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Forum / Poesie und Lyrik

gedankenströme

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Martin__ - 36
Champion (offline)

Dabei seit 05.2006
2134 Beiträge
Geschrieben am: 16.03.2009 um 19:06 Uhr

Zitat von -billyboy-:

etwas dermaßen (...) sinnloses (...) ist definitiv kunst


Einspruch! ;)

I know it's all been done before. I wanna do it again. I wanna do it again. (CTTS)

lukisch - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 01.2005
185 Beiträge

Geschrieben am: 16.03.2009 um 22:49 Uhr

Zitat von Martin__:




Zitat von IceCreamGirl:

jeden morgen
ohne sorgen

Einfallsloser kann ein Reim wohl kaum sein. Und inwiefern passt "ohne Sorgen" in das Gedicht? Ich finde da keinen Zusammenhang.


Natürlich scheint das erstmal banal. Und es ist auuch banal. Doch dadurch kann erst ein "Überraschungsmoment" entstehen. Zunächst kommt dieser kindliche banale Reim.
Er stimmt den Leser auf eben dies ein, auf ein harmloses Gedicht. Dann folgt jedoch die grausame Realität der Gedanken, die so gar nicht zum banalen anfänglichen Kinderreim passen wollen. Es entsteht eine Polarität, zwischen kindlicher Unschuld und grausamen Gedanken. Dies vermittelt ein wirkliches schauriges Ambiente, lässt das Bild eines Psychos entstehen, der keine Sorgen hat, wie ein Kind. Dessen Gedanken sich nur um sein Lustobjekt drehen. Seine "Spielzeuge"! Er/sie ist ein Kind (ich meine natürlich das lyrische ich), ein zurückgebliebenes Kind, das sich nicht um das reale Gedanken macht. Sondern nur um seine Spielzeuge, seine Penisse.
Um wieder einen vergleich mit Filmen anzustellen (Was übrigens nicht schlecht ist, da gute Gedichte nunmal Bilder in uns hervorrufen und dieses Gedciht schafft das)
Stell dir vor. Ein verrückter hat gerade ein Blutbad angerrichtet ... vor ihm liegen seine Opfer ... er hockt in der Ecke ... wippt mit seinem Oberkörper vor und zurück und singt ein Kinderlied. Damit wird dieses Kinderlied zu einem Ausdruck seiner psychischen Verfassung. Genauso aber nicht so offensichtlich verhält es sich mit diesem Kinderreim am anfang.

Zitat:


Zitat von IceCreamGirl:

lauf ich durch die stadt
tausend fragen strömen durch meinen kopf
wie groß, wie dick und wie liegt er in der hose ?

Reim? Fehlanzeige. Unnötiges Leerzeichen? Check.


Ein unnötiges Leerzeichen ist keine gute Begründung.
Wegen Leerzeichen werde ich kein Gedicht als nicht gelungen bezeichnen


Zitat:


Zitat von IceCreamGirl:

ne woche lang
verletzen die würschtle

Unpassende Umgangssprache.


Wer entscheidet, dass die Umgangssprache unpassend ist?
Gut statt "ne" wäre "eine" sicher gut gewesen,
aber der Ausdruck "würschtle" passt in meinem Augen perfekt und
kann nicht so leicht ersetzt werden, dsa er eine aggressive und etwas "kranke" konnotation mit sich bringt.




'Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin nur zurechtfinden' (Einstein)

lukisch - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 01.2005
185 Beiträge

Geschrieben am: 16.03.2009 um 22:50 Uhr
Zuletzt editiert am: 16.03.2009 um 23:41 Uhr

Zitat:


Zitat von IceCreamGirl:

gepirct ?
das einzigste was ich will
penise

Drei Rechtschreibfehler. Besonders die letzten zwei sind peinlich.


Gut. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Da sind Rechtschreibfehler.
Doch nach meiner persönlichen Auffassung von lyrik und literatur allgemein ist das nicht wirklich
entscheidend. (Wie man an meiner vielleicht auch sieht *g* Aber wenn ich mal anfange in die Tasten zu hauen *g*) Die Rechtschreibung kann auch ein Textprogramm für dich erledigen.
Für die Rechtschreibung gibt es Lektoren.
Doch der Dichter, Autor gibt der Literatur die Ideen, ... eine Seele, Charakter.

