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Geschrieben am: 07.02.2009 um 18:13 Uhr
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Ich starte doch nochmal nen Versuch (alles wieder vereinfacht, die Realität ist wieder mal deutlich komplexer....)
Nehmen wir wieder mal an, die Box sei ne ohmsche Last.
Der Amp verstärkt Spannungen (!) und muss den entsprechenden Strom liefern. Der Drehknopf für die Lautstärke regelt den Verstärkungsfaktor.
Erst mal tun wir so, als könnte der Amp unendlich viel Strom liefern. Dann wäre die Leistung nur durch die maximale Ausgangsspannung begrenzt:
P=U²/R
Damit wäre die maximale Leistung bei halber Impedanz doppelt so hoch, vorausgesetzt, der Amp kann den entsprechenden Strom auch liefern.
Wie ich vorher schon geschrieben habe ist aber bei halber Impedanz der Strom schon bei *gleicher Leistung* höher. Damit könnte die Ausgangsleistung bei 4 Ohm sogar *geringer* sein, als bei 8 Ohm, muss aber nicht. In jedem Fall ist dein Amp darauf nicht ausgelegt und überhitzt.
Du brauchst also entwerder einen anderen (4-Ohm-stabilen) Verstärker, oder andere Boxen mit 8 Ohm Nennimedanz.
Zum Wirkungsgrad:
Direktstrahende Boxen haben (bedingt durch den akustischen Strahlungswiderstand) einen sehr kleinen Wirkungsgrad von etwa 0,1-3%. Hifi-Lautsprecher liegen eher im unteren Bereich. Deswegen wird der Wirkungsgrad in db/1W/1m angegeben (der Pegel, den der Lautsprecher bei 1W in 1m Abstand erzeugt). Das ist natürlich eine über die Frequenz gemittelte Größe, und da wird auch sehr viel beschissen...
Oft wird allerdings bei Konstanter *Spannung* gemessen, und da muss natürlich die Impedanz wieder berücksichtigt werden...
Es sind die kleinen Dinge, die einen zum Wahnsinn treiben.
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