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Forum / Poesie und Lyrik

Kurzgeschichte

-silverkiss- - 31
Halbprofi (offline)

Dabei seit 09.2007
112 Beiträge
Geschrieben am: 29.09.2009 um 17:12 Uhr

Meine Geschichte beginnt mit dem 14. Juli.
An diesem besagten, verregneten Julitag hatte ich, auf meiner Fensterbank sitzend, die Regentropfen versucht zu zählen. Natürlich gelang es mir nicht, ich konnte gerade mal auf 20 zählen und die Tropfen schossen blitzschnell auf die Erde nieder. Jedoch konnte ich, durch die dicke schadstoffreiche und verregnete Luftdecke blicken, um den ankommenden Besuch mit meinen kleinen Kulleraugen erblicken, noch bevor er die kleine Einfahrt zu unserem städtischen Penthaus erreichen konnte. Sie fielen mir so plötzlich ins Auge, weil die beiden mit langen schwarzen Regenmänteln bekleidet waren und einer von ihnen trug einen schweren Metallkoffer. Damals machte ich mir über die komischen Gestalten in schwarz keine weiteren Gedanken, schließlich glaubte ich in diesem Alter noch an den Weihnachtsmann. Doch ab diesem Tag spürte ich, dass etwas falsch an diesem Leben sein musste. Ich roch das Unheil schon förmlich kommen.

Ich genoss es das erste und letzte Kind des Paares Peters zu sein und hatte somit keine schikanierenden, Träume zerstörenden Geschwister, die mir den Glauben an den Weihnachtsmann schnell ausgetrieben hätten. Trotzdem wünschte ich mir jedes Jahr zu Weihnachten ein kleines Geschwisterchen. Natürlich sollte es am besten ein Mädchen sein, doch jedes Jahr aufs Neue wurde ich enttäuscht. Ich versuchte das beste und angenehmste Kind auf Erden zu werden, half meiner Mutter im Haushalt und munterte meine Eltern jedes Mal auf, wenn es ihnen nicht gut ging. Umso mehr gute Taten ich vollbrachte, so dachte ich, desto schneller würde das Geschwisterchen auch kommen. Doch das alles half nichts. Der Weihnachtsmann wollte mir meinen unausgesprochenen Wunsch nie erfüllen. An dem Weihnachten bevor ich zur Schule kam, fragte ich meine Mutter, ob sie und Daddy schon eine Nachricht vom Weihnachtsmann hatten. Aber sie wusste nicht wovon ich redete.
Von nun an sollte meine Kindheit von schlechten und dunklen Erinnerrungen geprägt sein. Immer öfter hörte ich meine Mutter im Schlafzimmer weinen. Dieses unterdrückte Schluchzen von ihr brach mir jedes Mal aufs Neue mein kleines unschuldiges Herz. Vater versuchte sie zu trösten, doch dann wurde alles nur noch schlimmer. Bald jeden Abend nachdem sie dachten ich schliefe, ging es von vorne los. Hin und wieder vernahm ich Wortfetzen wie: „Die Kleine braucht mich doch!“ oder „Warum ausgerechnet wir?“ danach brach sie immer wieder ins Schluchzen aus. Ich machte mir damals große Sorgen, überlegte, ob sie wegen mir heulte. Suchte nach Gründen. Doch ich stieß in meinem Kopf nur immer wieder auf weitere Fragen. Es machte für mich einfach keinen Sinn. Das Leben als Erwachsener musste furchtbar nervenaufreibend und schwer sein, dachte ich dann immer.

Liebe kennt keine Grenzen.

Dead_Memory - 36
Experte (offline)

Dabei seit 01.2009
1728 Beiträge

Geschrieben am: 29.09.2009 um 17:14 Uhr

Zitat von -silverkiss-:

Meine Geschichte beginnt mit dem 14. Juli.
An diesem besagten, verregneten Julitag hatte ich, auf meiner Fensterbank sitzend, die Regentropfen versucht zu zählen. Natürlich gelang es mir nicht, ich konnte gerade mal auf 20 zählen und die Tropfen schossen blitzschnell auf die Erde nieder. Jedoch konnte ich, durch die dicke schadstoffreiche und verregnete Luftdecke blicken, um den ankommenden Besuch mit meinen kleinen Kulleraugen erblicken, noch bevor er die kleine Einfahrt zu unserem städtischen Penthaus erreichen konnte. Sie fielen mir so plötzlich ins Auge, weil die beiden mit langen schwarzen Regenmänteln bekleidet waren und einer von ihnen trug einen schweren Metallkoffer. Damals machte ich mir über die komischen Gestalten in schwarz keine weiteren Gedanken, schließlich glaubte ich in diesem Alter noch an den Weihnachtsmann. Doch ab diesem Tag spürte ich, dass etwas falsch an diesem Leben sein musste. Ich roch das Unheil schon förmlich kommen.

