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Forum / Poesie und Lyrik

Ballade

Pollonium - 35
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 02.2006
75 Beiträge

Geschrieben am: 25.05.2007 um 21:28 Uhr
Zuletzt editiert am: 25.05.2007 um 21:30 Uhr

Welch Genie an allen Ecken,
dagegen ich bin zum verrecken.
Drum bin ich doch sehr stark betrübt,
egal, dann wird halt noch geübt.

Und doch wird es kaum besser werden,
trotz aller hoffnungsvoll’ Gebärden,
Ich bin nur was ich bin,
Doch nun steht mir nach mehr der Sinn.

Dichter ich werd sein,
nur einen Abend, eine Nacht,
dann ist alles vollbracht,
drum schwör ich Stein und Bein,
Dichter werd ich sein.

Und so verblass ich in dem Schatten,
den alle werfen die hier schaffen,
große Werke, Textform raffen,
und schicken mich so auf die Matten.

Dort ist es kalt und trüb und leer,
meine Seele friert es sehr.
Ich habe nicht den Hauch dieser Phantasie,
zu Geltung kommen ,aber wie?

Soll ich in Schmach verweilen,
oder auf ins Lichte eilen,
Feder zücken, Tinte kleksen,
schnell neues aufs Papier hier setzen?

Dies werd ich tun, ich fass den Mut,
mit etwas Glück werd ich noch gut,
Und wenn dann dereinst vollendet ist dies hier,
befriedigt ist dann meine Gier.

Doch keine Gier nach Gold micht treibt,
ich ist nach Worten die man schreibt,
nicht die Bewegung eines Stifts,
nein, der „Gedanke“, dass wohl triffts.

Als Sucher alter Kunst ich stehe,
doch wenn ich dann mein Haupte drehe,
ich sehe alten Staub und Stein,
hier werd ich jetzt kein Großer sein.

Drum geh ich fort,
es zieht mich in die Ferne,
mein Herz ruft nach dort,
wohin steht noch im Sterne.

Ein Jahr, ein Berg, ein tiefes Tal,
Das Heim wird weit, das Wasser schahl.
Ein alter Mann sich dann erbarmt,
mich voller wärmer er umarmt.

Zu trinken er gibt dem weit Gereisten,
nun schuldet dieser dem Ergreisten,
was immer er auch bieten kann,
diesem alten, guten Mann.

„Ein Tag ists her,
es war noch hell,
alles ging ganz furchbar schnell,
zu fassen es dann war sehr schwer.

Groß wie ein Berg,
zäh wie ein Zwerg,
hässlich wie drei alte Weiber,
das Maul ist voller giftgem Saiber.

Ledrig Flügel, zwei der Zahl,
die schuppig’ Haut ist hart wie Stahl.
Atem, feuerspeiend, heiß,
treibt aus jeder Pore deinen Schweiß.

Doch es gibt nur wenig Zeit den Drach’ zu schlagen,
darum darfst du auch nicht zagen,
rühr ihn zu Tränen das ist der Gang,
mit gar traurigem Gesang.

Ja diese Worte, sie sind recht gewählt,
es gibt ein Leid das jenen quält.
Natürlich ists um eines Wiebes willen,
meine Tochter die er liebt im Stillen.

So zagte er für all die Jahre,
Ich verlor derweil die Haare,
doch nun er hat geholt die Frau,
bei dem Gedanken wird mir flau.

Geh los mein Freund, ich bitte dich,
das Ungetier es nähre sich,
dann ists vorbei,
doch nun geht und mein Mädchen euers sei!“

Und so zog ich flink hinfort,
an jenen gar zu mystisch Ort,
wo jener Wurm wohl hausen würde,
und binnen Stunden er dann stürbe.

Ha, du Finster Ungetüm,
brüllte ich ganz ungestüm,
voller Macht ich rief ihm zu,
bei mir er war im Nu.

