Du bist nicht eingeloggt.

Login

Pass

Registrieren

Community
Szene & News
Locations
Impressum

Ein unglaubliches Finale

Göttingen erhält Sekunden vor dem Ende ach Freiwürfe zugesprochen und schlägt ratiopharm Ulm mit 80:69 (42:32).

(Kashyyk) - So etwas hatte Ulms Manager Dr. Thomas Stoll noch nie gesehen. "Fassungslos" verfolgte Stoll das dramatische Finale in Göttingen, das drei Sekunden vor dem Ende beim Stand von 69:69 durch einen Pfiff der Unparteiischen entschieden wurde. Göttingens Center Gregory Boone war auf dem Weg zum Korb von Coleman Collins gefoult worden. Darüber bestand kein Zweifel. Der anschließend erzielte Korb sollte allerdings nicht zählen. Das hatten die Referees direkt entschieden. Mit noch drei Sekunden auf der Spieluhr deutete alles auf eine Verlängerung hin. Doch dann korrigierten die Schiedsrichter ihre Entscheidung: Der Korb zählt nun doch und eine Bonusfreiwurf gab es noch dazu. Beim Stand von 69:72 war der 11. Göttinger Heimsieg besiegelt - vorbei war das Spiel allerdings noch lange nicht.

Was nun folgte, möchte Stoll "besser nicht kommentieren". Zunächst kassierte Per Günther ein Technisches Foul, anschließend Coach Mike Taylor. Aufgebracht durch zahlreiche strittige Pfiffe (so wurde z.B. 20 Sekunden vor dem Ende ein Göttinger Angriff nicht abgebrochen, obwohl ein Spieler entgegen der Regeln für mehrere Sekunden am Ring baumelte) geriet Taylor durch das "T" erst richtig in Fahrt. Die Konsequenz war ein disqualifizierendes Foul und acht Göttinger Freiwürfe in Folge (die Chris Oliver ohne Fehlwurf verwandelte). So wurde ratiopharm Ulm innerhalb von nur drei Sekunden um den Lohn einer spektakulären Aufholjagd gebracht "die sich echt sehen lassen konnte", so Stoll.

Denn das Team von Mike Taylor hatte in der 32. Minute mit einer fulminanten Energieleistung den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Nach einem 9:0-Lauf hatte Rocky Trice seine Farben auf 59:62 herangebracht. Göttingen wirkte im Angesicht der ersten Heimspielniederlage geschockt. Innerhalb von 30 Sekunden beantragte Coach John Patrick zwei Auszeiten. Schließlich hatte sein Team das Spiel seit der 2. Minuten fest im Griff gehabt. Seit dem 2:5 hatten die Veilchen immer geführt und sich mit einer 12:0-Serie in der 14. Minute auf 30:42 abgesetzt. Diesem Rückstand waren die Ulmer dann immer hinterhergelaufen. Bis zu Beginn des vierten Viertels. Mit seinem fünften Dreier (5/7) besorgte Captain Lee das 62:67. Drei verwandelte Freiwürfe von Humphrey später stand es dann 65:67. Es waren noch 2:19 Minuten zu spielen. Ein Sprungwurf von Rocky Trice brachte die ausverkaufte Lokhalle dann endgültig zum Schweigen: 67:67 zeigte die Anzeigetafel an und noch 1:47 Minuten. Ein vermeintliches Offensivfoul von Austen Rowland und das nicht geahndete An-den-Ring-hängen der Göttinger folgten. Bis zu diesem Zeitpunkt sah alles nach einer rein sportlichen Entscheidung aus. Dann leitete Rocky Trice acht Sekunden vor dem Ende mit seinem Korbleger zum 69:69 die wohl "unglaublichste" (Stoll) Schussphase dieser Saison ein.

Besonders bitter ist die Niederlage, da die Ulmer ohne den verletzten Robin Benzing einer Sensation so nahe waren, wie bisher noch kein anderes Team der Bundesliga. Schließlich ist es noch keiner Mannschaft der Liga gelungen, die Lokhalle als Sieger zu verlassen. ratiopharm Ulm hatte bis drei Sekunden vor dem Ende eine realistische Chance dazu. Dem Göttinger Druck hatten die Ulmer standgehalten (nur 13 Ballverluste), hatten Dank der überragenden Trice (18 Punkte) und Humphrey (20) ein schon verloren geglaubtes Spiel gedreht. Die letzten Sekunden hätten zum Thriller werden können. Stattdessen endeten sie mit einem Pfiff, einer korrigierten Entscheidung und acht Freiwürfen.

Für Ulm spielten: Günther (7), Trice (18), Collins (6), Bryant (2), Humphrey (20), Burns (8), Rowland (6), Martin (2).

Pressemitteilung ratiopharm Ulm

<<< zurück

(c) 1999 - 2019 team-ulm.de - all rights reserved - hosted by ibTEC Team-Ulm

- Presse - Blog - Historie - Partner - Nutzungsbedingungen - Datenschutzerklärung - Jugendschutz -