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Glücklicher Sieg in Gießen dank Romeo Travis

(Frohike) - In den letzten beiden Jahren kehrte man ohne Punkte aus der Sporthalle Ost zurück. Diese Saison entführte ratiopharm Ulm mit einem unglaublichen Finish die Zähler und stürzte damit den Bundesliga-Dino, der seine 43. BBL Saison spielt, in ein Tal der Tränen. Denn fünf Minuten vor dem Ende sah Giessen wie der sichere Sieger aus. Dann kam die Zeit des Romeo Travis. Im Stile von NBA Superstar LeBron James, mit dem er jahrelang in der Highschool zusammengespielt hat, übernahm er das Spiel. Noch 5 Minuten und 31 Sekunden waren zu spielen. Romeo Travis blockt den 2,15 m großen Robert Maras und im Gegenzug verkürzt Dru Joyce auf 68:74. Ex-Nationalspieler Terdenge erhöht wieder auf 76:68. Noch 4 Minuten 48 Sekunden. Beim Stand von 68:76 blockt Romeo Travis erneut einen Giessener. Noch 4 Minuten 11 Sekunden. Erfolgreicher Dreipunktewurf von Romeo Travis, nur noch 71:76. 2 Minuten und 34 Sekunden vor dem Ende trifft er den nächsten Distanzwurf. Nur noch 76:78 und weitere 34 Sekunden später flutscht der nächste Travis Dreier nach einem Assist von Scharfschütze Lee Humphrey durch den Ring. FÜHRUNG für Ulm. 79:78 120 Sekunden vor dem Ende.

Danach Chancen auf beiden Seiten, aber erst der überragende Dru Joyce scorte 11 Sekunden vor dem Ende zweimal erfolgreich von der Freiwurflinie zum 81:78. Damit Giessen nicht mit einem Dreier ausgleichen konnte, gab Trainer Mike Taylor die Devise aus, Giessen mit einem Foul an die Linie zu zwingen. Der Plan ging auf. Zwei taktische Fouls, weil die Hessen nur drei Mannschaftsfouls hatten und es erst beim 5. Freiwürfe gibt, innerhalb von 4 Sekunden zwangen den Gastgeber dann an die Linie. Beide Freiwürfe gingen daneben, doch der Rebound landete erneut beim Bundesligaurgestein. Aber auch der letzte Wurf verfehlte das Ziel und Ulm durfte jubeln.

Einen Sieg hätten aber auch die Giessener, die sich zu keiner Zeit wie ein Abstiegskandidat präsentierten, verdient gehabt. Obwohl diese immer wieder (7. Min 19:9, 18. Min 32:27, 35. Min 76:68) in Front lagen, konnten sie die Ulmer nie ganz abschütteln. 14 Mal wechselte die Führung in der Partie. Vor allem die „Big Shots“ trafen die Gäste aus Schwaben mit traumwandlerischer Sicherheit. Beispielsweise Lee Humphrey, der mit der Schlusssirene der ersten Halbzeit einen Dreier aus knapp 8 Metern gegen den Mann zum Entsetzen der 3470 Fans zur Ulmer 38:37 Führung traf. Oder Basti Betz, der in der 29. Min einen 59:61 Rückstand mit einem Dreier drehte. Oder Sean Finn der zwei Sekunden vor dem Ende des dritten Viertel erneut zur knappen 64:63 Führung aus der Nahdistanz traf. Im Stile einer Spitzenmannschaft löste das ratiopharm Team alle Rätsel, die ihnen der Gastgeber aufgab. Mit Glück und Können.

Während Ulm sich nun auf den Vizemeister aus Bonn vorbereitet (ACHTUNG Spiel musste wegen der internationalen Auftritte der Bonner auf Sonntag 22.03. 17 Uhr verlegt werden), steckt der BBL-Dino immer tiefer im Abstiegsstrudel. Nach dem Sieg der Artland Dragons und der Walter Tigers Tübinger scheint sich das Duell um den vermeintlich letzten Relegationsplatz auf Köln und Giessen zu konzentrieren. Wenn die Giessener Mannschaft auch in den nächsten Spielen diese Leistung abrufen kann, dann wird ratiopharm Ulm auch nächste Saison in der Sporthalle Ost um Punkte kämpfen. Hoffentlich mit einem ebenso faszinierenden Spiel mit glücklichem Ausgang für das Gästeteam.

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