am: 17.01.2010 um 20:37 Uhr

Es gibt bestimmt ein dem Universum übergeordnetes System oder Wesen, aber keinesfalls so, wie die Menschen es sich seit Jahrtausenden vorstellen.
http://www.youtube.com/watch?v=K6odNC5lii8

Life's more painless for the brainless.

Vega85 - 40
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2008
215 Beiträge

Geschrieben am: 17.01.2010 um 20:42 Uhr

Zitat von Marcey:

Es gibt bestimmt ein dem Universum übergeordnetes System oder Wesen, aber keinesfalls so, wie die Menschen es sich seit Jahrtausenden vorstellen.
http://www.youtube.com/watch?v=K6odNC5lii8


Sehr gutes Video :daumenhoch: ;-)
Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 18.01.2010 um 03:09 Uhr

Zitat von _poolice08_:

Zitat von Iluron:



Erstmal vorneweg, du hast meine Interpretationen richtig aufgefasst.

Allerdings tun sich dann bei dir wieder andere Lücken auf.

Erstens: Nicht alle Religionen haben den gleichen Kern.

Nehmen wir zwei Religionen heraus, die sich dafür in meinen Augen gut eignen.

Die christliche als monotheistische mit dem löblichen Ziels der Weltversöhnung und die der Aztheken (die soweit ich weiß, keinen eigenen Namen besitzt).

Was ist der Kerngedanke, der letztgenannten?
Erstmal zur Erschaffung der Welt:
Die Götter haben den Menschen aus Mais und Blut erschaffen.
Der Aufbau der Welt ist in drei Teile geteilt. Oben das Reich der Götter unten das Reich der Dämonen dazwischen "Mittelerde" zusammengehalten vom Baum des Lebens.
Erinnert auf den ersten Blick sehr stark an Himmel und Hölle, jedoch ist der Weg wie man der Hölle entgeht ein etwas anderer. Ist es im Christentum das "moralische und sittsame" Leben (speziell das vermeiden von Todsünden) ist es in ihrem Gegenüber grade das praktizieren der Todsünde schlechthin die das ewige Leben neben den Göttern sichert. Das vergoßen von Blut.

Wie sollte ein Gott, der sich zwei Völkern zeigt so unterschiedlich ausdrücken wollen? Warum sollte er den einen das töten verbieten und den anderen vorschreiben? Sicher er hat den Israeliten gesagt, sie mögen die palestinensischen Völker meucheln, das war aber dadurch legitimiert worden, dass dadurch ein Platz für das "auserwählte Volk" geschaffen werden sollte.
Bei den Aztheken jedoch war es ein Ritus. Viel zu alt um noch sagen zu können, was sein ursprünglicher Zweck gewesen war.Wollte man eine gute Ernte, wurde ein Mensch getötet. Wurde ein Feind angegriffen, wurden 100 getötet. Als die Spanier zusammen mit verbrüderten Stämmen angriffen würden zehntausende geschlachtet um das Kriegsglück zu wenden. Das waren alles bisher besondere ereignisse, aber spätestens mit dem sessionalen Ackerbau wird dieses Ritual routiniert.
Und warum? Weil sie in dem Glauben aufgewachsen sind, sie müssen den Göttern das geliehen Blut zurückzahlen, um in deren Gunst verweilen zu können.
Welcher Nächstenliebe predigende Gott könnte solch ein System einführen? Die Aztheken hatten alles erreicht. Sie hatten genug zu essen genug zu trinken, ihre Armeen waren auf dem Vormarsch. Tenochtetlan stand in voller Blüte und dennoch sah Gott keinen Grund seinen blutigen Kult zu reformieren?

Noch ein anderer Punkt:

Du denkst Gott weiß jetzt schon alles? Wie passt das mit der Willensfreiheit zusammen? Versteh mich nicht falsch, ich glaube nicht an Willensreiheit, aber ist nicht genau das, was die Bibel das höchste Gut der Menschen nennt? Immerhin könnte es ohne freien Willen keine Erlösung geben. Wäre es nicht unfair von Gott jemanden in die Hölle zu werfen (wie immer sie denn nun aussehen mag) obwohl er vorher schon absehen konnt, dass er dort landen würde? Wäre es dann nicht viel gnädiger von ihm, erst gar nicht dessen Geburt zu ermöglichen? Ein kleiner Sturz der Mutter von der Treppe. Eine geplatze Gasleitung, Todgeburt. Die Möglichkeiten sind so vielzählig wie es Sterne am Himmel gibt, und dennoch erlaubt Gott einem Menschen geboren zu werden, nur um ihn für Taten zu bestrafen, die er vorgesehen hat?
Wie würde wohl ein Richter über jemanden urteilen, der einem Mann, der offensichtlich einen Anschlag plant, eine Waffe verkauft?



