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Wankelmotor oder 'Standard'motoren ?

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djrene - 52
Champion (offline)

Dabei seit 02.2010
2295 Beiträge

Geschrieben am: 15.11.2012 um 17:27 Uhr
Zuletzt editiert am: 15.11.2012 um 17:28 Uhr

Ohne jetzt Wiki zu bemühen habe ich das aus Physik noch so in Erinnerung:

Wankelmotor dreht hoch, hat einen höheren Verbrauch, weniger bewegliche Teile, ist leichter und hat bis heute Dichtheitsprobleme zwischen den Brennkammern. Die Leistung ist bei vergleichbarer Größe höher.

Hubkolbenmotor ist eben schwerer, hat mehr bewegliche Bauteile, ist aber sparsamer.

Meine Nachbarn kennen Jim Marshall nicht, aber sie hassen ihn.

Verdammnis - 40
Champion (offline)

Dabei seit 06.2007
2224 Beiträge

Geschrieben am: 15.11.2012 um 17:35 Uhr

Zitat von 9youngblood7:

Hey,

was haltet ihr von dem Wankelmotor und dem
Motor dem wir am meisten begegnen (keine Ahnung wie der heißt)
dem Standard motor mit den Zylindern.

was sind die vor und nachteile dieser motoren ?

Du meinst Elektromotoren? Und wenn ja welche? Oder die Explosionsmotoren? Oder Sterling?

Bitte hier Fußzeile einfügen.

Pimpmyburgr - 27
Halbprofi (offline)

Dabei seit 11.2007
107 Beiträge
Geschrieben am: 15.11.2012 um 17:51 Uhr

Zitat von djrene:

Ohne jetzt Wiki zu bemühen habe ich das aus Physik noch so in Erinnerung:

Wankelmotor dreht hoch, hat einen höheren Verbrauch, weniger bewegliche Teile, ist leichter und hat bis heute Dichtheitsprobleme zwischen den Brennkammern. Die Leistung ist bei vergleichbarer Größe höher.

Hubkolbenmotor ist eben schwerer, hat mehr bewegliche Bauteile, ist aber sparsamer.



Also dass wankelmotoren arg viel höher drehen ist mir jetzt nicht so aufgefallen, beim nsu ro80 ging der rote Bereich glaub ab 6500 bis 7000 los, aber könnte sein dass da ein minimaler Unterschied ist.
Jedoch ist der wankelmotor sehr laufruhig und hat ne Menge Power trotz seinem kleinen "Hubraum".
Jedoch sind Verschleiß und spritverbrach ein sehr großes Problem, weswegen er sich höchstwahrscheinlich nicht durchgesetzt hat. Meiner Erfahrung nach sind es vom fahrspaß her trotzdem richtig gute, durchzugstarke Motoren ;)

Der beste Sex ist VR6!

Schdohni - 43
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2005
253 Beiträge

Geschrieben am: 15.11.2012 um 18:27 Uhr
Zuletzt editiert am: 15.11.2012 um 18:29 Uhr

Um hier mal ein paar Fragen zu beantwortenevtl. wurde das eine oder andere schon beantwortet, dann verzeiht mir, ich bin wirklich nicht geneigt den ganzen spam hier zu lesen.

An sich hat der Wankelmotor keinen Hubraum, das ist richtig, es wird hier von Kammervolumen gesprochen. Die anderen Motoren, (Otto und Diesel) werden übrigens Hubkolbenmotoren genannt.

Der Wankelmotor wurde schon in mehreren Fahrzeugen verbaut (es wurden sogar mal sehr erfolglose Versuche als Flugzeugmotor unternommen), die bekanntesten darunter sind wohl der Ro80, der Mazda RX7 und der nachfolger Rx8, ausserdem hat Mazda eine Zeit lang den Mazda 787b bei 24h rennen in Le Mans und am Nürburgring mit Wankelmotor eingesetzt, allerdings konnten diese nie auf einen der vorderen Plätze fahren da sie meist von defekten geplakt wurden.

