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Geschrieben am: 17.12.2008 um 15:33 Uhr
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Kalt und reglos liegt sie da,
wollte ihr nichts tuen.
Doch plötzlich in des Kampfes gange
regt sie sich nicht mehr.
Stunden gehn ins Land hinein,
bläulich wird die zarte Haut
um den Kopf am Boden trocknet
rote zähe Flüssigkeit
in der ihre blonden Haare
liegen fein und säuberlich
dort für alle Ewigkeit.
Lippenstift und Wimperntusche,
nichts verwischt, wie schön sie ist.
Doch das Kleid ist hochgeschoben,
zurechtgezupft merkt niemand,
dass ich hier gewesen bin.
Leise schließe ich die Türe,
trete in die Nacht hinaus.
Ohne Worte werd ich gehen,
fort von diesem Totenhaus.
Der Mensch wurde nicht dazu gemacht, wahren Schmerz zu empfinden.
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