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Gibt es einen Gott?

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HB-Izza_Lord - 36
Anfänger (offline)

Dabei seit 10.2005
21 Beiträge

Geschrieben am: 25.05.2009 um 00:55 Uhr

Ja sie glauben an freien willen wenn dieser wille für sie eifert . Ich hab schon so Jesus Typen in der Stadt getroffen die wollten das ich mich für irgend ne christliche freizeit oder sowas begeister. Als ich denen gesagt habe das ich nicht daran glaube wollten die gleich das weihwasser holen ;-) nee die haben auf mich einreden wollen aber dazu hatte ich keine Lust. Dann wurde mir noch nachgesagt das ich ein Querkopf bin der sich nur verschließt, aber dann haben sie mich endlich in Ruhe gelassen :-D
GERMANICUS - 32
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 12.2008
82 Beiträge

Geschrieben am: 25.05.2009 um 00:58 Uhr

Zitat von Iluron:

Zitat von GERMANICUS:

warum diskutiert ihr des thema...es gibt keine beweise fuer und keine beweise gegen gott...es ist eine sache des glaubens und der erfahrung...
wenn du gott erfahren hast wirst du an ihn glauben...


Wenn der Rest der Welt aber dagegen spricht ist es ein Argument nicht an ihn zu glauben.


glaubst du die islamisten kaempfen fuer nichts und wieder nichts???
glaubst du 500 millionen glauben an eine person die sich papst nennt aber keiner person oder sache dient??
glaubst du juden lassen sich beschneiden nur dass ihre vorhaut ab ist??

du kannst nicht sagen dass die welt nich a eine gottheit, ob sie jetzt gott, allah, jahwe oder sonst wie heisst, glaubt

An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts.

HB-Izza_Lord - 36
Anfänger (offline)

Dabei seit 10.2005
21 Beiträge

Geschrieben am: 25.05.2009 um 01:03 Uhr

Es gab mal eine Zeit da dachten die Menschen die Erde sei eine Scheibe und alle die was dagegen sagten wurden als idioten dargestellt
GERMANICUS - 32
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 12.2008
82 Beiträge

Geschrieben am: 25.05.2009 um 01:05 Uhr

es gab eine zeit in der wir noch mit holzstecken-aneinanderreiben feuer gemacht haben....
el mundo está en evolución...


An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts.

Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 25.05.2009 um 02:32 Uhr

Zitat von GERMANICUS:

es gab eine zeit in der wir noch mit holzstecken-aneinanderreiben feuer gemacht haben....
el mundo está en evolución...


Ah das schöne Thema Evolution paart sich wie ein ralliges Kaninchen mit der Religion.

Eine kleine gedankliche Schautafel.

Die Wiege der Menschheit, das aufblühen der Kultur.
Wer war Schuld daran, dass die Welt ist wie sie ist? Die Naturgötter.
Einige sind bei dieser Stufe bis heute hängen geblieben.

Es geht weiter, die naturnahen Gottheiten verkriechen sich in ein Pantheon und sind nicht mehr verschiedenen Aspekten der Natur zugeordnet, sondern oftmals bestimmten Eigenarten der Menschlichen Natur (Liebe, Krieg,...)

