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Bundesweiter Bildungsstreik 2009 auch in Ulm!

no-pasaran
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2009
122 Beiträge
Geschrieben am: 08.11.2009 um 22:57 Uhr
Zuletzt editiert am: 08.11.2009 um 22:58 Uhr

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Am 17. November 2009 wird in Deutschland erneut der bundesweite Bildungsstreik stattfinden. Auch in Ulm wird es eine Großdemonstration geben.



PAUKST DU NOCH – ODER STREIKST DU SCHON ?!

(Seit der globalen Wirtschaftskrise, rennen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Politiker und Unternehmer wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend und suchen verzweifelt nach einer Lösung.) Der Wirtschaftskrise zuvor war bzw. ist das Bildungssystem ein langjähriges Krisengebiet, dass aber niemandem wirklich auffallen wollte. Immer hieß es bis jetzt vom Staat aus, sie hätten nicht genügend Geld, wenn es um Investitionen in die Bildung ging, doch jetzt auf einmal werden fette Milliardenpakete für die Banken geschnürt.
Hinzu kommen: Die scharfe Selektion schon nach der vierten Klasse, die Kopfnoten, die Lernmittelknappheit, der Unterrichtsausfall und die gestressten Lehrer/innen. Vor allem betrifft die Bildungskrise die sozial Schwächeren, die sich mangels Geld nicht auf die Privatschulen und Elite-Unis abseilen können. Die Gewinner: die Geldeliten und Konzerne; während sich die einen ihre Privilegien im Bildungssystem absichern, bekommen die anderen Azubis und Arbeitskräfte für lau und können außerdem über Public-Private-Partnerships und über ihre Think-Tanks, die Bildungsinhalte nach ihren Profitinteressen zurecht biegen lassen.
Bildung bestimmt nicht nur die Entwicklungs – und Handlungschancen jedes und jeder Einzelnen im Beruf, Privatleben und als Bürger, sonder auch die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Mit Abwarten und Hoffen, dass sich dieses Problem von selbst löst, kommen wir nicht weiter.
Daher ist es wichtiger, gemeinsam etwas zu tun, als nur gleiche Ansichten zu haben !
Doch dazu brauchen wir die Unterstützung aller SchülerInnen, Studis, Auszubildender und auch aller anderen Interessenten.

Was fordern...

...Schüler

- Aufstockung der staatlichen Bildungsmittel
- Kleinere Klassen mit maximal 25 Schülern
- Kostenfreie Lehrmittel ( Kopiergeld, Büchergeld, Anschafung von Taschenrechnern )
- Entlastung der Lehrer
- Abschaffung der Kopfnoten
- Entlastung der Schüler im G8 / Abschaffung des G8-Systems
- Ausbau von alternativen Bewertungsmethoden ( Projektarbeit, Vortrag, etc )
- Längeres gemeinsames Lernen ( Selektion nicht bereits nach der vierten Klasse )



...Studenten

- Abschaffung der Studiengebühren
- Möglichkeit des Master-Studiums für alle Bachelor-Studenten
- Entzerrung des Studiums
- Keine Verschuldung für das Studium

Termine

Am 16.11.: Infostand & Transpiaktion
Ort: Hirschstraße ( beim Deichmann )
Uhrzeit: ab 14 Uhr - 17 Uhr

Am 17.11.: Großdemo;
Beginn: 10 Uhr
Ort: Hauptbahnhof Ulm

Am 18.11.: Konzertveranstaltung
Ort: Jugendhaus Büchsenstadel
Platzgasse 18.89073 Ulm:
Uhrzeit: ab 16-22 Uhr ( freier Einlass )
Programm:
Mr.B & Fuilto82,
DJ Danzo Reggea Music,
Killing Opera,
Brain Storm

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]
Shark1 - 37
Experte (offline)

Dabei seit 02.2005
1931 Beiträge

Geschrieben am: 08.11.2009 um 23:03 Uhr

In Tübingen haben wir die Uni bereits besetzt ;-)

Ich bin der letzte Überbringer von Kritik an Axel Springer!