Ich genoss es das erste und letzte Kind des Paares Peters zu sein und hatte somit keine schikanierenden, Träume zerstörenden Geschwister, die mir den Glauben an den Weihnachtsmann schnell ausgetrieben hätten. Trotzdem wünschte ich mir jedes Jahr zu Weihnachten ein kleines Geschwisterchen. Natürlich sollte es am besten ein Mädchen sein, doch jedes Jahr aufs Neue wurde ich enttäuscht. Ich versuchte das beste und angenehmste Kind auf Erden zu werden, half meiner Mutter im Haushalt und munterte meine Eltern jedes Mal auf, wenn es ihnen nicht gut ging. Umso mehr gute Taten ich vollbrachte, so dachte ich, desto schneller würde das Geschwisterchen auch kommen. Doch das alles half nichts. Der Weihnachtsmann wollte mir meinen unausgesprochenen Wunsch nie erfüllen. An dem Weihnachten bevor ich zur Schule kam, fragte ich meine Mutter, ob sie und Daddy schon eine Nachricht vom Weihnachtsmann hatten. Aber sie wusste nicht wovon ich redete.
Von nun an sollte meine Kindheit von schlechten und dunklen Erinnerrungen geprägt sein. Immer öfter hörte ich meine Mutter im Schlafzimmer weinen. Dieses unterdrückte Schluchzen von ihr brach mir jedes Mal aufs Neue mein kleines unschuldiges Herz. Vater versuchte sie zu trösten, doch dann wurde alles nur noch schlimmer. Bald jeden Abend nachdem sie dachten ich schliefe, ging es von vorne los. Hin und wieder vernahm ich Wortfetzen wie: „Die Kleine braucht mich doch!“ oder „Warum ausgerechnet wir?“ danach brach sie immer wieder ins Schluchzen aus. Ich machte mir damals große Sorgen, überlegte, ob sie wegen mir heulte. Suchte nach Gründen. Doch ich stieß in meinem Kopf nur immer wieder auf weitere Fragen. Es machte für mich einfach keinen Sinn. Das Leben als Erwachsener musste furchtbar nervenaufreibend und schwer sein, dachte ich dann immer.


ganz gut, und nett zulesen ;-)
luck - 31
Experte (offline)

Dabei seit 10.2005
1097 Beiträge
Geschrieben am: 29.09.2009 um 17:41 Uhr
Zuletzt editiert am: 29.09.2009 um 17:42 Uhr

solltest vllt noch nen richtigen schluss schreiben
_satisfied - 33
Halbprofi (offline)

Dabei seit 08.2009
171 Beiträge

Geschrieben am: 29.09.2009 um 17:46 Uhr

da wird ja dann erst nich gesagt wieso sie weint...

Das hier is kein Gebet,ich will nur danke sagen.Dafür,dass du mir 'n Engel schickst an manchen Tagen

Shawn1979 - 46
Profi (offline)

Dabei seit 09.2005
670 Beiträge

Geschrieben am: 29.09.2009 um 17:51 Uhr

für den anfang nicht schlecht, aber ein ende fehlt :-)

Helden leben lange doch Legenden sterben nie

_satisfied - 33
Halbprofi (offline)

Dabei seit 08.2009
171 Beiträge

Geschrieben am: 29.09.2009 um 18:27 Uhr

wie ich sowas hasse :D

Das hier is kein Gebet,ich will nur danke sagen.Dafür,dass du mir 'n Engel schickst an manchen Tagen

_satisfied - 33
Halbprofi (offline)

Dabei seit 08.2009
171 Beiträge

Geschrieben am: 29.09.2009 um 18:28 Uhr

Zitat von _Skater-Boy_:

Zitat von Shawn1979:

für den anfang nicht schlecht, aber ein ende fehlt :-)


Ein Merkmal der Kurzgeschichte ist, dass es ein offenes Ende hat.


