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Forum / Poesie und Lyrik

Ein ganz normaler Tag

DesignerFake - 33
Anfänger (offline)

Dabei seit 02.2008
6 Beiträge

Geschrieben am: 24.02.2008 um 22:01 Uhr

"Schon wieder 'ne Minute zu spät" dachte ich mir und schaute nervös auf die Uhr meines Handys auf dem ich gleichzeitig Musik hörte. "Wieso kommen diese verdammten Busse eigentlich immer zu spät?" regte ich mich auf obwohl ich genau wusste dass das normal ist. "Da kommt er. Zwei Minuten zu spät. Schon wieder. Das sollten sie wirklich auf den Plan drucken." Ich stieg ein und nahm ein Platz ganz hinten am Fenster. Endlich wieder allein mit mir. Ich freute mich darauf alleine zu sein denn zu Hause würde ich es lange nicht aushalten da wir dort besuch bekamen. Schon wieder. Grundsätzlich habe ich etwas gegen einige meiner Familie, dazu gehört auch mein Vater. Nicht weil er immer rumstresst, nein, weil ich ihm egal bin und er lieber über sich redet und auf meinen Gefühlen, oder eher gesagt was davon übrig geblieben ist, rumtrampelt. Es fängt an zu regnen..."...and we listen to the rain, as it hits our streets..." tönt aus meinen Kopfhörern "Ironie des Lebens" denke ich mir als wieder welche in den Bus einsteigen. Ihre auf mich gewandte Blicke stören mich. "Es ist nur wegen meinem Piercing" rede ich mir ein, wie jedes mal "Nur wegen dem Piercing...allmählich solltest du dich daran gewöhnen, Soni" denk' ich mir. Schließlich waren diese Blicke eines der Gründe weshalb ich mir dieses stechen lassen hab." Mittlerweile ist es doch nicht so dass es ungewöhnlich ist, ein Piercing zu haben...Ich meine viele laufen mittlerweile mit einem Unterlippenpiercing herum..." ich schwebe in Gedanken, wo ich versuche den Grund zu finden was an mir falsch ist. Hoffnungslos.
"Nächste Haltestelle: Hauptbahnhof..."..."hier muss ich raus...ich will nicht...“ stumm bleibe ich auf meinem Platz sitzen, schließlich wartet auf mich keiner. Wieder steigen Menschen ein. Wieder entsetzte Blicke. ich schaue weg damit ich diese nicht mitbekomme. Ich lasse mich in den Song fallen "..when darkness turns to light, it ends tonight, it ends tonight.." ich fange an zu Lächeln "wunderschön, das Lied. Habe ich gefunden als ich bei youtube die Videos der Figur angeschaut habe die zu mir gehört in einer Clique. Noch einer Clique in der ich bin" das Lächeln verschwindet rasant. Die meiste zeit verbringe ich mit Menschen die mich kaum kennen. Und ich höre mir ihre Probleme und sorgen an. Nicht dass es mich stört, nein, ich mache es gerne, nur geht es mir manchmal auch ans Herz und tut weh, genauso wie dem, der mir sein Geheimnis anvertraut. Inzwischen lagern sich die Geheimnisse bei mir, genauso wie der Schmerz. Ich versuche mich wieder ab zu lenken, damit es mir nicht schlechter geht, aber ich schaffe es nicht. Kopf- und Bauchschmerzen, ein starker Druck in der Brust. Die Gefühle steigen hoch. Das darf ich nicht zulassen. Ich schalte die Musik lauter und versuche mit zu singen indem ich meine Lippen zum Text bewege. Die Gedanken weichen ab. Der Schmerz lässt nach. "Noch mal Glück gehabt" denke ich mir und fasse den Sternchenanhänger an meinem Hals an. Glücksbringer. Ich erinnere mich daran dass ich es bei dem Urlaub in Italien von meiner Mum bekommen habe. Da wir mit verwandten da waren, bekam ich es ohne endlos zu Betteln. Seit diesem Tag habe ich es fast immer bei und an mir.
"Sonnenfeld Haltestelle." mir fällt ein dass mich heute Morgen eine Freundin angerufen hat und zu sich einlud. "Hier sollte ich raus." Ich zögere. Der Bus hält. Ich bleibe Sitzen. "Ich muss noch meine innere Ruhe finden". Der Bus fährt weiter.
