Zitat von Iluron:
Am Flußufer, da hört er sie singen,
mit lieblichem Klang und Gestalt.
Mocht ihn zu ihr hinzwingen,
doch ohn eine Spur von Gewalt.
Das lieblich Mädchen, es ward oft gesehn,
doch wer es sah der Verschwand dort am Fluss.
Und das liebliche Mädchen, es konnte nie gehn,
denn es wartet auf der Liebe Kuss.
Und der Junge schlich heran,
und sah das Mädchen schmachtend an
und hörte taub für die Welt nur ihr Lied.
Und er fiel auf die Knie,
hörte wie sie aufschrie,
und sah wie sie in Schrecken geriet.
Das Liebliche Mädchen, es ward oft gehört,
doch wer es hörte, der ertrank dort im See.
Und das lieblings Mädchen, so wie es betört,
verlor ihre Liebe einst draußen zur See.
Und der Junge lag dort,
wo er das Mädchen gesehn,
konnte nicht kriechen, noch aufrecht mehr gehn.
Das Mädchen ward fort,
ließ ihn liegen, wo er war,
doch im Geiste lag sie neben ihm.
Ein funkeln im Wasser, das zu ihm schien,
es glänzte und wärmte so schön.
Er hieft sich ins Wasser, dort lag sie da,
und konnte ihn abermals sehn.
Das liebliche Mädchen, weinte oft ungesehn,
sah die Männer für sie sterben so oft,
sie wollte sterben, doch konnte sie niemals vergehn,
auch wenn sie es jeden Tag neu erhofft.
Das Lächeln des Jungen, erstarb mit ihm all so gleich,
und das letzte was er sag, war nur sie.
Die Hände zu ihr gestreckt, mit dem Gesicht ach so bleich,
gesehen wurde er nachher, nie.
Das liebliche Mädchen, ward verflucht sei dem Tag,
als sie den Tod ihres liebsten besang.
Sie besang ihr Leid, ihr Weh und ihr Klag,
bevor sie in dies eis'gen Fluten einst sprang.