Zittersieg gegen Braunschweig
(Kashyyk) - Während ratiopharm Ulm in der Ferne weiterhin Federn lassen muss, scheint man zumindest in der heimischen Kuhberghalle zu alter Stärke gefunden zu haben. Nach einem deutlichen Heimsieg gegen Göttingen, gewannen die Ulmer auch gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig knapp mit 75:72 (41:42).
Dabei gehört das Braunschweiger Team um Heiko Schaffartzik derzeit zu den erfolgreichsten Mannschaften der Liga, was sich allerdings aufgrund der unsinnigen Punkteverteilung in der Tabelle der Basketball-Bundesliga nicht widerspiegelt.
Die Ulmer dominierten im ersten Viertel (28:12). Den Gastgebern gelang offensiv quasi jeder Spielzug, defensiv profitierten die Ulmer vom Pech der Braunschweiger. Gute drei Minuten vor der ersten Viertelpause hatten Chris Burns, Rocky Trice, Lee Humphrey & Co gar für eine 15:3-Führung gesorgt, ehe dann auch bei den Gästen vermehrt die Würfe fielen.
Doch wieder einmal zeigte sich wie sehr das Ulmer Spiel in dieser Saison von Phasen geprägt ist und eben nicht von Abgeklärtheit, Routine oder gar Konstanz.
In den zweiten zehn Spielminuten schwand die zuvor so souverän herausgespielte Führung zunehmend. Christian Burns, der zwar weiterhin die Mehrheit seiner Würfe traf, trat einmal mehr zu egoistisch und eigensinnig auf. Zudem ließ in den letzten zwei Minuten, der zuvor eher unauffällige Heiko Schaffartzik erstmals seine Muskeln spielen und sorgte binnen 63 Sekunden mit zwei Dreiern für den Ulmer Rückstand zur Halbzeitpause (41:42).
Das schien dann aber als Weckruf zu genügen. Die Gastgeber präsentierten sich nach dem Seitenwechsel wieder konzentrierter. Zwar lief nach wie vor nicht alles rund, doch Ulm kämpfte. Immer wieder waren es Rocky Trice und Christian Burns die Braunschweig noch ein wenig auf Distanz hielten. Erst 5:39 Minuten vor Spielende gelang Braunschweig durch Schaffartzik doch der Ausgleich. Zu einer Führung sollte es nicht mehr kommen, doch das war bis wenige Sekunden vor Spielende nicht absehbar.
Mit einem letzten Angriff hatten die Gäste die Möglichkeit die Begegnung doch noch für sich zu entscheiden, doch ein Offensiv-Foul des Braunschweiger Top-Scorers Heiko Schaffartzik an Per Günther begrub acht Sekunden vor Schluss dann die letzten Siegesambitionen der Phantoms.
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