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Forum / Poesie und Lyrik

Vom Menschen, der nie sterben wollt'.

Quintian - 37
Profi (offline)

Dabei seit 11.2006
981 Beiträge

Geschrieben am: 26.10.2007 um 21:12 Uhr

Ein Kind, das in der Mutter schlief
Ist Ziel des alten Todes Griff.
"Oh Tod", es fleht, "warum suchst du mich
Zu sterben? Keinen Tag im Leben kostet' ich!
Ich bitt' dich, graus'ger Knochenmann,
Nicht an mich lege deine kalte Hand!"
Dem Tode taut sein eis'ges Herz,
Fühlt des Kindes Angst und Schmerz.
"Nicht graus' bin ich, hab' Freud am Leben
Doch wisse: kurz ist's, was ich dir gebe."

Jahre später, das Kind ist nun ein Knab;
Gevatter Tod kommt, ihn zu tragen in sein Grab.
Der Knab' wird bleich, als den Dunklen er erkennt;
Nicht's gibt's noch, was vom Tod nun ihn trennt.
Erneut beginnt er zu bitten und zu fleh'n,
mag noch kein finster' Grab von Innen seh'n.
Fürchtet sich, senkt das Haupt; weint still und stumm.
"Ich bitt' dich, grimmer Knochenmann, noch nicht um
Ist mein Spiel! Hab' Gnad mit mir, lass' mich geh'n!"
Und der gute Tod lenkt ein - will ihn später mit sich nehm'n.

Zum dritten Mal sieht der Tod nun den Mann
Fünfundzwanzig Jahr lebt' er, wuchs heran,
Angst und Zorn dunkeln sein Herz. Voll Abscheu
Schreit er zu jenem, der altem Schwure treu.
"Spottest über mich, der ich schenkte dein Leben,
Keinen Dank, nur Streit soll's dafür geben?
Lange Jahr und mehr war mein Herz zu weich;
Verwehrt sei dir, du Elender, mein ruhiges Totenreich!"
Doch mit Lachen antwortet der Ungestorb'ne dann:
"Weh tut's mir nicht, du dummer alter Knochenmann!"

Alt und grau ist der Jünglig nun geworden;
Wünscht' oft, er sei schon lang gestorben.
Der Tod kam bald und oft, zu enden die Leben,
seines Weib's und die, die sie gegeben.
"Tod", spricht er, "nahmst mir Frau und Sohn,
Alt war'n sie, und es zu seh'n mein Lohn;
Doch bitt' ich dich, vergib' meinen Spott; S'ist Zeit
Für mich auch zu geh'n; ist der Weg auch schwer und weit."
Doch mit des Endes süßer Ruh ward er nicht verwöhnt,
Denn wehe dem, der den Tod verhöhnt.







Mir war danach, so etwas zu schreiben. Wie ihr sehen könnt, habe ich ein wenig von Matthias Claudius geklaut, und mich allgemein von düstereren Gedichten inspirieren lassen. Kritik erwünscht.

Sanity is for weaklings!

Ghostrider88 - 45
Profi (offline)

Dabei seit 07.2007
601 Beiträge

Geschrieben am: 26.10.2007 um 22:24 Uhr

Sehr gut geschrieben, gefällt mir :daumenhoch:

..... weil du eine Marionette bist

-Ed87- - 38
Experte (offline)

Dabei seit 12.2005
1885 Beiträge
Geschrieben am: 26.10.2007 um 22:41 Uhr

nicht schlecht.. wär was für rammstein ;-)
Konda
Anfänger (offline)

Dabei seit 07.2006
20 Beiträge
Geschrieben am: 29.10.2007 um 12:20 Uhr

Faszinierend. Auch diese Sprache, die sich so perfekt deiner Thematik anpasst.
Lonely_Wolf - 35
Experte (offline)

Dabei seit 12.2005
1315 Beiträge

Geschrieben am: 29.10.2007 um 13:30 Uhr

Zitat von -Ed87-:

nicht schlecht.. wär was für rammstein ;-)


schließe mich an hehe ^^

autsch xD

ashy - 35
Experte (offline)

Dabei seit 11.2005
1217 Beiträge

Geschrieben am: 29.10.2007 um 16:49 Uhr

Hammer gedicht. Also ich weiss jetzt nicht wie viel du aus welchen gedichten kopiert hast, oder wie sehr du dich hast inspirieren lassen abe rich nehme an die Grundidee war deine und allein diese ist schon genial. Der Text ist toll geschrieben und super formuliert und auch die Aussage die du machen willst ist sehr berührend. I-wie machst du klar, ein ewiges leben ist nicht lebenswert, was ich kritisiere ist vielleicht das du so tust oder so schreibst als wäre der tod etwas wundervolles und müsse so früh wie möglich kommen. So meine Meinung. Aber ich bin richtig beeindruckt von deiner Schreibweise und diesem Talent. Und in diesem gedicht machst du eine aussage klar, die in dem Gedicht eine viel einprägsamere wirkung hat

greetings
ashy~*~*~*

Für die Schreibfehler haftet die Tastatur...*~*~*~*

Quintian - 37
Profi (offline)

Dabei seit 11.2006
981 Beiträge

Geschrieben am: 29.10.2007 um 16:58 Uhr

So, danke für die Kritiken, die bis jetzt geäußert wurden. Dachte nicht, dass mein Gedichtlein so positiv auffallen würde.
Zur Rechtfertigung meiner Position bezüglich des Todes:

Es gab eine Epoche, in der der Tod nicht als fürchterlicher, bösartiger Schicksalsschlag, sondern als Freund und Erlöser betrachtet wurde, und genau das wollte ich hier einbringen.
Ich selbst finde zwar das Leben äußerst lebenswert, stimme aber mit dem Gedanken, dass der Sensenmann ein "guter Kerl, der einfach nur seinen Job macht", ist überein.


