Niederlage gegen Frankfurt - Berlin wartet
(Kashyyk) - Ratiopharm Ulm ist auch in der heimischen Kuhberghalle weiterhin nicht in der Erfolgsspur. Am Freitag unterlag die Mannschaft von Mike Taylor den Skyliners aus Frankfurt deutlich mit 82:95 (44:52).
Gründe für den zweiten verpassten Heimerfolg waren vor allem die mangelnde Verteidigung, sowie eine oftmals fragwürdige Wurfauswahl.
Zu Beginn war es ein offener Schlagabtausch auf beiden Seiten, der von der vernachlässigten Defensive beider Teams begünstigt wurde. Vor allem Coleman Collins gelang es, vor dem Frankfurter Korb zum Abschluss zu kommen. Bei den Gästen stach Derrick Allen hervor. Doch in der Tendenz waren es die Ulmer, die auch schon in Viertel 1 das Nachsehen hatten. Die Mannschaft machte es den Hessen einfach zu leicht zum Abschluss zu kommen. Und so waren viele kleine Fehler im Defensivverhalten zum Ende des ersten Spielabschnitts, die verantwortlich für den knappen Rückstand (24:28) der Ulmer waren.
In den zweiten zehn Minuten war das gleiche Bild zu beobachten. ratiopharm Ulm hielt sich zwar stets in Schlagdistanz, konnte sich aber gegen die eingespielten Frankfurter nicht behaupten.
In den letzten Minuten vor der Halbzeit häuften sich aber dann die individuellen Fehler auf Seiten der Ulmer. Rocky Trice verlor den Ball und auch Christian Burns vergab einen Mitteldistanzwurf leichtfertig. Das nutzen die Skyliners und bauten ihre Führung zur Halbzeit erstmals deutlich aus (52:44).
Auch in der zweiten Hälfte konnten die Ulmer dem Spiel nicht mehr entscheidend ihren Stempel aufdrücken. Das Team präsentierte sich nicht konzentriert genug. Es kam kein ruhiger Spielaufbau zu Stande. Kevin Kanaske (null Punkte, zwei Ballverluste, nur ein Assist) war deutlich anzusehen, dass er mit dem Lenken des Spiels am heutigen Abend völlig überfordert war. Zeitweise musste gar Rocky Trice für ihn einspringen, da Per Günther nach langer Verletzungspause immer noch nicht ganz fit erschien. Der 21-Jährige machte dennoch ein solides Spiel (8 Punkte).
Enttäuschend trat leider auch Lee Humphrey auf, mit nur einem erfolgreichen Dreier bei acht Versuchen. Die übrige Starting-Five konnte trotz soliden bis guten Leistungen die Defizite der Teamkollegen am heutigen Abend nicht kompensieren. "Heute haben wir nicht unseren besten Basketball gezeigt", brachte es Mike Taylor nach Spielschluss treffend auf den Punkt.
Ein letztes Aufbäumen von Taylors Auswahl mit einem 6:0-Lauf in den Schlussminuten hatte kurz zuvor ein jähes Ende gefunden, nachdem Christian Burns deutlich zu selbstverliebt agierte und zweimal selbst vergeblich zum Wurf ansetzte.
Am Sonntag steht in Berlin bereits die nächste Bewährungsprobe an. Ohne eine deutliche Leistungssteigerung wird für die Ulmer in der Hauptstadt allerdings nichts zu holen sein.
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Fotos: Danny Eggers
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