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Forum / Poesie und Lyrik
Zwischen allen Stühlen

daydreamer - 40
Halbprofi
(offline)
Dabei seit 09.2004
188
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Geschrieben am: 16.08.2008 um 15:45 Uhr
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Schokolade schmeckt nicht mehr
und der Druck in der Brust wird stärker.
Das Atmen scheint schwer
und das Lächeln hat Urlaub.
Nun sitz’ ich zwischen allen Stühlen
und dort nicht annähernd bequem.
Mein Blick sucht das Telefon
und mein Verstand den Ausweg.
Du bist das nicht wert
und ich bin nicht fähig, damit umzugehen.
per aspera ad astra
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Iluron - 37
Champion
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Dabei seit 06.2008
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Geschrieben am: 16.08.2008 um 16:05 Uhr
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Ich wage mich einfach mal an eine Interpretation, korrigiere mich, wenn ich falsch liege.
Die Protagonistitin (ich nehme an, dass sie weiblich ist) steckt offensichtlich in einer Art Beziehungskrise, oder aber, ist sich nicht sicher, ob der andere eine Beziehung will.
Das "zwischen den Stühlen" deutet meines Erachtens eher auf die zweite Möglichkeit hin.
Die Stelle "nicht annähernd bequem" sowie der Schluss zeigen, dass die Protagonistin nicht mit dieser Situation zurecht kommt. Alternativen sind wohl ihn anzurufen, oder aber schluss zu machen, was mit dem "Ausgang" simbolisiert werden soll. Man könnte darin aber auch einen suizidialen Charakter reininterpretieren, wenn man den Ausweg als Tod ansieht, was durch den letzten Vers nochmal unterstrichen wird.
Im Grunde stört mich nur "das Atmen scheint schwer". Wie kann der Protagonistin das Atmen schwer scheinen? Entweder es fällt ihr schwer oder eben nicht, aber ich denke nicht, dass die illusionistischen Fähigkeiten ihres Körpers so weit vorangeschritten sind, dass er sie davon überzeugen kann, dass er schwer atmet, obwohl er dies nicht tut.
Aber zusammenfassend, finde ich es schon sehr schön geschrieben und vorallem mit schöner Symbolik versehen :)
Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.
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daydreamer - 40
Halbprofi
(offline)
Dabei seit 09.2004
188
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Geschrieben am: 16.08.2008 um 16:56 Uhr
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Das mit dem Atmen ist vielleicht für einen Mann (diese verzweifelten Heulkrämpfe sind doch irgendwie ein Frauenthema) schwer nachzuvollziehen, aber ich versuch es mal zu erklären: Stell Dir vor, Du bist einfach ausgelaugt und erschöpft und dazu noch nervlich „angegriffen“. Du befindest Dich jetzt genau an der Schwelle zum Heulen. Wenn man kurz vor einem Heulanfall steht zieht sich irgendwie der Brustkorb krampfhaft zusammen. Das Atmen ist dadurch nicht schwerer, aber es ist irgendwie anstrengend gegen den krampfenden Brustkorb anzukämpfen und dieses „gleich-heul-ich-Gefühl“ wird verstärkt. So, ich hoffe, ich habe das nun etwas verständlicher gemacht?!
Deine restliche Interpretation ist abgesehen von meinem Geschlecht nicht zutreffend.
Danke aber für das Kompliment.
per aspera ad astra
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Iluron - 37
Champion
(offline)
Dabei seit 06.2008
8878
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Geschrieben am: 16.08.2008 um 17:20 Uhr
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Ich denke nicht, dass es ein reines Frauenthema ist, aber du hast recht damit, wenn du bei mir fehlenden Hintergrund vermutest. :)
Na dann werde ich mir nochmal Gedanken dazu machen, und vllt. komm ich nochmal auf einen anderen Ansatz.
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