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Forum / Bits und Bytes
Jetzt knipst Microsoft deutsche Straßen

bockwurst82 - 43
Champion
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Dabei seit 08.2003
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Geschrieben am: 06.04.2011 um 17:06 Uhr
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Zitat von bredator:
Das mag alles richtig sein und die Gefahr, dass man so vorgehen kann, ist natürlich gegeben. Aber was bringt uns denn der tollste Datenschutz, wenn der User darauf schlichtweg scheisst und seine Daten mit vollen Händen ins Netz streut? Gegen Dummheit hilft auch der beste Datenschutz nichts. Da sehe ich aber den Nutzer in der Pflicht, nicht die Konzerne.
Sag ich ja, alles was irgendwann mal online geht ist Allgemeinwissen. Allerdings wird sich früher oder später auch der vorsichtigste User damit abfinden müssen. Datenschutz ist n Auslaufmodel. Gegen Handydatenspeicherung und Google Streetview etc. ist man Machtlos.
Drum muss sich der Staat künftig vermehrt auf die Verhinderung des Datenmisbrauchs einstellen.
http:\\shitmyminiondoes.tumblr.com
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joey1707 - 45
Halbprofi
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Dabei seit 08.2008
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Geschrieben am: 06.04.2011 um 18:28 Uhr
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Zunächst mal gehts mir ja darum, dass es inzwischen niemand mehr wirklich stört, wenn sowas gemacht wird. Als Google das machte hat sich jeder aufgeregt und jetzt? Es stört offensichtlich niemand mehr. Die Frage ist wo das hinführen wird. Eine Hausfassade stellt ja zunächst wirklich nichts spannendes dar, allerdings kann schon der bauliche Zustand des Hauses einen Rückschluss auf die finanzielle Situation des Bewohners erlauben. Da mithilfe der Adresse der Name des Bewohners schnell gefunden ist (Online-Telefonbuch) könnten mithilfe von Personensuchmaschinen weitere Informationen über den Bewohner gefunden werden. Genau dieses Vorgehen (das Kreuzen mehrerer Datenbanken) wurde durch das Datenschutzgesetzes bereits in den 80er Jahren den Behörden untersagt. Da wir aber alle "freiwillig" (durch Unterlassung) unsere persönlichen Daten rausrücken ist dieses hier wirkungslos. aber gleichzeitig regen sich andere auf, wenn der Staat öffentliche Plätze mit Kameras überwachen will...
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bredator - 41
Champion
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Dabei seit 03.2008
5319
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Geschrieben am: 06.04.2011 um 18:44 Uhr
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Zitat von joey1707: Zunächst mal gehts mir ja darum, dass es inzwischen niemand mehr wirklich stört, wenn sowas gemacht wird. Als Google das machte hat sich jeder aufgeregt und jetzt? Es stört offensichtlich niemand mehr. Die Frage ist wo das hinführen wird. Eine Hausfassade stellt ja zunächst wirklich nichts spannendes dar, allerdings kann schon der bauliche Zustand des Hauses einen Rückschluss auf die finanzielle Situation des Bewohners erlauben. Da mithilfe der Adresse der Name des Bewohners schnell gefunden ist (Online-Telefonbuch) könnten mithilfe von Personensuchmaschinen weitere Informationen über den Bewohner gefunden werden. Genau dieses Vorgehen (das Kreuzen mehrerer Datenbanken) wurde durch das Datenschutzgesetzes bereits in den 80er Jahren den Behörden untersagt. Da wir aber alle "freiwillig" (durch Unterlassung) unsere persönlichen Daten rausrücken ist dieses hier wirkungslos. aber gleichzeitig regen sich andere auf, wenn der Staat öffentliche Plätze mit Kameras überwachen will...
Und natürlich ist es auch vollkommen unmöglich, dass jemand einfach durch die Straßen läuft und sich selbst Notizen zu der möglichen finanziellen Situation der Anwohner macht. Kurz aufs Türschild schauen und schon hat man auch den Namen des Bewohners und könnte mit Hilfe von Personensuchmaschinen/Facebook/etc. noch weitere Informationen über den Bewohner finden. Merkst du was? Streetview und wie sie alle heißen ändern an der Situation nichts. Was sollte an so einem Bild, aufgenommen von der Straße, denn so bedenklich sein? Abgesehen davon ist wohl jeder heutzutage dazu imstande, so etwas zu machen, lediglich der Umfang hängt von verschiedenen Faktoren ab. Daher stellt sich mir die Frage, warum es mich stören sollte, wenn mein Haus bei Streetview zu sehen ist? Jeder, der sich aus dem Haus traut, kann dies auch ohne technische Hilfsmittel anschauen. Wo ist das Problem? Solange ich nicht, wie ein Kollege meinte, just im Moment des Fotografierens gerade nackt ums Haus renne oder die Kamera Vorgänge im Haus festgehalten hat, kann mir das reichlich egal sein... ja es muss mir sogar egal sein. Denn rechtliche Handhabe habe ich hier keine.
Lache nicht über jemanden, der einen Schritt zurück macht. Er könnte Anlauf nehmen.
