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Forum / Poesie und Lyrik

Der Hügel vom Stadtschloss

JohnPower
Profi (offline)

Dabei seit 09.2010
575 Beiträge
Geschrieben am: 23.03.2016 um 00:42 Uhr
Zuletzt editiert am: 23.03.2016 um 00:47 Uhr

Was ist schon Zeit, relativ für dich und mich, wer sind wir schon. Das Leben, was solls. In all der Nichtigkeit der Zeit Menschen zu sehen und verstehen, was solls. Vielleicht stand man zusammen an der Kante, weil man sich mal kannte, lachte über Kant-e und verlor das Gleichgewicht. Zusammen, man ließ sich fallen, war hilflos, wollte helfen, wollte lachen, wollte helfen... was solls. Job's done, ich bin raus.
Tatsächlich habe ich mich irgendwie darauf gefreut, dich mal wieder zu sehen, nach all der Zeit. Erst dachte ich mir nichts dabei, wollte es sogar nicht so recht, aber Neugierde siegt. Immer. Wer du geworden bist, wo du hin bist? Haben nichts voneinander gewusst, all die Jahre hinweg nichts gehört, nichts gewusst. Und plötzlich trifft man sich, einfach so, in einer fremden Stadt, in einem fremden Land. In dem man heuer also lebt. Verrückt. Und man albert herum, macht faxen, staunt und schweigt, isst und scherzt, schweift ab und ist verblüfft. Was die Zeit aus uns macht, was das Leid aus uns macht, was das Leben und die Freude, die Liebe und der Schmerz aus uns macht. Verblüfft.
Man geht wieder auseinander, hat viel geredet und nichts gesagt, viel gelacht und nichts geweint, ein Tag, ein Treffen wie für uns gemacht, vom Leben geschrieben, den Tag vereint in Nichtigkeit. Vergessen was mal war, wie man einander stand, wie man helfen wollte, wie man lachen wollte...
und plötzlich ist alles wieder da, die verschwendete Zeit, die verschwendete Welt, die Verzweiflung, die Wut, die Trauer, die Erinnerung an früher, als man noch etwas fühlte, tief aus dem Herzen brechend, wie Lava in die Zellen fließend, so glühend heiß, dass man verbrennt. Man will löschen, will reden, will lachen, will helfen, will reden!
Doch es ist vorbei, ich sehe dich nicht mehr im Gewimmel aus Parkas und großen Menschen, vorbei der Moment der Sonne auf dem Berg, die man genoss. Vorbei die Zeit der Sehnsucht nach Vergangenheit, vorbei das Leben von gestern. Verdammt, Mega Wega, auf geht's nach Hause, fernab von allem, was mal war.
Was auch immer war.

[zustimmen6 Personen stimmen diesem Beitrag zu:
Der666Diablo, rennpferd, flamey, Spearhead, ... mehr anzeigen


Altai-Kai.

Jason_xDD - 24
Anfänger (offline)

Dabei seit 04.2011
3 Beiträge
Geschrieben am: 23.03.2016 um 23:54 Uhr

Wirklich sehr gut geworden. Es spiegelt auch die Vergänglichkeit wieder. Am besten gefällt mir die Stelle: "[..] viel geredet, nichts gesagt [..]".
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