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Forum / Poesie und Lyrik

Keine Heldengeschichte.

Jonsen - 30
Team-Ulmler (offline)


Dabei seit 02.2006
1563 Beiträge

Geschrieben am: 25.09.2017 um 09:35 Uhr
Zuletzt editiert am: 25.09.2017 um 10:02 Uhr

Ich war schon länger unterwegs. Ein Reisender allein in der Fremde, auf der Suche nach einer Bleibe. Zu später Stunde entschloss ich mich, ein Lager am Rande eines schon längst vergessenen Pfades zwischen steilen Felswänden zu errichten. Schon längst vergessen?
Fremde kamen vorbei. Doch bin nicht ich derjenige der Fremd ist? Sie haben vermutlich Angst vor mir, sie meiden mich. Den Unbekannten im Dunklen. Auch ich hab Angst vor ihnen. Nicht jeder wird mich willkommen heißen. Was wenn einer kommt der nichts Gutes im Sinn hat?
Ich sprang auf meinen Tiger, mein Motorrad, mein Begleiter und ziehe von dannen. An einen Ort der mir zuvor nicht gelegen schien. Eine Wiese im Wald umrandet von Zäunen tief im Tal. Dort sclug ich mein Zelt auf, rauchte eine letzte Zigarette und lauschte einer Kuh irgendwo in den Bergen. Sie schrie. Es war kein normales muhen. Etwas stimmte mit ihr nicht. Vielleicht wurde sie von ihrer Herde getrennt? Steckt sie irgendwo fest? Vielleicht ist sie in größerer Gefahr. In der Gegend sollte es Wölfe und Bären geben. Am Berg sah ich eine Taschenlampe aufleuchten. Jemand schaut wohl was los ist.
Es war ein anstrengender Tag. Die Beine müde die Augen schwer. Ich ging ins Zelt doch ich schlief nicht sofort ein. Meine Gedanken bei der Kuh. Beim vergangenen Tag.
Da hörte ich ein schnauben vor dem Zelt.
Ich bin starr vor Schreck. Mein Puls erhöht sich. Ich schwitze. Darauf bedacht ja kein Geräusch zu machen hör ich was um mich geschieht. Ich erinnere mich daran wie noch vor ein paar Tagen ein Wildschwein sein Unwesen vor meinem Zelt trieb.
Es grunzte laut. Vermutlich ein Wildschwein welches sich von meinem Tiger bedroht fühlte. Es grunzte nur ein paar mal laut, dann rannte es davon. Der Tiger lässt sich nicht von solch primitiven Lebewesen beeindrucken.
Doch jetzt, kein grunzen. Ein Schnauben. Ein schnauben eines wilden Tieres. Ein Reh? Ein Bär oder doch ein Wolf? Ein Bär wäre lauter denke ich. Also ein Wolf. Ich möchte mich wehren können doch mein Arm der unter meinem Kopf lag war eingeschlafen. Ganz langsam hebe ich meinen Kopf. Ich spüre wie Blut in meine Hand fließt. Da! Ich höre Schritte. Mein Puls wird wieder schneller, der Schweiß fließt wieder. Ich bin bereit. Gespannt schau ich ohne meinen Kopf zu bewegen die Zeltwände an. Ich sehe nichts.
Am Berg schrie immer noch die Kuh. Ihr gemuhe ist seltener geworden. Die Blätter rauschten.
Was ist da draußen los? Ja nicht raus gehen, ja kein Geräusch machen. Doch wer da auch immer sein mag kann mich bestimmt reichen. Ich kann nur abwarten. Meine Augen fielen zu und ich fange an zu schlafen. Plötzlich drückt etwas die Zeltwände hinunter. Pfoten die auf meiner Schulter sind. Sie laufen weiter und berühren meine Hand. Vorsichtig tabst die Pfote wieder und wieder auf meine Hand als hätte sie sie als Hand erkannt. Ich versuchte langsam meine Hand weg zu ziehen doch sie gehorchte mir nicht. Ich strenge mich an aber meine Hand will nicht reagieren. Verzweifelt versuch ich sie zu bewegen und wache dabei auf. Hab ich das nur geträumt? Leise versuch ich mich in die Zeltmitte zu bewegen. Wieder hellwach lausche ich in die Nacht.
Jedes Rascheln ließ sich als Schritt interpretieren. Wieder fielen mir die Augen zu. Da hörte ich ganz plötzlich wieder Schritte. Ich schaue auf und sehe einen Schatten an der Zeltwand. Deutlich kann ich einen Fuchs vorbei huschen sehen. Warum ein Fuchs, denke ich mir und wache wieder auf. Dringend muss ich aufs Klo. Aber ich traute mich nicht raus. Bis die Sonne wieder auf ging blieb ich also halb wach oder halb schlafend im Zelt liegen. Die Sonne kam. Die Nacht War überstanden.