-Camaro-
Profi (offline)

Dabei seit 06.2009
725 Beiträge

Geschrieben am: 08.11.2009 um 23:06 Uhr

ich würd mich gerne dazu äußern, aber ich will und darf auch wahrscheinlich nicht einige institute in den dreck ziehen, obwohl sie es verdient hätten...

Ich glaube eher an die unschuld einer hure, als an die gerechtigkeit der deutschen justiz

no-pasaran
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2009
122 Beiträge
Geschrieben am: 08.11.2009 um 23:07 Uhr
Zuletzt editiert am: 08.11.2009 um 23:08 Uhr

@ shark: Respekt dazu :-)

Ich war beim letzten Streik in Stuttgart, obwohl im Sommer hier in Ulm auch schon einer geplant war, der aber um einen Monat verschoben werden musste.
WeednWarez - 44
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2009
264 Beiträge

Geschrieben am: 08.11.2009 um 23:40 Uhr

Nicht das ich es schlechtreden will oder so, aber das wird doch eh mal wieder nichts bringen, die warten einfach bis die demonstranten mude werden und nach hause gehen.
aAa_kyo - 38
Profi (offline)

Dabei seit 05.2006
651 Beiträge
Geschrieben am: 09.11.2009 um 00:38 Uhr

Ich muss sagen die Forderungen fuer Schueler finde ich um einiges angemessener als die fuer die Studenten,
[kleine Anmerkung dazu: es gibt bereits Schulen in Ulm die diese Kriterien weitgehend erfuellen (die zwei Waldorfschulen). Das sind zwar formal Privatschulen, allerdings mit einem flexiblen Beitragssystem dass sich am Einkommen der Eltern orientiert. Auch nicht optimal aber immerhin schonmal etwas].
Zu den Forderungen an den Hochschulen: Ich kann einfach nicht verstehen wie dumm Leute sein koennen immer und immer wieder diese Forderungen zu stellen: Keine Gebuehren, keine zeitlichen Restriktionen und der Unterhalt wird bitte auch bezahlt. Wir rechnen zusammen und denken eine Sekunde nach: Hey! Ich bekomme mein Studium UND meinen Lebensunterhalt bezahlt solange ICH das fuer richtig halte! Wie lange wuerdet ihr studieren?
Ich solidarisiere mich mit der Forderung nach besserer finanzieller Ausstattung der Universitaeten, aber distanziere mich ausdruecklich von diesem sozialistisch angehauchten Bloedsinn dass die Gesellschaft jemandem der die Moeglichkeit zum Studieren bekommt dafuer auch noch Geld schenken soll solange der Beguenstigte das fuer richtig haelt.
Sorry aber: zu kurz gedacht.

Widerspruch zwecklos, Inhaber des Profils ist Anunnaki.

Darkr1d3r - 35
Profi (offline)

Dabei seit 05.2005
453 Beiträge

Geschrieben am: 09.11.2009 um 07:50 Uhr

Zitat von aAa_kyo:

Ich muss sagen die Forderungen fuer Schueler finde ich um einiges angemessener als die fuer die Studenten,
[kleine Anmerkung dazu: es gibt bereits Schulen in Ulm die diese Kriterien weitgehend erfuellen (die zwei Waldorfschulen). Das sind zwar formal Privatschulen, allerdings mit einem flexiblen Beitragssystem dass sich am Einkommen der Eltern orientiert. Auch nicht optimal aber immerhin schonmal etwas].
Zu den Forderungen an den Hochschulen: Ich kann einfach nicht verstehen wie dumm Leute sein koennen immer und immer wieder diese Forderungen zu stellen: Keine Gebuehren, keine zeitlichen Restriktionen und der Unterhalt wird bitte auch bezahlt. Wir rechnen zusammen und denken eine Sekunde nach: Hey! Ich bekomme mein Studium UND meinen Lebensunterhalt bezahlt solange ICH das fuer richtig halte! Wie lange wuerdet ihr studieren?
Ich solidarisiere mich mit der Forderung nach besserer finanzieller Ausstattung der Universitaeten, aber distanziere mich ausdruecklich von diesem sozialistisch angehauchten Bloedsinn dass die Gesellschaft jemandem der die Moeglichkeit zum Studieren bekommt dafuer auch noch Geld schenken soll solange der Beguenstigte das fuer richtig haelt.
Sorry aber: zu kurz gedacht.


