Du bist nicht eingeloggt.

Login

Pass

Registrieren

Community
Szene & News
Locations
Impressum

Forum / Poesie und Lyrik

Wie macht ihr das?

<<< zurück   -1- -2-  
IceDive - 37
Halbprofi (offline)

Dabei seit 01.2005
110 Beiträge

Geschrieben am: 05.10.2007 um 19:50 Uhr

Also. Erstmal gibt es viele Möglichkeiten, wie man an ein Gedicht rangehen kann

1. Du schreibst, was dir einfällt
2. Du schreibst, was du fühlst
3. Du schreibst, was dich gerade beschäftigt
4. Du schreibst, was dir als passende Idee für ein Gedicht in den Sinn kommt
5...
6...
....

Du kannst alle möglichen Themen aufgreifen, die dir selbst passend dafür erscheinen. Manche benötigen eine Art Stoffsammlung, andere hingegen schreiben einfach wie wild darauf los und schauen, was dabei herauskommt.
Am ende wirst du nie ein fertiges Gedicht vorfinden, sondern ein Gerüst, das du noch ausbauen musst.
Anfangs bleibt dieses Konstrukt sehr gerüstartig, weil man sich in einer Lernphase befindet und einfach alles mögliche ausprobiert.
Aber mit der Zeit findet man seinen Stil, wenn man nicht versucht, andere zu imitieren und lernt auch, ein wenig auf stilistische mittel zu achten, so vor allem reimschemen, Silbenanzahl, passende Strophenlängen, etc.

Wenn ich meine ersten Gedichte lese, merke ich, dass sie total anfängerhaft geschrieben sind, die neueren hingegen eine klare struktur aufweisen, die sich mit der Zeit von selbst entwickelt hat.

Das einzig wichtige hierbei ist nur, dass du dich voll in deine arbeit reinhängst, dich auf emotionaler ebene bewegst, selbst wenn das thema noch so trocken geschildert ist, und nicht schreibst, weil du ein tolles ergebnis haben möchtest, um anzugeben oder um deinen eigenen Stolz zufrieden zu stellen. Dann wird das irgendwann ganz von allein.

Du solltest dich nicht mit anderen vergleichen und auch nicht damit, was hier im forum herumkursiert. ich bin davon überzeugt, dass hier jeder nur das reinstellt, worauf er oder sie stolz ist und selbst dafür liest man hier viel zu viel totalen scheiß. ca. 80% der gedichte hier wirken auf mich, als wollte man damit nur das lob anderer einfahren und somit selbstbestätigung erlangen. einige sind einfach schlecht, weil der schreiber sich selbst nicht damit beschäftigt hat und nur ganz wenige besitzen wirkliche qualität, weil der schreiber das gemacht hat, worauf es, wie ich oben beschrieben habe, ankommt.

Dennoch hat jedes Gedicht seinen ganz subjektiven wert und gerade auf diesen solltest du deine priorität setzen. es ist unwichtig, was andere machen oder was große dichter-genies gemacht haben. wichtig ist, dass dir dein eigenes werk gefällt und es dich zufriedenstellt.

so sehe ich das jedenfalls :D
limpbiskit
Experte (offline)

Dabei seit 07.2006
1604 Beiträge

Geschrieben am: 05.10.2007 um 20:28 Uhr

die kunst ein gedicht zu verfassen liegt nicht darin das man die gabe besitzt diese zu schreiben, man kann es lernen. würdest du mein allererstes gedicht lesen wie z. B. eins meiner ersten "wir..." dann würdest du vor lachen tod vom stuhl fallen
aber mit der zeit lernt man immer besser zu schreiben
die kunst seine gedanken in worte und gedichtform zu fassen ist meiner meinung nach die wahre kunst

aber für die die noch nicht sehr weit sind empfehle ich das hier

schritt 1
idde
-hab ne idee und überleg was ich ausdrücken will

schritt2
ausdruckform
ich überleg welche art ich mach also entscheide mich zwischen gedicht und prosa (meist gedicht)

schritt 3
wendungen
ich baue immer irgendwo eine wendung ein
meistens im letzten vers^^
= ich schreibe den letzten abschnitt

