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Forum / Poesie und Lyrik
Hilfe zur Interpretation "Bäume"

slowdive - 34
Experte
(offline)
Dabei seit 04.2008
1690
Beiträge
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 22:15 Uhr
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Bäume
_______
Ihr ja ihr,
Ruhig auf der dunklen
Erde fußend.
Doch verwundbar
wie wir,
die wir uns vorwärts-
kämpfen müssen.
Nützlich oder
einfach schön
und immer etwas
Neues bedeutend.
So wachsen:
In die Höhe,
in die Tiefe
und mit
ausgebreiteten Armen.
Kann mir jemand ein paar Stellungen zur Interpretation für das Gedicht geben? Zerbreche mir nähmlich schon den Kopf, weil ich nicht drauf komm, was mir der Autor damit sagen möchte =/
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EuroEde - 38
Experte
(offline)
Dabei seit 08.2005
1954
Beiträge
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 22:25 Uhr
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werde
er
wachsen
Kraft macht keinen Lärm. Sie ist da und wirkt.
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v2k - 34
Champion
(offline)
Dabei seit 11.2008
2901
Beiträge
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 22:35 Uhr
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es geht nicht darum, was der autor dir sagen will
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ozelotta - 63
Profi
(offline)
Dabei seit 04.2008
854
Beiträge
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 22:47 Uhr
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Zitat von slowdive: Bäume
_______
Kann mir jemand ein paar Stellungen zur Interpretation für das Gedicht geben? Zerbreche mir nähmlich schon den Kopf, weil ich nicht drauf komm, was mir der Autor damit sagen möchte =/
Zerlege das Gedicht doch einfach:
Ihr ja ihr,
Ruhig auf der dunklen
Erde fußend.
--> Das "ihr" bezieht sich zwar auf Bäume, ist aber auf die Menschen sehr gut zu übertragen.
--> Die Erde, auf der wir / die Bäume leben " fußend" ist
"dunkel" --> trostlos, langweilig, undurchsichtig, geheimnisvoll, wir sind gefangen auf der Erde, .........
Doch verwundbar
wie wir,
--> Ein Baum kann jeder Zeit gefällt werden, wir Menschen können jeder Zeit sterben.
.........................
Mach erst d´Gosch uff, wenns Hira a isch!
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Seraphir - 34
Anfänger
(offline)
Dabei seit 06.2009
1
Beitrag
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 22:54 Uhr
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Zitat von ozelotta: Zitat von slowdive: Bäume
_______
Kann mir jemand ein paar Stellungen zur Interpretation für das Gedicht geben? Zerbreche mir nähmlich schon den Kopf, weil ich nicht drauf komm, was mir der Autor damit sagen möchte =/
Zerlege das Gedicht doch einfach:
Ihr ja ihr,
Ruhig auf der dunklen
Erde fußend.
--> Das "ihr" bezieht sich zwar auf Bäume, ist aber auf die Menschen sehr gut zu übertragen.
--> Die Erde, auf der wir / die Bäume leben " fußend" ist
"dunkel" --> trostlos, langweilig, undurchsichtig, geheimnisvoll, wir sind gefangen auf der Erde, .........
Doch verwundbar
wie wir,
--> Ein Baum kann jeder Zeit gefällt werden, wir Menschen können jeder Zeit sterben.
.........................
richtig, und dies sind hier ''stilistische mittel''
eins davon ist die Personifikation ( ''verwundbar'')
das andere die Metapher ( Verbildlichung)
mit ihnen sollte man schon Interpretieren.
und sich danach frage, warum er gerade diese mittel benutzt hat.
=> resultat: Interpretation
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Soffl_ - 33
Fortgeschrittener
(offline)
Dabei seit 06.2009
35
Beiträge
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 22:56 Uhr
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also das mit den bäumen is wahrscheinlich ne metapher mit bezug auf den menschen. denk ich ma :D
strophe 1. trotz der dunklen kalten erde in der nähe ( gefahr, ?! ) ruhhig und gelassen. -> fußend : über allem stehend
2. jeder is gleich. auch wenn man glaubt etwas besseres zu sein ist jeder gleichsam verwundbar...
3. ... jeder ist gleich. die, die es leichter haben im leben ( job, geld, familie) und die, die darum kämpfen müssen ( arrmut. . . )
Nützlich oder einfach schön weiß ich grad nix zu sorry :D
4. das jeder etwas aus seiner situation macht und praktisch in seine herausforderungen hineinwächst. . oder soo. . .
5. in die höhe das man etwas erreicht mit seinem handeln, tiefe dass man fest verankert wird im leben mit der zeit.