Vor- und Nachteile haben beide Motoren, ist ja irgendwie auch klar ;-)
Der Wankelmotor hat erst mal den großen Vorteil das er eben einen drehenden Kolben hat, sprich die Energetische Bewegung muß nicht übersetzt werden, wodurch bei weit weniger Einsatz von "Hubraum" (ich nenne es absichtlich nun eigentlich falsch um den Vergleich besser darzustellen) und Kraftstoff und weit platzsparenderer Bauweise die selbe Leistung wie bei einem Hubkolbenmotor mit eben mehr Platz, Kraftstoff etc. erreicht werden kann. Sprich der Wankelmotor hat schlicht und einfach einen weit höheren Wirkungsgrad.

Der große Nachteil liegt aber im Verschleiss, obwohl es den Wankelmotor bereits seit Jahrzehnten gibt, hat es immer noch kein Hersteller geschafft eine Wirkungsvolle Abdichtung des Kolbens gegenüber dem Brennraum zu entwickeln so das diese relativ schnell undicht werden und der Motor stark an Leistung verliert, was letzendlich in der Regel zu einem Motorschaden führt.


Um dem hier vieldiskutierten Mysterium Drehzahl noch was beizusteuern, rein theoretisch kann der Wankelmotor weit höher drehen, er wird allerdings auf dem Niveau eines normalen Hubkolbenmotors gebracht da bei den höheren Drehzahlen der Verschleiss logischerweise noch höher und die Standzeit entsprechend kürzer wäre.

Don't eat yellow snow

9youngblood7 - 21
Anfänger (offline)

Dabei seit 11.2012
6 Beiträge

Geschrieben am: 15.11.2012 um 18:47 Uhr

Danke !

dachte schon hier wird keiner gescheite Antworten bringen ... :D



hold on, time out, time out, time out ... suck the shine out ...

Crankr - 25
Champion (offline)

Dabei seit 01.2010
2053 Beiträge
Geschrieben am: 15.11.2012 um 19:06 Uhr

Die Staerken des Wankelmotors liegen eher im Rennsport, als im Alltagsgebrauch.
Die besten Beispiele hierfuer sind eben die Teilnahme von Mazda an der Le Mans und Tuner Projekte wie der RE Amemiya RX 7.
Auf der Kehrseite steht halt ein RX8, welcher bei wirklich sparsamer Fahrweise nicht unter 13l/100km kommen kann und nach 100.000 den Motor ueberholt bekommen sollte. Dass man trotz dieser Eigenschaften am Ende keinen besseren Motor als den vergleichbaren F20C von Honda hat, ist ziemlich Aussagekraeftig.

Desweiteren seien die Motoren kompakter als Hubkolbenmotoren, wobei ich nie wirklich einen Unterschied zwischen den Motor sehen konnte (S2000 - RX7 -> Beide haben eine fast gleich hohe Front, welche darauf schliessen laesst, dass die Motoren gleich gross sind.).
Schdohni - 43
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2005
253 Beiträge

Geschrieben am: 15.11.2012 um 19:14 Uhr

Zitat von Crankr:

Die Staerken des Wankelmotors liegen eher im Rennsport, als im Alltagsgebrauch.
Die besten Beispiele hierfuer sind eben die Teilnahme von Mazda an der Le Mans und Tuner Projekte wie der RE Amemiya RX 7.
Auf der Kehrseite steht halt ein RX8, welcher bei wirklich sparsamer Fahrweise nicht unter 13l/100km kommen kann und nach 100.000 den Motor ueberholt bekommen sollte. Dass man trotz dieser Eigenschaften am Ende keinen besseren Motor als den vergleichbaren F20C von Honda hat, ist ziemlich Aussagekraeftig.

Desweiteren seien die Motoren kompakter als Hubkolbenmotoren, wobei ich nie wirklich einen Unterschied zwischen den Motor sehen konnte (S2000 - RX7 -> Beide haben eine fast gleich hohe Front, welche darauf schliessen laesst, dass die Motoren gleich gross sind.).



1. brauchte mein Rx8 nicht mal bei extremster Vollgassession egal ob überland oder auf der Autobahn mehr als 12l, in der Regel liess er sich bei normaler Fahrweise mit 8-9 l/100km fahren.

2. ist es eine etwas seltsame Milchmädchenrechnung von der Karosserie eines Fahrzeugs (Du hast die in etwa gleich hohe Front wie beim Honda S2000 gesprochen) auf den Motor zu schliessen.