schritt4
überlege mir themen die ich damit in verbindung bringe und überlege verknüpfungen

schritt 5
reime
schreibe reime die mir gefallen auf papier

schritt 6
schreibe reime in reihenfolgen

schritt 7
nachsehen ob ich alles verbaut habe was ich wollte
(vorbereitungen abgeschlossen)

schritt 8
anfangen durch verwenden der vorgemerkten teile als gedächtnisstützen eine urfassun zuschreiben

schritt 9
immer wieder verbessern erneut lesen drüber schlafen erneut lesen verbessern reime tauschen zwischenteile verbessern usw.
(meistens 2 tagelang^^)

schritt 10
überlegen obs dem thema gerecht wird
nochmal verbessern aufs metrum achten argumente überdenken

schritt11
lesen
-es ist gut
juhu neuse gedicht
-schlecht
der papierkotb steht unterm schgreibtisch




Gebt mir ein Brecheisen und ich werde die welt aus ihren angeln heben

Killerzwerg
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 10.2005
72 Beiträge

Geschrieben am: 21.10.2007 um 16:01 Uhr

danke werd ich mir zu herzen nehmen.

Diabetis ist kein Zuckerschlecken

V_to_K
Champion (offline)

Dabei seit 11.2005
4738 Beiträge
Geschrieben am: 21.10.2007 um 19:46 Uhr

Zitat von limpbiskit:

die kunst ein gedicht zu verfassen liegt nicht darin das man die gabe besitzt diese zu schreiben, man kann es lernen. würdest du mein allererstes gedicht lesen wie z. B. eins meiner ersten "wir..." dann würdest du vor lachen tod vom stuhl fallen
aber mit der zeit lernt man immer besser zu schreiben
die kunst seine gedanken in worte und gedichtform zu fassen ist meiner meinung nach die wahre kunst

aber für die die noch nicht sehr weit sind empfehle ich das hier

schritt 1
idde
-hab ne idee und überleg was ich ausdrücken will

schritt2
ausdruckform
ich überleg welche art ich mach also entscheide mich zwischen gedicht und prosa (meist gedicht)

schritt 3
wendungen
ich baue immer irgendwo eine wendung ein
meistens im letzten vers^^
= ich schreibe den letzten abschnitt

schritt4
überlege mir themen die ich damit in verbindung bringe und überlege verknüpfungen

schritt 5
reime
schreibe reime die mir gefallen auf papier

schritt 6
schreibe reime in reihenfolgen

schritt 7
nachsehen ob ich alles verbaut habe was ich wollte
(vorbereitungen abgeschlossen)

schritt 8
anfangen durch verwenden der vorgemerkten teile als gedächtnisstützen eine urfassun zuschreiben

schritt 9
immer wieder verbessern erneut lesen drüber schlafen erneut lesen verbessern reime tauschen zwischenteile verbessern usw.
(meistens 2 tagelang^^)

schritt 10
überlegen obs dem thema gerecht wird
nochmal verbessern aufs metrum achten argumente überdenken

schritt11
lesen
-es ist gut
juhu neuse gedicht
-schlecht
der papierkotb steht unterm schgreibtisch


schön kopiert bummel
ShuffleD - 37
Profi (offline)

Dabei seit 09.2007
688 Beiträge
Geschrieben am: 22.10.2007 um 04:09 Uhr

Zitat von Killerzwerg:

Ich meine ich habe so viele schöne und vor allem selbst geschriebene Gedichte gelesen.
Auf so was komm ich gar nich. Auch nich in zehn Jahren.
Wie macht ihr das?
Sagt´s mir Leute


kp...ich weiß selber nich, wie ich das immer macht...
schreib was du denkst...muss halt emotional sein und nich einfach n thema wie "FCB ole"
schreib was du fühlst und form es um...mit der zeit klappt das gleich auf anhieb bis auf paar dinge...
versuch einfach, dass es "rund" klingt und nich satz für satz wie step by step...

ein fließender text, eine geschichte...

so mach ich es zumindest immer und es klappt..
seniorita90 - 35
Halbprofi (offline)

Dabei seit 08.2005
315 Beiträge

Geschrieben am: 24.10.2007 um 16:32 Uhr

Es ist wie singen, jeder kann es doch...