Irgendwann kam ein schlauer Pharao auf die Idee von nun an nur noch die Sonne anbeten zu lassen (nicht zu verwechseln mit den modernen Sonnenanbetern,...) und siehe da, plötzlich hat man nur einen Gott. Sozusagen ein embronaler Monotheismus.
Später wurde dieses Modell von den gebeutelten Sklaven, die sich die Ägypter gehalten haben übernommen und es wurde in ein schickes neues Gewand verpackt. Um das dann auch noch glaubwürdig rüberzubringen überlegt man sich kurz, warum dieser Gott eben gerade dieses versklavte Volk mögen sollte und siehe da, es ist "auserwählt".
Pow, das ist mal ein Schlag ins Gesicht der bösen Ägypter.
Der Vorteil an einem Gott ist offensichtlich: Er kann noch so böse, verschlagen, eifersüchtig und wütend sein, wenn man seine Spielregeln erstmal raus hat, ist er relativ berechenbar. Verzichte auf grobe Schnitzer in deinem Verhalten, lösche Völker aus die nicht an ihn glauben, hab keine andren Götter und du hast eine gute Chance, um in den Himmel zu kommen.
Das funktioniert so weit ganz gut. Nur hat dieses Volk definitionsgemäß ein Problem.
Sie postulieren sich als auserwähltes Volk. Dementsprechend haben sie so ihre Probleme, wenn jemand ihre Gruppe joinen will, und so sind sie sehr für sich. Währen sie ein Schüler, würde man sagen, wären sie der Schläger, der keine Freunde hat, und deswegen die Schwächeren verprügelt.
Das funktioniert so lange, bis ein noch fieserer Schläger kommt, in unserem Fall die bösen Römer.
Warum waren sie böse? Weil sie Israel angreifen, und obwohl das die Isrealiten davor unzählige male gemacht haben, ist es in diesem Fall was anderes, schließlich sind die Römer nicht auserwählt.

Jetzt gibt es drei möglichkeiten für einen Irsaeliten.
Zu Kreuze kriechen (ich liebe dieses Wortspiel), gewaltsam Widerstand leisten oder aber in bester Ghandi-manier auf gewaltfreien Widerstand zu berufen.
Letzeres hat in gewissen Maßen ein Typ mit Rauschebard und Birkenstocksandalen versucht. Und dann später nochmal einer mit gleichem Namen, und der konnte aufeinmal sogar Zaubertricks, wie Wasser in Weinverwandeln und den ganzen Kram.
Jetzt haben wir was neues (zumindest ab dem Jahr 325), da wird diesem Typ plötzlich nachgesagt, er sei -Gott- in Form eines Menschen, der noch dazu allen Menschen vergeben kann, wenn die Bedingungen stimmen.
Es hat sich also wieder ein wenig geändert.
1. Der Verein kann beliebig erweitert werden. Die Grundidee bestand darin, das weitgehend friedlich versuchen zu wollen (das wollen ging hier bei schnell flöten)
2. Dieser eine Gott zeigt sich selbst als ein menschlicher Öko, um sich selbst zu inszenieren. Das ist doch mal eine vertrauensbildende Maßnahme, wie sie im Buche steht (noch so ein Schenkelklopfer). Damit räumt man mit einem Schlag die Glaubwürdigkeit der andren Religionen bei Seite. Zwar gibt es andere Götter die sich inkarnieren, aber gibt es hier eine grundlegenden Unterschied zu den neuen Minijuden, die sich Christen nennen. Die andren haben alle Unrecht!
Später spaltet sich nach ähnlichem Muster der Islam ab.

Was fällt uns hier auf? Bis auf die Episode beiden Ägyptern, wo der neue Monotheismus wieder abgeschafft wurde, gibt es keinen einzigen Zwischenschritt, wo ein Monotheistisches Weltbild zu Gunsten eines Polytheistischen Weltbildes aufgegeben wurde.
Verfolgt man diesen Gedankengang weiter, wäre es nur konsequent zu behaupten, dass ein Atheistisches Weltbild nicht mehr durch Monotheistische Leitbilder ausgetauscht werden kann.
Wenn dies so ist, dann wäre es weiterhin denkbar, dass die wachsende Anzahl von Atheisten, und speziell der Brights, eine natürliche Entwicklung der menschlichen Weltanschauung ist.

Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.

