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Forum / Poesie und Lyrik

lest euch das mal durch

Tanja_E - 37
Profi (offline)

Dabei seit 07.2006
704 Beiträge

Geschrieben am: 10.05.2007 um 00:01 Uhr

Was seht ihr Schwestern .......
Was seht ihr Schwestern, was seht ihr? Denkt ihr, wenn ihr mich anschaut: Eine mürrische, alte Frau, nicht besonders schnell, verunsichert in ihren Gewohnheiten, mit abwesendem Blick, die ständig beim Essen kleckert, die nicht antwortet wenn ihr mit ihr meckert, weil sie wieder nicht pünktlich fertig wird. Die nicht so aussieht als würde sie merken, was ihr mit ihr macht. Die willenlos alles mit sich machen läßt: „ Füttern, waschen und alles was dazu gehört“.
Denkt Ihr denn so von mit, Schwestern, wenn Ihr mich seht, sagt?
Öffnet die Augen, Schwestern, schaut mich genauer an! Ich will Euch erzählen, wer ich bin, die hier so still sitzt, die macht, was ihr möchtet und ißt und trinkt, wann es Euch paßt!
Ich bin ein zehnjähriges Kind mit einem Vater und einer Mutter, die mich lieben und meine Schwester und meinen Bruder.
Ein sechzehnjähriges Mädchen, schlank und hübsch, die davon träumt, bald einem Mann zu begegnen.
Eine Braut, fast zwanzig, mein Herz schlägt heftig bei dem Gedanken an die Versprechungen, die ich gegeben und gehalten habe.
Mit fünfundzwanzig, noch habe ich eigene Kleine, die mich zu Hause brauchen.
Eine Frau mit dreißig, meine Kinder wachsen schnell und helfen einander.
Mit vierzig, sie sind alle erwachsen und ziehen aus. Mein Mann ist noch da und die Freude ist nicht zu Ende.
Mit fünfzig kommen die Enkel und sie erfüllen unsere Tage, wieder haben wir Kinder - mein Geliebter und ich.
Dunkle Tage kommen über mich, mein Mann ist Tod. ich gehe in eine Zukunft voller Einsamkeit und Not. Die Meinen haben mit sich selbst genug zu tun, aber die Erinnerungen von Jahren und die Liebe bleiben mein. Die Natur ist grausam, wenn man alt und krumm ist, und man wirkt etwas verrückt.
Nun bin ich eine alte Frau, die ihre Kräfte dahinsiechen sieht, und der Charme verschwindet.
Aber in diesem alten Körper wohnt immer noch ein junges Mädchen, ab und zu wird mein mitgenommenes Herz erfüllt. Ich erinnere mich an meine Schmerzen, und ich liebe und lebe mein Leben noch einmal, das allzuschnell an mir vorbeigeflogen ist und akzeptiere kühle Fakten, daß nichts bestehen kann.
Wenn Ihr Eure Augen aufmacht, Schwestern, so seht Ihr nicht nur eine mürrische alte Frau. Kommt näher, seht mich.

Dieses Gedicht wurde von einer Sozialstation bei einer Verstorbenen Patientin gefunden.


Männer sind Schweine - ICH AUCH

Tanja_E - 37
Profi (offline)

Dabei seit 07.2006
704 Beiträge

Geschrieben am: 10.05.2007 um 00:09 Uhr

ich habe den text da oben gefunden und finde ihn echt hammer weil das alles stimmt

Männer sind Schweine - ICH AUCH

Jule750
Anfänger (offline)

Dabei seit 04.2007
7 Beiträge
Geschrieben am: 10.05.2007 um 00:24 Uhr

Zitat von Tanja_E:

Was seht ihr Schwestern .......
Was seht ihr Schwestern, was seht ihr? Denkt ihr, wenn ihr mich anschaut: Eine mürrische, alte Frau, nicht besonders schnell, verunsichert in ihren Gewohnheiten, mit abwesendem Blick, die ständig beim Essen kleckert, die nicht antwortet wenn ihr mit ihr meckert, weil sie wieder nicht pünktlich fertig wird. Die nicht so aussieht als würde sie merken, was ihr mit ihr macht. Die willenlos alles mit sich machen läßt: „ Füttern, waschen und alles was dazu gehört“.
Denkt Ihr denn so von mit, Schwestern, wenn Ihr mich seht, sagt?
Öffnet die Augen, Schwestern, schaut mich genauer an! Ich will Euch erzählen, wer ich bin, die hier so still sitzt, die macht, was ihr möchtet und ißt und trinkt, wann es Euch paßt!
Ich bin ein zehnjähriges Kind mit einem Vater und einer Mutter, die mich lieben und meine Schwester und meinen Bruder.
Ein sechzehnjähriges Mädchen, schlank und hübsch, die davon träumt, bald einem Mann zu begegnen.
Eine Braut, fast zwanzig, mein Herz schlägt heftig bei dem Gedanken an die Versprechungen, die ich gegeben und gehalten habe.
Mit fünfundzwanzig, noch habe ich eigene Kleine, die mich zu Hause brauchen.
Eine Frau mit dreißig, meine Kinder wachsen schnell und helfen einander.
Mit vierzig, sie sind alle erwachsen und ziehen aus. Mein Mann ist noch da und die Freude ist nicht zu Ende.
Mit fünfzig kommen die Enkel und sie erfüllen unsere Tage, wieder haben wir Kinder - mein Geliebter und ich.
Dunkle Tage kommen über mich, mein Mann ist Tod. ich gehe in eine Zukunft voller Einsamkeit und Not. Die Meinen haben mit sich selbst genug zu tun, aber die Erinnerungen von Jahren und die Liebe bleiben mein. Die Natur ist grausam, wenn man alt und krumm ist, und man wirkt etwas verrückt.
Nun bin ich eine alte Frau, die ihre Kräfte dahinsiechen sieht, und der Charme verschwindet.
Aber in diesem alten Körper wohnt immer noch ein junges Mädchen, ab und zu wird mein mitgenommenes Herz erfüllt. Ich erinnere mich an meine Schmerzen, und ich liebe und lebe mein Leben noch einmal, das allzuschnell an mir vorbeigeflogen ist und akzeptiere kühle Fakten, daß nichts bestehen kann.
Wenn Ihr Eure Augen aufmacht, Schwestern, so seht Ihr nicht nur eine mürrische alte Frau. Kommt näher, seht mich.