Und wenn ich dich noch ein bisschen ärgern wollte könnnte ich behaupten,
dass die Rechtschreibfehler gewollt sind (ja ich weiß ist nicht so) aber das ist ja das schöne an der literatur ... ich könnte ...
um der kindlichen Psyche mehr ausdruck zu verleihen (Kinder haben auch noch keine perfekte Rechtschreibung)

Wie auch immer. Dem Gedicht und seinem Inhalt schadet die schlechte Rechtschreibung aber zumindest nicht.

Anders wäre es, wenn es sich um einen Deutschlehrer drehen würde, im Gedicht ...
Liebe Grüße

'Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin nur zurechtfinden' (Einstein)

Knuddelhundi - 31
Champion (offline)

Dabei seit 12.2008
3272 Beiträge

Geschrieben am: 16.03.2009 um 22:55 Uhr

Zitat von Martin__:

Zitat von -billyboy-:

etwas dermaßen (...) sinnloses (...) ist definitiv kunst


Einspruch! ;)
statt gegeben ! ^^

Die Musik der Ferne ist die schönste Melodie von allen

Martin__ - 36
Champion (offline)

Dabei seit 05.2006
2134 Beiträge
Geschrieben am: 16.03.2009 um 23:02 Uhr
Zuletzt editiert am: 16.03.2009 um 23:07 Uhr

Zitat von lukisch:


Und wenn ich dich noch ein bisschen ärgern wollte könnnte ich behaupten,
dass die Rechtschreibfehler gewollt sind (ja ich weiß ist nicht so) aber das ist ja das schöne an der literatur ... ich könnte ...


Joah, man kann da sehr viel reininterpretieren, klar.

Dein Ansatz was den "morgen - sorgen" Reim angeht ist natürlich nicht schlecht. Aber ich denke du überinterpretierst das Gedicht. ;)

Das ganze Gedicht ist lyrisch gesehen einfach auf einem extrem niedrigen Niveau. Das KANN natürlich ein Stilmittel sein. Um kindlich und verrückt zu wirken oder dergleichen. Wie du ja richtig gesagt hast. Ist es für mich aber eindeutig nicht.

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lukisch - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 01.2005
185 Beiträge

Geschrieben am: 16.03.2009 um 23:14 Uhr
Zuletzt editiert am: 16.03.2009 um 23:15 Uhr

Zitat von Martin__:

Zitat von lukisch:


Und wenn ich dich noch ein bisschen ärgern wollte könnnte ich behaupten,
dass die Rechtschreibfehler gewollt sind (ja ich weiß ist nicht so) aber das ist ja das schöne an der literatur ... ich könnte ...


Joah, man kann da sehr viel reininterpretieren, klar.

Dein Ansatz was den "morgen - sorgen" Reim angeht ist natürlich nicht schlecht. Aber ich denke du überinterpretierst das Gedicht. ;)


In dem Fall mit der Rechtschreibung überinterpretiere ich es sehr wahrscheinlich, wie selbst ja schon festgestellt.

aber was den Rest angeht ... natürlich kann es gut sein,
dass die Autorin sich das nicht alles gedacht hat, was ich jetzt geschrieben habe,
aber das heißt nicht dass sie das nicht einfach intuitiv getan hat.
Bei mir jedenfalls löst es diese Bilder und Stimmungen aus.
Und ich habe versucht rückwärstgewand heruaszufinden, welche Wendungen das auslösen und ich sehe da schon einen Zusammenhang mit diesem Reim und seinen Gegensätzen.

Es mag sein, dass das eine oder andere überinterpretiert ist.

Letztendlich wollte ich mich mit dieser leichten überinterpretation (wirklich leicht, denn meiner meinung nach trifft sie weitgehend zu)
einfach nur mal sagen: Leute macht es euch nicht zu einfach mit "gut" und "schlecht".
Rechtschreibfehler können durchaus ihren Sinn haben und banales
wird durch Kombination leicht mal etwas Geniales

Mein Reim zum Schluss ^^




'Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin nur zurechtfinden' (Einstein)

Martin__ - 36
Champion (offline)

Dabei seit 05.2006
2134 Beiträge
Geschrieben am: 16.03.2009 um 23:23 Uhr
Zuletzt editiert am: 16.03.2009 um 23:25 Uhr

Zitat:

viele aufgehangene ausgestopfte penise sollen sterne darstellen


Das ist einfach so ... unbeholfen.

