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Madsen heizten im Roxy ein

(ma_fia) - Am vergangenen Freitag mischten Madsen erstmals das Ulmer Roxy auf. Doch bevor der Hauptact dran kam, waren die Jungs von „Herrenmagazin“ an der Reihe. Und die Hamburger nahmen ihre Aufgabe, dem Publikum einzuheizen, sehr ernst, wenn sie auch nur zu dritt statt wie üblich zu viert auftraten. Die Halle bebte – und das nicht erst, nachdem Sebastian Madsen bei einem der Lieder selbst mit einstieg.

Doch sicher spielte auch das eine Rolle, denn Sebastian gehört zu den drei Madsen-Brüdern, die den Löwenteil der Band bilden und gleichzeitig für deren Namen verantwortlich sind. Sascha Madsen ist für den Rhythmus und das Schlagzeug zuständig, Johannes Madsen spielt Gitarre und Sebastian selbst singt und begleitet ebenfalls auf der Gitarre. Zu der Band gehören außerdem Niko Mauer am Bass und Folkert Jahnke am Keyboard und, wie am Freitag, an der Wasserflasche.

Aus den anfangs kleinen Auftritten nach der Gründung 2004 wurden mit Hilfe ihrer Plattenfirma bald größere, so spielten sie 2008 beispielsweise auch bei Rock im Park/Rock am Ring – und nun auch im Roxy, wo die Fans schon während des Auftritts der Vorband lauthals „Madsen, Madsen!“ rief. Herrenmagazin-Sänger Deniz spielte zunächst den Gekränkten: „Sagt ihr das jetzt weil ihr uns doof findet?“. Nachdem die Band kurz danach die Bühne für Madsen freiräumte, war aber selbstverständlich keine Spur von Ärger zu spüren.

Vor allem für das Publikum trat jetzt das Gegenteil ein, Freude, der Grund des Erscheinens – eine unglaubliche, schöne und (seltsam) persönliche Powershow von Madsen! Und nicht nur die Power der Band schien unerschöpflich, auch das Publikum war mit Feuereifer dabei. Schon nach den ersten drei Liedern kam es zu einer Wall of Death, angeführt von Jungs mit nackten Oberkörpern. Kurz drauf schaffte es ein Mädchen sogar, für ein paar köstliche Sekunden die Bühne zu erklimmen.

Die Menge fieberte so sehr mit, dass man bei den „Ruhepausen“ von Madsen von Glück reden kann. In diesen goss Folkert Jahnke beispielsweise die Blumen neben dem Gartenzaun auf der Bühne, oder der Sänger selbst erfand den „Blue Thunder“ , eine Pose, die ab da als die bandeigene gelten sollte. Ohne diese Pausen hätte das Publikum vermutlich bald aufgeben müssen. „Ihr seht abgekämpft aus.“, stellte auch Sebastian treffend fest. „Aber ihr habt Bock, oder?“ Klar, diese Frage wurde mit wilden Rufen und Grölen beantwortet. „Das ist Magic. Magic. Magic. Magic …”, fand Sebastian. Und dann kam “Grausam&Schön”, nur einer der vielen Hits an diesem Abend.

Die Hintergrundgeschichten zur Entstehung mancher Lieder erfuhr das Publikum ebenfalls.. So wurde „Die Perfektion“ beispielsweise von Sebastian als Widmung für Ex-Freundin Jennifer Wanderer, die drittplatzierte von Germanys’ Next Topmodel 2006 geschrieben. Nicht ganz nachvollziehbar für viele Fans – insbesondere nicht die weiblichen – wie sie ihn verlassen konnte...

Sascha Madsens´ Ex-Freundin wiederum verließ ihn, weil er nicht tanzen konnte. Aber er konnte brüllen wie ein Löwe und zum Beweis dafür, grölte Sascha „Slayer“ ins Mikrofon, passendes Oberteil selbstverständlich inklusive. Dann tanzte er den Roboter und Sebastian begleitete ihn auf dem Schlagzeug... und dann folgte „Die ganze Geschichte. Ungeschminkt und auf Englisch, denn das ist viel cooler!“: „Do you love me?“ aus dem Film “Dirty Dancing”.

Wer unter anderem mit den Zähnen Gitarre spiel (Sebastian), von dem wird natürlich am Ende auch eine Zugabe verlangt, auch wenn Teile des Publikums anfangs wohl noch wenig „madsenbewandert“ waren. Und ob Ulm letztendlich tatsächlich „die lauteste Stadt der Tour“ war, sei einmal dahingestellt – diesen Abschiedsruf werden sich die Zuschauer und -hörer jedoch sicher wie verlangt „für schlechte Zeiten aufgehoben haben“.

Fotos des Auftritts gibt es in der Galerie vom 6.2.09

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