Geschrieben am: 22.06.2009 um 00:38 Uhr Zuletzt editiert am: 22.06.2009 um 00:38 Uhr
Kritik, ob gut oder schlecht, ausdrücklich erwünscht.
Schwache Rauchschwaden quellen aus dem Kamin. Die Sonne geht gerade unter.
Es wird Nacht im Königreich.
Prinzessin Gidigan wollte gerade noch ein Buch lesen, aber jetzt da es dunkel wird im Haus, geht sie der Arbeit nach, die sie noch nicht erledigt hat. Sie sammelt die Essensreste des Tages auf, die ihrem Pferd noch schmecken könnten und geht hinaus in die Freiheit die in wohltuendem Orange getaucht ist.
Bei ihrem Pferd angekommen füttert Gidigan es und fährt ihm durch seine frisch gestutzte Mähne, die sich deutlich erkennbar in hellem Blond vom restlichen Braun abhebt. Sie mag ihr Pferd wirklich sehr.
Vogelgezwitscher.
Gidigan dreht sich und versucht mit zusammengekniffenen Augen die Vögel zu erspähen, die vor der Goldgelben Sonne vorbeifliegen.
Frei sein, wie ein Vogel. Das wollte sie immer sein.
Die Luft ist rein und sauber. Sie bemerkt wie spät es doch schon ist, als ihr ein kühler Wind an ihren Beinen entlangsäuselt. Kalte Bergluft mochte sie nie.
Sie ist Frei, in ihrem Herzen trägt sie alles, was sie besitzt. Mehr braucht sie nicht.
Ab und zu kommen noch Nachbarn vorbei von der weit entfernten Farm um Lebensmittel, die auf ihrer Farm nicht angebaut wurde zu tauschen. Tauschhandel war nie ihre Passion.
Gidigan geht Seite an Seite mit ihrem Pferd über die Felder.
Zäune gibt es schon lange nichtmehr.
Sie hatte schon immer die Einsicht in die Notwendigkeit. Die Einsicht in die Welt der vielen Gesichter eines einzigen Menschen. Sie war überaus Empathisch.
Gidigan kam an der Mühle vorbei, die sie damals mit aufgebaut hatte. Die Windräder waren zur alljährlichen Wartung abgenommen. Ein komischer Anblick. Don Quichote hätte weniger Ärger gehabt.
Sie liebte ihr Leben, dass sie führte mit all den Menschen, die ihr soviel bedeuteten.
Gidigan streifte sich die Schuhe ab, zog ihre selbstgestrickten Socken an und merkte derweil, dass es längst schon dunkel war. Höchste Zeit für den Sandmann, den sie schon ewig nichtmehr gesehen hatte.
Sie brachte es auch ohne ihn fertig, schlief ein und träumte von dem morgigen Tag. Feldarbeit und Tierpflege.