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Gibt es einen Gott?

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SkaChris - 38
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2008
117 Beiträge

Geschrieben am: 21.06.2009 um 14:36 Uhr

Zitat von cfl:

Das ist für unser Leben doch volkommen irrelevant .. wenn wir nach dem Tod in etwas wie eine Hölle kommen , weil wir von unserem freien Willen Gebrauch machen und unseren , für uns ja so großn , Verstand benutzen dann sollte dieser Gott sein HAndeln mal ernsthaft überdenken. Entweder er gibt uns einen Verstand der uns nichts hinterfragen lässt , oder er gibt uns einen noch größeren , sodass wir Dinge entdecken , die auch für eine höhere Macht sprechen. Er könnte sich natürlich auch einfach zeigen , dann wissen wir das es ihn gibt .. aber was zur Hölle ist verwerflich daran zu sagen "Ich glaube nicht an Gott , da ich nichts sehe , das nicht auf andere Weise hätte entstehen können" ?


Genau das ist der Punkt. Das ist die Quintessenz dieser ganzen Glaubensgeschichte. Natürlich könnte ein Gott einfach in Erscheinung treten wenn er es wünscht und der ganzen Welt somit beweisen, dass er existiert. Aber dann wäre kein Glauben mehr nötig. Gott hat uns genug Gründe gegeben, um an ihn glauben zu können, aber er zwingt uns nicht, ihn kennenzulernen.
Mal angenommen er würde, wie sich das die MTV-Generation hier anscheinend vorstellt, als 100 meter hoher Titan mit einem mächtigen Bart einfach so in Erscheinung treten, dann würde er dich doch jeder Wahl und freien Entscheidung berauben. Gott hat uns einen Verstand gegeben, damit wir nicht maschinenhaft umherwandeln, sondern damit wir Sehen und Verstehen lernen. Damit wir eine Wahl treffen, hinter ihr stehen und somit Vertrauen fassen. Nichts anderes ist Glauben. Vertrauen.
Natürlich ist das eine vage Umschreibung und Erläuterung. Aber mit Wissenschaft und Erklärbarkeit hat das auch nichts mehr zu tun. Gottes Reich ist ein Reich der Übersinnlichkeit. Rein metaphorisch könnte man es mit Gerüchen vergleichen. Sie sind flüchtig und allgegenwärtig, jedoch mit menschlichen Worten schwer zu beschreiben...

Sich den Finger in die Nase stecken heisst noch lange nicht, in sich zu gehen.

-garfield- - 33
Profi (offline)

Dabei seit 03.2005
971 Beiträge

Geschrieben am: 21.06.2009 um 16:20 Uhr

Zitat von SkaChris:

Zitat von cfl:

Das ist für unser Leben doch volkommen irrelevant .. wenn wir nach dem Tod in etwas wie eine Hölle kommen , weil wir von unserem freien Willen Gebrauch machen und unseren , für uns ja so großn , Verstand benutzen dann sollte dieser Gott sein HAndeln mal ernsthaft überdenken. Entweder er gibt uns einen Verstand der uns nichts hinterfragen lässt , oder er gibt uns einen noch größeren , sodass wir Dinge entdecken , die auch für eine höhere Macht sprechen. Er könnte sich natürlich auch einfach zeigen , dann wissen wir das es ihn gibt .. aber was zur Hölle ist verwerflich daran zu sagen "Ich glaube nicht an Gott , da ich nichts sehe , das nicht auf andere Weise hätte entstehen können" ?