Wieder am Bahnhof angekommen steige ich endlich aus, da ich mittlerweile Durst habe und gehe in den Bahnhof rein um mir einen Kaffee zu holen. Suchend gehe ich in der Menge vor dem Bahnhof, schaue nach einer Bekannten. Sie ist nicht da, oder doch, und ich sehe sie nicht. Ich gehe rein. Riesenschlange. Ich stelle mich an. Während der Warterei rumpeln mich einpaar Menschen an. Ich mag es nicht wenn mich die anderen auf irgendeine art und weise anfassen. Auch wenn es nur sehr kurz ist. Ich unterdrücke meine Aufregung. Ich bin dran. Mit mühe bekomme ich "einen Kaffee, bitte" aus mir heraus. Leise. Schwer verständlich für die Verkäuferin, aber verständlich. Ich gehe raus, sehe mich um. "Was jetzt?" ich laufe hoch zum Münster. Zur nächsten Haltestelle. Steige wieder ein. Der Bus fährt los. Wie einfallslos ich doch bin. "Wieso einfallslos? Das mache ich um mit mir selbst klar zu kommen! Und es hilft." Ich wende mich wieder der Musik zu. Schaue aus dem Fenster. Eine bekannte Gestalt. Sehr Bekannt. Jenny. Mit ihr verbringe ich die meiste Zeit. Sie darf mich nicht sehen. Die Folgen sind Riskant, sonst muss ich mit zur morgigen Veranstaltung, da werden viele mit dabei sein. Und wenn sie mich sieht bin ich dabei. Das will ich nicht. Außerdem müsste ich mich dann damit rumschlagen dass ihr Freund gerade im Krankenhaus liegt. Eine weitere innere Schlacht. Ob ich diese im Moment aushalten kann ist fraglich. Sinnlos rede ich dem Bus ein er soll schneller fahren. Er hält. Ich schreie innerlich er soll wieder fahren. Jenny kommt immer näher zu dem Fenster an dem ich sitze. Ich verstecke mein Gesicht. Der Bus fährt los. Sie hat mich nicht gesehen. Was ist wenn nach dem der Bus sich umdreht, sie mit einsteigt? Panisch steige ich an der Endhaltestelle aus.“Was jetzt?" Hier kenne ich mich nicht aus. Das einzige was mir einigermaßen bekannt ist, ist die Haltestelle gegenüber. Ich gehe hin. Ein Risiko. Doch ich habe keine Wahl. Ich muss den nächsten Bus nehmen, da der übernächste erst in einer Stunde kommt, und das ist mir zu spät.
In dem Bus setze ich mich ganz nach vorne. Dass mich ja keiner sieht. Haltestelle. Mein Herz rast wie verrückt. Zwei mir unbekannte ältere Männer. Ich puste erstmal auf. Die Fahrt geht weiter. Haltestelle. Keiner da. Die nächste Haltestelle, ist die, an der Jenny war. Der Bus hält. Ich sehe nach hinten. Viele Menschen. ich erkenne keinen. Und wahrscheinlich erkennt mich keiner. Ich schaue nach vorne und somit entweiche ich den Blicken der anderen. Neben mir sitzt jetzt eine Frau die mit ihrer Freundin redet. Sie dreht sich zu mir und sagt etwas. Ich höre sie nicht. Mache die Musik leiser, mein Gesichtsausdruck stellt sich auf das fragende Gesicht auf. Ich höre sie immer noch nicht. Die Kopfhörer mache ich nicht raus. Eine Zeit Lang starre ich ihre Lippen an, gebe es aber auf da ich keine Lippen lesen kann. Die Frau redet weiter. Ich drehe die Musik lauter und drehe mich um. Mir ist egal was sie sagt. Ich denke darüber nach, was ich tag täglich mache. Ich erfinde dumme Sachen. Sprüche. Und lass sie mir klauen. Von Freunden. "Nun...wenn es ihnen gefällt..." mir wird bewusst dass mich Menschen kopieren, dass ich meinen eigenen Stil habe. Schon fast eine eigene Religion. Die anderen können soviel sie wollen versuchen so zu sein wie ich, sie werden es nicht schaffen denn alles was ich habe basiert auf meinen Erlebnissen die ich mit keinem teile. Es geht mir deutlich besser. Ich fahre nach hause und versuche mich an dem schönen Gedanken fest zu halten dass ich ich selbst bin.
Zu Hause angekommen ist mit einem kurzem hallo alles gesagt. Ich lasse meinen PC hochfahren. Lese meine Mails. Ein Mädchen dass immer mit zwei i's und t's schreibt mir. Ich frage sie wieso sie so schreibt. "Weil das die anderen tun" ist die Antwort. Bap ist meine Antwort. Mit einem Lächeln schalte ich mein PC wieder aus. Es ist Nacht. Ich steige in mein Bett. "Ein Tag wie jeder andere" ich drehe mich zur Seite " when darknes turns to light it ends tonigt, it ends tonight" erinnere ich mich und warte auf den nächsten Morgen.