6. das jeder etwas erreichen kann wenn er nur will ( mit ausgebreiteten armen : das leben genießen. alles mitnehem was kommt. . arme zu: verschlossen, in sich gekehrt, nicht lebenslustig.
das mit den bäumen wahrscheinlich weil die sich prakrisch auch nen platz an der erde zur sonne gerichtet "erkämpfen" müssen und dann in ruhe wachsen können. arme=zweige,baumkrone,
soo. mehr fällt mir jetz nich mehr ein. ich hoffe das was mir eingefallen is, is nich zuuu dumm und hilft dir i.wie weiter 
p.s. alle angaben ohne gewehr 

"How do you spell Love?" - "You don't spell it, you feel it."
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ozelotta - 63
Profi
(offline)
Dabei seit 04.2008
854
Beiträge
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 23:07 Uhr
Zuletzt editiert am: 26.06.2009 um 23:10 Uhr
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Zitat von Soffl_:
also das mit den bäumen is wahrscheinlich ne metapher mit bezug auf den menschen. denk ich ma :D
strophe 1. trotz der dunklen kalten erde in der nähe ( gefahr, ?! ) ruhhig und gelassen. -> fußend : über allem stehend
2. jeder is gleich. auch wenn man glaubt etwas besseres zu sein ist jeder gleichsam verwundbar...
3. ... jeder ist gleich. die, die es leichter haben im leben ( job, geld, familie) und die, die darum kämpfen müssen ( arrmut. . . )
Nützlich oder einfach schön weiß ich grad nix zu sorry :D
4. das jeder etwas aus seiner situation macht und praktisch in seine herausforderungen hineinwächst. . oder soo. . .
5. in die höhe das man etwas erreicht mit seinem handeln, tiefe dass man fest verankert wird im leben mit der zeit.
6. das jeder etwas erreichen kann wenn er nur will ( mit ausgebreiteten armen : das leben genießen. alles mitnehem was kommt. . arme zu: verschlossen, in sich gekehrt, nicht lebenslustig.
das mit den bäumen wahrscheinlich weil die sich prakrisch auch nen platz an der erde zur sonne gerichtet "erkämpfen" müssen und dann in ruhe wachsen können. arme=zweige,baumkrone,
soo. mehr fällt mir jetz nich mehr ein. ich hoffe das was mir eingefallen is, is nich zuuu dumm und hilft dir i.wie weiter 
p.s. alle angaben ohne gewehr
Mach ihm nicht die ganze Hausaufgabe!
Mach erst d´Gosch uff, wenns Hira a isch!
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Soffl_ - 33
Fortgeschrittener
(offline)
Dabei seit 06.2009
35
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 23:09 Uhr
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oO wie schlimm wenn ich IHM helf. der wird noch genug interpretationen in seinem leben schreiben oO
"How do you spell Love?" - "You don't spell it, you feel it."
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Beonix - 35
Halbprofi
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Dabei seit 06.2009
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 23:21 Uhr
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Zitat von Soffl_: oO wie schlimm wenn ich IHM helf. der wird noch genug interpretationen in seinem leben schreiben oO
Das is wohl wahr xD
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Soffl_ - 33
Fortgeschrittener
(offline)
Dabei seit 06.2009
35
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 23:26 Uhr
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Zitat von ozelotta: Mach ihm nicht die ganze Hausaufgabe!
oO peiinlich geeell. noch schnell das geschlecht richtigstellen und alles ungeschehen machen. schon scheiße wenn man nich lesen kann. aber hey kein ding, du wirst noch genug in deinem leben lesen. i.wann wirst dus auch ohne meine hilfe können. dann muss ich nich immer alles für dich machen
"How do you spell Love?" - "You don't spell it, you feel it."
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ozelotta - 63
Profi
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Dabei seit 04.2008
854
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 23:29 Uhr
Zuletzt editiert am: 26.06.2009 um 23:30 Uhr
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Zitat von Soffl_: Zitat von ozelotta: Mach ihm nicht die ganze Hausaufgabe!
oO peiinlich geeell. noch schnell das geschlecht richtigstellen und alles ungeschehen machen.  schon scheiße wenn man nich lesen kann. aber hey kein ding, du wirst noch genug in deinem leben lesen. i.wann wirst dus auch ohne meine hilfe können. dann muss ich nich immer alles für dich machen

Bei mir wars ein Tippfehler. Aber deine Probleme bei der Groß- und Kleinschreibung werden wohl keine sein
Mach erst d´Gosch uff, wenns Hira a isch!
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Soffl_ - 33
Fortgeschrittener
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Dabei seit 06.2009
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 23:32 Uhr
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oO jetzt hast du mich natürlich gekorbt
"How do you spell Love?" - "You don't spell it, you feel it."
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ozelotta - 63
Profi
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Dabei seit 04.2008
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Geschrieben am: 26.06.2009 um 23:41 Uhr
Zuletzt editiert am: 26.06.2009 um 23:41 Uhr
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Zitat von Soffl_: oO jetzt hast du mich natürlich gekorbt 
Unentschieden und Abpfiff - Game over
Mach erst d´Gosch uff, wenns Hira a isch!
