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Mit einer Galavorstellung in die Playoffs

(Kashyyk) - Nun hat es ratiopharm Ulm endgültig geschafft. Mit einer wahren Galavorstellung gegen die EnBW Ludwigsburg hat sich die Mannschaft von Mike Taylor am 30. Spieltag vorab für die Playoffs qualifizieren können.
103:66 (62:26) hieß es um 21 Uhr in der Ulmer Kuhberghalle. Ein vergleichbares Resultat hatten die Gastgeber hier schon länger nicht mehr erzielt. Dabei hatte sich ein solcher Erfolg dieses Mal schon früh angekündigt. Denn Ulm kam äußerst gut ins Spiel. Nach noch nicht einmal drei Minuten hatten Sean Finn, Jeff Gibbs und Lee Humphrey getroffen und damit Gäste-Coach Rick Stafford beim Stand von 9:0 zur ersten Auszeit gezwungen.

Die kurze Unterbrechung schien erst einmal den gewünschten Effekt zu erzielen. Nun fanden auch bei den Ludwigsburgern die ersten Würfe das Ziel. Jedoch blieben die Ulmer aggressiv und setzten sich durch einen 11:2-Lauf zum Ende von Viertel 1 deutlich ab (26:12).

In den zweiten zehn Minuten änderte sich wenig. Ulm punktete. Sebastian Betz und vor allem Dan Fitzgerald warfen aus allen Lagen – mit Erfolg. Binnen kurzer Zeit wuchs der Vorsprung immer weiter an. Die Ludwigsburger fanden kein Mittel mehr gegen die fast schon unheimliche Ulmer Wurfquote von jenseits der Drei-Punkte-Linie. Zudem lief bei den Gästen in der Offensive wenig zusammen. Fehlwürfe, Ballverluste en masse und ein Technisches Foul gegen die Ludwigsburger Bank verdeutlichten das desolate Auftreten des württembergischen Kontrahenten und sorgten für Frust bei den mitgereisten Anhängern.

Die Ulmer Fans konnten sich unterdessen über einen Pausenstand von 62:26 wahrlich nicht beklagen. Das Gesehene machte Lust auf Halbzeit 2. Diese begann mit einer Ulmer Mannschaft, die mehr als einen Gang zurück geschaltet hatte. Erwartungsgemäß ließ sich die Intensität, sowie die Konzentration nicht über volle 40 Minuten halten. Bei den Ludwigsburgern fand Domonic Jones seinen Rhythmus und netzte drei Dreier in Folge ein. Die Gäste hielten erstmals in der Begegnung spürbar dagegen, ohne allerdings wirklich eine Gefahr für die Ulmer darzustellen.

Den geschrumpften Vorsprung von „nur noch“ 26 Zählern nahmen Jeff Gibbs&Co im Schlussviertel dann scheinbar doch nochmal zum Anlass um Gas zu geben. Dan Fitzgerald, der nach einem zuletzt sehr unglücklichen Auftritt in Göttingen seine Saisonbestleistung ablieferte, stockte seine Dreierstatistik noch einmal von fünf auf sieben erfolgreiche Würfe auf und auch Sebastian Betz ließ noch einmal seine Muskeln spielen.
Als Cedrik von Dühring in der letzten Minute dann schließlich per Dreier den 100. Punkt erzielte hatten ausnahmslos alle ratiopharm-Spieler gepunktet.

Ratiopharm Ulm kann mit dem Sieg nun auch offiziell für die Playoffs planen. Da zeitgleich die Telekom Baskets Bonn gegen den vermeintlichen Underdog TBB Trier Federn lassen mussten, können die Ulmer weiterhin hoffen vielleicht doch noch auf Rang 4 springen zu können. Voraussetzung wäre hierfür jedoch ein Sieg am Sonntag bei eben jenen Trierern.

Bilder: Danny Eggers

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