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Gibt es einen Gott?

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Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 01:13 Uhr

Zitat von MaggeX:

Zitat von Iluron:

Zitat von nadl28:

ich finde nicht das sein charakter fies ist, er ist eifersüchtig, bist Du denn nicht eifersüchtig wenn deine freundin anderen kerls hinterher gafft? ich finde das ist ein liebesbeweis.


Nein bin ich nicht. Wieso sollte ich? Hätte ich Angst, dass mehr dahinter wäre, dann würde ich mir eine andere Freundin suchen. Eifersucht ist eine Eigenschaft, die ich für durch und durch schlecht halte.


Eifersucht ist meiner Meinung nach eine Mischung aus Angst und Missgunst

Aber aus der angst heraus zu verlieren klammerst du dich stärker daran und liebst noch intensiver
Also durchaus ein (verquerer) Liebesbeweis


Ich denke sobald man eifersüchtig ist, geht es nicht mehr um den Partner, sondern nur noch um sich selbst. Die Angst etwas zu verlieren, was einem gehört, ist stärker als das Vertrauen, das man einem anderen entgegenbringt. Ich denke je stärker eine Liebe ist, desto leichter fällt es einem, die persönlichen Gefühle dem Glück des Partners hintenanzustellen. In etwa wie bei der Metapher mit dem Vogel.

Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.

MaggeX - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 05.2005
306 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 01:21 Uhr

Nein, es geht um die immense Angst seinen Partner zu verlieren
Zwar durchaus Selbstsüchtig, aber nur in dem Punkt dass man den anderen nicht missen möchte
Man überträgt seine eigenen Selbstzweifel gleich auf das Vertrauen zum Partner und sägt damit alles an...

Eifersucht ist nur ein Kampf, um die Liebe nicht zu verlieren
Und um die Liebe zu kämpfen setzt Liebe vorraus
Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 01:39 Uhr

Zitat von MaggeX:

Nein, es geht um die immense Angst seinen Partner zu verlieren
Zwar durchaus Selbstsüchtig, aber nur in dem Punkt dass man den anderen nicht missen möchte
Man überträgt seine eigenen Selbstzweifel gleich auf das Vertrauen zum Partner und sägt damit alles an...

Eifersucht ist nur ein Kampf, um die Liebe nicht zu verlieren
Und um die Liebe zu kämpfen setzt Liebe vorraus


Es kommt aber darauf an, auf wen diese Liebe bezogen ist.
Auf sich selbst, oder auf den Partner.
Wäre die Liebe auf den Partner gerichtet, dann würde man ihm keine so schädliche und destruktive Emotion wie Eifersucht entgegenbringen, sondern entweder, erst das klärende Gespräch suchen, um aufkeimende Gefühle des Zweifels zu ersticken, oder aber, den Partner freigeben, wenn man das Gefühl hat, den Partner nicht mehr das geben zu können, was er braucht.

Ist die Liebe auf sich selbst gerichtet, dann ist es logisch eifersüchtig zu sein, weil es in den eigenen Augen undenkbar ist, dass etwas oder jemand anders, besser ist, als man selbst. Von daher wäre es unlogisch, wenn der Partner Aufmerksamkeit bei etwas anderem als man selbst suchst, was zur Folge hat, dass man paranoide Phantasien entwickelt, die erklären sollen, was dazu führen kann, was am anderen besser ist, als an einem selbst.
Der Umstand, dass hier noch gar nicht bewiesen worden ist, dass der Partner überhaupt nach "etwas besserem" sucht, wird hier konsequent ausgeblendet.

Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.

MaggeX - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 05.2005
306 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 01:57 Uhr

Bei deiner Argumentation könnte man aber an der Allmächtigkeit Gottes einhaken:

Wenn Gott als allmächtiges und allwissendes Wesen den Menschen schuf, so kennt er seine Fehler
Es bleibt nur die Möglichkeit dass Gott den Mensch liebt, aus blanker Selbstliebe heraus hätte er keine Schöpfung hervorgebracht
und die instanz der eifersucht wird hinfällig, wenn man Gott die oberste Instanz als ultimativen Imperativ einräumt

btw: ich denke wir entfernen uns grad von "Gibt es einen gott" zu "liebt gott die menschen"
back2topic wäre angesagt
Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 02:07 Uhr

Zitat von MaggeX:

Bei deiner Argumentation könnte man aber an der Allmächtigkeit Gottes einhaken:

Wenn Gott als allmächtiges und allwissendes Wesen den Menschen schuf, so kennt er seine Fehler
Es bleibt nur die Möglichkeit dass Gott den Mensch liebt, aus blanker Selbstliebe heraus hätte er keine Schöpfung hervorgebracht
und die instanz der eifersucht wird hinfällig, wenn man Gott die oberste Instanz als ultimativen Imperativ einräumt

btw: ich denke wir entfernen uns grad von "Gibt es einen gott" zu "liebt gott die menschen"
back2topic wäre angesagt


Ich denke nicht,dass wir uns vom Thema entfernen. Bzw. tue ich das ja, um einen Widerspruch in Nadls Gott zu aufzuzeigen. Und selbst ein Gott muss einräumen, dass er nicht existiert, wenn er einen logischen Fehler enthält, den nichtmal die Allmacht ausräumen kann.

Also irgendwie habe ich Probleme damit deinen Post richtig zu verstehen, da ich an den seltenen Satzzeichen scheitere. Daraus resultieren gewissen Ungereimtheiten was den Inhalt angeht. Kannst du das nochmal deutlich formulieren, damit ich auch wirklich richtig darauf reagieren kann.

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Barbarossa80 - 45
Profi (offline)

Dabei seit 03.2009
953 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 08:12 Uhr

Zitat von Iluron:

Zitat von MaggeX:

Zitat von Iluron:


Nein bin ich nicht. Wieso sollte ich? Hätte ich Angst, dass mehr dahinter wäre, dann würde ich mir eine andere Freundin suchen. Eifersucht ist eine Eigenschaft, die ich für durch und durch schlecht halte.


Eifersucht ist meiner Meinung nach eine Mischung aus Angst und Missgunst

Aber aus der angst heraus zu verlieren klammerst du dich stärker daran und liebst noch intensiver
Also durchaus ein (verquerer) Liebesbeweis


Ich denke sobald man eifersüchtig ist, geht es nicht mehr um den Partner, sondern nur noch um sich selbst. Die Angst etwas zu verlieren, was einem gehört, ist stärker als das Vertrauen, das man einem anderen entgegenbringt. Ich denke je stärker eine Liebe ist, desto leichter fällt es einem, die persönlichen Gefühle dem Glück des Partners hintenanzustellen. In etwa wie bei der Metapher mit dem Vogel.


Irgendwie kann ich die Eifersucht nachvollziehen, schließlich haben (fast) alle Wesen, die Gott mit einem freien Willen ausgestattet hat, ihm einen Korb erteilt. Die Frage ist aber, warum Gott den freien Willen überhaupt ermöglicht hat. War ihm in seiner grenzenlosen Allmacht und Einzigartigkeit einfach langweilig, sodass er selbständig und unvorhersehbar denkende Wesen erschuf? Es muss schon doppelt schmerzen, von den vergleichbar geringen Geschöpfen nicht anerkannt zu werden. Vielleicht hätte Gott aber wirklich ein gleichwertiges Wesen als Partner schaffen sollen, sprich einen anderen Gott, denn schon Adam beklagte sich über Langeweile und bekam Eva als Ausweg aus der Misere. Warum schafft sich Gott keine "Frau"?
Staudi1982 - 43
Profi (offline)

Dabei seit 12.2006
638 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 09:14 Uhr

Genau aus diesem Grund hat Gott ja uns Menschen geschaffen, um Gemeinschaft zu haben und nicht mehr "allein" zu sein.

www.jugend.mzi-neu-ulm.de

Barbarossa80 - 45
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Dabei seit 03.2009
953 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 09:23 Uhr
Zuletzt editiert am: 08.06.2009 um 09:25 Uhr

Zitat von Staudi1982:

Genau aus diesem Grund hat Gott ja uns Menschen geschaffen, um Gemeinschaft zu haben und nicht mehr "allein" zu sein.