Du hast Recht. Auf den ersten Blick zeigen diese Religionen einen großen Unterschied auf. Doch bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass auch in der christlichen Religion Opfer gebracht werden.
In der Bibel opfert Mose einen Stier als Sündenopfer ( 3.Mose 8,8 ). Abraham opferte einen Widder anstelle seines Sohnes Isaak ( 1.Mose 22,13) und natürlich nicht zu vergessen das größte Opfer: Gott opfert seinen eigenen Sohn, Jesus Christus.
Natürlich wandelte sich das ganze im Laufe der Zeit. Heutzutage werden keine Menschen mehr geopfert, aber der Charakter war bis dato derselbe. Um Gott zu huldigen, opferten die Menschen ihm. Schließlich war Gott selbst bereit zu opfern, um die Sünden der Menschheit zu vergeben...

Was mich auch zum nächsten Punkt bringt. Ich glaube daran, dass Gott den Menschen den freien Willen gegeben hat, zu tun, was wir wollen. Allerdings gab er auch seinen Sohn, um unsere Sünden zu vergeben. Wozu führt das nun? Ganz einfach, man landet nicht in der Hölle. Die Sünden jedes einzelnen Menschen wurden vergeben.
Versteh mich nicht falsch - das ist natürlich kein Freifahrtschein. Man kann nicht durch die Welt gehen und davon ausgehen, dass sowieso alle Sünden vergeben werden. Man muss an Gott glauben. Und damit meine ich nicht, man sagt: "ja ich glaube an Gott! - juhu, jetzt werden mir alle SÜnden vergeben", sondern, dass man von Herzen an ihn glaubt. Tut man das, sollte es selbstverständlich sein nichts böses zu tun, ergo auch nicht zu sündigen.


Die Aztheken waren zu Anfang des 1.Jahrtausends aktiv. Da war im Christentum das Opferlängst degeniert. Das kann nicht als Vorwand gelten. Immerhin sagst du selbst, dass nicht jeder automatisch von den Sünden reingewaschen wird. Und sie werden auch nicht bereuen, immerhin dachten sie, sie morden im Namen ihrer Götter.

Warum ist es logisch, aus einem existenten Gott gute Taten abzuleiten? Was ist wenn ich glaube, der christliche Gott ist nicht gut, aber daran festhalte?Sicher Christen sagen, er lässt Leid zu, um unseren freien Willen zu erhalten, um unsere Freiheit zu wahren,...
das ist aber eine Interpretation, bestenfalls seiner Worte, schlechtestenfalls einiger Texte, die von jemand geschrieben wurde, der selbst nie Kontakt zu Gott hatte.
Aber wer behauptet Gott sagt die Wahrheit? Nähmen wir an Gott sein schlecht, was würde ihn abhalten zu lügen?

Nehmen wir ein Kind machen wir es allmächtig und unsterblich. Welchen Anreiz hätte dieses Kind gutes Verhalten zu entwickeln? Es entfallen die allgemeinen Regeln einer Gesellschaft die maßvolles Handeln entstehen lassen. Strafe.

Wer keine Angst vor Strafe hat, zeigt sein böses Gesicht. Damit will ich keinesfalls sagen, jeder Mensch ist auf einmal böse, wenn es auf einmal keine Strafen geben würde. Ich sage nur, ein jeder Mensch entwickelt sich zu einem bösen Menschen, wenn er nie bestraft werden kann.
Und wer wollte es ihm vorwerfen? Wo zieht man eine moralische Grenze, wenn man sie nicht überschreiten kann?

Und nochmal die Sache mit Jesus.

Gott schickt Jesus (der er selbst ist) auf die Erde, um sich töten zu lassen, damit die Menschen den heiligen Geist (der auch er is) bekommen können und allen die Sünden vergeben werden.
Siehst du nicht das gewaltige Ego, das hinter so einer Aktion stehen muss? Er inszeniert seinen Tod (immerhin weiß er was passieren wird) nur um hinterher sagen zu können "Hey, gut gemacht. Das ... das habt ihr toll gemacht!"

