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Forum / Poesie und Lyrik
Céline Goeurillomne

-intolerant-
Fortgeschrittener
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Dabei seit 08.2009
29
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Geschrieben am: 06.09.2009 um 20:00 Uhr
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Ich hab mich mal an einem "Liebesroman" versucht, und poste die verschiedenen Kapitel nacheinander. wenns euch gefällt schreib ich weiter, ansonsten lass ich es ^^
Kritik und Wünsche bitte abgeben :)
Dossier 1
Lyon. Das Wetter war zauberhaft. Schöner konnte es fast nicht mehr sein. Die Sonne schien, der Himmel war hellblau gefärbt, und nur ein paar kleine Wölkchen die aussahen wie kleine Schafe zogen mit dem lauen Sommerwind davon. Der Bach rauschte und auf der Wiese spielten Kinder Fußball, Liebespaare lagen herum, auch einige alte Leute saßen auf den Bänken und genossen die heiße Sommerzeit. Ich war wohl dennoch die einzigste, die gelangweilt am Bach herumsaß, und versuchte sich die Zeit zu vertreiben. Die Zeit, bis er kam. Er. Victoryen.
Wenn ich so in das Wasser starrte, und den Fischen beim Schwimmen zusah, kamen mir wieder seine grünen Augen in den Sinn. Bei diesem Blick, der so viel Erotik in einen brachte, konnte eine Frau wie ich nur schwach werden. Ich durfte es nicht. Konnte es nicht.
Da war noch Antoine. Dieses Mädchen, wie ich sie hasste. Nein, man konnte es kaum mehr als Hass beschreiben. Ich verabscheute sie. Dieses kleine, billige Flittchen, mit den langen braunen Haaren, die jeden Jungen in der Umgebung im Bett hatte, und wahrscheinlich nicht einmal wusste, wie man
- B E Z I E H U N G – buchstabierte. Ja, sie versuchte mit allen Mitteln Victoryen von mir weg zu bekommen. Sie wollte ihn für sich gewinnen, doch dieses Spiel, ließ ich nicht mit mir spielen.
Ich tauchte meine Zehen in das lauwarme Wasser, und spielte mit den moosbedeckten Steinen neben mir. Nachdem einige Zeit vergangen war, kam er endlich. Wie grazil er über die kleine, hölzerne Brücke stolzierte, seine schwarzen Haare wehten sanft im Wind. Mein Herz schlug höher.
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Specializing - 29
Experte
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Dabei seit 08.2009
1288
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Geschrieben am: 06.09.2009 um 20:12 Uhr
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nette geschicht
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-blueberry
Fortgeschrittener
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Geschrieben am: 06.09.2009 um 20:29 Uhr
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woah. das ist guuut ;D
♥
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-shisha - 32
Halbprofi
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Dabei seit 08.2006
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Geschrieben am: 06.09.2009 um 20:40 Uhr
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kann man sich wunderbar vorstellen :)
warum ich klein bin?... blumen wachsen halt langsamer als unkraut ;)
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I3I_4CKNINJ4 - 35
Experte
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Dabei seit 06.2005
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Geschrieben am: 06.09.2009 um 22:38 Uhr
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Wenn man schon von einer wirklichen Stadt schreibt, dann sollte man zumindest ein paar Dinge beschreiben, die es dort gibt, wie zum Beispiel die Rhône, der schöne Park, die Promenade und die Konzertanlagen dort unten. Oder auch der innere Stadtpark, der Bahnhof, oder das Zentrum auf der Westseite mit den hohen Türmen... Wenn nicht, dann sag wenigstens, dass du dich in einer Vorstadt befindest - Saint-Fons, Givors, Caluire oder so was in der Art...
Für Leser, die in der großen Stadt zumindest schon mal waren, kommt es sonst etwas unecht vor.
Ansonsten stimmen die Proportionen zwischen Gedanken und äußerlicher Beschreibung. Wenn das ganze allerdings zu einem Roman werden soll, sind diese ersten Worte etwas kurz gehalten.
Ich habe Angst vor dem Tod, doch wenn ich sterbe, dann freue ich mich darauf
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-intolerant-
Fortgeschrittener
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Dabei seit 08.2009
29
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Geschrieben am: 07.09.2009 um 17:33 Uhr
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Danke für die Tips =)
hier gehts weiter:
„Salut Céline!“, er begrüßte mich mit einem Küsschen auf die Wange. Ich lächelte ihn verliebt an, und meine blauen Augen formten sich vermutlich zu kleinen Herzchen. „Wie geht es dir?“ „Jetzt, da du bei mir bist, gut, ja!“ Ich nickte, und er setzte sich neben mich. „Wundervolles Wetter heute, nicht?“ Wieder beantwortete ich seine Frage mit einem schüchternen Nicken. „Du bist so still heute, bedrückt dich etwas?“ Ich ließ die Schultern zucken, und sah in den Bach. Es war Antoine, die immer wieder in meine Gedanken raste. „Ach, nichts weiter!“ Ich lächelte ihm zu, und bemerkte, dass über den Bergen Lyons ein großes Gewitter aufzog. „Wirklich?“, hakte er nochmals nach, und ich zwinkerte ihm gewissenhaft zu, dass dies, was ich gesagt hatte, auch stimmte. „Wie war dein Tag heute?“, wollte ich nun von ihm wissen, und drehte mich seitwärts zu ihm, sodass ich ihm in die Augen sehen konnte. „Eigentlich recht langweilig. Ich war in der Schule, dann habe ich zu Hause meine Aufgaben erledigt, und dann hab ich mich für dich schön gemacht, Céline!“, er grinste bescheiden, und legte seine Hand auf mein entblößtes Knie, auf dem sich sofort Gänsehaut breit machte. Ich musste mir doch eingestehen, dass ich mich in ihn verliebt hatte. Und das nicht wenig. „Und deiner?“ „Nicht sehr besonders. Habe eigentlich das selbe gemacht! Sollen wir ein wenig spazieren gehen?“ Er stimmte zu, und wir erhoben uns von den Steinen. Von Weitem konnte man schon Donnergrollen vernehmen, und man bemerkte dass die Leute unruhig wurden. Sie packten langsam ihr Zeug zusammen, oder zogen sich wieder etwas über. Wir marschierten den Fußweg am Bach entlang, und er nahm meine Hand in seine. „Aber, irgendetwas bedrückt dich Chérie, ich merke es!“, begann er wieder. Ich senkte meinen Blick, und drückte seine Hand leicht. „Es ist wegen Antoine!“ „Habe ich mir fast gedacht. Mach dir um die keine Sorgen! Ich kann sie genauso wenig ausstehen wie du!“ „Aber sie will dich haben, und das zerfrisst mich innerlich! Du weißt wie meine Gefühle um dich stehen!“ Er nickte und wirkte irgendwie zufrieden, denn ein leichtes Schmunzeln huschte über seine Lippen. Ob das wohl etwas Gutes zu bedeuten hatte?