Aber warum nicht Seinesgleichen? Das ist als würde der Mensch Ameisen als Partner wählen und sich darüber ärgern, dass sie ihn anpinkeln statt Liebe zurück zu geben, wenn man ihnen die Hand liebevoll in den Bau hält. Die Sünde ist nunmal Bestandteil der menschlichen Natur, wie eine pinkelnde Ameise.
Staudi1982 - 43
Profi (offline)

Dabei seit 12.2006
638 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 09:43 Uhr

Is ne gute Frage, aber es wäre wohl grotesk eine Kopie zu schaffen, dann wäre es ja Götter und keiner wäre mehr allmächtig, weil sie beide genau dieselbe Macht haben.

www.jugend.mzi-neu-ulm.de

Barbarossa80 - 45
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Dabei seit 03.2009
953 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 10:16 Uhr

Zitat von Staudi1982:

Is ne gute Frage, aber es wäre wohl grotesk eine Kopie zu schaffen, dann wäre es ja Götter und keiner wäre mehr allmächtig, weil sie beide genau dieselbe Macht haben.


Ein allmächtiges Wesen verliert nicht automatisch die Allmacht, wenn ein zweites, gleichmächtiges existiert. Es kann aber sehr wohl zu Meinungsverschiedenheiten, Rückgängigmachung von Eingriffen in die Schöpfung, Abänderung vom großen Plan und evtl. sogar zum "Krieg der Götter" kommen.
Jetzt wissen wir folgendes: Gott ist allmächtig, allwissend und der Weisheit letzter Schluss (laut Definition). Wenn Gott aber kein zweites, gleichmächtiges Wesen erschafft, dann muss er fürchten, dass es sich anders entscheiden könnte als er selbst. Da aber beide allwissend und unfehlbar sind, kann es demzufolge nicht nur eine Wahrheit geben, sondern mehrere, bzw. es gibt keine.
Markthwain - 28
Anfänger (offline)

Dabei seit 06.2009
1 Beitrag
Geschrieben am: 08.06.2009 um 10:21 Uhr

Lest mal Psalm 83:18
Staudi1982 - 43
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638 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 10:51 Uhr

Zitat von Markthwain:

Lest mal Psalm 83:18

:daumenhoch:

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MaggeX - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 05.2005
306 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 12:17 Uhr

Sry für den unverständlichen Post gestern
Wenig Schlaf usw ^^

Worauf ich hinauswollte:

Wenn wir Gott einfach mal voraussetzen und dass er die Menschen geschaffen hat, dann ergibt sich meiner Meinung nach folgender Zusammenhang:

Gott als allmächtiges, allwissendes Wesen gibt den Menschen den freien Willen, damit sie sich AKTIV für ihn entscheiden können.
Aufgezwungene Liebe ist nicht viel mehr als Sklaventum.
Wer will schon Liebe, von der man genau weiss, dass sie dem anderen nur aufgezwungen wird?

Die Eifersucht ist meiner Ansicht nach nur die Schattenseite:
Dadurch dass ich mich aktiv für Gott entscheiden kann, kann ich mich auch von ihm abwenden.

Die Bibelstellen mit der Rache/Eifersucht sind hier (denke ich, steinigt mich nicht ^^) in dem kulturhistorischen Hintergrund zu sehen: Die frühen Völker Israels wurden von allen Seiten verfolgt und mit sämtlichen anderen Religionen "überflutet".
Damals galt die These: Das stärkere Land hat die stärkere Religion, viele Israeliten konvertierten als Folge daraus.
Die Bibelstellen mit Gott als Richterund Verfolger sind nur der Versuch der Gelehrten, die Gläubigen bei der Stange zu halten.

Und zum freien Willen und Gottes Liebe für die Menschen:
Hätte Gott nicht eingeplant, dass Menschen sich von ihm abwenden, dann hätte er sie anders erschaffen...
sonst hätte er sie eben NICHT geschaffen und wäre damit nicht der ursprung der Schöpfung; oder aber er hat es nicht geahnt und wäre damit nicht allwissend, also nicht Gott.

Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 08.06.2009 um 12:43 Uhr

Zitat von Staudi1982:

Zitat von Markthwain:

Lest mal Psalm 83:18

:daumenhoch:


Dadurch haben wir nur wieder festgestellt, dass er keine Kitik verträgt, nicht weiter. Nicht sehr erwachsen.

Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.

nadl28 - 45
Profi (offline)

Dabei seit 10.2008
642 Beiträge
Geschrieben am: 08.06.2009 um 13:50 Uhr

Er muß keine Kritik vertragen, er ist der schöpfer allen lebens und bleibt der größte für immer und ewig. niemand kann was dagegen tun, und wenn man es noch so sehr wollte. Gott ist und bleibt die Nummer 1.
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