Kilka - 11
Champion (offline)

Dabei seit 07.2005
5514 Beiträge

Geschrieben am: 25.05.2009 um 22:36 Uhr

Zitat von Crcssnn:

Zitat von -burnout-:

nee hab ich nicht falsch verstanden ..extra nochmal nachgefragt weil das mal etwas neues war von einem lehrer
Auf jeden fall meinte der lehrer das wir von den lehrer abstämmen wäre ein falsches gerücht oder die leute nehmen es falsch auf, wir haben nur sehr viel ähnlichkeiten mit den affen, aber es gibt ach dinge an denen wir kein bischen überein stimmen, wo wir da übereinstimmen und wo nciht weis ich nicht mehr...ist mir eigentlich auch egal ;-)

Man nimmt an, dass der genetische Unterschied zwischen Mensch und Affe nur ein Prozent beträgt. Aber wenn du dir den Aufbau deiner Hand, der eines Affen, der Pfote einer Katze und dem Flügel eines Vogels ansieht, dann wirst du feststellen, dass sie ähnlich sind. Ergo: Irgendwoher müsste der gleiche genetische Bauplan stammen.


Fakt ist aber acuh, dass die DNA bestimmt, wie wir aussehen. Man kann zwar viele ähnliche Gene haben, aber die sind nicht ausschlaggebend, sondern der Teil der DNA, der für kein Gen steht = uncodierter Teil. Von ihm wird vermutet, dass er die Expression eines Genes steuert, also verantwortlich ist, wie die die Hand aussieht. Und eben dieser Teil zeigt enorme Unterschiede zwischen Mensch und Affe auf. Deshalb wäre ich mir da nicht unbedingt so sicher, ob der Unterschied letzlich doch so gering ist.
Was man mit Sicherheit sagen kann: Falls sie mal gemeinsame Vorfahren hatte, dann vor sehr sehr langer Zeit, und da müssten sich die Organismen ja relativ schnell entwickelt haben.. weshalb ich mich frage, warum das früher möglich gewesen sein soll und heute nicht mehr.

Ich mach Ragü aus dir!

MrRobot
Champion (offline)

Dabei seit 05.2006
6418 Beiträge

Geschrieben am: 25.05.2009 um 22:43 Uhr

Zitat von Kilka:

aber die sind nicht ausschlaggebend, sondern der Teil der DNA, der für kein Gen steht = uncodierter Teil. Von ihm wird vermutet, dass er die Expression eines Genes steuert, also verantwortlich ist, wie die die Hand aussieht.


Also DAS wär mir neu... Dieser Teil heißt nicht umsonst UNcodiert.. Da hätt ich gern ne seriöse Quelle (:

Zitat von Kilka:


Was man mit Sicherheit sagen kann: Falls sie mal gemeinsame Vorfahren hatte, dann vor sehr sehr langer Zeit, und da müssten sich die Organismen ja relativ schnell entwickelt haben.. weshalb ich mich frage, warum das früher möglich gewesen sein soll und heute nicht mehr.


Das würde nur heißen (angenommen deine Hypothese stimmt), dass sich die Entwicklungslinien früher als gedacht getrennt haben, nicht mehr. Nicht, dass sich die Organismen schnell entwickelt ham (;
Und ausßerdem, was verstehst du unter relativ schnell? Wir haben vielleicht seit ungefähr 2000 Jahren einigermaßen verlässliche geschichtliche Quellen, das ist im Vergleich zum Alter der Erde und insgesamt kosmischen Zeitspannen ein schlechter Witz. Geschweige denn, das was man selber erlebt in so maximal 120 Jahren..
Kilka - 11
Champion (offline)

Dabei seit 07.2005
5514 Beiträge

Geschrieben am: 25.05.2009 um 22:46 Uhr

@ Iluron: .. das hätte ich dir auch sagen können :-) (Es gibt da so ein tolles Buch, da stehts drin^^).


Ich mach Ragü aus dir!