Achtung! Dieser Post könnte Ironie oder Sarkasmus enthalten.

namnam123 - 31
Champion (offline)

Dabei seit 10.2015
2517 Beiträge

Geschrieben am: 25.09.2017 um 12:34 Uhr

Wann kommt die Fortsetzung, die aufklärt, was der Kuh widerfahren ist? Das macht mich krank.
weylen
Experte (offline)

Dabei seit 10.2008
1962 Beiträge
Geschrieben am: 25.09.2017 um 14:08 Uhr

Bitte um Interpretation!
Was willst Du uns mit den Sprüngen im verwendeten Tempus sagen?

Dummheit schützt nicht vor Verantwortung.

namnam123 - 31
Champion (offline)

Dabei seit 10.2015
2517 Beiträge

Geschrieben am: 25.09.2017 um 14:27 Uhr

Zitat von weylen:

Bitte um Interpretation!
Was willst Du uns mit den Sprüngen im verwendeten Tempus sagen?


"Dringend muss ich aufs Klo." - wenn das mal kein szenisches Präsens ist, um dich an der eigenen Blasenfülle zu packen, dann weiß ich auch nicht. Unbeabsichtigt passiert ein Präsens oft. Dann ist es schlicht ein Tempusfehler. Oft ist es halt ein stilistisches Mittel, damit du voll dabei bleibst/bist als Leser.

Ich hadere immer noch mit der Kuh, ich höre das arme Vieh immer noch schreien.

Mal so: dieses Mal hab ich sogar zu Ende gelesen. Aus irgendeinem Grund ist die Story spannender als der Reisebericht aus jüngeren Tagen, Herr Jonsen, obwohl weniger passiert. Chateau (Witz). Ist der Fuchs zeitweise deine personifizierte Furcht? Rein anatomisch ist die geschilderte Vorgehensweise des Reineken schwierig.
Jonsen - 30
Team-Ulmler (offline)


Dabei seit 02.2006
1563 Beiträge

Geschrieben am: 25.09.2017 um 15:21 Uhr

Ich denk die doofe Kuh war nur dabei um die Atmosphäre etwas dramatischer zu machen. Keine Ahnung was mit ihr passiert ist.
Die Sprünge in der Zeit sind dazu da dem Zuhörer/Leser direkt mit ins Zelt zu holen.

Achtung! Dieser Post könnte Ironie oder Sarkasmus enthalten.

namnam123 - 31
Champion (offline)

Dabei seit 10.2015
2517 Beiträge

Geschrieben am: 25.09.2017 um 15:37 Uhr

Zitat von Jonsen:

Ich denk die doofe Kuh war nur dabei um die Atmosphäre etwas dramatischer zu machen. Keine Ahnung was mit ihr passiert ist.
Die Sprünge in der Zeit sind dazu da dem Zuhörer/Leser direkt mit ins Zelt zu holen.


Wäre es zu viel verlangt, sich ein Happyend für die arme Kuh auszudenken? HURRA. Emma hat in einer komplizierten Geburt gesunde Zwillingskälber geboren.
Jonsen - 30
Team-Ulmler (offline)


Dabei seit 02.2006
1563 Beiträge

Geschrieben am: 25.09.2017 um 22:12 Uhr

Ein offenes Ende. Vielleicht ist Emma auch komplett zerfleischt verreckt. Wie du möchtest.

Der Fuchs ist nur ein weiteres Hirngespinst des Erzählers.

Achtung! Dieser Post könnte Ironie oder Sarkasmus enthalten.

deviiiilsful - 28
Experte (offline)

Dabei seit 11.2005
1084 Beiträge

Geschrieben am: 17.10.2017 um 18:11 Uhr

Interessante Geschichte
Schon irgendwie fesselnd

nur wer den mut hat zu träumen hat auch den mut zu kämpfen!

guylncognito - 38
Profi (offline)

Dabei seit 01.2016
966 Beiträge

Geschrieben am: 27.10.2017 um 12:19 Uhr

Plädiere für 1 alternatives Ende.

Coolest monkey in the jungle.

Kilka - 4
Champion (offline)

Dabei seit 07.2005
5517 Beiträge

Geschrieben am: 03.11.2017 um 20:17 Uhr

Wie du zwischen den Zeiten springst, macht mich wahnsinnig.

Ich mach Ragü aus dir!

guylncognito - 38
Profi (offline)

Dabei seit 01.2016
966 Beiträge

Geschrieben am: 03.11.2017 um 22:03 Uhr

Das ca. behindertste Ende!

Coolest monkey in the jungle.

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