doriflo - 43
Anfänger
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Geschrieben am: 11.12.2009 um 14:20 Uhr
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Ich fuhr von der Arbeit heim, ich weiß es war ein sonniger Tag Mitte Juni, genau einer dieser Tage die ich so liebte. Heiß, trocken und voller es roch nach Sommer.
Das Radio jodelte wieder einer dieser Sommerlieder, die man einfach mitpfeiffen musste. Mein Handy klingelte, es war Peter:
„Wo bist Du, wie lange brauchst Du noch?“ Ich wunderte mich über seinen schroffen Ton aber ich dachte nicht weiter
darüber nach, sondern freut mich das der Sommer so gut anfing und antwortete ihm das ich nicht mehr lange brauchen würde.
Als ich zu Hause ankam, erwartete mich Peter bereits an der Tür. Sein Gesicht war müde, voller Schmerz, ich verstand nicht.
Er reichte mir seine Hand und zog mich in die Wohnung. Ich war immer noch irritiert. Was war hier los? Seine Traurigkeit in der Stimme ließ mich schreckliches erahnen:“ Ich muss Dir was sagen, setzt Dich aber bitte hin!“ Mir wurde ganz anders, nein ich wollte nicht sitzen, ich wollte das er mir sagt, was hier vor sich ging. Tausend Gedanken überfielen mich. Gedanken die nicht gut waren. Ich begriff immer noch nicht was nicht in Ordnung mit ihm war. "Ich weiß nicht wie ich Dir das sagen soll, es geht um Tobi“, seine Augen hatten etwas das mir nicht gefiel. Ich wiederholte den Namen Tobi, aber brachte kein Wort raus, nur meine Lippen bewegten sich. Tobi, mein bester Freund, keiner verstand mich so gut wie er. Wir kannten uns schon seit unserer Kindergartenzeit, ja Tobi und ich waren einfach unzertrennlich. Mit zittriger Stimme fragte ich: „Was ist mit Tobi?“
Ich sah es ihm an, er musste eigentlich nicht weiter reden, ich wusste Tobi ging es nicht gut, in dem Moment wollte ich es nicht hören, ich hielt mir vor lauter Schmerz die Ohren zu….
Das ist jetzt mehr als 2 Jahre her und immer noch warte ich das Tobi wieder kommt. Nachts in meinen Träumen geht es ihm gut und ich freue mich jeden Morgen das ich ihn so nochmal sehen konnte. Eigentlich dachte ich das es leichter wird, aber das ist es nicht. Manchmal habe ich Angst, Angst seine Stimme, seinen Geruch und sein Lachen zu vergessen. Der Schmerz wird kleiner aber er wird wohl nie vergehen....
....und Morgen wird wieder die Sonne aufgehen....
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