Kilka - 11
Champion (offline)

Dabei seit 07.2005
5514 Beiträge

Geschrieben am: 25.05.2009 um 23:01 Uhr

Zitat von MrRobot:

Zitat von Kilka:

aber die sind nicht ausschlaggebend, sondern der Teil der DNA, der für kein Gen steht = uncodierter Teil. Von ihm wird vermutet, dass er die Expression eines Genes steuert, also verantwortlich ist, wie die die Hand aussieht.


Also DAS wär mir neu... Dieser Teil heißt nicht umsonst UNcodiert.. Da hätt ich gern ne seriöse Quelle (:

Ja, was letztlch nur heißt, dass dieser Teil der Information keine Anleitung für ein Gen ist. Was aber nicht heißt, dass es unnütz ist, schließlich liegt in genau diesem Bereich der große Unterschied zwischen Mensch und Tier. Wir haben viele ähnliche Gene mit Tieren, beispielsweise mit Hühnern. Und: Es gibt viele Tiere, zb Mäuse, mit sehr viel mehr Genen als wir sie haben, allerdings mit einem kleineren uncodierten Teil.
Ich könnte dir als Quelle nur den Spiegel nennen. Und an all dem wird aber noch fleißig geforscht, man weiß ja nicht mal von allen Genen, welche Eiweiße sie codieren.

Zitat von MrRobot:


Zitat von Kilka:


Was man mit Sicherheit sagen kann: Falls sie mal gemeinsame Vorfahren hatte, dann vor sehr sehr langer Zeit, und da müssten sich die Organismen ja relativ schnell entwickelt haben.. weshalb ich mich frage, warum das früher möglich gewesen sein soll und heute nicht mehr.


Das würde nur heißen (angenommen deine Hypothese stimmt), dass sich die Entwicklungslinien früher als gedacht getrennt haben, nicht mehr. Nicht, dass sich die Organismen schnell entwickelt ham (;
Und ausßerdem, was verstehst du unter relativ schnell? Wir haben vielleicht seit ungefähr 2000 Jahren einigermaßen verlässliche geschichtliche Quellen, das ist im Vergleich zum Alter der Erde und insgesamt kosmischen Zeitspannen ein schlechter Witz. Geschweige denn, das was man selber erlebt in so maximal 120 Jahren..


Naja, aber allzu langsam haben sie sich wohl nicht entwickelt, nehme ich an. Wenn ich überhaupt zu diesem Thema etwa annehmen sollte.
Denn jetzt frage ich mich, wie schnell haben sich Organismen nun tatsächlich weiterentwickelt zu neuen? Kann man das überhaupt so genau sagen? Und: Ist diese Entwicklung jetzt gestoppt, verläuft sie immer schneller, langsamer; bleibt sie konstant?
Ja, in der Tat, 2000 Jahre sind ein Witz, die Zeit unseres Lebens ist ein Witz.

Ich mach Ragü aus dir!

MrRobot
Champion (offline)

Dabei seit 05.2006
6418 Beiträge

Geschrieben am: 25.05.2009 um 23:17 Uhr

Zitat von Kilka:


Ja, was letztlch nur heißt, dass dieser Teil der Information keine Anleitung für ein Gen ist. Was aber nicht heißt, dass es unnütz ist, schließlich liegt in genau diesem Bereich der große Unterschied zwischen Mensch und Tier. Wir haben viele ähnliche Gene mit Tieren, beispielsweise mit Hühnern. Und: Es gibt viele Tiere, zb Mäuse, mit sehr viel mehr Genen als wir sie haben, allerdings mit einem kleineren uncodierten Teil.
Ich könnte dir als Quelle nur den Spiegel nennen. Und an all dem wird aber noch fleißig geforscht, man weiß ja nicht mal von allen Genen, welche Eiweiße sie codieren.


Es heißt faktisch, es ist keine Anleitung für IRGENDETWAS.. ^^ Codierte DNA Stränge "codieren" nur Proteine.. Erst aus ner Gesamtheit ergibt sich dann ne Hand oder sowas.. Wir haben übrigens nicht nur ähnliche sondern sehr ähnliche Gene wie die Tiere. Beim Menschen und dem Schimpansen stimmen zum Beispiel ca. 99 - 99,5% der DNA überein.