das was an den schulen verbessert werden müsste, wär den ausfall vieler unterrichtsstunden zu reduzieren. klar jeder schüler freut sich wenn etwas ausfällt, aber da die G8-ler eh schon so wenig zeit haben und die meisten ( teilweise wirklich wichtigen ) Sachen ( siehe Mathe. meine mathelehrerin hat uns damals im lk erzählt was für themengebiete eigentlich alles im G8 wegfallen) deshalb gestrichen wurden, darf nicht auch noch so viel unterricht ausfallen. Ok Deutschland hat eine ziemlich lange Ausbildungszeit aber kann das meines Erachtens immernoch mit der Qualität kompensieren. Nicht umsonst sind z.B. deutsche Ingenieure so gefragt.
Das mit dem Studium muss ich meinem Vorposter vollkommen recht geben. Man kann nicht permanent auf die Kosten anderer Leben und Lernen. Klar vielleicht hat man nicht den richtigen Studiengang getroffen oder will noch eine weitere Qualifikation erwerben, aber über 10 Semester für lau studieren ist finanziell nicht möglich. Und das Bafög hilft trotzdem denen, bei den die Eltern eben nicht soviel verdienen. Mein Bruder hat damals auch kein Bafög bekommen obwohl mein Vater in der Zeit arbeitslos war; dennoch wurde ihm das Studium trotzdem ermöglicht. Da müssen die Eltern und Kinder halt etwas zurücktreten mit ihren Ansprüchen.
Jedoch die Einführung von Bolognia Prozess und G8 ist in meinen Augen ziemlich beschissen gewählt. Obwohl die letzten G9-ler schon im Januar und die ersten G8-ler erst im Mai entlassen werden, können beide erst im Wintersemester anfangen zu studieren. Hinzukommen noch diejenigen, die beim Bund oder im Zivi waren. In der Zeit werden wohl viele keinen Studienplatz bekommen.
-Flo - 47
Halbprofi (offline)

Dabei seit 07.2007
228 Beiträge
Geschrieben am: 09.11.2009 um 08:00 Uhr

Zitat von aAa_kyo:

Zu den Forderungen an den Hochschulen: Ich kann einfach nicht verstehen wie dumm Leute sein koennen immer und immer wieder diese Forderungen zu stellen: Keine Gebuehren, keine zeitlichen Restriktionen und der Unterhalt wird bitte auch bezahlt. Wir rechnen zusammen und denken eine Sekunde nach: Hey! Ich bekomme mein Studium UND meinen Lebensunterhalt bezahlt solange ICH das fuer richtig halte! Wie lange wuerdet ihr studieren?
Ich solidarisiere mich mit der Forderung nach besserer finanzieller Ausstattung der Universitaeten, aber distanziere mich ausdruecklich von diesem sozialistisch angehauchten Bloedsinn dass die Gesellschaft jemandem der die Moeglichkeit zum Studieren bekommt dafuer auch noch Geld schenken soll solange der Beguenstigte das fuer richtig haelt.
Sorry aber: zu kurz gedacht.

