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Das Aus für die Playoffs

(D-E-D) - Wohl jedem Ulm-Fan ist die „Szene des Jahres“ aus dem Hinspiel noch im Gedächtnis: Ein Wurf von der Mittellinie bescherte Ratiopharm Ulm in Oldenburg in letzter Sekunde den durchaus glücklichen Sieg.

Nun stand das Rückspiel an. Ulm hatte am Sonntag in Jena knapp aber verdient gewonnen, und auch bei den EWE Baskets aus Oldenburg läuft es momentan gut: Acht Spiele konnten sie in Folge gewinnen.

Im ersten Viertel war es ein zerfahrenes Spiel voller Ballverluste und Fehlwürfe. Die Wurfquoten waren auf beiden Seiten alles andere als gut, jedoch behielt Oldenburg den kühleren Kopf und konnte das erste Viertel mit 14:19 für sich entscheiden. Das hatte auch damit zu tun, dass Dru Joyce wegen Foulspiels lange Zeit nur auf der Bank saß und den Ulmern in der Anfangsphase nicht helfen konnte, den Rückstand aufzuholen.

Dann kam aber alles anders. Im zweiten Viertel zeigte Ulm Moral und kämpfte sich wieder heran – doch das war nicht alles, bis zur Halbzeit konnte das Team von Mike Taylor sogar einen Vorsprung herausarbeiten. Das Oldenburger Spiel beschränkte sich lediglich auf Ricky Paulding, der seine Aufgabe aber immer besser löste. Schlussendlich lag Ulm zum Ende des zweiten Viertels mit 30:18 vorne.

Nach der Halbzeit zeigte Ulm dann viele kleine Fehler und Unkonzentriertheiten. Oldenburg zögerte nicht lange und bestrafte dies sofort, vor allem Jason Gardner zeige, warum er der beste Point Guard der Liga sein soll.

Der Vorsprung von elf Punkten schmolz dahin, die Oldenburger konnten immer mehr ihr Spiel aufziehen und jetzt punkteten auch andere Spieler neben Paulding. Durch geschicktes Passspiel und gute Wurfauswahl kämpfte sich Oldenburg wieder ins Spiel zurück, angeführt von Jason Gardner.

Die Oldenburger kontrollierten nun das Spiel und spielten ihre Angriffe nach belieben aus. Vor allem Ricky Paulding, der an diesem Abend 30 Punkte beisteuerte (sechs Dreierwürfe) war der Grund für die unglückliche Niederlage.

Die Ulmer konnten das Spiel nicht mehr drehen, dafür war das Team aus Oldenburg einfach zu clever. Sie nahmen am Ende die zwei Punkte aus Ulm mit und feierten mit ihren Fans den nun neunten Sieg in Folge.

Bei Ratiopharm stach vor allem Sebastian Betz heraus, der zwar nur 4 Punkte erzielte, aber in der Verteidigung Einsatz zeigte und teilweise sogar Jason Gardner komplett ausschaltete.


Zuschauer: 2.800

Beste Werfer Ulm: Gibbs (17 Pkt./ 1-3er), Finn (17/0), Joyce (13/1), Wysocki (11/1), Lucas (10/1)

Beste Werfer Oldenburg: Paulding (30 Pkt./ 6-3er), Longin (18/2), Gardner (14/1), Boumtje Boumtje



Bilder: Danny Eggers
Daten: BBL Home
Bericht: Raffael Rauner

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