3. die 100000km sind schon sehr hochgerechnet, ich selbst habe meinen RX8 nur knapp 20000 gefahren, daher kann ich da nichts sagen, ein Kollege hat allerdings auf seinem jetzt knapp 90000km drauf und nun zum zweiten mal nen Motorschaden. Wobei ich natürlich nichts zu seiner Fahrweise sagen kann.

Don't eat yellow snow

Crankr - 25
Champion (offline)

Dabei seit 01.2010
2053 Beiträge
Geschrieben am: 15.11.2012 um 19:43 Uhr

Zitat von Schdohni:

Zitat von Crankr:

Die Staerken des Wankelmotors liegen eher im Rennsport, als im Alltagsgebrauch.
Die besten Beispiele hierfuer sind eben die Teilnahme von Mazda an der Le Mans und Tuner Projekte wie der RE Amemiya RX 7.
Auf der Kehrseite steht halt ein RX8, welcher bei wirklich sparsamer Fahrweise nicht unter 13l/100km kommen kann und nach 100.000 den Motor ueberholt bekommen sollte. Dass man trotz dieser Eigenschaften am Ende keinen besseren Motor als den vergleichbaren F20C von Honda hat, ist ziemlich Aussagekraeftig.

Desweiteren seien die Motoren kompakter als Hubkolbenmotoren, wobei ich nie wirklich einen Unterschied zwischen den Motor sehen konnte (S2000 - RX7 -> Beide haben eine fast gleich hohe Front, welche darauf schliessen laesst, dass die Motoren gleich gross sind.).



1. brauchte mein Rx8 nicht mal bei extremster Vollgassession egal ob überland oder auf der Autobahn mehr als 12l, in der Regel liess er sich bei normaler Fahrweise mit 8-9 l/100km fahren.

2. ist es eine etwas seltsame Milchmädchenrechnung von der Karosserie eines Fahrzeugs (Du hast die in etwa gleich hohe Front wie beim Honda S2000 gesprochen) auf den Motor zu schliessen.

3. die 100000km sind schon sehr hochgerechnet, ich selbst habe meinen RX8 nur knapp 20000 gefahren, daher kann ich da nichts sagen, ein Kollege hat allerdings auf seinem jetzt knapp 90000km drauf und nun zum zweiten mal nen Motorschaden. Wobei ich natürlich nichts zu seiner Fahrweise sagen kann.

Nun, ein ziemlich guter Freund von mir Arbeitet bei Mazda als Verkaeufer und er meinte, dass von den wenigen RX8, die zur Werkstatt kommen, die meisten Leistungsprobleme/Motorschaden haben.

Den 13l Wert habe ich von meinem Schwager, welcher einen RX8 mit 137.000km hatte. 13l waren wirklich eine Utopie fuer ihn. Evtl. liegt das auch nur an der fehlenden Kompression.

Die Milchmaedchenrechnung bezieht sich darauf, dass in einem Video der Chefdesigner von Mazda meinte, dass die Front des RX7 besonders tief designt werden konnte, da der Motor sehr kompakt sei.
Diesen Sommer habe ich dann einen S2000 und einen RX7 nebeneinander stehen sehen und muss sagen, dass ein Unterschied von Lippe bis Motorhaube nicht zu erkennen war.
Schdohni - 43
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2005
253 Beiträge

Geschrieben am: 15.11.2012 um 19:49 Uhr

Zitat von Crankr:

Zitat von Schdohni:

Zitat von Crankr:

Die Staerken des Wankelmotors liegen eher im Rennsport, als im Alltagsgebrauch.
Die besten Beispiele hierfuer sind eben die Teilnahme von Mazda an der Le Mans und Tuner Projekte wie der RE Amemiya RX 7.
Auf der Kehrseite steht halt ein RX8, welcher bei wirklich sparsamer Fahrweise nicht unter 13l/100km kommen kann und nach 100.000 den Motor ueberholt bekommen sollte. Dass man trotz dieser Eigenschaften am Ende keinen besseren Motor als den vergleichbaren F20C von Honda hat, ist ziemlich Aussagekraeftig.