Ok, es werden bestimmte Bilder und Stimmungen ausgelöst. Aber das hätte man auch deutlich besser machen können. Vielleicht ist das das Problem. Die Idee ist zwar nett (dieser Kontrast "kindlich" <-> "pervers" zum Beispiel). Aber die Ausführung ist mangelhaft.

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lukisch - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 01.2005
185 Beiträge

Geschrieben am: 16.03.2009 um 23:36 Uhr

Zitat von Martin__:

Zitat:

viele aufgehangene ausgestopfte penise sollen sterne darstellen


Das ist einfach so ... unbeholfen.

Ok, es werden bestimmte Bilder und Stimmungen ausgelöst. Aber das hätte man auch deutlich besser machen können. Vielleicht ist das das Problem. Die Idee ist zwar nett (dieser Kontrast "kindlich" <-> "pervers" zum Beispiel). Aber die Ausführung ist mangelhaft.


Natürlich hätte es noch schöner ausgeführt werden können.
Das geht ja fast immer. Ich arbeite an meinen Gedichten immer wieder.
Schreib sie um. Gebe ihnen durch ein zwei neue Worte neuen Sinn.
Oder durch neue Überrschriften. Geht es um perfektion, gibt es die Perfektion?

Kritik ist natürlich gut, und gehört auch dazu und ist hier natürlich an manchen Stellen angebracht und bei anderen ist es einfach Interpretationssache ,...

aber dann kann man das doch auch so sagen:
Hey da gibt es Elemente die mir gefallen: Gute Idee,
das und das find ich nicht angebracht.

Weißt wie viel Mühe mir das jetzt gekostet hat, ordentlich auf das Gedicht einzugehen?
Und ich finde es nicht ok, ein Gedicht einfach nur als schlecht ab zu tun oder die Autorin ins Psychatrie schicken zu wollen, unabhängig ddavon, ob sie vielleicht wirklich sich einen scherz mit uns erlaubt hat, was durchaus möglich wäre.
Doch das können wir nicht wissen und deshalb sollte man ertsmal versuchen das ernst zu nehmen und man kann es sehr gut ernst nehmen und darin auch einiges erkennen.

Kritik ist ok, aber konstruktiv.

'Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin nur zurechtfinden' (Einstein)

ught - 39
Champion (offline)

Dabei seit 07.2005
2007 Beiträge
Geschrieben am: 16.03.2009 um 23:39 Uhr
Zuletzt editiert am: 16.03.2009 um 23:45 Uhr

Für mcih hat dieses lied einen touch rammstein, ich weiß nicht warum...
und ich finde, dass es eine art rohdiamant ist. nicht sehr geschliffen, mit ecken und kanten, aber im allgemeinen sehr interessant.

vom aufbau her, hmmm und reimschema, in der postmoderne muss es soetwas nicht geben, und wenn kann man alles mit einem blankvers schön reden ;-)
rechtschreibfehler geb ich lukisch in seinen ausführungen recht.
das gedicht hat wrirklich etwas sehr interessantes an sich.
und wegen dem thema " überinterpretieren", ein gedicht lebt erst davon, das sich leser mit diesem beschäftigen und interpretieren.

und ich sage es gleich, ich werde hier jetzt keine gedichtinterpretation vom stapel lassen. soetwas dauert zu lange und ich gehöre ins bett.

nur noch an die autorin: was hat dihc bewegt, solch ein thema zu wählen? und dann so "sadistsich dem männdervolke" gegenüber zu verwenden? eher aus spass oder aus persönlichen gründen? vielleicht hört man bei dem gedicht auch einen fetisch heraus? aber das sind reine spekulationen

edit: lukisch, war nett deine gedanken mal so zu lesen ;-) wir sollten mal per mail ein paar gedichte interpretieren ;-) falls du interesse daran hast. mir scheint, ein bischen impressionismus, hauptsächlich expressionismus und moderne oder auch postmoderne wären ideal für dich ;-)

edit II: ich finde den titel gedankenströme sehr gut getroffen, verrät nämlich nicht viel über den inhalt, ist dennoch im nachhinein passend und anfänglich irreführend ;-) gedankenströme im sinne von tagträumereien ... für viele sehr harmlos ... aber eben für manche nicht.

Die einzige Konstante im Leben ist das Absinken des Niveaus

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