Sanity is for weaklings!

ashy - 35
Experte (offline)

Dabei seit 11.2005
1217 Beiträge

Geschrieben am: 30.10.2007 um 13:55 Uhr

Zitat von Quintian:

So, danke für die Kritiken, die bis jetzt geäußert wurden. Dachte nicht, dass mein Gedichtlein so positiv auffallen würde.
Zur Rechtfertigung meiner Position bezüglich des Todes:

Es gab eine Epoche, in der der Tod nicht als fürchterlicher, bösartiger Schicksalsschlag, sondern als Freund und Erlöser betrachtet wurde, und genau das wollte ich hier einbringen.
Ich selbst finde zwar das Leben äußerst lebenswert, stimme aber mit dem Gedanken, dass der Sensenmann ein "guter Kerl, der einfach nur seinen Job macht", ist überein.


Wenn man sich alles aus dieser Sichtweise ansieht, dann stimm ich dir zu ^^

Für die Schreibfehler haftet die Tastatur...*~*~*~*

I3I_4CKNINJ4 - 36
Experte (offline)

Dabei seit 06.2005
1618 Beiträge

Geschrieben am: 02.11.2007 um 02:04 Uhr

lang muss man suchen um überhaupt was lesbares hier zu finden, doch die überschrift fällt sofort auf.

Wie oben schon gesagt, die grundidee genial, perfekt ausformuliert (ohne die behauptung aufzustellen, es sei was geklaut).
Im den ersten beiden Abschnitten denkt der leser noch, es sei unfair, dieses leben zu beenden und im nächsten abschnitt das krasse gegenteil. genau diese stelle finde ich wunderbar rüber gebracht...

die schlussendliche aussage, dass ein ewiges leben nicht toll sein kann, ist auf jeden fall gut dargestellt, doch - ich will hier nicht das gedicht selbst kritisieren, sondern nur die philosophie dahinter - wie kann ein mensch - ohne, dass er es schafft die dimension zeit abzuschalten - denn völlige zufriedenheit erlangen, wenn er weiß, dass nichts bleibt und alles endlich ist?

Ich habe Angst vor dem Tod, doch wenn ich sterbe, dann freue ich mich darauf

Quintian - 37
Profi (offline)

Dabei seit 11.2006
981 Beiträge

Geschrieben am: 07.11.2007 um 19:09 Uhr

Schwierige Frage, und ich denke, sie ist eher rhetorisch gedacht...
Aber ich versuche trotzdem mal, darauf zu antworten.

Ewiges Leben ist begehrenswert, denn es wird immer etwas geben, dass ansehenswert ist - aber irgendwann möchte man vielleicht einfach seinen Frieden haben... Also: gerade durch dieses Wissen!

Sanity is for weaklings!

Marvinator - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2007
152 Beiträge

Geschrieben am: 10.11.2007 um 18:37 Uhr

Absolut talentfrei...
Wenn du doch schon so viel Freizeit hast,dann mach doch bitte etwas Sinnvolleres als misslungene Gedichte zu verfassen! -.-

AWKWAAARD!!!

Quintian - 37
Profi (offline)

Dabei seit 11.2006
981 Beiträge

Geschrieben am: 10.11.2007 um 19:16 Uhr

Auch für negative Kritiken bin ich dankbar - allerdings sollte man seine Meinung begründen. ;-)

Sanity is for weaklings!

LastOrder - 41
Experte (offline)

Dabei seit 06.2006
1294 Beiträge
Geschrieben am: 10.11.2007 um 19:25 Uhr

also sogar mir gefällts ^^ und ich bin da echt anspruchsvoll

Tá mo bhríste trí thine!!!

aldred - 36
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 06.2005
39 Beiträge

Geschrieben am: 11.11.2007 um 13:47 Uhr

Zitat von Marvinator:

Absolut talentfrei...
Wenn du doch schon so viel Freizeit hast,dann mach doch bitte etwas Sinnvolleres als misslungene Gedichte zu verfassen! -.-



Also ich find des a bissle unverschämt! Wahrscheinloch kann er selber nicht mal zwei sätze schreiben die sich reimen!

Ich find des ganz ehrlich ne tolle Geschichte! Das ist der stoff aus dem Märchen gemacht werden!

Der Tod ist nahe! So nahe, wie die Klinge lang ist!

Marvinator - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 10.2007
152 Beiträge

Geschrieben am: 13.11.2007 um 20:44 Uhr

Zitat von aldred:

Zitat von Marvinator:

Absolut talentfrei...
Wenn du doch schon so viel Freizeit hast,dann mach doch bitte etwas Sinnvolleres als misslungene Gedichte zu verfassen! -.-



Also ich find des a bissle unverschämt! Wahrscheinloch kann er selber nicht mal zwei sätze schreiben die sich reimen!

Ich find des ganz ehrlich ne tolle Geschichte! Das ist der stoff aus dem Märchen gemacht werden!

Willkommen im Club der talentfreien Dichter!

AWKWAAARD!!!

Nocterus - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 05.2005
381 Beiträge

Geschrieben am: 15.11.2007 um 17:03 Uhr

Zitat von Marvinator:

Absolut talentfrei...
Wenn du doch schon so viel Freizeit hast,dann mach doch bitte etwas Sinnvolleres als misslungene Gedichte zu verfassen! -.-


wie heisst es so schön wer keine ahnung hat sollte einfach mal ......

stfu?pls?

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