ratiopharm Ulm: Rückrundenstart geglückt
(Kashyyk) - Mit einer äußerst beeindruckenden Leistung hat sich das Team von ratiopharm Ulm im neuen Jahr erstmals vor dem eigenen Publikum präsentiert. Mit 96:79 (50:30) wies man am 18. Spieltag die Brose Baskets Bamberg, den Deutschen Meister aus dem Jahr 2007, in die Schranken und verdeutlichte mit einer geschlossenen Teamleistung, dass mit der Mannschaft von Mike Taylor beim Kampf um die Playoffs zu rechnen ist.
Kämpfen – das müssen derzeit auch die Bamberger. Denn mit neun Siegen und acht Niederlagen stehen die Oberfranken derzeit hinter den Ulmern auf Rang 7 und werden damit vor allem ihren eigenen Erwartungen bei weitem nicht gerecht.
Dabei verfügt Bamberg zumindest auf dem Papier über die nötigen Mittel um ganz oben mitzumischen. Im Kader der Brose Baskets befinden sich nämlich neben gestandenen Nationalspielern wie Robert Garrett und Demond Greene, die BBL-Größen Jared Newson, Eric Taylor, Beckham Wyrick, Filiberto Rivera und seit wenigen Tagen auch der NBA-Erfahrene Dan Dickau.
Eine Prognose zu Gunsten der Gäste wollte im Vorfeld dennoch keiner abgeben, da trotz der offensichtlichen Qualitäten bislang noch jedes Team in der Kuhberghalle seine Probleme hatte. Genauer gesagt fuhr nämlich, abgesehen von den Albatrossen aus Berlin, jede Mannschaft ohne Punkte wieder zurück in die Heimat. Und da machten die Bamberger zum Rückrundenauftakt auch keine Ausnahme.
Denn Ulm begann konzentriert und legte einen äußerst imposanten Start hin. 10:0 stand es nach den ersten drei Minuten des ersten Viertels in denen Lee Humphrey, Dru Joyce und Sean Finn zu Korberfolgen kamen. Dann war es Jared Newson, der mit vier Punkten die ersten Lebenszeichen der Bamberger sendete.
Doch dies blieb nur ein Strohfeuer, denn die Ulmer punkteten fleißig weiter. Insbesondere Lee Humphrey lief heiß und versenkte weitere zwei Dreier, sowie zwei Freiwürfe.
Hinzu kamen zwei technische Fouls gegen die Gäste, die Jeff Gibbs&Co dankbar annahmen.
Zum Ende der ersten zehn Spielminuten prangte bereits ein Zwischenstand von 29:13 an der Anzeigetafel.
In Viertel 2 änderte sich am Spielverlauf nur wenig. Die Bamberger ließen sich zwar nicht mehr ganz so sehr an der Nase herumführen, jedoch hatten die Gäste beim Abschluss nach wie vor einfach kein glückliches Händchen. So überließ man den Gastgebern weiterhin die Rebounds, sowie die Kontrolle im Spiel. Lediglich Neuzugang Dan Dickau gelang es zu punkten und somit den Rückstand nicht noch weiter anwachsen zu lassen.
Bei den Ulmern fielen unterdessen selbst die unmöglichsten Würfe und trotz dem einen oder anderen Turnover konnte man den Abstand bis zur Halbzeit sogar noch einmal ausbauen (50:30).
In der zweiten Hälfte der Begegnung ließ eine große Aufholjagd der Gäste auf sich Warten. Bei Ulm sah man exakt das gleiche Bild: Humphrey war von außen zur Stelle, Finn, Gibbs und Travis schlossen aus der Zone ab. Bei Bamberg zog Dickau weiterhin mehr oder weniger gezwungenermaßen seine One-Man-Show ab und erarbeitete sich einen Freiwurf nach dem anderen. Der US-Boy kam am Ende auf 20 Punkte, zwölf davon erzielte er eben von der Linie. Kurioses Detail: Alle anderen Bamberger kamen auf insgesamt zwei erfolgreiche Freiwürfe, bei zwei Versuchen.
Das die Gäste letztlich nicht mit 30 Punkten Differenz oder mehr aus der Halle geschossen wurden, lag einzig und allein an Mike Taylor. Dieser gab in den letzten Minuten den Bankspielern die Chance sich zu bewähren.
In den letzten zwei Minuten ließ Taylor sogar eine rein deutsche Formation aufs Feld (Günther, von Düring, Erege, Betz, Schröder). In dieser Zeit schmolz der Vorsprung auf die Brose Baskets zwar noch einmal um einige Zähler, was den beeindruckenden Erfolg der Ulmer aber nicht im Geringsten schmälert.
Fotos: Michael Hoffmann
Statistiken zum Spiel
Homepage von ratiopharm Ulm
<<< zurück
|