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Jumpstyle!

(ma_fia) - …etwas, das auch in Ulm derzeit an Bekanntheit gewinnt und Begeisterung hervorruft. So neuartig wie interessant, scheint hier zu gelten. Gehört haben den Begriff sicher schon viele, doch damit etwas anfangen oder ihn erklären können sie oft nicht. Schade, denn es steckt etwas ziemlich spannendes dahinter!

Wie ich Jumpstyle kennen lernte und was es damit auf sich hat

„Bald findet ein Jumpstyle-Workshop in der Tanzschule statt“, erzählte mir meine Freundin aufgeregt, „Das klingt doch aufregend! Und billig ist es auch noch!“, versuchte sie mich zu begeistern. Ein paar Tage später teilte sie mir traurig seufzend mit, dass ihr Terminkalender am besagten Tag schon voll sei. Für sie war die Sache damit erledigt, doch mir schwirrte das verrückte Wort noch immer im Kopf herum und so fragte ich meinen Freund. Hatte er das nicht schon einmal erwähnt? Etwas darüber erzählt? Ich war nicht mehr ganz sicher, aber seine Antwort hob alle Fragen auf. Helle Begeisterung blitze in seinen Augen auf, als das Wort fiel. „Ja, ja, ja, ja, ja! Da machen wir mit!“, rief er völlig begeistert. “Das wollte ich immer schon lernen!“ Bei diesen Worten erinnerte auch ich mich wieder. Ein Freund hatte ihm einen Film von so genannten „Jumpstylern“ auf dem Handy gezeigt. Den halben Tag wurde ich damit zugetextet. Nun gut, vielleicht wusste er ja mehr darüber. Was genau das denn sei, fragte ich ihn gespannt. „Eine Art zu Tanzen“, war die einzige Antwort die ich bekam, mehr wisse er auch nicht, und die nächsten paar Stunden verbrachten wir damit, uns Clips von unbekannten und bekannten „Tänzern“ auf YouTube anzusehen. Außerdem meldeten wir uns zum Workshop an. (Ungerecht, wie meine Freundin fand.)

Trotzdem wurmte es mich, nicht zu wissen, was das war. Die Künstler im Internet – nur Männer bzw. Jungs übrigens – hatten die Beine im Takt von Technomusik nach vorne, hinten und zur Seite geworfen oder waren auf und ab und in der Gegend herum gehüpft. Oder sollte ich vielleicht besser sagen „gejumpt“? Es sah seltsam aus, wenn auch nicht sehr schwer. Nur… wo war da der Sinn? Und wer ist denn bitte auf eine so komische Idee gekommen?
Nachdem ich schon am PC war, nahm ich das Internet in Anspruch und suchte nach der Geschichte und Herkunft dieses eigenartigen Tanzes. „Aus Chicago“, stand auf einer Seite. „Aus Belgien“, meinte eine andere. Sich in der Herkunft nicht einig, so sagten doch alle Seiten, dass sich diese Art zu Tanzen aus langsamen und schlichten Melodien entwickelt hat. Die Technomusik sei anfangs nur selten verwendet worden. Heute sei das ganze in Untergruppen zu teilen, erfuhr ich außerdem. Belgian Jump, German Jump, Oldskool Jump, French Tek/Industrial Jump sowie Hard Jump – für den Anfang war mir das zuviel. Die Tatsache, dass man auch zu zweit „tanzen“ kann erschien mir viel interessanter. „Duo Jump“ nennt man es, wenn zwei, die nebeneinander stehen, die gleiche Choreografie tanzen. Oder wenn sie einander gegenüber stehen und das Ganze spiegelverkehrt und ebenfalls synchron vorführen. Gut, das war einfach. Der nächste Begriff erklärte sich ebenfalls von selbst. „Group Jump“ – wenn eine Gruppe von mehreren Begeisterten das Gleiche tanzt. Mit meinem neu erworbenen Wissen wagte ich mich nun noch einmal auf YouTube. Und erkannte sofort den Gewinner des letzten „jumping is not a crime“ – Wettbewerbs. Einer von vielen so genannten „Jumpforces“ (Wettbewerben unter den „Jumpstylern“), was ich stolz meinem Freund erzählte. Gestaunt hat er, über mein Wissen. Und über Patrick Jumpen, den besagten Gewinner.

Ja, und ein paar Tage später sind wir dann zum Workshop gegangen. Es war viel anstrengender als es aussah, aber es hat trotzdem riesig viel Spaß gemacht. Außerdem hab ich was gelernt, was mir das Internet nicht beigebracht hat: Zweimal auf der Stelle jumpen und dann beim dritten Mal mit dem rechten Fuß nach vorne kicken, das ist der Grundschritt. Und immer möglichst stark aufprallen!

Nun ja, dass war sie. Die Geschichte, wie ich zum Jumpstyle gefunden habe. Die Lehrerin hat übrigens gesagt, dieser „Tanz“ käme aus Holland. Er sei erfunden worden, während die Schöpfer high waren. Deshalb sähe er so komisch aus.
Ich persönlich finde das Rätsel um die Herkunft viel komischer.

Fotos: Tanzschule Hip-Twist

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