... manche tun es einfach nicht
... manche glauben es nicht zu können
... manche trauen es sich nicht
... manche überlassen es denen, von welchen sie denken sie können es besser
und manche tun es im Geheimen

,,Der Gegner ist zum erreichen der Wahrheit wichtiger, als der Zustimmende'' JASPERS

bimberle - 35
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 09.2007
74 Beiträge

Geschrieben am: 25.10.2007 um 10:14 Uhr
Zuletzt editiert am: 25.10.2007 um 10:17 Uhr

Also bei mir ist des so..:
wenn mi etwas stört dann sitz i mi ersch mal hin
mach ne passende Mucke rein
hör ein bischen zu
und fang dan an zu schreibe....

Dabei schau ich immer darauf das es eine Botschaft gibt,
wo die Leute nachdenken sollen
oder eine Botschaft an eine gewisse Person...

Aber ich schreib auch weniger Gedichte,
sondern ich Philosophiere lieber...

Wer nach einer helfenden Hand ausschau hält findet sie am ende seines eigenen Armes

IceDive - 37
Halbprofi (offline)

Dabei seit 01.2005
110 Beiträge

Geschrieben am: 26.10.2007 um 20:10 Uhr

Zitat von bimberle:

Also bei mir ist des so..:
wenn mi etwas stört dann sitz i mi ersch mal hin
mach ne passende Mucke rein
hör ein bischen zu
und fang dan an zu schreibe....

Dabei schau ich immer darauf das es eine Botschaft gibt,
wo die Leute nachdenken sollen
oder eine Botschaft an eine gewisse Person...

Aber ich schreib auch weniger Gedichte,
sondern ich Philosophiere lieber...


um philosophieren oder Gedichte schreiben zu können, ist es vorrangig aber auch nicht unwichtig, dass man die Sprache, in welcher man seine Zeilen verfassen möchte, beherrscht. Ich würde dir raten, daran zu arbeiten ^^


Zitat von seniorita90:

Es ist wie singen, jeder kann es doch...

... manche tun es einfach nicht
... manche glauben es nicht zu können
... manche trauen es sich nicht
... manche überlassen es denen, von welchen sie denken sie können es besser
und manche tun es im Geheimen


es gibt aber auch Leute, wie mich...
...die trauen sich und tun es einfach und erkennen an den Reaktionen der anderen Menschen, dass sie NICHT singen können *g*
Aber im Prinzip gebe ich dir da schon recht ;-)
Amixor33 - 35
Champion (offline)

Dabei seit 10.2007
2192 Beiträge

Geschrieben am: 26.10.2007 um 21:32 Uhr

Eine perfekte Lösung gibt es nicht... das wichtigste ist nur - meiner Meinung nach -dass du dich nicht auf etwas allzu fest fixierst. Man braucht schon ein bisschen Talent, rein von der Kreativität... das schreiberische kann man lernen, sich stets verbessern... ich rate dir viel zu lesen. Indem du viel liest lernst du unbewusst viele neue Wörter und verschiedene Schreibrichtungen kennen, du entdeckst dadurch viele Themen welche wiederum auch in agewandelter Form für Gedichte verwendet werden können wenn man darüber nachdenkt.

Du kannst schreiben was dich bewegt, wie es dir geht... aber wenn du es ein bisschen anspruchsvoller willst - wobei ich persönlichen Gedichten den Ansspruch nicht abreden will - auch nach einer guten Aussage suchen, ein Appel an die Menschlichkeit... beobachte die Menschen um dich herum, schreib etwas kritisches über die Gesellschaft, verlorene Werte, beobachte die Natur, ziehe Parrallen zwischen Natur und Menschenleben... wähle abstrakte Themen um sie z.B. mit den eigenen Gefühlen zu verbinden.

Gedichte und Geschichten schreiben ist nichts anderes als Schauspielerei... man muss sich in die Characktere einfühlen können, man muss überzeugend schreiben... das lyrische "Ich" muss nicht das tatsächliche "Ich" sein... man muss mit dem Leser spielen, den Stil wechseln können - dies kann auch in einem Gedicht geschehen... von sanften und weichen Wörtern urplötzlich in einen ruppigen, harten Tonfall... du musst die Sprache beherschen.