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slowdive - 34
Experte
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Geschrieben am: 27.06.2009 um 11:58 Uhr
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Vielen Dank für die große Hilfe *-*
Hausaufgabe ist es zwar keine, aber etwas anderes wichtiges ;)
Danke!
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Iluron - 37
Champion
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Dabei seit 06.2008
8878
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Geschrieben am: 27.06.2009 um 18:55 Uhr
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Zitat von slowdive: Bäume
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Ihr ja ihr,
Ruhig auf der dunklen
Erde fußend.
Doch verwundbar
wie wir,
die wir uns vorwärts-
kämpfen müssen.
Nützlich oder
einfach schön
und immer etwas
Neues bedeutend.
So wachsen:
In die Höhe,
in die Tiefe
und mit
ausgebreiteten Armen.
Kann mir jemand ein paar Stellungen zur Interpretation für das Gedicht geben? Zerbreche mir nähmlich schon den Kopf, weil ich nicht drauf komm, was mir der Autor damit sagen möchte =/
Ich schreib jetzt einfach mal frei von der Leber runter was mir dazu einfällt.
Dieses "Ihr, ja ihr" hört sich für so an, als müsste der Erzähler erst die Aufmerksamkeit der Bäume erregen. Es hört sich an, als wollten oder könnten sie sich nicht auf anhieb angesprochen fühlen, wie ein Passant, der von einem Zeugen Jehovas auf der Straße angesprochen wird, in etwa.
Dieses ruhig auf der dunklen Erde fußend bietet für mich einen Kontrast zum ersten Vers. Da klang es eher so, als wollten die Bäume vorbeihasten was ja sowieso unlogisch ist, und das wird hier nun richtig gestellt.
Das dunkel der Erde wirkt zum einen bedrohlich, was den Eindruch verstärkt, dass Bäume selbst dann nicht wegkönnten, wenn sie es wollten, zum andren wirkt es aber auch so, dass dadurch die Erde besonders fruchtbar wirkt und der Baum wieso auch immer weis, wo er wachsen muss, um fruchtbar zu sein .
Doch verwundbar wie wir, bringt nochmal zum Ausdruck, dass die Bäume sich nicht bewegen können. Er redet mit ihnen, wie mit einem bettlägrigen Menschen, der sicht nicht bewegen kann aber trotz oder gerade deswegen Angst vor dem Tod haben muss.
Dieses die wir uns vorwärts kämpfen müssen, sind einfach die Tiere, die ein Gehirn entwickelt haben. Pflanzen haben kein Gehirn, weil sie kein Bewegungszentrum brauchen.
Dieses nützlich oder einfach schön ist eigentlich falsch, zeigt aber die subjektivität des Erzählers. Jede Pflanze ist irgendwie nützlich, die meisten sind auch schön.
Und immer etwas neues bedeutend, kann auf die kulturelle Nutzung von Pflanzen zurückzuführen sein. Bei dem einen ist Hahnenfuß Unkraut, für die einen eine Heilpflanze und für wieder einen anderen ein Abbild des Fußabdrucks eines Druden.
Es kann auch bedeuten, dass man zwar bestimmte Fähigkeiten einer Pflanze durchschauen kann,aber immerwieder neue Einsatzmöglichkeiten daran entdecken kann.
So wachsen finde ich sehr schwer. Wieso spricht er sie nicht direkt an oder vervollständigt zumindest seinen Satz.
In die Höhe in die Tiefe ist rekativ klar. Die Höhe ist das Laubwerk, die Tiefe das Wurzelwerk.
Tiere können nicht gleichzeitig über und unter die Oberfläche wachsen.
Die Pflanze verbindet also beide Welten miteinander.
Diese Vorstellung findest du zum Beispiel bei Mayas, die glaubten, die verschiedenen Ebenen der Existenz werden von dem Mutterbaum zusammengehalten.
Die ausgebreiteten Armen, könnten dafür stehen, dass ein Baum niemanden wegstößt. Er heißt jeden Willkommen, schlicht weil er sich nicht bewegen kann.
Und natürlich stehen sie direkt auch für die Äste, die sich wie Arme erstrecken.
Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.
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slowdive - 34
Experte
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Geschrieben am: 27.06.2009 um 21:53 Uhr
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Danke Illuron für die Mühe :) *sehr zu schätzen weiß*
Auf diese Ansicht wäre ich irgendwie garnicht gekommen und finde sie so auch ziemlich gut :)
Werde mir die ganzen Interpretationen hier nochmal ein paar mal durchlesen und dann hab ich schon mal einen guten Grundsatz und versuch noch ein bisschen selbst dazu zu interpretieren. Danke an Alle!
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