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ratiopharm Ulm: Noch ein Heimsieg zum Jahresende

(Kashyyk) - Die Kuhberghalle scheint für die Ulmer Basketballer weiterhin ein ausgezeichnetes Pflaster zu sein. Gegen Trier gelang der Mannschaft von Trainer Mike Taylor am 15. Spieltag bereits der sechste Sieg in heimischer Halle. Lediglich den Albatrossen aus Berlin musste man sich bisher geschlagen geben.
Eine Ulmer Gala-Vorstellung war das 82:74 (41:43) jedoch bei Weitem nicht, denn die Hausherren versäumten es, dem Gegner frühzeitig den Wind aus den Segeln zu nehmen und somit die Begegnung zu kontrollieren.

Die Gäste aus Trier waren mit einem nicht unerheblichen Druck an die Donau gereist. Das Team der ältesten Stadt Deutschlands war immerhin mit Playoff-Ambitionen in die Saison gestartet. Diesen scheint man derzeit mit Platz 12 in der Tabelle bei Weitem nicht gerecht werden zu können. Zuletzt gab es einen unerwarteten Punktverlust gegen die Gießen 46ers, dann folgte eine deutliche Klatsche gegen den Vizemeister aus Bonn.
Für die Pfälzer war es daher von großer Bedeutung den Abstand zu den ersten Acht in Ulm möglichst zu verkürzen. Die Vorzeichen für ein solches Vorhaben sahen jedoch alles andere als gut aus. Denn bislang präsentierte man sich mit nur zwei Siegen aus sieben Partien in der Ferne als recht ungefährlich.
So war es auch nicht überraschend, dass die Ulmer zunächst am Zug waren und mit Romeo Travis schnell zu den ersten Punkten kamen (4:0). Die Gäste verkürzen jedoch umgehend per Dreier.
Ein Szenario, dass sich in den darauf folgenden Minuten mehrmals wiederholte. Die Ulmer bemühten sich durch einen geordneten Spielaufbau den freien Mann zu finden und zum Abschluss zu kommen, die Trierer beschränkten sich hingegen oftmals darauf von jenseits der 6,25-Meter-Linie ihr Glück zu versuchen. Die Vorgehen fruchteten auf beiden Seiten. Die Gastgeber fanden dann zum Ende des ersten Viertels doch noch den richtigen Rhythmus und konnten auch durch mehr Intensität in der Defensive auf 25:15 davon ziehen.

In den zweiten zehn Minuten kippte das Spiel dann allerdings zu Gunsten der Gäste. Der frühere Ulmer Center Maksym Shtein trumpfte mit fünf erfolgreichen Würfen auf und auch George Evans hatte mit seinen sechs Punkten großen Anteil daran, dass zur Halbzeit Trier mit zwei Zählern in Front lag.

In der zweiten Hälfte schalteten beide Teams noch einen Gang zurück. So entwickelte sich die Partie zu einem mäßig attraktiven Schlagabtausch, der geprägt war von Einzelaktionen und vermeidbaren Ballverlusten.
Die Hausherren fanden schließlich über den Kampf zurück ins Spiel. Ulm zwang die Trierer zu Fouls, die man ungewohnt sicher in Punkte umsetzen konnte (Freiwurfquote 85%).
Zudem gelang es Keith Triplett in den letzten Minuten den zwischenzeitlich heißgelaufenen Kevin Housten zu bremsen, so dass dieser nach fünf Drei-Punkt-Erfolgen keinen mehr drauf setzen konnte.
In der letzen Spielminute waren es dann noch einmal fünf verwandelte Freiwürfe von Romeo Travis und Dru Joyce die das endgültige Endergebnis herstellten.

Mit dem Sieg springt Ulm zumindest vorübergehend auf Rang 2 der Basketball-Bundesliga und kann zuversichtlich ins neue Jahr blicken. Denn auch abseits des Spielfelds gibt es zwei positive Nachrichten zu vermelden. Zum einen hat sich Lee Humphrey dazu entschieden, seinen Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr zu verlängern und auch die SWU bleibt ratiopharm Ulm weiterhin treu. Die Stadtwerke werden auch in den kommenden zwei Jahren Co-Sponsor der Basketballer bleiben.


Statistiken zum Spiel
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