Geschrieben am: 28.07.2009 um 08:39 Uhr
Zuletzt editiert am: 28.07.2009 um 08:40 Uhr
|
|
Der Sufismus (arabisch تصوف tasawwuf, DMG taṣauwuf, persisch عرفان, Erfan), veraltet auch Sufitum oder Sufik, gilt allgemein als die islamische Mystik. Die Anhänger des Sufismus sehen ihre Lehre nicht als ein spirituelles Produkt der islamischen Religion, sondern er offenbart lediglich die esoterische Wahrheit des Islam. Ihren Anhängern zufolge zieht sich die Sufi-Lehre durch die gesamte Menschheitsgeschichte, und ist zu jeder Zeit und in jeder Kultur in verschiedenen Aspekten gegenwärtig.
Über die Jahrhunderte hinweg haben traditionelle Sufis in islamischen Ländern ihre Lehre in einen engen Zusammenhang mit der islamischen Tradition gebracht. Der Sufismus ist in ihren Augen somit Teil des Islam und nicht von ihm getrennt zu betrachten. Aus ihrer Sicht ist ein Sufi somit immer ein Muslim. Sufis finden sich jedoch in allen Religionen. Im Vordergrund steht immer die "Liebe" zu Gott. Laut Idries Shah ist Sufismus zwar in allen Religionen präsent, doch bietet das semitische Sprachsystem die geeigneteste Möglichkeit, sufistische Symbole in Schrift umzusetzen. Die grundsätzlichen Gedanken finden jedoch einen gleichen Nenner ("anguruzuminabstafil", was frei bedeutet: "Trauben (pers.) sind Trauben (türk.) sind Trauben (arab.) sind Trauben (griech.). Dieser Ausspruch ist sehr gebräuchlich. Sinnbildlich geht es also offenbar immer um "des Pudels Kern".
Einen Anhänger des Sufismus nennt man Sufi (arabisch صُوفِيّ, DMG Ṣūfī) oder auch Derwisch (persisch درویشdarwīsch). (wiki)
Freiheit schützt man nicht indem man sie abschafft!
|