Zitat von Kilka:


Naja, aber allzu langsam haben sie sich wohl nicht entwickelt, nehme ich an. Wenn ich überhaupt zu diesem Thema etwa annehmen sollte.
Denn jetzt frage ich mich, wie schnell haben sich Organismen nun tatsächlich weiterentwickelt zu neuen? Kann man das überhaupt so genau sagen? Und: Ist diese Entwicklung jetzt gestoppt, verläuft sie immer schneller, langsamer; bleibt sie konstant?
Ja, in der Tat, 2000 Jahre sind ein Witz, die Zeit unseres Lebens ist ein Witz.


Naja, also wiegeagt, das kommt sehr drauf an was du unter "langsam" und "schnell" verstehst.. Geht man vom Alter des Universums als Bezugssystem aus haben sie sich wohl recht schnell entwickelt, geht man von unserer Zeitrechnung aus haben sie sich über sehr sehr SEHR lange Zeit entwickelt..
Man kann nciht genau sagen wie schnell sich die Organismen zu neuen Entwickelt haben, aber man kann sagen, wann ungefähr die Lebewesen gelebt haben, von denen man Überreste findet.. (Radio-Carbon-Methode, bestimmte Gesteinsschichten als Fundort, von denen man ca. weiß wie alt sie sind usw.)
Und nein, die Entwicklung ist nicht gestoppt. Selbst am Beispiel des Menschen sieht man das. Vor 1000 Jahren sahen die Menschen noch anders aus als heute. Besonders deutlich wird das an ihrer Größe, die im Durchschnitt damals deutlich geringer war, wie man anhand von Türen in antiken Gebäuden usw. nachvollziehen kann.. Ob sie schneller oder langsamer verläuft oder gleichbleibt, das kann man wohl erst in einigen hunder Jahren sagen..
GERMANICUS - 32
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 12.2008
82 Beiträge

Geschrieben am: 26.05.2009 um 02:36 Uhr

Zitat von Iluron:

Zitat von GERMANICUS:

es gab eine zeit in der wir noch mit holzstecken-aneinanderreiben feuer gemacht haben....
el mundo está en evolución...


Ah das schöne Thema Evolution paart sich wie ein ralliges Kaninchen mit der Religion.

Eine kleine gedankliche Schautafel.

Die Wiege der Menschheit, das aufblühen der Kultur.
Wer war Schuld daran, dass die Welt ist wie sie ist? Die Naturgötter.
Einige sind bei dieser Stufe bis heute hängen geblieben.

Es geht weiter, die naturnahen Gottheiten verkriechen sich in ein Pantheon und sind nicht mehr verschiedenen Aspekten der Natur zugeordnet, sondern oftmals bestimmten Eigenarten der Menschlichen Natur (Liebe, Krieg,...)

