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Geschrieben am: 14.12.2009 um 16:24 Uhr
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Schwarzgewölbt im dunklen Glanz
rotgefärbt zum Abschiedtanz
beleuchtest auch den andern Ort,
wo Menschen ferne eilen
während wir im Schlafe weilen
morgens hier und abends dort.
Hauchst uns neues Leben ein
schenkst ein zarts Erwachen
Neben dir sind wir nur klein
vollbringen keine großen Sachen
Still und leise stehst du am Himmelszelt
Betrachtest uns auf deine Weiße
durchschaust die ganze weite Welt
und drehst so endlos deine Kreise
doch alles endet und vergeht
legt sich zumindest hin zur Ruh
damit am nächsten Tag ein neuer Wind herweht
und du schaust von oben zu.
Das Auf und nieder vieler Jahrtausend
hast du nun schon gesehn,
wie der Mensch einst noch in Höhlen hausend,
wie viel ist seitdem hier geschehn?
Das Feuer, das selbst in dir lodert
bringt Licht und Wärme in der Nacht
und während Zeit doch alles modert
hältst du treue deine Wacht.
So schienst du
und scheinst auch noch nach unsrer Zeit
findest niemals deine Ruh
keinen, der dich befreit,
und was jetzt endet neu beginnt
den auch der Tag hat seinen Schluss
morgen ist ein andrer dran,
der Vers nun enden muss
bevor die letzte Stund verrinnt
Kann man zusammen lesen, muss man aber nicht.
Und die drittletzte Zeile ist Absicht.
"The biggest space for art. The Web: Greatest Place to say something or do something dumb!"
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