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Forum / Poesie und Lyrik

Kalkül?

I3I_4CKNINJ4 - 29
Experte (offline)

Dabei seit 06.2005
1619 Beiträge

Geschrieben am: 13.03.2016 um 10:53 Uhr

Um Eskalationen oder scheinbar von oben geplante Grausamkeiten wie erst kürzlich in der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle (um nicht zu sagen: Clausnitz) zu verstehen, muss immer der Mensch und die zugehörige Gruppendynamik betrachtet werden.
Und dabei muss man beachten, dass 90% der Menschen ihr Handeln nur bedingt, manchmal auch gar nicht reflektieren. Sie schauen, riechen, hören oder lesen etwas und lassen sich von Aussagen beeinflussen.
Und dann gibt es wenige, die ganz genau wissen, wie sie die "Schafe" beeinflussen können. Die ganz genau wissen, was für Gerüchte und Halbwahrheiten in die Welt gesetzt werden müssen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
In kleinen Dörfern wie in Sachsen kann einiges durch sozialen Druck erreicht werden.
Aber vielleicht hatte hier auch eine organisierte Gruppe die Fäden in der Hand.
Und das Internet bietet auch im Untergrund organisierten Gruppen eine unendlich einfache Möglichkeit, sich abzusprechen und Dinge von langer Hand zu planen, wie es für Gruppendynamiken notwendig ist.

Wieso erfüllen uns solche Nachrichten mit Schmerz? Weil scheinbar die Entropie des Universums unsere Erde erobert hat und nun nur noch Zerstörung herrscht?

Leider gilt auf der Welt ein bitteres Gesetz:

Es ist immer einfacher etwas zu zerstören und Hass zu sähen, als Dinge aufzubauen und die Welt mit Liebe zu befüllen.
Hasst nicht die Bösen, denn damit seid ihr eventuell keinen Deut besser.

Dieses Gesetz ist der Grund, warum sich solche Nachrichten ausbreiten und Gruppen Überhand nehmen; Die Menschen wollen zerstören, weil es so viel einfacher ist und lassen sich deshalb leicht beeinflussen und organisieren.

Und dabei ist die Kraft der Helfer so gering. Obwohl es so viele sind. Dabei haben diese guten Menschen nur zwei Hände und setzen sie zur medizinischen Versorgung ein oder kümmern sich um die Sicherheit im Land, bearbeiten Anträge oder stehen täglich vor wichtigen Redepulten und sprechen zu einem Volk, das so verdrossen ist, wie noch nie und seine Solidarität höchstens in der Farbveränderung ihres Profilbilds in den Landesfarben eines wahlweise irgendeinem vom Terror überfallenen Staat ausdrückt.

Während Abertausende Dörfler ihrer Angst leider in blindem Hass Ausdruck verleihen, der darin begründet liegt, dass plötzlich 5 oder gar 10 Prozent des Dorfes aus Menschen aus einem anderen Land bestehen und sie nun alle ihre täglichen Gewohnheiten verändern müssen - was in manchen Fällen eine durchaus begründete Angst ist, keineswegs aber den Hass in irgendeiner Art und Weise entschuldigen vermag (Ich möchte einmal den standard-solidarischen Münchner oder Hamburger oder Dortmunder sehen, wenn plötzlich statt dem Oktoberfest fünfzigtausend Container auf der Theresienwiese stehen und alle Supermärkte restlos leergekauft, alle Fitness-Studios überfüllt und man diesen Hilfesuchenden auch mit Händen und Füßen nicht erklären kann, dass man jetzt immer jemanden im Auto mitnehmen muss - oder könnte es auch ganz gut verlaufen?) - während all jene nur die Hände ausstrecken müssen und von anderen Hassenden Zulauf bekommen, so könnte man meinen, kämpfen wahrscheinlich ebenso viele für den Frieden und helfen den Menschen.
Und dabei sitzen Abermillionen vor einem gigantischen sozialen Netzwerk und schauen dabei zu.

Wieviel Potenzial könnte man nutzen, wenn das Gute sich organisieren würde? Wieviel Menschenleben könnte man retten, wieviel Traumata verhindern, wieviel Angst in Luft auflösen lassen?
Wollen wir wirklich ein Volk sein, dass, obwohl es das stärkste Kommunikationsnetzwerk seit den ersten Menschen in den Händen hält, still beobachtend darauf hofft, dass kein dritter Weltkrieg kommen wird, weil...

Wie kann man sein Gesicht in blau weiß rot färben, wenn dort ein paar Menschen sterben? Und dann erklärt die Regierung dieses Landes gleich fröhlich, dass noch mehr Bomben im Nahen Osten fallen werden.
Ach ja stimmt, diese Menschen in Paris konnte man zählen und sie hatten auch Namen. Bei den unzähligen Unschuldigen, die aufgrund offizieller "Kriegseinsätze" sterben, weiß ich natürlich nicht mehr, wem ich mein Beileid bekunden soll.

Die Welt ist noch nicht untergangen. Noch immer sitzen wir in unseren warmen Hütten und haben mehr als genug zu essen. Noch immer haben wir die Kraft, um auf dieser Welt etwas zu verändern.
Noch immer haben wir die Zeit, um uns durch die Maschinerie der Verwirrung und Manipulation, die unsere Medien betreiben, zu wühlen und das zu erkennen, was tatsächlich passiert.

Und noch immer kämpfen die "Bösen" mit deutschen Waffen.

Dies wird sowieso fast niemand lesen.
Aber diejenigen, die es lesen, tun ein Gutes daran meine Worte zu hinterfragen und nötigenfalls zu zerfetzen.
Dankesehr.

[zustimmen2 Personen stimmen diesem Beitrag zu:
Olivenoel19, ladyinblack4, ... mehr anzeigen


Ich habe Angst vor dem Tod, doch wenn ich sterbe, dann freue ich mich darauf

Olivenoel19 - 33
Halbprofi (offline)

Dabei seit 09.2014
240 Beiträge
Geschrieben am: 13.03.2016 um 14:56 Uhr
Zuletzt editiert am: 13.03.2016 um 15:39 Uhr

Ich hab etwas gutes für dich (auf englisch).

Der Mann redet darüber wie man Parallelen anhand der "Herr der Ringe" Reihe
auf den Menschen ziehen kann.
In jedem Menschen, so seine Überlegung, ist diese "innere Welt", hier herrschen andere Gesetze als bei der fassbaren Welt.

Jedenfalls meint er "Mittelerde" sein in allen Menschen und der Mensch müsse daran arbeiten, dass nicht Sauron den Kampf in Mittelerde gewinnt. Vielmehr soll Sauron so gut wie möglich entmachtet werden.

Stephan A. Hoeller talks about the Lord of the Rings

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