Ihr denkt ihr seht…ohne hinzuschauen
Ihr denkt ihr hört…ohne hinzuhorchen
Ihr denkt ihr fühlt…ohne zu berühren
Farblos und blind rennt ihr umher
In euren grauen Rattenlabyrinthen
Mit Gefühlen nach Maß geschneidert
Wie den Blättern in einem Kalenderbuch
In wohliger Zufriedenheit
Werdet ihr euch niemals finden
Den Verstand hat man euch in den Schlaf gewogen
Die Mündigkeit habt ihr selbst abgelegt
Ihr schaut…ohne etwas zu sehen
Ihr horcht…ohne etwas zu hören
Ihr berührt…ohne etwas zu fühlen
Ihr laßt euch gerne durchs Leben führen
Aus Furcht vor eigener Entscheidungskraft
Nehmt freiwillig Platz in der Herde
Zwischen dem Schäfer und dem bösen Wolf
In versteinerten Hüllen aus Angst
Und gedankenloser Unterwerfung
Sagt ihr am Ende der Stunde
Kniend, leise: ‚Ja’
schön und zutreffend, was ich vermisse ist der vorwurf an die angeklagten, den noch existierenden denkern durch unverständnis und mit ignoranz und arroganz das leben schwer zu machen.