Und dafür bedarf es viel Übung. Jeder fängt klein an, kaum einer wird am Anfang ein fehlerloses Werk hinknallen. Man muss aus seinen Fehlern lernen genauso wie aus Kritik und sie nicht als irgendetwas böswilliges aufschnappen.

Man sollte sich sein Thema auch nicht total durchkonstruieren... es reicht oft ein kleiner Ansatz und zarte Versuche es in Worte zu fassen. Man muss während dem Schreiben spontan bleiben können - man kann das ganze am Stück schreiben um eine gleiche Stimmung zu haben... manche brauchen dazu Musik, andere können es ohne... ; es empfiehlt sich aber den Stift beiseite zu legen wenn es nicht mehr geht. Man darf nichts erzwingen... genauso wenig darf man Reime erzwingen... Aussagen gewaltsam irgendwo hineinpressen...
Das Gedicht verliert sonst seine Magie, es wird kalt und leblos, tot konstruiert. Gedichte sollten frei sein, sich keinem Korsett der Zwänge unterwerfen, es soll Spaß machen und nicht frusten.

Wenn eine Idee ins Leere läuft... nicht sich daran aufreiben und die Lust verlieren. Etwas neues versuchen, stets probieren und testen. Man wird manchmal auf die Nase fallen aber gerade dadurch lernt man am meisten. Lernt seine Stärken und Schwächen kennen, seine Grenzen, man bekommt ein Gefühl wie es sich unter Umständen anhören sollte.

Und wenn man es fertig geschrieben hat... ruhig etwas Distanz bekommen, ein, zwei Tage nicht anschauen, sich von den Gedanken lösen und sich so neutral wie möglich das Ganze nocheinmal anschauen. Meiner Meinung nach sollten fertige Gedichte nicht mehr grob verändert werden... als Perfektionist tut man sich dabei keinen Gefallen an. Grobe Fehler sollten ausgemerzt werden. Kleine Details beachtet werden, Grammatik, Rechtschreibbung, Zeichensetzung... - man kann mit den Kommas spielen, den Sätzen einen anderen Klang geben... Zeilenlängen aneinander grob anpassen... es sich einmal laut vorlesen und sich zuhören. Klingt es gut... ist die Stimme flüssig?

Später kann man in die Extreme gehen, alte "Regeln" über Bord werden und radikale Experimente ausprobieren. Den Leser schocken, ihn verwirren, fehl leiten und ihn am Ende überraschen... aber da sollte man schon ein bisschen Erfahrung haben...


Hab ich jetzt glaub so ziemlich alles gesagt was mir gerade so einfällt... Probier es einfach... irgendwann wird es sicher etwas... setz dir kein Zeitlimit, vergleiche nichts mit anderen werken, du kannst aus ihnen "mitlernen", aber versuche sie nicht zu kopieren. Hab den Mut und das Herz dazu... und es wird gelingen ;-)

Lg Amixor33

Metalgigs.de - die Konzert & Party Community für ganz Deutschland! (Metal/Rock/Gothic/Mittelalter)

Spectator - 37
Experte (offline)

Dabei seit 11.2006
1145 Beiträge

Geschrieben am: 26.10.2007 um 22:00 Uhr

Manchmal blitzt es in meinen Kopf und ich habe plötzlich einen zwei zeilen reim. Um diese Reime herum baue ich dann ein Gedicht auf, der ursprüngliche Satz den ich im Kopf hatte bleibt also erhalten und ich denke mir nur in welchen zusammenhang ich ihn benutzen will. Dann Schreibe ich den rest des Gedichtes.

Ich Schreibe nie über meine eigenen gefühle sondern versetze mich in das Leben fiktionaler Personen und denke darüber nach was Sie fühlen könnten.

http://www.youtube.com /user/TheBlindSpectator

<<< zurück
 
-1- -2- [Antwort schreiben]

Forum / Poesie und Lyrik

(c) 1999 - 2026 team-ulm.de - all rights reserved - hosted by ibTEC Team-Ulm

- Presse - Blog - Historie - Partner - Nutzungsbedingungen - Datenschutzerklärung - Jugendschutz -