Desweiteren seien die Motoren kompakter als Hubkolbenmotoren, wobei ich nie wirklich einen Unterschied zwischen den Motor sehen konnte (S2000 - RX7 -> Beide haben eine fast gleich hohe Front, welche darauf schliessen laesst, dass die Motoren gleich gross sind.).



1. brauchte mein Rx8 nicht mal bei extremster Vollgassession egal ob überland oder auf der Autobahn mehr als 12l, in der Regel liess er sich bei normaler Fahrweise mit 8-9 l/100km fahren.

2. ist es eine etwas seltsame Milchmädchenrechnung von der Karosserie eines Fahrzeugs (Du hast die in etwa gleich hohe Front wie beim Honda S2000 gesprochen) auf den Motor zu schliessen.

3. die 100000km sind schon sehr hochgerechnet, ich selbst habe meinen RX8 nur knapp 20000 gefahren, daher kann ich da nichts sagen, ein Kollege hat allerdings auf seinem jetzt knapp 90000km drauf und nun zum zweiten mal nen Motorschaden. Wobei ich natürlich nichts zu seiner Fahrweise sagen kann.

Nun, ein ziemlich guter Freund von mir Arbeitet bei Mazda als Verkaeufer und er meinte, dass von den wenigen RX8, die zur Werkstatt kommen, die meisten Leistungsprobleme/Motorschaden haben.

Den 13l Wert habe ich von meinem Schwager, welcher einen RX8 mit 137.000km hatte. 13l waren wirklich eine Utopie fuer ihn. Evtl. liegt das auch nur an der fehlenden Kompression.

Die Milchmaedchenrechnung bezieht sich darauf, dass in einem Video der Chefdesigner von Mazda meinte, dass die Front des RX7 besonders tief designt werden konnte, da der Motor sehr kompakt sei.
Diesen Sommer habe ich dann einen S2000 und einen RX7 nebeneinander stehen sehen und muss sagen, dass ein Unterschied von Lippe bis Motorhaube nicht zu erkennen war.


Mag sein das die Bauhöhe von den Motoren ähnlich ist, was aber nichts darüber aussagt wie lang und breit ein Motor ist ;-)

Don't eat yellow snow

Crankr - 25
Champion (offline)

Dabei seit 01.2010
2053 Beiträge
Geschrieben am: 15.11.2012 um 20:00 Uhr

Zitat von Schdohni:

Zitat von Crankr:

Zitat von Schdohni:


1. brauchte mein Rx8 nicht mal bei extremster Vollgassession egal ob überland oder auf der Autobahn mehr als 12l, in der Regel liess er sich bei normaler Fahrweise mit 8-9 l/100km fahren.

2. ist es eine etwas seltsame Milchmädchenrechnung von der Karosserie eines Fahrzeugs (Du hast die in etwa gleich hohe Front wie beim Honda S2000 gesprochen) auf den Motor zu schliessen.

3. die 100000km sind schon sehr hochgerechnet, ich selbst habe meinen RX8 nur knapp 20000 gefahren, daher kann ich da nichts sagen, ein Kollege hat allerdings auf seinem jetzt knapp 90000km drauf und nun zum zweiten mal nen Motorschaden. Wobei ich natürlich nichts zu seiner Fahrweise sagen kann.

Nun, ein ziemlich guter Freund von mir Arbeitet bei Mazda als Verkaeufer und er meinte, dass von den wenigen RX8, die zur Werkstatt kommen, die meisten Leistungsprobleme/Motorschaden haben.

Den 13l Wert habe ich von meinem Schwager, welcher einen RX8 mit 137.000km hatte. 13l waren wirklich eine Utopie fuer ihn. Evtl. liegt das auch nur an der fehlenden Kompression.

Die Milchmaedchenrechnung bezieht sich darauf, dass in einem Video der Chefdesigner von Mazda meinte, dass die Front des RX7 besonders tief designt werden konnte, da der Motor sehr kompakt sei.
Diesen Sommer habe ich dann einen S2000 und einen RX7 nebeneinander stehen sehen und muss sagen, dass ein Unterschied von Lippe bis Motorhaube nicht zu erkennen war.