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joey1707 - 45
Halbprofi
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Dabei seit 08.2008
178
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Geschrieben am: 06.04.2011 um 19:25 Uhr
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Unmöglich nicht, aber wirtschaftlich völliger Schwachsinn. Von Haus zu Haus rennen und Notizen machen dauert viel zu lange! Gerade die Informationstechnik macht es ja möglich innerhalb von kürzester Zeit eine große Menger Daten zu sammeln und zu Profilen zuzuordnen, das Bild des eigenen Hauses ist nur ein kleiner einzelner Datensatz in einer großen Menge. Erst die Kombination von verschiedenen Datenbanken und die Masse an Datensätzen wird für Unternehmen interessant. Außerdem muss man sich natürlich fragen, wann der Staat merkt, dass den Bürger der Schutz der persönlichen Daten nichts mehr wert ist und dies für seine Zwecke nutzt, ich sage nur Vorratsdatenspeicherung, Kameras auf öffentlichen Plätzen, RFID-Chips im Pass usw. Das Paradoxe an dem Ganzen ist ja gerade, dass wir es verteufeln, wenn eine demokratisch legetimierte Regierung solche Maßnahmen ergreifen will aber gleichzeitig im Internet mit persönlichen Daten nur so um uns werfen!
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bredator - 41
Champion
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Geschrieben am: 06.04.2011 um 20:25 Uhr
Zuletzt editiert am: 06.04.2011 um 20:28 Uhr
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Zitat von joey1707: Unmöglich nicht, aber wirtschaftlich völliger Schwachsinn. Von Haus zu Haus rennen und Notizen machen dauert viel zu lange! Gerade die Informationstechnik macht es ja möglich innerhalb von kürzester Zeit eine große Menger Daten zu sammeln und zu Profilen zuzuordnen, das Bild des eigenen Hauses ist nur ein kleiner einzelner Datensatz in einer großen Menge. Erst die Kombination von verschiedenen Datenbanken und die Masse an Datensätzen wird für Unternehmen interessant. Außerdem muss man sich natürlich fragen, wann der Staat merkt, dass den Bürger der Schutz der persönlichen Daten nichts mehr wert ist und dies für seine Zwecke nutzt, ich sage nur Vorratsdatenspeicherung, Kameras auf öffentlichen Plätzen, RFID-Chips im Pass usw. Das Paradoxe an dem Ganzen ist ja gerade, dass wir es verteufeln, wenn eine demokratisch legetimierte Regierung solche Maßnahmen ergreifen will aber gleichzeitig im Internet mit persönlichen Daten nur so um uns werfen!
Na ja, ich würde sagen, dass da jeder einzelne selbst schuld ist, wenn größere Mengen an Daten über ihn sammelbar sind. So mündig sollte jeder sein und wenn er es nicht ist -> so what? Nur um mit meiner Hausfassade den Rest meiner Daten zu sammeln... das wird recht abenteuerlich bis unmöglich. Jeder hat es selbst in der Hand, was über ihn im Netz steht. Einzig die Jugend macht mir hier etwas Sorgen, da ein Schulfach im Bereich Medienkompetenz nach wie vor nicht existiert bzw. erst in einem Alter mal im Unterricht angesprochen wird, wo eh jeder schon sein Privatleben an diverse soziale Netzwerke verkauft hat. Ein derartiges Schulfach müsste z.B. schon zum Ende der Grundschulzeit unterrichtet werden, um überhaupt noch einen Nutzen zu erzielen. Aber wir schweifen etwas ab, da es ja eigentlich darum geht, dass MS jetzt ein ähnliches Projekt wie Google aufzieht.
Meiner Meinung nach eine gute Sache, da sich Google dann wieder was einfallen lassen muss, um sich von MS abzuheben.
Lache nicht über jemanden, der einen Schritt zurück macht. Er könnte Anlauf nehmen.
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joey1707 - 45
Halbprofi
(offline)
Dabei seit 08.2008
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Beiträge
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Geschrieben am: 06.04.2011 um 20:59 Uhr
Zuletzt editiert am: 06.04.2011 um 21:00 Uhr
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Zitat: Na ja, ich würde sagen, dass da jeder einzelne selbst schuld ist, wenn größere Mengen an Daten über ihn sammelbar sind. So mündig sollte jeder sein und wenn er es nicht ist -> so what? Nur um mit meiner Hausfassade den Rest meiner Daten zu sammeln... das wird recht abenteuerlich bis unmöglich. Jeder hat es selbst in der Hand, was über ihn im Netz steht. Einzig die Jugend macht mir hier etwas Sorgen, da ein Schulfach im Bereich Medienkompetenz nach wie vor nicht existiert bzw. erst in einem Alter mal im Unterricht angesprochen wird, wo eh jeder schon sein Privatleben an diverse soziale Netzwerke verkauft hat. Ein derartiges Schulfach müsste z.B. schon zum Ende der Grundschulzeit unterrichtet werden, um überhaupt noch einen Nutzen zu erzielen. Aber wir schweifen etwas ab, da es ja eigentlich darum geht, dass MS jetzt ein ähnliches Projekt wie Google aufzieht.
Meiner Meinung nach eine gute Sache, da sich Google dann wieder was einfallen lassen muss, um sich von MS abzuheben.
Da bin ich voll und ganz deiner Meinung, Medienkompetenz sollte viel stärker in den Schulen thematisiert werden!
Trotzdem, vor erst einem Jahr gabs nen riesen Wind weil Google das macht und jetzt scheint sich niemand mehr daran zu stören obwohl MS exakt dasselbe macht, sogar die WLANs mitloggt!
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