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Morrigane
Profi
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Dabei seit 07.2006
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Geschrieben am: 07.09.2009 um 17:51 Uhr
Zuletzt editiert am: 07.09.2009 um 18:01 Uhr
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Ich finde es zu kitschig. Die Figuren sind flach, die Welt ist (bis auf eine undeutlich am Horizont auftauchende, klischeehafte Femme Fatale) heil und bei deiner Sprache merkt man noch eine gewisse Unsicherheit, die darin besteht, dass du nicht genau weißt, wie du beschreiben möchtest. Zum einen ist deine Umgebungsbeschreibung sehr vage und zum anderen ist die Mimik deiner Figuren manchmal viel zu genau beschrieben. Das widerspricht sich und zeigt, dass du dir noch nicht sicher bist, wann du besser Akzente in der Beschreibung setzt und wann nicht.
Ich will dich mit meiner Kritik nicht persönlich angreifen und du solltest dich auch nicht davon entmutigen lassen. Gerade das mit den Beschreibungen findet sich sehr oft hier und ich glaub mittlerweile, dass die Deutschlehrer daran mitschuldig sind .
edit: Eines fällt mir auf, ich weiß nicht wie stark das beabsichtigt ist: Die beiden wirken ganz schön verlegen. Auf diese Art, wie sie für Verliebte einfach urtypisch ist. Und diese Verlegenheit kommt irgendwie super rüber.
Lecker Senf für alle!
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-intolerant-
Fortgeschrittener
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Dabei seit 08.2009
29
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Geschrieben am: 07.09.2009 um 18:09 Uhr
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ich fühle mich damit auch nicht persönlich angegriffen 
es ist teilweise absicht dass es so kitschig geschrieben ist.. ich versuche mich an vielen sachen, und da das der erste richtige Liebes"roman" ist den ich schreibe, hab ich gedacht, übertreib ichs gleich ein bisschen ^^
aber danke für deine tipps =)
hier gehts weiter:
? „Wieso lachst du?“, fragte ich nach, und er blieb stehen. Er legte seine Hände auf meine Schultern und drehte mich zu ihm. Er schaute mir tief in die Augen, fast als wollte er in meinen versinken. Einmal atmete er tief ein, dann schloss er seine Augen. „Ich lege dir mein Herz zu Füßen, bitte tritt es nicht kaputt, denn es litt bereits genug!“ Er stoppte. „Wie poetisch!“ Ich konnte nicht anders, und musste lächeln. Auch er grinste, und öffnete seine Augen wieder. „Wundervoll!“, ergänzte ich meine Aussage, und drückte ihm ein Küsschen auf die rechte Wange. „Genau genommen wollte ich damit ausdrücken, dass ich mich in dich verliebt habe!“ Die Schmetterlinge in meinem Bauch rumorten und drehten Kreise wie in einem wildgewordenen Karussell. „Mademoiselle, wollen Sie den restlichen Weg mit mir gehen?“ Er kniete sich vor mich, und nahm meine Hand. Ich lachte aus vollem Herzen, wusste aber nicht genau wie es gemeint war. Diesen Weg, oder den Weg mit ihm in einer Beziehung? „Oui!“, antwortete ich, und er erhob sich wieder aus den Kieselsteinen. „Lass uns an einen ruhigeren Ort gehen!“ Er nahm mich wieder bei der Hand, und wir liefen zu einem nahegelegenen Spielplatz, auf dem niemals irgendwer war. Er war wohl doch schon zu alt und morsch für kleine Kinder, oder vielleicht hatten auch die Mütter angst um ihre Kinder. Es war ein ruhiges, schattiges Plätzchen, und wir gesellten uns in das kleine Häuschen der Rutsche, die mehr Beulen im Blech hatte als ein Auto mit Hagelschaden. Er legte seinen Arm um mich, ein Blitz zuckte durch die Wolken, und Gänsehaut erfüllte meinen Körper. Langsam wurde es dunkler, das Gewitter zog immer näher und unsere Herzen schlugen monoton auf der selben Wellenlänge. Romantischer hätte es nicht sein können. Unsere Hände spielten miteinander, und wir berührten uns. Ich war so froh ihn endlich bei mir zu haben, ihn für mich zu haben. Ich streichelte sanft seinen Arm, und er meinen Hals. Zärtlich strich er über meine Wange, und drückte meinen Kopf leicht zu sich. Wir sahen uns geraume Zeit in die Augen, bis sich unsere Köpfe langsam näherten, und ich seinen heißen Atem auf meinen Lippen spürte.
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