Mag sein das die Bauhöhe von den Motoren ähnlich ist, was aber nichts darüber aussagt wie lang und breit ein Motor ist ;-)

Wie gesagt war meine Aussage aufgrund des Interviews des Chefdesigners.
the_WarLord - 34
Champion (offline)

Dabei seit 02.2005
3882 Beiträge
Geschrieben am: 16.11.2012 um 01:27 Uhr

Man kann zu den Wankeln stehen wie man möchte, aber bei den Wirkungsgradstärksten Motoren steht dieses Konzept sicherlich nicht weit oben...

Grüße vom WarLord

DinoRS1337 - 29
Profi (offline)

Dabei seit 09.2010
831 Beiträge
Geschrieben am: 16.11.2012 um 13:30 Uhr

Das schöne am Wankelmotor ist:
Durch die Bauart bedingt kann man extrem hohe Drehzahlen fahren, sehr große Turbos brauchen eine gewisse Anlaufleistung bevor sie ihr Potential entfalten können ergo kann man größere Turbos besser ausnutzen.
Beispiel 4 Zylinder Motor: Sagen wir 2,3l Hubraum dreht bis 8000 rpm, Turboboost setzt da wir einen wirklich großen Turbo draufschrauben bei etwa 4700 rpm ein somit bleibt uns ein nutzbares "Boostband" von 3300 rpm bevor wir wieder schalten müssen.
Gegenstück Wankelmotor: Auch hier wieder was einfaches mit 1,3l Hubraum (wie z.B. auch der RX-8) und naja ok die meisten 4 Zylinder sind nicht für 8000 RPM ausgelegt jedenfalls nicht beim Autohändler um die Ecke deswegen sagen wir beim Wankelmotor auch mal etwas gehobeneres wird geboten und wir kommen auf 10.000 rpm was nicht mal arg übertrieben ist, da ist noch viel Luft nach oben ;-) Sagen wir hier setzt der Turbo wie beim RX-8 bei 5500 RPM ein. "Boostband" = 4500 rpm.

Wenn wir nun voraussetzen dass wir zwei verschiedene Getriebe haben (8000 vs 10000 rpm schalten geht auch aufs Getriebe :-P ) mit der gleichen Übersetzung haben sagen wir zum einfachen Verständnis:
Wenn ich bei X rpm hochschalte komme ich im nächsten Gang bei Y rpm raus wobei Y = X / 2.
Somit ergeben sich für die zwei Motoren folgende RPM Werte die der Motor noch mehr in Saugleistung investiert bevor der Turbo vollen Boost liefern kann:

4 Kolben: 700 rpm
Wankelmotor: 500 rpm

Daraus folgt: Bei gleichem Turbo fällt nicht nur das Turboloch kleiner zu gunsten des Wankelmotors aus sondern kann ich den Turbo länger für mehr Vortrieb nutzen bevor ich wieder hochschalten muss = Bei Turboaufladung kann ein Wankelmotor den Turbo effektiver nutzen wie ein herkömmlicher Kolbenmotor.

Nun die Probleme: Mehr Power bedeutet wesentlich mehr Gas, mit 2000 cc Injektoren kommt man zwar recht weit aber dafür reichen im Kolbenmotor schon 1000 cc Injektoren, wenn man jetzt also noch mehr will braucht man 4000+cc Injektoren und noch größere Turbos und neben einem monströsen Benzintank auch noch einen Öltank und wenn man einen Ersatzmotor benötigt kann man sich vom gleichen Geld einen Formel Motor kaufen, der könnte sogar günstiger sein.

Das trifft jetzt nicht in diesem Maße auf den RX-8 zu jedoch ist dort eine komplette Motorrevision wahrscheinlicher im Schadensfall wie beim Kolbenmotor da wir beim letzteren doch relativ viele Einzelteile haben verglichen mit dem Wankelmotor.

Vielleicht hilft ja das bei der Wahrheitsfindung ... :-D ;-)
the_WarLord - 34
Champion (offline)

Dabei seit 02.2005
3882 Beiträge
Geschrieben am: 18.11.2012 um 14:35 Uhr

Nicht zwangsläufig, die Größe des Laders orientiert sich am Luftbedarf, nicht an der Drehzahl.