Gute Argumentation, aber was ist mit Azubis? Denen wird auch Geld "geschenkt". Klar kommt immer der Vorwurf, dass die "ja auch schon was arbeiten", aber das ist doch viel zu kurz gedacht. Gerade in der heutigen Wissensgesellschaft muss man das Lernen eines Studenten genauso als Arbeit ansehen. Insbesondere kann hier auch nicht mit dem anzunehmenden späteren höheren Verdienst gegenargumentiert werden, da für dessen "Abschöpfung" bereits das Steuersystem sorgt.
Ich sag mal, mit Studenten ist es dasselbe wie mit den Autofahrern: Mann nimmt sie aus bis zum Gehtnichtmehr.
Um auf deine Argumentation zurückzukommen: "Gleich drei Dinge auf einmal - das geht nun wirklich nicht" - Da stimm ich noch zu. Allerdings haben die Einzelforderungen jeweils durchaus ihre Berechtigung!
aAa_kyo - 38
Profi (offline)

Dabei seit 05.2006
651 Beiträge
Geschrieben am: 09.11.2009 um 13:35 Uhr

Zitat von -Flo:

Zitat von aAa_kyo:

Zu den Forderungen an den Hochschulen: Ich kann einfach nicht verstehen wie dumm Leute sein koennen immer und immer wieder diese Forderungen zu stellen: Keine Gebuehren, keine zeitlichen Restriktionen und der Unterhalt wird bitte auch bezahlt. Wir rechnen zusammen und denken eine Sekunde nach: Hey! Ich bekomme mein Studium UND meinen Lebensunterhalt bezahlt solange ICH das fuer richtig halte! Wie lange wuerdet ihr studieren?
Ich solidarisiere mich mit der Forderung nach besserer finanzieller Ausstattung der Universitaeten, aber distanziere mich ausdruecklich von diesem sozialistisch angehauchten Bloedsinn dass die Gesellschaft jemandem der die Moeglichkeit zum Studieren bekommt dafuer auch noch Geld schenken soll solange der Beguenstigte das fuer richtig haelt.
Sorry aber: zu kurz gedacht.

Gute Argumentation, aber was ist mit Azubis? Denen wird auch Geld "geschenkt". Klar kommt immer der Vorwurf, dass die "ja auch schon was arbeiten", aber das ist doch viel zu kurz gedacht. Gerade in der heutigen Wissensgesellschaft muss man das Lernen eines Studenten genauso als Arbeit ansehen. Insbesondere kann hier auch nicht mit dem anzunehmenden späteren höheren Verdienst gegenargumentiert werden, da für dessen "Abschöpfung" bereits das Steuersystem sorgt.
Ich sag mal, mit Studenten ist es dasselbe wie mit den Autofahrern: Mann nimmt sie aus bis zum Gehtnichtmehr.
Um auf deine Argumentation zurückzukommen: "Gleich drei Dinge auf einmal - das geht nun wirklich nicht" - Da stimm ich noch zu. Allerdings haben die Einzelforderungen jeweils durchaus ihre Berechtigung!