Genau das ist der Punkt. Das ist die Quintessenz dieser ganzen Glaubensgeschichte. Natürlich könnte ein Gott einfach in Erscheinung treten wenn er es wünscht und der ganzen Welt somit beweisen, dass er existiert. Aber dann wäre kein Glauben mehr nötig. Gott hat uns genug Gründe gegeben, um an ihn glauben zu können, aber er zwingt uns nicht, ihn kennenzulernen.
Mal angenommen er würde, wie sich das die MTV-Generation hier anscheinend vorstellt, als 100 meter hoher Titan mit einem mächtigen Bart einfach so in Erscheinung treten, dann würde er dich doch jeder Wahl und freien Entscheidung berauben. Gott hat uns einen Verstand gegeben, damit wir nicht maschinenhaft umherwandeln, sondern damit wir Sehen und Verstehen lernen. Damit wir eine Wahl treffen, hinter ihr stehen und somit Vertrauen fassen. Nichts anderes ist Glauben. Vertrauen.
Natürlich ist das eine vage Umschreibung und Erläuterung. Aber mit Wissenschaft und Erklärbarkeit hat das auch nichts mehr zu tun. Gottes Reich ist ein Reich der Übersinnlichkeit. Rein metaphorisch könnte man es mit Gerüchen vergleichen. Sie sind flüchtig und allgegenwärtig, jedoch mit menschlichen Worten schwer zu beschreiben...

Naja, aber er hätte doch dann wissen müssen, dass es viele gibt, die nicht an ihn glauben, und dann in die Hölle kommen?
Warum sollte er das nicht verhindern, wenn er kann?
SkaChris - 38
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2008
117 Beiträge

Geschrieben am: 21.06.2009 um 16:40 Uhr

Zitat von -garfield-:


Naja, aber er hätte doch dann wissen müssen, dass es viele gibt, die nicht an ihn glauben, und dann in die Hölle kommen?
Warum sollte er das nicht verhindern, wenn er kann?


Und warum sollte er es verhindern? Haarspalterei.
Also ich bin kein gläubiger Christ, mir geht es eher um eine höhere Macht und höhere Ziele. Etwas, das Grund liefert zu leben und weiterzumachen. Wer nun Wiedergeboren wird oder in die Hölle kommt, in den Himmel hinaufschwebt oder mit einem futuristischen Raumschiff in das All entschwindet, darüber kann man bis in die ewigkeit diskutieren. Wichtig finde ich es mit der Welt in Einklang zu leben. Anderen beizustehen und das Beste aus allem zu machen. Und damit das alles einen Sinn ergibt benötigt es eben eine höhere Instanz. Aber wie die nun aussieht und welche Hierarchien dort oben herrschen ist mir Schnurz

Sich den Finger in die Nase stecken heisst noch lange nicht, in sich zu gehen.

666SlipKnoT - 34
Profi (offline)

Dabei seit 04.2008
626 Beiträge

Geschrieben am: 21.06.2009 um 16:46 Uhr

Zitat von SkaChris:



Und warum sollte er es verhindern? Haarspalterei.
Also ich bin kein gläubiger Christ, mir geht es eher um eine höhere Macht und höhere Ziele. Etwas, das Grund liefert zu leben und weiterzumachen. Wer nun Wiedergeboren wird oder in die Hölle kommt, in den Himmel hinaufschwebt oder mit einem futuristischen Raumschiff in das All entschwindet, darüber kann man bis in die ewigkeit diskutieren. Wichtig finde ich es mit der Welt in Einklang zu leben. Anderen beizustehen und das Beste aus allem zu machen. Und damit das alles einen Sinn ergibt benötigt es eben eine höhere Instanz. Aber wie die nun aussieht und welche Hierarchien dort oben herrschen ist mir Schnurz


Ach, benötigt es wirklich eine höhere Macht, um allem einen Sinn zu geben?

Inquisition, Hexenhammer, Scheiterhaufen...Wir wissen, was Frauen wünschen. Ihre Kirche

SkaChris - 38
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2008
117 Beiträge

Geschrieben am: 21.06.2009 um 19:19 Uhr

Ich würde sagen: "Ja!"

Sich den Finger in die Nase stecken heisst noch lange nicht, in sich zu gehen.

BeneSausO - 36
Experte (offline)

Dabei seit 06.2005
1702 Beiträge

Geschrieben am: 21.06.2009 um 19:22 Uhr

Zitat von SkaChris:

Ich würde sagen: "Ja!"