Grüße vom WarLord

RX-8-forever
Anfänger (offline)

Dabei seit 10.2015
1 Beitrag
Geschrieben am: 23.10.2015 um 11:08 Uhr

Zitat von Schdohni:

Um hier mal ein paar Fragen zu beantwortenevtl. wurde das eine oder andere schon beantwortet, dann verzeiht mir, ich bin wirklich nicht geneigt den ganzen spam hier zu lesen.

An sich hat der Wankelmotor keinen Hubraum, das ist richtig, es wird hier von Kammervolumen gesprochen. Die anderen Motoren, (Otto und Diesel) werden übrigens Hubkolbenmotoren genannt.

Der Wankelmotor wurde schon in mehreren Fahrzeugen verbaut (es wurden sogar mal sehr erfolglose Versuche als Flugzeugmotor unternommen), die bekanntesten darunter sind wohl der Ro80, der Mazda RX7 und der nachfolger Rx8, ausserdem hat Mazda eine Zeit lang den Mazda 787b bei 24h rennen in Le Mans und am Nürburgring mit Wankelmotor eingesetzt, allerdings konnten diese nie auf einen der vorderen Plätze fahren da sie meist von defekten geplakt wurden.

Vor- und Nachteile haben beide Motoren, ist ja irgendwie auch klar ;-)
Der Wankelmotor hat erst mal den großen Vorteil das er eben einen drehenden Kolben hat, sprich die Energetische Bewegung muß nicht übersetzt werden, wodurch bei weit weniger Einsatz von "Hubraum" (ich nenne es absichtlich nun eigentlich falsch um den Vergleich besser darzustellen) und Kraftstoff und weit platzsparenderer Bauweise die selbe Leistung wie bei einem Hubkolbenmotor mit eben mehr Platz, Kraftstoff etc. erreicht werden kann. Sprich der Wankelmotor hat schlicht und einfach einen weit höheren Wirkungsgrad.

Der große Nachteil liegt aber im Verschleiss, obwohl es den Wankelmotor bereits seit Jahrzehnten gibt, hat es immer noch kein Hersteller geschafft eine Wirkungsvolle Abdichtung des Kolbens gegenüber dem Brennraum zu entwickeln so das diese relativ schnell undicht werden und der Motor stark an Leistung verliert, was letzendlich in der Regel zu einem Motorschaden führt.


Um dem hier vieldiskutierten Mysterium Drehzahl noch was beizusteuern, rein theoretisch kann der Wankelmotor weit höher drehen, er wird allerdings auf dem Niveau eines normalen Hubkolbenmotors gebracht da bei den höheren Drehzahlen der Verschleiss logischerweise noch höher und die Standzeit entsprechend kürzer wäre.



Hm. Eigentlich wollte ich ja auch nicht den ganzen Spam hier lesen, aber bei dem hanebüchenen Unsinn, der im obigen Beitrag verzapft wurde, fühle ich mich sogar genötigt, dazu einen Kommentar abzugeben.

Zu den "sehr erfolglosen Versuchen als Flugzeugmotor" verweise ich mal (nur so als Beispiel) auf die seit 1993 gebaute DA20/DV20 Katana.
Diamond DA20

Besonders lustig fand ich auch "...den Mazda 787b bei 24h rennen in Le Mans und am Nürburgring mit Wankelmotor eingesetzt, allerdings konnten diese nie auf einen der vorderen Plätze fahren..." .
1991 hat Mazda mit diesem Wagen die 24h von Le Mans gewonnen. Die beiden anderen gestarteten Wankel-Mazdas belegten die Plätze 6 und 8.
Le Mans 1991
Der Motor wurde nach dem Rennen im Beisein der anwesenden Journalisten zerlegt und der absolut tadellose Zustand rief allgemeines Erstaunen hervor.
Ab dem Jahr 1992 wurden Wankelmotoren von der FIA nicht mehr für das Rennen zugelassen...

Übrigens hat mein RX 8 seit 2004 schlappe 130.000 km absolviert und läuft und läuft und läuft ...
Ach ja: ... und säuft (je nach Fahrweise zwischen 10,5 und 17 l).
"... der Wankelmotor hat schlicht und einfach einen weit höheren Wirkungsgrad ..." kann ich am Kraftstoffverbrauch leider nicht ablesen.


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