Das Beispiel mit dem Azubi ist in wesentlichen Punkten (auf den mit dem Einkommmen gehe ich spaeter ein) genau das was ich sagen will. Wenn jemand einen Ausbildungsplatz bekommt (um den er sich bemuehen (!) muss) dann entsteht eine Erwartungshaltung seitens des Arbeitgebers. Ich habe noch nie von einem Azubi gehoert der 10 Jahre lang in seinem Betrieb "gelernt" hat um dann irgendwann vielleicht mal fertig zu werden... es wird erwartet dass er in angemessener Zeit fertig wird, sonst ist Essig.
Der Azubi wird bezahlt, im Unterschied zum Studenten. Allerdings traegt der Azubi auch schon in seiner Ausbildungszeit mit seiner Arbeit zum wirtschaftlichen Aufkommen der Firma bei. Ich will an dieser Stelle nicht diskutieren ob die Bezahlung dafuer angemessen ist, denn das ist nicht das Thema. Allerdings wird der Unterschied zum Studenten deutlich. Dessen Lernaufkommen traegt im Augenblick des Geschehens nichts messbares zur Volkswirtschaft bei (auch wenn es sich volkswirtschaftlich rechnet dass er studiert, weil mehr Verdienst, mehr Wissen, bla bla) oder einfach gesagt: niemand hat etwas davon wenn einer 18 Semester studiert, weil es einfach nicht mehr bringt als wenn er 10 Studiert, abgesehen von mehr Kosten fuer die Allgemeinheit.
Die drei Punkte gemeinsam nicht, da hab ich ja schonmal wenigstens ein bisschen erreicht :)
Aber ist doch so: Durch die Einfuehrung der Studiengebuehren haben sich viele Studenten exmatrikuliert, hierueber gab es in Oesterreich bspw. von linker Seite den obligatorischen empoerten Aufschrei. Schaut man sich aber an WER sich denn da exmatrikuliert hat wirds dann interessant... 45- jaehrige mit akademischem Grad? ja klar, Immatrikulation hat ca. 100 Schilling im Semester gekostet, dafuer hat man aber beispielsweise das Semesterticket als Student bekommen.. fuer lau! hat sich schon gelohnt. Der Verdienst der Studiengebuehren in AUT war es, endlich mal die Karteileichen zu beseitigen die sich immer noch auf Kosten anderer (denn andere muessen den Preis mitbezahlen; mittlerweile fahren Studenten in Ibk nicht mehr gratis Bus) Leistungen erschlichen haben weils einfach praktisch war.

Ich finde die jetzige Regelung in AUT eig ganz sinnvoll: Kein Studienverzug, keine Gebuehren. Wer meint dass er laenger brauchen muss (plus zwei Toleranzsemester) kann ja dann auch bezahlen.
Zum Thema Verschuldung: Bafoeg: terms and conditions apply ;) Wer nicht kann muss es auch nicht zurueckbezahlen. Aber warum soll es was fuer Studenten geschenkt geben (vor allem das komplette Leben)??
Es gibt in unserer Gesellschaft leider nichts mehr zu Verschenken. Wenn wir das loesen wollen muessen wir eine Kapitalismusdebatte fuehren, aber dafuer gibts andere treads...

Widerspruch zwecklos, Inhaber des Profils ist Anunnaki.

no-pasaran
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2009
122 Beiträge
Geschrieben am: 09.11.2009 um 23:15 Uhr

In meinen Augen muss man einfach gegen Studiengebühren, überfüllte Hörsäle und zu wenig Zeit fürs Studieren demonstrieren.

Klar gibts Bafög, allerdings reicht das auf gar keinen Fall um den Lebensunterhalt zusammen mit den Studiengebühren zu finanzieren.
Viele Jugendliche können daher ohne sich selbst per Studienkredit zu verschulden nicht mehr studieren, denn arbeiten neben dem Studium ist schier unmöglich, da die Studienzeit so drastisch verkürzt wurde und daher kein normaler Student Zeit findet auf die vielen Klausuren zu büffeln.
DjKoma - 40
Experte (offline)

Dabei seit 01.2006
1906 Beiträge

Geschrieben am: 09.11.2009 um 23:20 Uhr

Zitat von no-pasaran:

In meinen Augen muss man einfach gegen Studiengebühren, überfüllte Hörsäle und zu wenig Zeit fürs Studieren demonstrieren.

Klar gibts Bafög, allerdings reicht das auf gar keinen Fall um den Lebensunterhalt zusammen mit den Studiengebühren zu finanzieren.
Viele Jugendliche können daher ohne sich selbst per Studienkredit zu verschulden nicht mehr studieren, denn arbeiten neben dem Studium ist schier unmöglich, da die Studienzeit so drastisch verkürzt wurde und daher kein normaler Student Zeit findet auf die vielen Klausuren zu büffeln.