Haben nicht alle Dinge ihren Sinn schon in sich?
Meine Zahnbürste zB hat den Sinn, mir beim Zähneputzen zu helfen.
Die Herplatte hat den Sinn das Wasser in nem Topf zu erhitzen (welcher wieder den Sinn hat das Wasser aufzunehmen).

Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Barbarossa80 - 45
Profi (offline)

Dabei seit 03.2009
953 Beiträge

Geschrieben am: 21.06.2009 um 19:51 Uhr

Zitat von BeneSausO:

Zitat von SkaChris:

Ich würde sagen: "Ja!"


Haben nicht alle Dinge ihren Sinn schon in sich?
Meine Zahnbürste zB hat den Sinn, mir beim Zähneputzen zu helfen.
Die Herplatte hat den Sinn das Wasser in nem Topf zu erhitzen (welcher wieder den Sinn hat das Wasser aufzunehmen).


Diese Definition von Sinn ist eher sowas wie Zweckmäßigkeit und ist nicht sich selbst innewohnend, sondern wird von außen hinzugefügt. Eine Zahnbürste wird in dem Moment sinnlos, wo du keine Zähne mehr hast, sie verliert quasi ihre Daseinsberechtigung.
BeneSausO - 36
Experte (offline)

Dabei seit 06.2005
1702 Beiträge

Geschrieben am: 21.06.2009 um 19:59 Uhr
Zuletzt editiert am: 21.06.2009 um 19:59 Uhr

Zitat von Barbarossa80:

Zitat von BeneSausO:

Zitat von SkaChris:

Ich würde sagen: "Ja!"


Haben nicht alle Dinge ihren Sinn schon in sich?
Meine Zahnbürste zB hat den Sinn, mir beim Zähneputzen zu helfen.
Die Herplatte hat den Sinn das Wasser in nem Topf zu erhitzen (welcher wieder den Sinn hat das Wasser aufzunehmen).


Diese Definition von Sinn ist eher sowas wie Zweckmäßigkeit und ist nicht sich selbst innewohnend, sondern wird von außen hinzugefügt. Eine Zahnbürste wird in dem Moment sinnlos, wo du keine Zähne mehr hast, sie verliert quasi ihre Daseinsberechtigung.


Korrekt.
Dann hat die Existenz der Zahnbürste für mich als Zahnloser keinen Sinn mehr.
Ich geb sie einfach dir, damit sie ihren Sinn weiterhin erfüllt.

Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Barbarossa80 - 45
Profi (offline)

Dabei seit 03.2009
953 Beiträge

Geschrieben am: 21.06.2009 um 20:33 Uhr
Zuletzt editiert am: 21.06.2009 um 20:43 Uhr

Zitat von BeneSausO:

Zitat von Barbarossa80:

Zitat von BeneSausO:


Haben nicht alle Dinge ihren Sinn schon in sich?
Meine Zahnbürste zB hat den Sinn, mir beim Zähneputzen zu helfen.
Die Herplatte hat den Sinn das Wasser in nem Topf zu erhitzen (welcher wieder den Sinn hat das Wasser aufzunehmen).


Diese Definition von Sinn ist eher sowas wie Zweckmäßigkeit und ist nicht sich selbst innewohnend, sondern wird von außen hinzugefügt. Eine Zahnbürste wird in dem Moment sinnlos, wo du keine Zähne mehr hast, sie verliert quasi ihre Daseinsberechtigung.


Korrekt.
Dann hat die Existenz der Zahnbürste für mich als Zahnloser keinen Sinn mehr.
Ich geb sie einfach dir, damit sie ihren Sinn weiterhin erfüllt.


Wenn es keine Menschen mehr gibt, gibt es auch keinen Sinn mehr für Zahnbürsten.