„Wer störet meinen Felsenhort,
wer es ist, den ich brenn hinfort.
Keiner stört den letzten Drachen,
zu einem Haufen Asche ich werd dich machen!“

Doch haltet ein, ihr Schuppentier,
nicht als Feind ich stehe hier.
Ich bin gekommen euch zu heilen,
doch dazu müsst ihr euch beeilen.

Sagt mir, wo der Schmerz verweilt,
dann ein Lied, bald seid ihr geheilt.
Ist es das Herz, die Seel’ das Ohr,
Ich kann euch helfen, seid kein Tor.

„Ach wären eure Worte wahr,
ich brächte euch so vieles dar,
Gülden Werk und viele Dinge,
Auf das er um den Schmerz mich bringe.

Doch nichts ist wahr was ihr mir flüster’,
Nach Menschenfleisch stehn die Gelüster.
Drum sprich schnell du Gaumenschmaus,
denn nach jener Stophe dein Lied sei aus!“

Dein Schmerz ist groß, ich weis es gut,
Meine eigene Seele verlor einst hohes Gut.
Du willst mich fressen, tu es nur,
ich kann dich heilen, das behaupt ich stur.

Das Auge blick,
der Drache denkt,
sein Rachen glüht,
sein Atem brüht.

Sein Haupt sich senkt,
doch dann er nickt.
Und wieder er spricht,
zu jenem kleinen Wicht.

„Nun rede schnell Mensch, auf dass du lebest,
wenn du dieses Leid mir nehmest,
Zu lange schon mein Herz hier brennt,
wenn jene mich ein Monster nennt.

So kann ich nicht sein, so helfe mir,
schneide meine Liebe entzwei,
auf dass ich wieder glücklich sei,
Nun tu es Männlein, tu es hier.“

wers ganz gelesen hat, bitte ein „read“
in den Post setzen.

Denke wie es war als du sie sahest,
ohne dass du ihr je nahest.
Denke wie es war gewesen,
als du noch warst ein ander Wesen!

Der Drache schluchtzt in Nostalgie,
solch Tränen ich gesehen nie.
Die Dame weit im Dunkeln dort,
ihr Lächeln strahlte immerfort.

Ich blickt mich um, ich sah, ich griff,
einen langen Speer von scharfem Schliff.
Der Tod gewiss, der Kampf nicht fair,
wir beide schritten uns gar sehr.

Geblendet von den eignen Tränen,
ich die Schuppen hieb zu Spänen.
Erstes Blut floss,
als ich auf die Nase drosch.

Nach Jahr und Tag, so mag es scheinen,
wir immernoch im Kampf verweilen.
Meine Haut in Flammen steht,
auch der Drache bald vergeht.

Ein letzter Stich, ein letzter Hieb,
ich blicke auf, das Biest ist tot,
die ganze Höhle, vom Blute rot,
der Drache liegt wie löchrigs’ Sieb.

„Ihr seid mein Held, ihr Retter,
vor drüben ich euch wähnte fetter.
Ich seid ein guter Mann mir scheint,
in mir schon die Liebe keimt.“

Zurück zuhaus, sie war wie Gold,
Nachts mir war die Liebe hold.
Doch des Tags sie gab den Hort,
aus an allerlei verschiednen Ort.

Hier viel Schmuck, hier milde Gaben,
bald war nur Soll und wenig Haben.
Ich rackerte soviel ich konnt,
mein Weib sich in einstgem Reichtum sonnt.

Weniger als hunder Tage,
Als ich ihr letztendlich sage,
Das Geld ist all’, das wer es wohl,
gerade noch genug für Kohl.

Du liebst mich nicht, du liebtest mich nie,
hört’ ich sie,
Nun ist sie fort, sie ist verloren,
zum Schuldenkönig ich bin erkoren.

Doch dies war doch kein Grund zu jammern,
ich begann dies hier auf Pergament zu hammern.
Noch bevor die Hälfte ist vollendet,
mir ein Fürst ein Obdach spendet.

Ich schreibe tags, ich schreibe viel,
ein ganzes Werk, das ist das Ziel.
Erneut ich stehe hoch in Gunst,
doch nicht mit Gold als doch mit Kunst.