Respekt, mit 15 ohne die Erfahrung vermutlich durch pure Überlegung genau den Punkt getroffen.

Why is 6 afraid of 7? Because 7 8 9!

no-pasaran
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2009
122 Beiträge
Geschrieben am: 10.11.2009 um 16:44 Uhr

oder einfach nur ein dummes kind manipuliert wurde und verfassungsfeindlichen ideologien nachgeht.

ach was, deine aussage gefällt mir wesentlich mehr :-)
Harrynator - 38
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2005
117 Beiträge

Geschrieben am: 16.11.2009 um 22:22 Uhr

Lustig :-D

Vor Einführung des Bachelor und Master Systems war es gang und gäbe, dass man als Student nebenher gejobt hat um sein Studium finanzieren zu können.

Insbesondere für Studenten aus sozial schwächeren Schichten war dies notwendig, da das Bafög allein bei weitem nicht ausreicht um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Studiengebühren stellen nun eine zusätzliche Belastung von ~100Euro pro Monat da, die eben genau für diese sozial schäwcher gestellten durchaus einen großen Batzen darstellen.


Zusätzlich ist nun das Bachelor/Master-System sehr stark verschult, das heißt es ist zum einen kaum möglich sich zu spezialisieren weil einfach alles vordefiniert ist. Zum anderen gibt es auf Grund der Studienzeitbeschränkung nun nicht mehr die Möglichkeit einfach 2 Semester länger zu studieren, um somit den Stundenplan zu entzerren und nebenbei zu jobben.

Einfach gesagt: Wer 8 Stunden pro Tag in der Uni sein MUSS und dann noch Übungsblätter und sonstiges zu bearbeiten hat, KANN NICHT nebenbei auch noch Geld für seinen Lebensunterhalt verdienen! Im Zusammenspiel mit den Studiengebühren wird man somit in die Verschuldung getrieben sofern man nicht sein Erspartes (sofern vorhanden...) aufbrauchen möchte.

Zusätzlich kommt noch dazu, dass das Studium ja auch die möglichkeit bieten sollte fachfremde Veranstaltungen gemäß den eigenen Neigungen zu besuchen um sich bilden und weiterzuentwickeln.
Das ist auf Grund des gestrafften Stundenplans im Bachelor/Master zeitlich einfach gar nicht möglich!


--
Nichtsdestotrotz herrscht dafür immernoch unverständnis in der Bevölkerung.
Sprüche wie, "dann geht halt arbeiten wenn ihr kein Geld habt" oder ähnliches stehen doch auf der Tagesordnung....

Vielen ist einfach nicht klar, dass viele Studenten (im Mittel) nicht nur 6-8 Stunden täglich in der Uni sitzen, sondern dann eben auch noch 1-2 Stunden täglich jobben und einige Stunden in die Nacharbeit der Vorlesungen und lösen von Übungsblättern oder schreiben von Hausarbeiten investieren müssen.

Da kann ganz schnell mal eine 50-60 Stundenwoche zusammenkommen. Wochenende gibts für viele Studenten nicht.

Und viele Arbeitnehmer gingen in letzter Zeit schon wegen einer 40 Stundenwoche auf die Straße.
Aber die Studenten hängen ja immer nur faul rum und tun nichts....


Und wir fordern ja gar keine Ausdehnung der STudienfristen ins unendliche... 1-2 Semster mehr wären völlig ausreichend, nur im Moment ist der Zustand einfach untragbar... Das Bachelor/Master-System muss nachgebessert werden (nicht abgeschafft!).

Selbiges gilt übrigens für das G8. Auch hier muss nachgebessert werden und nicht sinnlos dessen Abschaffung gefordert werden.