MadFighter - 33
Halbprofi (offline)

Dabei seit 05.2006
105 Beiträge
Geschrieben am: 24.02.2008 um 22:07 Uhr

Wie lange hast du dafür gebraucht?

Das Niveau ist gerade unter's Bett gekrabbelt und heult!

DesignerFake - 33
Anfänger (offline)

Dabei seit 02.2008
6 Beiträge

Geschrieben am: 24.02.2008 um 22:11 Uhr

Zitat von MadFighter:

Wie lange hast du dafür gebraucht?

ca 30min
m_ - 36
Profi (offline)

Dabei seit 01.2007
656 Beiträge

Geschrieben am: 24.02.2008 um 22:22 Uhr
Zuletzt editiert am: 24.02.2008 um 22:23 Uhr

du schreibst wie in einem thriller, obwohl es total langweilige erlebnisse sind..

z.b.: Panisch steige ich an der Endhaltestelle aus.“Was jetzt?" Hier kenne ich mich nicht aus. ... Ein
Risiko. Doch ich habe keine Wahl. Ich muss den nächsten Bus nehmen, da der übernächste erst in
einer Stunde kommt, und das ist mir zu spät.
In dem Bus setze ich mich ganz nach vorne. Dass mich ja keiner sieht. Haltestelle. Mein Herz rast wie
verrückt...

ausserdem hat die erzählung an sich doch gar kein sinn, und ist kaum zu überblicken du fährst
sinnlos mit tausend bussen und versuchst das so dramatisch wie nur möglich zu formulieren, dass
das sterbenslangweilig ist hat dir wohl noch niemand gesagt?
wenn das für dich ein ganz normaler tag ist, tust du mir echt leid ;)

..::Ich bin nicht geboren um zu sein wie andere mich gern hätten ::..

DesignerFake - 33
Anfänger (offline)

Dabei seit 02.2008
6 Beiträge

Geschrieben am: 24.02.2008 um 22:28 Uhr

Zitat von m_:

du schreibst wie in einem thriller, obwohl es total langweilige erlebnisse sind..

z.b.: Panisch steige ich an der Endhaltestelle aus.“Was jetzt?" Hier kenne ich mich nicht aus. ... Ein
Risiko. Doch ich habe keine Wahl. Ich muss den nächsten Bus nehmen, da der übernächste erst in
einer Stunde kommt, und das ist mir zu spät.
In dem Bus setze ich mich ganz nach vorne. Dass mich ja keiner sieht. Haltestelle. Mein Herz rast wie
verrückt...

ausserdem hat die erzählung an sich doch gar kein sinn, und ist kaum zu überblicken du fährst
sinnlos mit tausend bussen und versuchst das so dramatisch wie nur möglich zu formulieren, dass
das sterbenslangweilig ist hat dir wohl noch niemand gesagt?
wenn das für dich ein ganz normaler tag ist, tust du mir echt leid ;)


ne ist nicht mein leben,hab ich mir einfach mal einfallen lassen,wollte eben mal etwas schreiben was man im leben eigentlich kaum bemerkt,so einen menschen, und eben das langweilige irgendwie aufpeppen
torschuetze - 45
Experte (offline)

Dabei seit 03.2007
1540 Beiträge
Geschrieben am: 27.02.2008 um 15:07 Uhr

was soll das alles-das ist doch überflüssig wie ein kropf

in großen krisen zerbricht das herz oder wird zu stahl ( honore de balzac)

_Gabri
Profi (offline)

Dabei seit 02.2008
412 Beiträge
Geschrieben am: 27.02.2008 um 15:16 Uhr

wenn du in deiner freizeit nichts anderes tust , als busfahren..

CoMe On :) yauu^^

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