Dieses Gedicht wurde von einer Sozialstation bei einer Verstorbenen Patientin gefunden.

Jule750
Anfänger (offline)

Dabei seit 04.2007
7 Beiträge
Geschrieben am: 10.05.2007 um 00:28 Uhr
Zuletzt editiert am: 10.05.2007 um 00:29 Uhr

Diese Text geht zu Herzen und macht nachdenklich und ängstigt auch, selbst in solch eine Situation zu kommen.
Esführt aber auch wieder ins Bewußtsein, dass man im Umgang mit alten Menschen nicht nur den Menschen sehen darf, der nun vor einem sitzt - sondern einen Mensch mi seiner eigenen Geschichte.
rowei66 - 59
Halbprofi (offline)

Dabei seit 01.2005
173 Beiträge
Geschrieben am: 10.05.2007 um 01:34 Uhr

Liest sich hart -

ist aber absolut die in sich wiederspiegelnde Wirklichkeit !!!

Gruss
SuperNova69 - 59
Anfänger (offline)

Dabei seit 01.2007
14 Beiträge

Geschrieben am: 10.05.2007 um 02:04 Uhr

...sehe ich mein eigenes Leben auch irgendwann so...?...

Beklemmendes Gefühl....

die Aussicht im Nirgendwo ist besser als aussichtslos irgendwo !...

Tolean - 50
Anfänger (offline)

Dabei seit 05.2007
4 Beiträge
Geschrieben am: 10.05.2007 um 04:19 Uhr

Original:

Crabby Old Woman

What do you see, nurses?
What do you see?
What are you thinking
When you’re looking at me?

A crabby old woman,
Not very wise,
Uncertain of habit,
With faraway eyes?

Who dribbles her food
And makes no reply
When you say in a loud voice,
“I do wish you’d try!”

Who seems not to notice
The things that you do,
And forever is losing
A stocking or shoe?

Who, resisting or not,
Lets you do as you will,
With bathing and feeding,
The long day to fill?

Is that what you’re thinking?
Is that what you see?
Then open your eyes, nurse,
You’re not looking at me.

I’ll tell you who I am
As I sit here so still,
As I do at your bidding,
As I eat at your will.

I’m a small child of ten
With a father and mother,
Brothers and sisters,
Who love one another.

A young girl of sixteen
With wings on her feet
Dreaming that soon now
A lover she’ll meet.

A bride soon at twenty,
My heart gives a leap,
Remembering the vows
That I promised to keep

At twenty-five now,
I have young of my own,
Who need me to guide
And a secure happy home.

A woman of thirty,
My young now grown fast,
Bound to each other
With ties that should last.

At forty, my young sons
Have grown and are gone,
But my man’s beside me
To see I don’t mourn.

At fifty once more,
Babies play round my knee,
Again we know children,
My loved one and me.

Dark days are upon me,
My husband is dead,
I look at the future,
I shudder with dread.

For my young are all rearing
Young of their own,
And I think of the years
And the love that I’ve known.

I’m now an old woman
And nature is cruel;
‘Tis jest to make old age
Look like a fool.

The body, it crumbles,
Grace and vigour depart,
There is now a stone
Where I once had a heart.

But inside this old carcass
A young girl still dwells,
And now and again,
My battered heart swells.

I remember the joys,
I remember the pain,
And I’m loving and living
Life over again.

I think of the years
All too few, gone too fast,
And accept the stark fact
That nothing can last.

So open your eyes, people,
Open and see,
Not a crabby old woman;
Look closer . . . see ME!!

Author: old lady, who died in the geriatric ward of a small hospital near
Dundee, Scotland.


fitzkick - 42
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 08.2005
61 Beiträge
Geschrieben am: 10.05.2007 um 07:27 Uhr

Uns wird es allen einmal so gehen. Wenn man Glück hat wird man kein Pflegefall, sondern es ereilt einen plötzlich. Das wäre mein Wunsch zu sterben und nicht so wie die alte Frau in dem Text
jkp - 36
Experte (offline)

Dabei seit 12.2004
1575 Beiträge
Geschrieben am: 10.05.2007 um 09:55 Uhr

was mich am meisten bei dem text bedrückt ist es, allein zu sein, wie die alte frau sagt,,,,
wenn man überlegt man verbringt 30 jahre mit seinem partner, die freunde sterben, und man hat nur noch seine frau oder seinen mann, und plötzlich stirbt dieser auch,,,,, dann steht man ganz alleine da,,,, das ist schon heftig,,,,

Football is a simple game:22 men chase a ball for 90 minutes, and at the end the Germans always wins

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