Knapper Sieg gegen Köln
(Kashyyk) - Nach einem turbulenten Spiel gegen die Köln 99ers mit dem glücklicheren Ende für den Gastgeber hat sich die Mannschaft von ratiopharm Ulm in der Basketball-Bundesliga nach zuletzt zwei Niederlagen wieder einen Sieg erarbeiten können.
Vor knapp 3000 Zuschauer bezwangen die Ulmer die Domstädter denkbar knapp mit 90:88 und belegen damit wieder Rang 5.
Die von vielen Fans erwartete Wiedergutmachung für die 66:94-Pleite gegen Bonn blieb allerdings zunächst aus. Die Ulmer gingen äußerst unkonzentriert ins Spiel.
Pässe fanden das gewünschte Ziel nicht, die einfachsten Korbleger gingen daneben und eine effektive Reboundarbeit fand ebenfalls nicht statt.
Somit übernahmen die Gäste die Initiative und zogen schnell mit 7:0 Punkten davon. Ulm hatte vor allem Probleme in der Zone zum Erfolg zu kommen. Sean Finn gelang schließlich doch der erste Erfolg unter dem Korb. Statt einer Initialzündung folgte danach allerdings ein weiterer Sturmlauf der Kölner. Lediglich Lee Humphrey konnte die Ulmer Tatenlosigkeit zwischenzeitlich mit zwei Drei-Punkt-Würfen unterbrechen.
Nach einem ersten Viertel mit vielen Dreiern, Korblegern und Dunks der 99ers, sowie gelegentlicher Ulmer Korberfolge prangte ein Zwischenstand von 15.31 an der Anzeigetafel.
Wie das Team von Mike Taylor mit einem solchen Rückstand umgehen würde, zeigte sich äußerst schnell. Das Spiel der Gastgeber war nicht mehr mit dem zu vergleichen, was man zum Beginn der Begegnung gesehen hatte. In den ersten Minuten passte offensiv zwar weiterhin noch nicht alles, aber die Verteidigung wurde besser.
Ulm gewann durch Freiwürfe an Sicherheit und verringerte den Rückstand, ohne in Schlagdistanz zu kommen.
Doch dann klappte es plötzlich auch aus dem Feld und der Distanz. Lee Humphrey, Sean Finn und Jeff Gibbs brachten ihre Mannschaft zurück ins Spiel und als eben Sean Finn einen Korbleger zum 33:39 verwandelte, war der Bann endgültig gebrochen.
Was dann folgte war ebenso unglaublich wie spektakulär. Die Ulmer legten einen 17:0-Lauf hin. Keith Triplett verlieh der Verteidigung die nötige Sicherheit, Dan Fitzgerald und Lee Humphrey versenkten einen Dreier nach dem anderen.
Zur Halbzeit war aus dem 15:31 ein 53:43 geworden.
Im dritten Viertel konnte man einen offenen Schlagabtausch beider Teams verfolgen. Ulm ließ die Gäste immer wieder herankommen, ehe der alte Abstand wieder hergestellt wurde.
Zum Ende war die Verteidigung der Gastgeber dann doch zu nachlässig und gab somit Robert Turner und Guido Grünheid die Möglichkeit auf 73:67 zu verkürzen. Köln zeigte damit deutlich, dass die Domstädter eben noch nicht geschlagen waren.
Ulm jedoch schien diese Warnung zu übersehen und machte es Jamon Gordon, Julian Terrell und Robert Turner weiterhin zu einfach. Und wie befürchtet folgte ein ähnlicher Run wie in Viertel 2 nur dieses Mal auf der anderen Seite. Die Kölner drehten das Spiel. Zwei Minuten vor dem Ende stand es nicht mehr 81:71, sondern plötzlich 81:82.
Etwas, was nach den ersten beiden Vierteln wohl keiner vermutet hatte trat ein: Es wurde noch einmal eng.
Denn nun waren es die Ulmer, die reagieren mussten - und es gelang. Jeff Gibbs glich per Freiwurf aus und der starke Keith Triplett netze einen Dreier ein.
Es folgte eine Auszeit und Köln kam mit zwei Freiwürfen wieder ran. Jasmin Catovic glich erneut aus (87:87).
Schließlich war es Dru Joyce der die Verantwortung übernahm. 20 Sekunden vor Spielende verwandelte er einen 3-Punkt-Wurf. Die Antwort der Kölner blieb aus, da James Gordon patze. Somit retteten die Ulmer einen knappen Vorsprung über die Zeit und dürfen sich nun wieder über einen kleinen Sprung in der Tabelle freuen.
Notiz am Rande: Weit eindeutiger als das Endergebnis waren die Statistiken von ratiopharm Ulm. Der Reboundvergleich fiel mit 36:22 sehr deutlich aus und auch bei den Freiwürfen (77.3%) und den Dreiern (52,4%) sah es erstaunlich gut aus.
Statistiken zum Spiel
Homepage von ratiopharm Ulm
Bilder: Danny Eggers
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