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Forum / Poesie und Lyrik

Beim Schichten der Steine...

Amixor33 - 35
Champion (offline)

Dabei seit 10.2007
2192 Beiträge

Geschrieben am: 09.08.2009 um 16:18 Uhr

Beim Schichten der Steine...
oder eine sinnleeres Drama in ungezählten Akten




Der Wälder dunkler Schatten,
scheint mir ein böser Ort.
Gaukelt mir einen Frieden vor,
den ich nie fand und finden werde.

Des Himmels drohend Wolken,
stürzen sich auf meiner einer.
Ich schichte Steine bis zur Sonne,
Wahn treibt mich voran.
Seh das Ziel, würde sehen,
wenn der grellen Farben,
mir nicht das Augenlicht nähmen.

Und der Turm den ich erschuf,
um zu wachen über Tod und Leben,
weihte böse murmelnd mir Torr,
Verliese kalt und einsam.

Es scheint als wär ich aufgelaufen,
mein nie existenter Optimismus,
starb einen grausam'nen Tod.

Und der Geister böse Stimmen,
schmähen meiner Mühen,
spotten meiner Erfahrung,
die ich glaubte zu besitzen.

Bin ein dummer Narr,
der den Lebenspfad schon lang verließ,
dem Kompass der Sirenen traute,
verblendet von Größenwahn,
verdorbner Hoffnung,
unbekannter, gefährlicher Sehnsucht.

Und die Geier nagen an meinem Geiste,
rissen fort woran ich glaubte,
ließen mich in der Wüste vegetieren.

Ich schloss mich ein und dachte,
hatte nichts mehr zu verlieren,
verwarf die Steine und baute neu.
Solang ich atme kann ich schreiben,
sonst wär's mir arg um's Herz.


Und die Feder taucht das Pergament,
in groß geschlungnen Lettern,
der vielen Stunden schwere Tage,
es fällt was ich - mich einst hielt,
der Schmerz ist da, der Sinn geschwunden,
kenne seinen Namen nicht,
blick in ein leeres Antlitz.

Und wenn's doch eine Feder wäre,
wär's doch ein Pergament,
wär's doch von Weisheit durchflossen,
würd ich nicht voll Scham meiner selbst,
mir fiktive Sagen wünschen,
um zu hoffen, um zu finden,
was mir einst verlustig ging.

S'ist nur Holz wie kahle Kreide,
Sand mein einz'ger Zeuge,
in den ich meißel was ich bin,
auf dass der Wind,
auf dass das Wasser,
mir meine Erinnerungen nimmt.

Und ob all Vergänglichkeit,
schicht ich Namen in den Himmel,
spotte ihrer Bedeutungslosigkeit,
bin doch ergriffen; ihres Schicksals,
welches drohend wie ein Schwert,
über meinem Kopfe schwebt.

Wär's doch alles nur ein Traum,
wüsst ich; wenn auch nicht,
dass mit großen Schritten,
mir der Schlaf enteilt
und den Schleier meiner Seele,
im Lichte lüftet.

Ich fühl mich müde, ziellos treibend,
doch als ich mir in die Arme stach,
schien es mir zu deutlich schmerzen,
als dass es Traum sein könnt.

Und mit jedem Tropfen den ich vergieße,
schwindet meine letzte Kraft.
In tosend Fluten versinken meine Gedanken,
fühle nur noch ausgespie'ne Bitterkeit.


Bruder höre meiner letzten Worte,
werf die brennend Fackel in den Fluss,
dein Licht erlöscht in meiner Welt.
Verlasse wo ich einst erwachte,
um zu schlafen, um zu suchen,
wo die Wahrheit ist.



~ by A.V.

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Morrigane
Profi (offline)

Dabei seit 07.2006
955 Beiträge

Geschrieben am: 10.08.2009 um 07:03 Uhr

Wooooow!
Sollte man mehr als einmal lesen.

Lecker Senf für alle!

Barbarossa80 - 45
Profi (offline)

Dabei seit 03.2009
953 Beiträge

Geschrieben am: 10.08.2009 um 07:35 Uhr

Ich finde dein Werk echt beeindruckend.
janiscrom - 104
Halbprofi (offline)

Dabei seit 12.2008
197 Beiträge

Geschrieben am: 10.08.2009 um 07:57 Uhr

xd

der Wiski mixer mixt an der wiski bar ein wiski mix getränk

Amixor33 - 35
Champion (offline)

Dabei seit 10.2007
2192 Beiträge

Geschrieben am: 10.08.2009 um 18:42 Uhr

Vielen Dank euch beiden... ;-)

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