Nun kehre ich von dort zurück,
in diese Hallen voller Glück.
Denn hier zu stehen bin ich reif,
das behaupte ich mal stock und steif.

Von hier ich ging los auf Wanderschaft,
die mich hat zum Wurm gebracht,
über diesen hielt ich dann Gericht,
doch der richtge Drache starb wohl nicht.

/*
Interessiert vermutlich niemanden, trotzdem wollte ichs hier auch noch unterbringen, kann ja nich sein, dass ich 2 Stunden schreib und dann lieste genau ein mensch.
Have fun


@mare xD
len_z - 35
Profi (offline)

Dabei seit 09.2006
533 Beiträge

Geschrieben am: 26.05.2007 um 00:46 Uhr

das ist lang - und nicht mehr


.

UltimaSquall - 36
Experte (offline)

Dabei seit 09.2006
1342 Beiträge

Geschrieben am: 26.05.2007 um 07:42 Uhr

read

Das ist wirklich sehr gut gelungen,vor allem daher,dass es zeigt,wie sehr Äußerlichkeiten täuschen können.Das ein Schatz nicht aus Gold und Silber bestehen muss find ich auch gut dargestellt.

Bekommst ein ganz großes Lob :daumenhoch:

There are three most important word still hidden in my heart..................going my way.

Pollonium - 35
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 02.2006
75 Beiträge

Geschrieben am: 26.05.2007 um 10:51 Uhr

Zitat von len_z:

das ist lang - und nicht mehr

[ ] Du hast es gelesen.

Zitat von UltimaSquall:

read
Das ist wirklich sehr gut gelungen,vor allem daher,dass es zeigt,wie sehr Äußerlichkeiten täuschen können.Das ein Schatz nicht aus Gold und Silber bestehen muss find ich auch gut dargestellt.

Bekommst ein ganz großes Lob :daumenhoch:


Vielen Dank =)
I3I_4CKNINJ4 - 36
Experte (offline)

Dabei seit 06.2005
1618 Beiträge

Geschrieben am: 26.05.2007 um 11:20 Uhr

Dort sitzt ein Meister, Kind,
schau, ganz dort oben,
herrschend, auf seinem Thron,
immer weiter, immer größer,
mögest du doch auch so sein,
doch ich sag dir eins:
Dieser Körper, dieser Glanz,
Köpfchen und gar Adelung,
scheint das alles? Was ist
es denn mit undankbarem Hochgemut...

Bin ich nur bedrückt;
all die Jahre, Worte, Tage,
voller Übung, 's ward so viel getan.

Doch nur: ich ging zu weit,
viel zu weit - hinein in die Verdummung,
Reichts mir doch nicht zur Konsequenz.
Bin ich Köpfchen oder Körpermensch?

Alles gut, alles toll,
scheinbar deine Worte.
Gar zu dumm für solch Verständnis,
mein selbst schon geworden ist.

So verbeug ich mich,
ohne es verstanden zu haben.
Dein selbst, bleibe aber zu weit entfernt...


Ich habe Angst vor dem Tod, doch wenn ich sterbe, dann freue ich mich darauf

Pollonium - 35
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 02.2006
75 Beiträge

Geschrieben am: 26.05.2007 um 11:43 Uhr
Zuletzt editiert am: 26.05.2007 um 11:46 Uhr

Habt dank für diese schönen Worte,
die mir die Karft für Neues schenken,
und sich in meine Seele senken,
dies Lob ist von selten hoher Sorte.

Ehren ich würde euch mit einer Torte,
doch kann ich mich nicht so verrenken,
das backen gläult mir schon vom denken,
ich forme lieber lyrisch Worte.

Und egal von von welcher Gestalt,
ob klein oder gar Fett,
beim dichten wird die seel’ nicht alt.

Und so dichte ich ganz adrett,
das erste durch den Saale schallt,
selbst die hohe Form Sonett.

[x] recycled
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