So far, just my 2 cents
Cihaaad_
Halbprofi (offline)

Dabei seit 01.2009
179 Beiträge
Geschrieben am: 16.11.2009 um 22:25 Uhr

Geschrieben am: 14.11.2009 um 16:02 Uhr
Zuletzt editiert am: 14.11.2009 um 16:03 Uhr
[zitieren] [spam]
Die Schulpflicht besteht trotzdem.
Rein rechtlich isses sogar so, dass !NUR! Gewerkschaften streiken dürfen... Schüler sind in dem Sinn keine Gewerkschaftsmitglieder und haben demnach auch kein Streikrecht...

Soviel zur Rechtslage...

Aber ich denke die Forderungen des Schulstreiks sind nachvollziehbar und wichtig, also ist in meinen Augen auf jeden Fall Grund zur Demonstration und dem "Streik" an sich gegeben.

Den Fehltag sollte man sich über nen anderen Paragraphen "reinwaschen" können

§1 Schulgesetz Baden-Württemberg

Zitat:
"(1) Der Auftrag der Schule bestimmt sich aus der durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
und die Verfassung des Landes Baden-Württemberg gesetzten Ordnung, insbesondere daraus, dass jeder
junge Mensch ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage das Recht auf eine seiner Begabung
entsprechende Erziehung und Ausbildung hat und dass er zur Wahrnehmung von Verantwortung, Rechten
und Pflichten in Staat und Gesellschaft sowie in der ihn umgebenden Gemeinschaft vorbereitet werden muss."


Da ihr an dem Tag im Verlauf des Streiks und der Demonstration euren staatlichen Bildungsauftrag besser wahrnehmen könnt als in der Schule, weil sich Streik und Demo für diese Interessen stark machen, ist ein fehlen in der Schule gerechtfertigt.


Zitat:
Sehr geehrte Frau / geehrter Herr ....................................

Hiermit bitte ich darum, das Fehlen meiner Tochter/ meines Sohnes
......................................................
am 17. November 2009 zu beurlauben.

Sie/Er wird an diesem Tag im Rahmen des bundesweiten Streiks
nicht am Unterricht teilnehmen, sondern auf eine Demonstration für eine
bessere Bildungspolitik gehen.
Diese Entscheidung ist im Sinne des Schulgesetzes. Der Auftrag der Schule
bestimmt sich demnach „insbesondere daraus, dass jeder junge Mensch
ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage das Recht auf eine
seiner Begabung entsprechende Erziehung und Ausbildung
hat“ (Schulgesetz BW §1).
Da die Demonstration sich für eben dieses Recht stark macht, kann mein
Kind den staatlichen Bildungsauftrag dort an diesem Tag besser
wahrnehmen, als in der Schule selbst.

Ich nehme zur Kenntnis, dass es sich bei der Demonstration nicht um eine
Schulveranstaltung handelt und die Lehrer_innen keine Aufsichtspflicht
haben. Der Veranstalter stellt für die Dauer der Versammlung volljährige Ordner.

Ich bitte darum, unter diesen besonderen Umständen von einer Eintragung
unentschuldigter Fehlstunden abzusehen.

_____________________________________________________________
Ort, Datum und Unterschrift der/des Erziehungsberechtigten

ähm... ja :D

DjKoma - 40
Experte (offline)

Dabei seit 01.2006
1906 Beiträge

Geschrieben am: 16.11.2009 um 23:46 Uhr

Zitat von Cihaaad_:

Geschrieben am: 14.11.2009 um 16:02 Uhr
Zuletzt editiert am: 14.11.2009 um 16:03 Uhr
[zitieren] [spam]
Die Schulpflicht besteht trotzdem.
Rein rechtlich isses sogar so, dass !NUR! Gewerkschaften streiken dürfen... Schüler sind in dem Sinn keine Gewerkschaftsmitglieder und haben demnach auch kein Streikrecht...
....

In was für einem Land leben wir, in dem vorgeschrieben ist, wer sich über Misstände beschweren darf und wer nicht.


Why is 6 afraid of 7? Because 7 8 9!

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