Irgendwann kam ein schlauer Pharao auf die Idee von nun an nur noch die Sonne anbeten zu lassen (nicht zu verwechseln mit den modernen Sonnenanbetern,...) und siehe da, plötzlich hat man nur einen Gott. Sozusagen ein embronaler Monotheismus.
Später wurde dieses Modell von den gebeutelten Sklaven, die sich die Ägypter gehalten haben übernommen und es wurde in ein schickes neues Gewand verpackt. Um das dann auch noch glaubwürdig rüberzubringen überlegt man sich kurz, warum dieser Gott eben gerade dieses versklavte Volk mögen sollte und siehe da, es ist "auserwählt".
Pow, das ist mal ein Schlag ins Gesicht der bösen Ägypter.
Der Vorteil an einem Gott ist offensichtlich: Er kann noch so böse, verschlagen, eifersüchtig und wütend sein, wenn man seine Spielregeln erstmal raus hat, ist er relativ berechenbar. Verzichte auf grobe Schnitzer in deinem Verhalten, lösche Völker aus die nicht an ihn glauben, hab keine andren Götter und du hast eine gute Chance, um in den Himmel zu kommen.
Das funktioniert so weit ganz gut. Nur hat dieses Volk definitionsgemäß ein Problem.
Sie postulieren sich als auserwähltes Volk. Dementsprechend haben sie so ihre Probleme, wenn jemand ihre Gruppe joinen will, und so sind sie sehr für sich. Währen sie ein Schüler, würde man sagen, wären sie der Schläger, der keine Freunde hat, und deswegen die Schwächeren verprügelt.
Das funktioniert so lange, bis ein noch fieserer Schläger kommt, in unserem Fall die bösen Römer.
Warum waren sie böse? Weil sie Israel angreifen, und obwohl das die Isrealiten davor unzählige male gemacht haben, ist es in diesem Fall was anderes, schließlich sind die Römer nicht auserwählt.

Jetzt gibt es drei möglichkeiten für einen Irsaeliten.
Zu Kreuze kriechen (ich liebe dieses Wortspiel), gewaltsam Widerstand leisten oder aber in bester Ghandi-manier auf gewaltfreien Widerstand zu berufen.
Letzeres hat in gewissen Maßen ein Typ mit Rauschebard und Birkenstocksandalen versucht. Und dann später nochmal einer mit gleichem Namen, und der konnte aufeinmal sogar Zaubertricks, wie Wasser in Weinverwandeln und den ganzen Kram.
Jetzt haben wir was neues (zumindest ab dem Jahr 325), da wird diesem Typ plötzlich nachgesagt, er sei -Gott- in Form eines Menschen, der noch dazu allen Menschen vergeben kann, wenn die Bedingungen stimmen.
Es hat sich also wieder ein wenig geändert.
1. Der Verein kann beliebig erweitert werden. Die Grundidee bestand darin, das weitgehend friedlich versuchen zu wollen (das wollen ging hier bei schnell flöten)
2. Dieser eine Gott zeigt sich selbst als ein menschlicher Öko, um sich selbst zu inszenieren. Das ist doch mal eine vertrauensbildende Maßnahme, wie sie im Buche steht (noch so ein Schenkelklopfer). Damit räumt man mit einem Schlag die Glaubwürdigkeit der andren Religionen bei Seite. Zwar gibt es andere Götter die sich inkarnieren, aber gibt es hier eine grundlegenden Unterschied zu den neuen Minijuden, die sich Christen nennen. Die andren haben alle Unrecht!
Später spaltet sich nach ähnlichem Muster der Islam ab.

Was fällt uns hier auf? Bis auf die Episode beiden Ägyptern, wo der neue Monotheismus wieder abgeschafft wurde, gibt es keinen einzigen Zwischenschritt, wo ein Monotheistisches Weltbild zu Gunsten eines Polytheistischen Weltbildes aufgegeben wurde.
Verfolgt man diesen Gedankengang weiter, wäre es nur konsequent zu behaupten, dass ein Atheistisches Weltbild nicht mehr durch Monotheistische Leitbilder ausgetauscht werden kann.
Wenn dies so ist, dann wäre es weiterhin denkbar, dass die wachsende Anzahl von Atheisten, und speziell der Brights, eine natürliche Entwicklung der menschlichen Weltanschauung ist.


rhetorische meisterleistung...muss ich zugeben....du muesstest fuer ne zeitung arbeiten...
aber du kannst nich etwas kritisieren an das fast die ganze menschheit-in welchen variationen auch immer- glaubt....geht iwie nich....sry

An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts.

Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 26.05.2009 um 02:56 Uhr

Wieso kann ich nichts kritisieren, an das jeder glaubt?
Grundsätzlich kann man erstmal alles kritisieren, denn Kritik hängt nicht davon ab, ob man Recht hat.

