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Polizei Neu-Ulm - Silvesterfazit


Alle Hände voll zu tun hatten die Beamten der Polizeidienststellen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West in der vergangenen Silvester-Nacht.

Zwar ging das Notruf- und Einsatzaufkommen im Vergleich zur Silvester-Nacht 2009/2010 zurück, die Kollegen hatten aber nicht zuletzt aufgrund einer Vielzahl von Streitereien, Trunkenheitsfahrten, Vorfällen in Zusammenhang mit dem Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen und Ruhestörungen eine arbeitsreiche Nacht.

Im Zeitraum vom 31.12.2010, 20 Uhr, bis zum Neujahrsmorgen, 06 Uhr, verzeichnete die Einsatzzentrale den Eingang von insgesamt 429 Notrufen (Vergleich: 750 Notrufe in der Silvesternacht des Vorjahres). Resultierend aus diesen Notrufen kam es in über 180 Fällen zum polizeilichen Einschreiten vor Ort. Höhepunkt war, wie bereits in den Jahren zuvor, der Zeitraum zwischen Mitternacht und 04 Uhr. Allein hier wurden knapp 200 Notrufe registriert, 115 Polizeieinsätze waren die Folge. 

Zum Vergleich: durchschnittlich (Jahresschnitt) werden in einer Nacht in der Zeit zwischen 20 Uhr und 06 Uhr ca. 150 Notrufe bearbeitet, welche in ca. 100 Fällen polizeiliches Tätigwerden vor Ort nach sich zieht.

Bisher wurden 27 Körperverletzungsdelikte bekannt, die sich in der diesjährigen Silvesternacht (20 Uhr - 06 Uhr) ereignet haben. Darunter sind auch fünf Delikte der "gefährlichen Körperverletzung". 

Erfahrungsgemäß dürfte die Zahl der angezeigten Körperverletzungen noch steigen: in der Silvesternacht des Vorjahres (2009/2010) ereigneten sich rückblickend insgesamt 70 Körperverletzungsdelikte, wovon bis zum Morgen/Vormittag des Neujahres erst die Hälfte bekannt waren. Viele Personen bringen entsprechende Vorgänge erst im Nachlauf zur Anzeige, oder diese stellen sich im Rahmen anderweitiger Ermittlungen heraus.

Ähnlich verhält es sich bei den Sachbeschädigungen: bisher wurden 13 Delikte bekannt. In der Silvesternacht des Vorjahres ereigneten sich rückblickend rund 100 Sachbeschädigungen, wovon am Neujahrsmorgen des 01.01.2010 nur erst ca. 10 % zur Anzeige gebracht waren.

In Neu-Ulm richtete ein 33-jähriger Mann nach Mitternacht eine Schreckschusswaffe gegen Polizeibeamte und drückte ab. Bei der Festnahme leistete er erheblichen Widerstand, er und ein weiterer Mann wurden vorläufig festgenommen. Die zwei Personen sowie zwei Polizeibeamte wurden verletzt. Die Waffe war dem äußeren Anschein nach nicht von einer scharfen Waffe zu unterscheiden. Einsatzanlass war die Mitteilung von Nachbarn, welche zuvor auf ihrem Balkon mit Leuchtmunition von dem später Festgenommenen beschossen wurden.

In Senden wurde ein 19-Jähriger schwer verletzt in ein Klinikum eingeliefert. Der Mann wurde nach 05 Uhr in der Hauptstraße mit einer Stichwunde im vorderen Beckenbereich angetroffen. Vom Täter fehlt bislang jede Spur. 

Am gestrigen Abend, gegen 18.30 Uhr, kam es in Türkheim (Lkrs. Unterallgäu) in einem, zu einer Partyhütte umgebauten und eingerichteten Holzschuppen zu einem Schwelbrand. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von ca. 5.000 Euro.

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Tags: Polizei

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