übrigens stimmt garnich... haben erst heute in Deutsch ne KURZGESCHICHTE durchgenommen, die aber n Ende hat.. also zumindest das spannende und so aufklärt...

Das hier is kein Gebet,ich will nur danke sagen.Dafür,dass du mir 'n Engel schickst an manchen Tagen

Lif3_Styl3R - 32
Anfänger (offline)

Dabei seit 09.2009
11 Beiträge
Geschrieben am: 29.09.2009 um 18:28 Uhr

ist zwar net kurz aber sehr gut gelungen
M_-Styler-_M
Profi (offline)

Dabei seit 05.2008
613 Beiträge
Geschrieben am: 29.09.2009 um 18:28 Uhr

Zitat von Lif3_Styl3R:

ist zwar net kurz aber sehr gut gelungen



jaa fand ich auch

Ne mutlu Türküm diyene

lovenista - 30
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 03.2006
48 Beiträge

Geschrieben am: 29.09.2009 um 18:36 Uhr

ich fiind diei Kurzgeschichtee toLL
schadee daass sie kein Ende hat...
Kurzgeschichten haben normalerweiße ein Ende & keine Einleitung.
I3I_4CKNINJ4 - 35
Experte (offline)

Dabei seit 06.2005
1618 Beiträge

Geschrieben am: 29.09.2009 um 21:44 Uhr

Ihr wollt euch anhand von Definitionen mit Wissen preisen? So ein Humbug. Ist doch völlig Wurst, was Wikipedia sagt. Natürlich gibt es ebenso Kurzgeschichten mit einem abrundenden Ende. Ebenso sind aber solche wie diese hier häufig.
Wobei es für mich anhand der Länge schon eher wie eine Parabel wirkt und die notdürftig gegebenen Information sind einfach zu knapp. Du sprichst drei Themen an - die schwarzen Männer, der Wunsch nach einem Geschwisterchen und das Weinen der Mutter - wobei du so plötzlich zwischen ihnen hin- und herspringst, dass die gedankliche Verknüpfung einfach nicht stattfindet oder sogar absurd erscheint.

Beschrieben ist es allerdings gemessen an der Länge der Geschichte wirklich gut. Unsicherheiten sieht man ein wenig, und man versteht ein paar Mal Dinge etwas anders, wie sie gemeint sind.
Bei dem Regentropfenzählen hättest du zum Beispiel dazuschreiben können, dass sie die Tropfen, die fallen zählt, ich bin nämlich automatisch davon ausgegangen, dass sie die am zuvor erwähnten Fenster zählt, aber diese können ja gar nicht rasend schnell hinabrutschen.

Ich habe Angst vor dem Tod, doch wenn ich sterbe, dann freue ich mich darauf

-silverkiss- - 31
Halbprofi (offline)

Dabei seit 09.2007
112 Beiträge
Geschrieben am: 01.10.2009 um 17:19 Uhr

Ja.. da hast du Recht.
Nein, eigentlich sollte aus dem Text schon etwas Längeres werden.
Aber ich wollte hier einfach mal den Anfang reinstellen,
damit ich weiß, was ihr darüber denkt oder ob ihr das alles langweilig findet.
Natürlich hätte ich die ganzen Unklarheiten noch später geklärt,
hab mir auch schon überlegt, ob ich euch die Lösung gleich erzählen soll,
hab mich dann aber doch anders entschieden.
So könnt ihr euch dazu eure eigenen Gedanken machen. ;-)

Liebe kennt keine Grenzen.

Craze - 31
Halbprofi (offline)

Dabei seit 01.2009
146 Beiträge

Geschrieben am: 03.10.2009 um 16:16 Uhr

Zitat von -silverkiss-:

Ja.. da hast du Recht.
Nein, eigentlich sollte aus dem Text schon etwas Längeres werden.
Aber ich wollte hier einfach mal den Anfang reinstellen,
damit ich weiß, was ihr darüber denkt oder ob ihr das alles langweilig findet.
Natürlich hätte ich die ganzen Unklarheiten noch später geklärt,
hab mir auch schon überlegt, ob ich euch die Lösung gleich erzählen soll,
hab mich dann aber doch anders entschieden.
So könnt ihr euch dazu eure eigenen Gedanken machen. ;-)


also wenn du das ganze länger machen willst, dann kann ich das nur befürworten :-)
wär voll schön wenn du weiterschreiben würdest
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