Wenn jedes Objekt seinen Sinn nur durch eine höhere Instanz erbt, dann endet das in einem Paradoxon, denn diese Kette müsste unendlich lang sein, was aber in einem endlichen Universum nicht möglich ist. Wenn Gott als "letztes Glied" in der Kette stehen soll, dann stellt sich die Frage nach dem Sinn Gottes.
My_Side - 31
Profi (offline)

Dabei seit 04.2009
733 Beiträge
Geschrieben am: 21.06.2009 um 20:35 Uhr

menschen müssen halt an was glauben und deswegen gibt es einen gott ...
Kluegoe - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 11.2007
273 Beiträge
Geschrieben am: 21.06.2009 um 20:48 Uhr

Zitat von Barbarossa80:




Wenn jedes Objekt seinen Sinn nur durch eine höhere Instanz erbt, dann endet das in einem Paradoxon, denn diese Kette müsste unendlich lang sein, was aber in einem endlichen Universum nicht möglich ist. Wenn Gott als "letztes Glied" in der Kette stehen soll, dann stellt sich die Frage nach dem Sinn Gottes.

öh...ja...und?
Was ist so doofes an dem Gott wenn er selbst keinen Sinn erfüllt? Muss er ja auch nicht.
BeneSausO - 36
Experte (offline)

Dabei seit 06.2005
1702 Beiträge

Geschrieben am: 21.06.2009 um 20:49 Uhr

Zitat von Kluegoe:

Zitat von Barbarossa80:




Wenn jedes Objekt seinen Sinn nur durch eine höhere Instanz erbt, dann endet das in einem Paradoxon, denn diese Kette müsste unendlich lang sein, was aber in einem endlichen Universum nicht möglich ist. Wenn Gott als "letztes Glied" in der Kette stehen soll, dann stellt sich die Frage nach dem Sinn Gottes.

öh...ja...und?
Was ist so doofes an dem Gott wenn er selbst keinen Sinn erfüllt? Muss er ja auch nicht.


Also ist Gott sinnlos?

Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Kluegoe - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 11.2007
273 Beiträge
Geschrieben am: 21.06.2009 um 20:51 Uhr

Zitat von BeneSausO:


Also ist Gott sinnlos?


Jo. Der oberste Wille ist dies zwangsläufig.
Barbarossa80 - 45
Profi (offline)

Dabei seit 03.2009
953 Beiträge

Geschrieben am: 21.06.2009 um 20:59 Uhr

Zitat von Kluegoe:

Zitat von Barbarossa80:




Wenn jedes Objekt seinen Sinn nur durch eine höhere Instanz erbt, dann endet das in einem Paradoxon, denn diese Kette müsste unendlich lang sein, was aber in einem endlichen Universum nicht möglich ist. Wenn Gott als "letztes Glied" in der Kette stehen soll, dann stellt sich die Frage nach dem Sinn Gottes.

öh...ja...und?
Was ist so doofes an dem Gott wenn er selbst keinen Sinn erfüllt? Muss er ja auch nicht.


Wenn Gott keinen Sinn hat, dann muss das Leben auch keinen Sinn haben, das ist konsequent.

Die Frage ist eher, ob sich Gott einen Sinn gegeben hat, indem er das Universum schuf, dass seinen Sinn darin hat, den Menschen hervorzubringen, der seinen Sinn darin hat, Gott einen Sinn zu geben? Der Sinn Gottes wäre demnach der Mensch, der seinen Sinn in Gott hat. Das ist ein logischer Zirkelschluss und somit falsch.
Kluegoe - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 11.2007
273 Beiträge
Geschrieben am: 21.06.2009 um 21:01 Uhr

Zitat von Barbarossa80:


Wenn Gott keinen Sinn hat, dann muss das Leben auch keinen Sinn haben, das ist konsequent.


Natürlich. Und?

Zitat von Barbarossa80:



Die Frage ist eher, ob sich Gott einen Sinn gegeben hat, indem er das Universum schuf, dass seinen Sinn darin hat, den Menschen hervorzubringen, der seinen Sinn darin hat, Gott einen Sinn zu geben? Der Sinn Gottes wäre demnach der Mensch, der seinen Sinn in Gott hat. Das ist ein logischer Zirkelschluss und somit falsch.


In keinster weise. Da keine Existenz einen Sinn haben muss, ist eben diese Frage so fern wie nur alles dnekbare, besonders wenn eine Gottesidee ganz im "sinne" (^^) einer Sinnesgebung dargebracht wird.
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