Knapper Erfolg gegen Frankfurt
(Kashyyk) - ratiopharm Ulm ist in der Basketball-Bundesliga auch weiterhin das Überraschungsteam der Saison. Ulm bezwang am Samstag die Deutsche Bank Skyliners knapp mit 66:63 (28:35) und bleibt damit weiterhin sowohl in der heimischen Kuhberghalle als auch auswärts ungeschlagen.
Die Gäste aus Frankfurt bestreiten in der laufenden Spielzeit ihre zehnte Saison in der höchsten deutschen Spielklasse. Bei einem Etat von vier Millionen Euro hat sich das Team von Trainer Murat Didin ehrgeizige Ziele gesetzt. Zum Jubiläum hofft man auf die deutsche Meisterschaft. Dafür hat die Mannschaft mit acht Ab- und Zugängen ein komplett neues Gesicht bekommen. So befindet sich unter den Frankurtern Neuzugängen auch Konrad Wysocki, der ehemalige Ulmer Leistungsträger und Publikumsliebling. Dieser konnte gleich in den ersten Minuten Akzente setzen. Denn nachdem Ulm das Spiel konzentriert mit einem 6:0-Lauf begann, glich Wysocki innerhalb weniger Sekunden mit zwei verwandelten Drei-Punkt-Würfen aus. Daraufhin entwickelte sich ein munteres Spiel mit schönen Offensivaktionen, die auf beiden Seiten allerdings oftmals durch Aussetzer in der Verteidigung begünstig wurden.
Mit 21:20 ging es ins zweite Viertel. Nun war eine Mannschaft zu sehen die ihren Rhythmus verloren hatte. Die Ulmer agierten zu häufig kopf- und glücklos. So waren weder Lee Humphrey aus der Distanz noch Jeff Gibbs oder Sean Finn unter dem Korb erfolgreich. Insgesamt waren es gerade einmal sieben Punkte, die ratiopharm Ulm aus den zweiten zehn Minuten in die Pause mitnehmen konnten.
Bei den Gästen sah es zwar auch bei weitem nicht gut, jedoch um einiges besser aus. Daher führten die Skyliners zur Halbzeit verdient mit 35:28.
Nach dem Seitenwechsel gingen die Ulmer wieder etwas konzentrierter vor, jedoch nicht entscheidend konsequent. Zu oft vergab man die Chance zum Ausgleich oder zur Führung, wurde vom Gegner oder schlicht vom Pfiff eines Schiedsrichters ausgebremst. Dennoch blieben die Ulmer den Skyliners auf den Fersen. Für Diskussionen sorgte der letzte Spielzug des dritten Viertels. Ein in den letzten Sekunden nach vorn getragener Angriff, der schließlich von Per Günther mit der Schlusssirene im Korb untergebracht wurde, werteten die Schiedsrichter nach kurzer Beratung nicht mehr. Somit blieb es bei einem Rückstand von drei Punkten (52:55).
Im Schlussviertel steigerten sich die Gastgeber aber deutlich. Der Abschluss fiel den Ulmern wieder leichter. Innerhalb von wenigen Minuten war das Spiel zu Gunsten der Hausherren gedreht. Romeo Travis (15 Punkte) und Dru Joyce (12) besserten ihre Wurfquote noch einmal auf, Jeff Gibbs (12 Rebounds, 2 Blocks) und Keith Triplett (3 Steals) zeigten eine äußerst engagierte Leistung in der Defensive.
Somit blieb eine Drei-Punkte-Führung bis zum Spielende bestehen. Den Frankfurtern war der letzte Angriff vorbehalten, doch Pascal Roller vergab den Dreier, ehe sich Jeff Gibbs mit der Schlusssirene den Rebound sicherte.
Letztlich war es der Kampfgeist der Ulmer, der den Unterschied ausmachte. Das Team von Mike Taylor war sowohl bei den Rebounds (36:25) als auch bei den Steals (8:2) eindeutig überlegen.
Als nächstes trifft ratiopharm Ulm auswärts auf die EWE Baskets Oldenburg. Im vergangenen Jahr gelang den Ulmern in Oldenburg ein knapper Sieg durch einen spektakulären Buzzerbeater von der Mittellinie.
Statistiken zum Spiel
Homepage von ratiopharm Ulm
Fotos: Michael Hoffmann
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