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Den Meister lange geärgert

(D-E-D) -
Nach 35 Minuten lagen die dezimierten Ulmer, die ohne Center Bryan Lucas und Kapitän Emeka sowie mit einem angeschlagenen Konrad Wysocki angetreten waren, immer noch in Front (59:56), dann zerstörte ein Pfiff die Hoffnungen auf die große Überraschung. Ulms einziger Point Guard Dru Joyce, der sich nach dem Heimflug des dauerverletzten Kyle Bailey seit Januar alleine für den Spielaufbau verantwortlich zeigt, erhielt sein fünftes Foul und musste das Feld verlassen. Erinnerungen an das Pokalviertelfinale in Berlin wurden wach, als auch das fünfte Foul des schnellen Aufbauspielers das Spiel endgültig drehte. Doch alles lamentieren hilft in einem solchen Fall nichts. EJ Gallup und Jeff Gibbs versuchten in der Schlussphase als Ballvorträger gegen die aggressive Verteidigung der Bamberger alles, um den Sieg doch noch sicherzustellen. Es reichte letztendlich wieder nicht. Der Meister warf in der Schlussphase seine ganze Erfahrung in die Waagschale und schaukelte den Sieg sicher nach Hause, auch weil man im Gegensatz zu den Gastgebern die entscheidenden Freiwürfe in den letzten Minuten verwandelte.Die 2800 Zuschauer mussten ihr Kommen aber nicht bereuen. Lange Zeit lieferten sich Jeff Gibbs und Co. einen tollen Schlagabtausch mit den Bambergern, die auch in der Euroleague viele Erfahrungen sammeln konnten. Immer wieder war es Ulms Mr. Incredible, der sich gegen die großgewachsene Centergarde der Bamberger durchsetzte. Die meiste Unterstützung erhielt er von Sean Finn (14 Punkte, 9 Rebounds) und Aufbauspieler Dru Joyce (12 Punkte, 6 Assists). Dass es am Ende doch nicht reichte, lag an zwei der fünf Bamberger Nationalspieler. Steffen Hamann erzielte 8 seiner 17 Punkte von der Freiwurflinie und vergab sowohl von der ominösen Linie als auch aus dem Feld jeweils nur einen Wurf. Und Kollege Robert Garrett wirbelte wie in alten Würzburger Zeiten, traf 4 von 6 Dreiern und wurde so mit 20 Punkten zum Matchwinner. Diesen Titel hätte sich aber auch Darren Fenn verdient. In der spielentscheidenden Phase zwischen der 32. und 36. min traf der 2,08 m große Center vier Dreipunktewürfe in Folge. So durfte man wieder einmal mit der Gewissheit aus der Halle gehen, dass man mit den Spitzenteams der Liga mithalten kann. Nächste Saison soll dann endlich der erste Sieg gegen die übermächtigen Bamberger her. Das Team des Bundestrainers konnte Mike Taylors Mannschaft nach dem Aufstieg bisher als einziges in der BBL nicht bezwingen.






Fotos: Danny Eggers

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