Iluron - 37
Champion
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Geschrieben am: 04.02.2009 um 02:03 Uhr
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Nicht besonders schön,nicht besonders gut, einfach spontan.
Der Feind
Ein Mann kroch der nachts über feuchte Fluren,
hinterließ auf dem Weg bluttriefende Spuren.
Wimmernd und keuchend, mit gesplitterten Knochen,
ist er Zug um Zum in Dreck gekrochen.
Die Haut ist geschunden, von Schrapnellen durchbohrt,
Die Augen zerflossen in Dolchstichen zerborsten.
Zischen! Es nahen die Kugeln von dort,
dort oben, den Scharfschützenhorsten.
Ein Schuss in die Wade, ein Schuss in den Arm,
ein Gefühl der Kälte umwittert die Seele.
Zug um Zug, kommt doch nicht weit voran.
Er fragte sich ständig, warum er sich quäle.
Mit dem Gefühl des letzten Schusses im Nacken,
blieb er bewegungslos auf den Fluren zurück.
Doch die Nachtluft blieb stumm, nichts wollte ihn packen,
sie ließen sein Leben, das übrige Stück.
Den Moment wie eine endlose Hölle erlebend,
lag er auf dem Bauch, die Nase im Dreck.
Blind, gelähmt, im Blut leicht schwebend,
enthob sich sein Schmerz dem üblichen Zweck.
Und dort, von allem und jedem verlassen,
dort starb der Soldat im vergessenen Krieg.
Die Feinde bereuten nicht, ja sie vergaßen,
denn alles was zählte, war schließlich der Sieg.
Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.
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