Roter Mohn
schwingt müde mit dem Wind
und summt von unserer Liebe.
Die warme Brise wischt mir
eine alte Träne aus dem Gesicht.
Ich trage das Sommerkleid,
welches dich einst so verzaubert hat,
und spaziere barfuss
auf den schmerzenden, spitzen Steinen
dem Feld unserer Erinnerungen entlang.
Mit zitternder Hand
bist du mir hier ein letztes Mal
durch mein offenes Haar gefahren,
so wie du es immer getan hattest,
aber doch anders.
Dein kühler Abschiedskuss
streifte nur sanft meine
zu rot gemalten Lippen und flog
als schwarzer Schmetterling
über das vertrocknete Mohnfeld.
Als dunkler Schatten
verfolgte er mich bis jetzt,
und auch Heute
tanzt er noch dicht neben mir
seinen verspäteten Todestanz.