Wenn er vorher wusste, das JEsus getötet werden würde, warum die ganze Show dann steigen lassen? Er spart sich viel Mühe, wenn er einfach verkündet, dass alle Sünden vergeben werden.

Abgesehen davon, dass ich weder Glaube, der biblische Jesus ist ein Mann, noch dass er am Kreuz gestorben ist, scheint es mir irgendwie nicht sehr effizient, einen Leerlauf-Heiland in die Welt zu setzen, nur damit es eben gemacht wurde.
Und wenn ich mir die Natur so ansehe, ist der Rest doch sehr auf Effizienz getrimmt.

Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.

DerRedl - 32
Profi (offline)

Dabei seit 07.2007
514 Beiträge

Geschrieben am: 18.01.2010 um 16:08 Uhr
Zuletzt editiert am: 18.01.2010 um 16:08 Uhr

Zitat:



Wenn er vorher wusste, das JEsus getötet werden würde, warum die ganze Show dann steigen lassen? Er spart sich viel Mühe, wenn er einfach verkündet, dass alle Sünden vergeben werden.


wo ist dann die moral an der geschichte? jesus hat uns wie bei religionen üblich auf seinem (leidens-)weg wichtige ethnische und moralische werte, wie z.b. nächstenliebe etc nähergebracht. nimm es wie die werbung vor einem kinofilm: aha, jetzt bin ich schlauer, ich mach weiter wie davor,der film ist das wichtige.

Es sind die Erbsen. Und zwar nur die Erbsen. //Woyzeck.

bad-boy95
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Dabei seit 10.2006
166 Beiträge

Geschrieben am: 18.01.2010 um 16:16 Uhr

Gott hat die Menschen erschaffen um auf die Welt aufzupassen, für das was auf der Erde passiert sind wir verantwortlich, das ist nicht alles von Gott gewollt!!!

Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit!!!

manuoli - 30
Halbprofi (offline)

Dabei seit 11.2009
390 Beiträge
Geschrieben am: 18.01.2010 um 17:01 Uhr

Jesus Saves
Imp_Officer - 32
Experte (offline)

Dabei seit 06.2009
1015 Beiträge

Geschrieben am: 18.01.2010 um 17:46 Uhr

Zitat von bad-boy95:

Gott hat die Menschen erschaffen um auf die Welt aufzupassen, für das was auf der Erde passiert sind wir verantwortlich, das ist nicht alles von Gott gewollt!!!


Woher willst du wissen dass das nicht von Gott gewollt ist=???


....und dann werden wir ihn haben unseren Frieden.

Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 18.01.2010 um 18:20 Uhr

Zitat von DerRedl:

Zitat:



Wenn er vorher wusste, das JEsus getötet werden würde, warum die ganze Show dann steigen lassen? Er spart sich viel Mühe, wenn er einfach verkündet, dass alle Sünden vergeben werden.


wo ist dann die moral an der geschichte? jesus hat uns wie bei religionen üblich auf seinem (leidens-)weg wichtige ethnische und moralische werte, wie z.b. nächstenliebe etc nähergebracht. nimm es wie die werbung vor einem kinofilm: aha, jetzt bin ich schlauer, ich mach weiter wie davor,der film ist das wichtige.


Wo hat Jesus einen Leben ein Leidensweg? Sicher die letzten Momente von seiner Verhaftung bis zur Kreuzigung sind nicht sehr schön gewesen, aber wo soll da eine Moral dahinterstehen? Er war lange nicht der einzige, dem das passier ist, und er wurde bereits nach Stunden abgenommen, andere hingen Tage dran.

Und ich sehe nicht, wozu einen Jesus bedarf, um Leuten Nächstenliebe einzutrichtern. Das hat ja nicht mal bei seinem eigenen Leuten funktioniert. Alles lief danach so weiter wie bisher.

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Giovina456 - 40
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 11.2009
92 Beiträge
Geschrieben am: 18.01.2010 um 18:24 Uhr

das sind alles nur sekten die religionen.

man weis nicht ob es gott gibt vielleicht ja oder nein ddas kann dir hier keiner beabtworten die frage

ich persönlich bin nicht gläubig ich glaube nur das was ich sehe und GOTT habe ich noch nie geshen.
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