Wie erklärst du dir, dass der Prozentuale Anteil von Nicht-Gläubigen zunimmt?
Denkst du, es gab Menschen die einst sagten:
"Du kannst nich bestreiten, dass der Polytheismus real ist, immerhin glaubt fast jeder daran".
Nichts anderes passiert hier.
Eine These wird nicht durch die Anzahl ihrer Anhänger zur Realität, sondern durch die Standfestigkeit ihrer Argumente.

Alle Programmierern eingesperrt, jede Software pantentiert. Jetzt merkt ihr: Anwälte proggen nicht.

GERMANICUS - 32
Fortgeschrittener (offline)

Dabei seit 12.2008
82 Beiträge

Geschrieben am: 26.05.2009 um 03:31 Uhr

das ist einfach zu erklaeren.....in zeiten in denen es weder not, krieg, elend etc. gibt, fallen die mit dem schwachen glauben ab...in dieser zeit befinden wir uns grade

wenn sie aber gott brauchen werden sie auch an ihn glauben und genau da muss man ansetzen.
muss erst etwas schlimmes passieren bevor die menschen an gott glauben??

An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts.

7seals
Champion (offline)

Dabei seit 08.2008
4582 Beiträge
Geschrieben am: 26.05.2009 um 03:35 Uhr

Zitat von GERMANICUS:

das ist einfach zu erklaeren.....in zeiten in denen es weder not, krieg, elend etc. gibt, fallen die mit dem schwachen glauben ab...in dieser zeit befinden wir uns grade

wenn sie aber gott brauchen werden sie auch an ihn glauben und genau da muss man ansetzen.
muss erst etwas schlimmes passieren bevor die menschen an gott glauben??

Kurz gesagt ist Gott für die Menschen im Wohlstand unnütz und in der Not die letzte Zuflucht.

Aber ich glaube das hat nicht so viel mit Wohlstand zu tun - es liegt eher daran, dass man seine Existenz nicht nachweisen kann.
Iluron - 38
Champion (offline)

Dabei seit 06.2008
8878 Beiträge

Geschrieben am: 26.05.2009 um 03:36 Uhr
Zuletzt editiert am: 26.05.2009 um 03:38 Uhr

Zitat von GERMANICUS:

das ist einfach zu erklaeren.....in zeiten in denen es weder not, krieg, elend etc. gibt, fallen die mit dem schwachen glauben ab...in dieser zeit befinden wir uns grade

wenn sie aber gott brauchen werden sie auch an ihn glauben und genau da muss man ansetzen.
muss erst etwas schlimmes passieren bevor die menschen an gott glauben??


Das ist dieses typische "Auf dem Sterbebett wird jeder Atheist gläubig"-Argument. In meinen Augen ist genau das das Problem jedes Glaubens. Jeder Anhänger eines Glaubens denkt, dass es eine logische Konsequenz ist, dass genau das Glaubenssystem richtig ist, in dem er aufgewachsen ist. Damit unterstellt er der Wirklichkeit, dass allein dadurch, dass er an diesem Ort, und nicht am andren Ende der Welt geboren wurde, sie sich in seinem Denkmodell manifestiert.

Was wäre, wenn du im römischen Reich des 1.Jhd. geboren worden wärst? Dann wäre es in deinen Augen eine logische Konsequenz, dass diese dummen germanischen Heiden vor ihren Tode feststellen werden, dass Jupiter der einzig wahre Göttervater ist. Wie könnte es auch anders sein? Immerhin richtet sich die gesamte Realität danach aus, worin dein Verstand aufgewachsen ist.
Die Möglichkeit, dass dein Verstand die Wirklichkeit nicht interessiert, und dass du daher diesen eher dafür benutzen solltest, sie zu erkennen, und die Chance einräumst, dass dein Gott nicht der einzige ist, der vllt, oder auch nicht existiert, ergibt sich für dich nicht.

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